Profile und Presets

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Dieser Artikel behandelt Lightroom-RAW-Profile und Lightroom-Presets, Photoshop-RAW-Profile und Photoshop-Presets, Camera RAW-Profile und Camera-RAW-Presets, lineare RAW-Profile, Linear Camera Profiles, Lineare Kamera Profile, Presets für Lightroom, Benutzervorgaben für Lightroom, Vorgaben für Lightroom, Lightroom-Benutzervorgaben und deren Erstellung, Abänderung sowie Anwendung.

Bei mehreren von mir analysierten modernen spiegellosen Kameras und in E-Mails wies ich auf lineare RAW-Profile hin, was jedoch zu noch mehr E-Mail-Anfragen führte, sodass ich erkennen musste, dass dieses Thema im deutschen Sprachraum weitgehend unbekannt ist. Das führte zu diesem erklärenden Artikel.

Als Zielgruppe kann man alle (ambitionierteren) Fotografen ansehen, die mit RAW-Dateien das Leistungspotential der neuen Fotokameras in den Bereichen der Bildqualität, der künstlerischen Ausgestaltung und / oder der korrekten Darstellung der Realität (vor allem) mit den Programmen Photoshop oder Lightroom ausreizen wollen.

Am Ende des Artikels verstehen Sie nicht nur die Vorteile linearer RAW-Profile sowie selbsterstellter Benutzervorgaben (Presets), sondern können diese kostenlos für Ihre Kamera auf Ihrem PC installieren bedienen und selbst optimieren.

Ein Inhaltsverzeichnis mit direkten Sprungmarken und Überblick über alle bei Profile und Presets behandelten Themenbereiche finden Sie als Pop-Up.

Definitionen

Diese zwei Ausdrücke Profile (Englisch: Profiles) sowie Vorgaben (Englisch: Presets) werden oft verwechselt:

Profile / Profiles

Presets / Vorgaben

Anordnung in Lightroom

Anordnung in Lightroom im Entwickeln-Menü:
Presets / Vorgaben sind in der linken Spalte / am linken Rand des Programmes Lightroom auswählbar.
Profile sind in der rechten Spalte / am rechten Rand des Programmes Lightroom im Untermenü Grundeinstellungen auswählbar.

Anordnung der Profile in Photoshop

Anordnung der Profile in Photoshop / in Camera RAW. Hier bilden sie derzeit eine eigene Rubrikenzeile - vor den Grundeinstellungen. Das ist meiner Meinung nach logischer und sachlich korrekter als in Lightroom.

Anordnung der Presets in Photoshop

Anordnung der Presets in Photoshop / in Camera RAW. Sie verbergen sich hinter einem kleinen Symbol ganz rechts am Rand (derzeit das zweitunterstes Symbol).

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Halten wir sachlich fest, dass Profile / Profiles und Presets / Vorgaben zwar etwas ähnliches machen (das Bild verändern im Sinne von optimieren), dass es sich jedoch um massive technische Unterschiede handelt. Profile / Profiles sind sozusagen die erste Stufe, während Presets / (Benutzer-) Vorgaben die zweite Stufe der Bildoptimierung darstellen.

Halten wir jedoch ebenfalls fest, dass viele Anwender und Hersteller die beiden Begriffe Profile und Presets vermischen respektive unsauber verwenden. Dies erschwert das Verständnis vieler Texte sowie Erklärungen im Internet und jede Diskussion. - Selbst Adobe verwechselt in mindestens einer seiner offiziellen Beschreibungen / Lehranweisungen zu Lightroom Profile (*.dcp) mit Presets (.xmp).

Hintergrund

Gegenmaßnahmen

Lineares Profil - Linear Profile

Was sind lineare RAW-Profile?

Eine lineare Gradationskurve

Eine lineare Gradationskurve

Mit linear ist der exakt geradlinige Verlauf der weißen Linie von der linken unteren Ecke (den Schatten des Fotos) bis zur rechten oberen Ecke (den Lichtern des Fotos) gemeint.

Was sind nicht-lineare RAW-Profile?

Eine nicht-lineare Gradationskurve

Eine nicht-lineare Gradationskurve

Nachteile linearer Profile = Vorteile nicht-linearer Profile

Dennoch muss man sauber erklären, welche Nach- und Vorteile für beide Kurven sprechen.

Vorteile linearer Profile = Nachteile nicht-linearer Profile

Behebung der vermeintlichen Nachteile durch die angebliche Mehrarbeit bei linearen Profilen

Automatisch verwenden

Allerdings habe ich z.B. oft kontrastreiche Fotos, welche durch die Automatik zu sehr abgeflacht / eingeebnet werden. Deshalb verwende ich oft den folgenden, zweiten Weg.

Manuell optimieren

Zeitaufwand

Um Ihnen E-Mail-Anfragen zu ersparen:

Die dritte und faszinierendste Variante - zur Zeitersparnis - erkläre ich Ihnen weiter unten.

Lineare Profile herunterladen und installieren

Holen Sie sich jetzt aber erst einmal das kostenlose Profil für Ihre Kamera(s).

Minimale Kenntnisse von Lightroom (gemeint ist die offline-PC-Variante Lightroom Classic) oder Photoshop werden vorausgesetzt, da im Folgenden - bereits aus Zeit- und Platzgründen - kein Einführungskurs in jene Software geboten werden kann. Literatur hierzu finden Sie im Artikel Photoshop + Lightroom.

Download

Von folgender Adresse können Sie sich lineare Profile für viele Kameras kostenlos herunterladen.

Einkaufswagen 1

Einkaufswagen 1

Einkaufswagen 2

Einkaufswagen 2

Einkaufswagen 3

Einkaufswagen 3 - Antwortmeldung

Download-Seite

Download-Seite 5

Lineare Profile in Lightroom installieren

Um das Profil benutzen zu können, muss man es noch in der Software installieren.

Ein Profil in Lightroom importieren.

Ein Profil in Lightroom importieren.

Ein Profil in Lightroom importieren.

Ein Profil in Lightroom importieren 2.

Lineare Profile in Photoshop / Camera RAW installieren

Ein Profil in Photoshop importieren.

Ein Profil in Photoshop importieren.

Ein Profil in Photoshop importieren.

Ein Profil in Photoshop importieren 2.

Lineares Profil anwenden

Ein Profil anwenden.

Ein Profil anwenden.

Warnhinweise für Profile

Lagerort der Profile

Die folgenden Informationen sind nur für software-technisch erfahrene Anwender mit umfangreichen PC-Kenntnissen.

Bitte beachten Sie, dass dies nur für die neuen Lightroom CC-Versionen gilt. Die alten Stand-alone- / Offline-Versionen (Lightroom 4, 5 und 6) standen mir zu Tests bei meinen Bekannten nicht zur Verfügung. Falls es jemand damit einmal ausprobieren könnte, würde ich mich über eine Antwort freuen. Mein (angelesener) Wissensstand ist jedoch, dass man erst ab Lightroom 7.3 Profile importieren kann.

Für Apple-Anwender gilt der folgende Rat:

Weitere Hinweise zu linearen Profilen

Lineare Profile selbst entwickeln

Falls Sie selbst lineare Profile entwickeln wollen:

Ohne software-technische Erfahrung / PC-Kenntnisse und gute Englisch-Kenntnisse sollte man sich diese aufwändige Arbeit ersparen. Sie dürfen dem Entwickler jener Profile (Tony Kuyper) auch eine E-Mail zusenden. Dann erstellt er kostenlos ein Profil für Sie respektive Ihre exotische Kamera. - Siehe dazu auch die folgende Quellenangabe.

Fachleute können mit Zeitaufwand aus dem linearen RAW-Profil dann auch weitere Profile (z.B. für Landschaftsfotografie oder Porträts) entwickeln.

Im Prinzip läuft es so ab:

  1. Sie müssen den Adobe DNG Profile Editor für Windows oder Apple / Mac herunterladen (siehe oben). Er muss nicht installiert werden, sondern kann durch Doppel-Klick auf die EXE-Datei einfach gestartet werden.
  2. Machen Sie eine RAW-Aufnahme mit Ihrer Kamera.
  3. Öffnen Sie in Lightroom oder Camera RAW von Photoshop jenes RAW-Foto.
  4. Wählen Sie dort als Profil Adobe Standard.
  5. Exportieren Sie das Foto als ein DNG.
    Alternativ können Sie die RAW-Datei auch mit dem oben genannten und herunterladbaren Adobe Digital Negative Converter zu einem DNG umwandeln.
  6. Starten Sie den DNG Profile Editor, den Sie vorher heruntergeladen haben.
  7. Laden Sie mit File, Open DNG Image diese gerade eben erstellte DNG-Datei.
  8. Im rechts oben befindlichen Menü wählen Sie den Reiter Tone Curve und setzen ihn auf Linear.
  9. Danach müssen Sie mit dem Befehlen File, Export [Kameraname] profile ... mit einem frei wählbaren Namen das Profil exportieren. Dazu müssen Sie jedoch entweder sofort oder zum späteren Umkopieren den Lagerort der .dcp kennen. Siehe oben.
  10. Sofern Lightroom noch geöffnet ist, muss man es erst schließen / beenden und dann neustarten.
  11. Danach sollte man das Profil in der Liste der anderen Profile finden können.

Dann besitzen Sie ein lineares RAW-Profil.

Allerdings können Sie in Wirklichkeit mit Feinanpassungen im DNG Profile Editor sogar die in der Kamera verwendeten diversen Vorgaben / Profile / Filter etc. für Lightroom / Camera RAW nachbauen. Dazu benötigen Sie jedoch eine Farbkarte sowie viel mehr Aufwand für die Feinjustierung. Im Prinzip machen Sie (auf dem Stativ) von der Farbkarte eine JPEG-Aufnahme mit jener gewünschten Kameravoreinstellung und ein Foto mit RAW. Dann passen Sie die RAW-Aufnahme an das JPEG an, bis alles passt. In der Regel müssen Sie dazu jedoch die Gradationskurve erheblich verbiegen. Folglich sollten Sie dieses Ergebnis dann auch unter einem passenden (anderen) Namen abspeichern. - Im Prinzip ist das die Arbeit, welche Adobe für Sie machen sollte, aber zu geizig ist. Sie bezahlen als Software-Mieter die Gebühren schließlich auch für ein mangelhaftes Fotobearbeitungs-Programm. Und solange die Beschwerden nicht überhand nehmen, bleibt das auch so.

Quellen und weitere Literatur zu linearen Profilen

Texte:

Videos:

Eigene Presets für lineare Profile erstellen

Automatisierung des Arbeitsablaufes.

Sich selbst die tägliche Arbeit erleichtern

Motive

Eine automatisierte Bildbearbeitung mit Presets bietet sich immer dann an, wenn es sich um wiederkehrende (monotone) Arbeitsschritte handelt, die man sonst auf jeden Fall auch manuell an jedem einzelnen Bild durchführen würde.

Vorsicht: Das sind hier von mir zusammengestellte Beispielwerte. Es kann sein, dass Sie bei Ihrer Kamera mit Ihrem linearen Profile viel geringere Korrekturen oder sogar noch deutlich höhere anbringen müssen. Das hängt auch vom Fotostil (z.B. Porträt oder Makro) und Ihren persönlichen Zielen bezüglich der letztendlichen Bildwirkung ab.

Sie erinnern sich: Presets / (Benutzer-) Vorgaben sind nun exakt so ein Satz von Fotobearbeitungsanpassungen (= Reglerstellungen), die man speichern kann, um danach diese Änderungen auf viele Fotos automatisch anzuwenden. So ist es möglich, z.B. Belichtung, Kontrast, Lichter, Schatten, Sättigung, Schärfung etc. automatisch auf exakt jene Werte vor-einzustellen, die man mehr oder weniger für optimal hält. Als Folge werden die manuellen Nacharbeiten für die dann nur noch erforderliche Feinjustierung geringer.

Lightroom: Ein eigenes Preset zum Einladen der RAW-Dateien erstellen

Wer sich in Lightroom die Arbeit beim (zukünftigen) Einladen vieler RAW-Dateien erleichtern will, kann ein eigenes Preset erstellen:

Lightroom Preset erstellen

In Lightroom ein neues Preset erstellen.

Lightroom Pop-Up für ein neues Preset

In Lightroom Pop-Up für ein neues Preset.

Sollten Sie dabei einen Fehler gemacht haben, oder etwas vergessen haben, macht dies nichts:

Lightroom Preset aktualisieren

In Lightroom Rechtsklick auf das neue Preset und dann aktualisieren.

Lightroom: Ein eigenes Preset zum Einladen der RAW-Dateien anwenden - oder auch später

Lightroom Dateiimport mit Preset

In Lightroom Dateiimport mit Preset.

Sie haben die Dateien bereits in Lightroom eingeladen?

Mehrere Presets anwenden oder manuelle Angaben mit Presets mischen

Einstellungen zurückstellen

Einstellungen zurückstellen

Ansonsten kann man in Lightroom in der linken Spalte die Rubrik Protokoll verwenden, um den Ausgangszustand, oder einen bestimmen manuellen Zwischenschritt wiederherzustellen. Aber auch da hat Adobe bereits willkürliche Einträge u.a. bei Schärfe und Rauschen vorgenommen.

Lagerort der Presets

Die folgenden Informationen sind nur für software-technisch erfahrene Anwender mit umfangreichen PC-Kenntnissen.

Bitte beachten Sie, dass dies nur für die neuen Lightroom CC-Versionen gilt. Die alten Stand-alone- / Offline-Versionen (Lightroom 4, 5 und 6) verwenden .lrtemplate für Presets - nicht das neuere XMP-Format.

Für Apple-Anwender gilt der folgende Rat:

Presets in Photoshop / Camera RAW erstellen

Preset in Photoshop erstellen

Ein Preset in Photoshop erstellen - Variante 1

Preset in Photoshop erstellen

Ein Preset in Photoshop erstellen - Variante 2

Weiterführende Quellen und Erklärungen zum Thema: Eigene Presets / Vorgaben erstellen

Text-Erklärungen:

Videos:

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