Die neue A7RVI von Sony einfach und verständlich erklärt. Spiegellose Vollformat-Kamera, Testberichte und Kaufempfehlungen.
Test der Sony A7RVI, für die viele Namen respektive Schreibweisen existieren: z.B. Großbuchstaben und beliebig vielen Leerstellen zwischen allen Bestandteilen, wie: Sony Alpha 7 R VI, mit griechischem Alpha (α) in jeder Groß- und Kleinschreibung mit und ohne Leerzeichen, wie z.B. in: α7RVI, mit einem ausgeschriebenen Mark
für die Modellnummer, wie z.B. in: Sony Alpha 7R Mark VI, mit der technischen Abkürzung des offiziellen Internet-Auftrittes von Sony, in Klein- oder Groß- oder Gemischtbuchstaben: Sony ilce-7rm6, oder nur aber dafür in Großbuchstaben ILCE-7RM6. Ferner finden sich gemischte Schreibweisen mit kleinem r, aber großen anderen Buchstaben, wie z.B. in: A7rVI respektive α 7rVI etc. mit natürlich allen obigen Untervarianten. Letztendlich finden sich auch exotische Mischungen, wie A7R6 oder sogar mit Leerstelle dazwischen A7 R6. - Im Übrigen sprechen im anglo-amerikanischen Ausland fast alle das Modell exakt so aus, wie in der hier gezeigten zweiten Version. Und nicht wenige Influencer kürzen den Namen zu R6 ab, wodurch es zu Verwechslungen mit dem Modell von Canon kommen kann. - Sony bekommt in seine Bezeichnungen seit Jahren weltweit keine offizielle Ordnung hinein. Hinzu kamen dieses Mal Gerüchteseiten, welche (wie Sony alpha Rumors) dieses Modell auch als A7R VII - also Mark Sieben - falsch bezeichneten.
Ein Inhaltsverzeichnis mit direkten Sprungmarken und Überblick über alle im Artikel der Sony A7RVI behandelten Themenbereiche finden Sie als Pop-Up.
Die Kamera-Reihe A7R (das R steht für Resolution / hohe Auflösung) bildet die High-End-Kamera für die Landschafts- und Studio- sowie Produkt- und Architektur-Fotografie bei Vollformat-Sensoren der Firma Sony.
Da Sony die Vorgängerversion Sony A7RV bereits am 26.10.2022 vorgestellt hatte und sonst immer relativ kurze Zyklen zeigte, erwarteten zahlreiche Beobachter bereits seit Längerem den endlich am 13.05.2026 vorgestellten Nachfolger A7RVI.
Vorab gilt auch hier zur Beruhigung: Es handelt sich bei der Sony A7RVI um eine ausgereifte, solide Kamera, mit der man auf jeden Fall hochwertige Fotos machen kann.
Alle offiziellen technischen Daten der A7RVI finden Sie bei Sony.de. Hier werden deshalb nur die wichtigsten und relevantesten neuen Daten für die Foto- und Video-Praxis beschrieben und bewertet.
Es handelt sich um einen neuen '66,8' MP-Vollformat-Sensor mit 35,9 * 24 mm (laut Sony USA) oder ca. 35,7 * 23,8 mm (laut DPReview). Es handelt sich um einen neuen Fully-Stacked-Sensor (gestapelter Sensor), der deutlich schneller arbeitet als die Vorgängerversion (klassischer BSI-Sensor). Der Name Exmor RS CMOS steht (obwohl vom Sony-Marketing sicherlich beabsichtigt - nicht wie im Motorsport für Renn-Sport oder Rally-Sport, sondern) für R-Resolution (hohe Auflösung) und S Stacked (gestapelt und dadurch schneller). - Wie immer rundet Sony auf. Das sind 9.984 * 6.656 Pixel Auflösung = 66,453504 Mio. Pixel - also eigentlich 66 Mega-Pixel. Der Sensor soll 5,6 Mal schneller sein als der Vorgänger und 60 Berechnungen je Sekunde erlauben.
Der Sensor ist ohne optischen Tiefpassfilter hergestellt, also für erhöhten Kontrast. Er soll (laut Sony) bis zu 16 Blenden Dynamikumfang bieten.
Die ISO-Bandbreite reicht von 100 bis 32.000 im Automatikmodus und manuell erweitert von 50 bis 102.400. Das sind die altbekannten Werte des Vorgängermodells.
Neben bis zu 14-Bit-RAW werden JPG und 10-Bit-HEIF (4:2:0 und 4:2:2, MPEG-A MIAF-kompatibel) sowie HLG-still image mode
geboten. Die Alpha 7RVI nimmt bei RAW zusätzlich JPEGs in voller Größe auf und schreibt sie in die RAW-Datei hinein.
Sony hat erneut die Farben etwas verändert. Diesmal geschah die Farbverbesserung mit KI. Die Kamera besitzt wie die Vorgängerversion Sensoren für das sichtbare Licht und Infrarot. Damit wird nun allerdings nicht nur die Belichtung optimaler gesteuert, sondern auch der Weißabgleich (vor allem in dunkleren Umgebungen und Innenräumen sowie schattigen Bereichen) optimiert, wodurch exaktere und vor allem konsistentere Farben entstehen. Es wird ein AI-Assisted AWB (Jarred Polin nennt es illumination estimation technology) - ein durch KI verbesserter automatischer Weißabgleich geboten. Dies soll nun den bisher oft sprunghaften Weißabgleich beruhigen. (Wer nicht weiß, welche störenden Farbfehler Sony-Kameras - insbesondere alle R-Modelle - bisher erzeugen, der soll sich einfach einmal das Video von PetaPixel anschauen, in dem Chris Niccolls über seinen oft störenden großen Magenta Fleck jammert und ihn in einem Beispielfoto zeigt. Früher kostete das Nacharbeiten mit erheblichen Einstellungen an den Farbreglern). Zudem wurden die früher eher grün-gelben Gesichter etwas nach Magenta angehoben. Dadurch werden die Hauttöne optimiert. - Auch insgesamt wurde die JPG-Bildqualität direkt aus der Kamera (u.a. durch stärkeres Nachschärfen) verbessert.
Es wird ein Pixel shift multi shooting offeriert: Man kann ähnlich dem Vorgängermodell mehrere (bis zu 16) Fotos mit minimalem Versatz aufnehmen. Allerdings muss man diese nachträglich in einer Software am PC zu einem Fotos zusammenführen. Dafür erzielt dieses Verfahren dann eine noch größere Auflösung. Zu den Details siehe weiter unten.
Ein (1,5-facher) APS-C-Crop-Modus mit 28 MP wird offeriert (genau 6.528 * 4.352 = 28,409856 Mio. Pixel). Zusätzlich wird ein noch kleinerer 17 MP-Modus (auch für RAW) angeboten. Gleiche Werte vom 66, 28 und 17MP gelten auch für JPEG und HEIF.
Der Sensor besitzt einen Verschlussvorhang, der vor Staub schützt, wenn die Kamera ausgeschaltet wird und man das Objektiv wechselt. Dies war immer einer der Hauptkritikpunkte bei Sony, da deren Sensoren als notorische Staubfänger gelten.
Da sich die Bildauslösung (der mechanische Verschluss und der elektronische Sensor) auf die Frequenz des Stromnetzes und Gasentladungslampen fein einstellen (synchronisieren) lässt, sollte die Bildqualität auch unter schwierigen Lichtverhältnissen (Innenräumen und Stadien) nun höher liegen.
Da man auch beim Blitzen die Belichtung auf das Gesicht optimieren kann, sollte dies zu besser ausgeleuchteten Porträts führen. Allerdings funktioniert dies nur mit Sonys Blitzsystemen und dazu kompatiblen Geräten. Ferner muss man einiges vorher manuell in der Kamera einstellen. Überdies funktioniert es nicht im manuellen Modus und nicht bei Blendenautomatik (shutter priority = fest voreingestellter Belichtungszeit = S).
Dual Gain erlaubt nun doppeltes Auslesen des Sensors in zwei ISO-Stufen, um die Bildqualität über einen höheren Dynamikumfang zu verbessern.
Vorsicht: Verwechseln Sie dies bitte nicht mit dem Dual-Base-Sensor. Dual Base (welches Sony wegen technischer Details immer bestreitet) meint in der Videografen-/Fotografen-Techniker-Sprache: Der Sensor besitzt eine 1. Basisstufe (sagen wir bei 100 ISO), von der aus jede ISO-Erhöhung mehr Rauschen im Bild erzeugt, bis man an die 2. Basis-Stufe gelangt (sagen wir 6.400 ISO). Dort ist dann plötzlich das Rauschen wieder geringer als kurz darunter. Erhöht man von der 2. Basisstufe die ISO-Zahl, so nimmt das Rauschen wieder langsam zu.
Dual-Gain (zweifacher Gewinn) meint hingegen etwas, das (meist auch) mit der Dual-Base zusammenhängt. Aber der Vorgang ist anders: Hierbei wird der Sensor bei zwei festgelegten ISO-Werten hintereinander ausgelesen. Somit erhält man quasi ein 'unterbelichtetes' und ein 'überbelichtetes' Bild, das der Prozessor in der Kamera dank KI zu einem (RAW-Foto) mit mehr Dynamikumfang zusammenfügt. Das ist durchaus vergleichbar mit klassischer HDR-Software.
Die größte Änderung gegenüber dem Vorgängermodell bei der Geschwindigkeit besteht im neuen Dual-BIONZ XR2 - Prozessor, der nun angeblich 5,6-Mal schneller in Zusammenarbeit mit dem Sensor die Daten ausliest und verarbeitet. Er ist optimiert und ähnlich zur noch relativ neuen A7V (ohne R), aber nicht (wie manche behaupten) identisch zu jener. Denn es handelt sich auch bei Sony um Prozessor-Familien.
Bis zu 30 Bilder je Sekunde elektronisch sind nun erstmals (mit komprimiertem RAW ) möglich und bei 30 Bildern in der Sekunde auch ohne störende Schwarz-Bilder / Dunkelbild (Black-out-free / flackerfrei), damit man der Bewegung des Motivs im Sucher gut folgen kann.
10 Bilder je Sekunde werden mechanisch geboten - wie bisher. Aber nun werden in allen Modi und Geschwindigkeiten 14-Bit-RAW-Dateien angeboten, was die 10 Bilder je Sekunde mechanisch aufwerten gegenüber der A7RV, die oft auf 12 Bit abfiel.
Erstaunlicher Weise sollen diese 10 Bilder je Sekunde auch mit Blitz funktionieren. Aber dazu muss der Blitz selbstverständlich auch diese (hohe) Leistung liefern. - Die Blitzsynchronisierungs-Geschwindigkeit (x-sync) beträgt 1/250 Sek. bei 35-mm-Vollformat - beim mechanischen Verschluss und dem ersten elektronischen Verschluss (first electronic shuttter).
Die Belichtungszeit bei Fotos umfasst 1/8.000 bis 30 Sekunden (mechanisch und elektronisch) sowie die Langzeitbelichtung (Bulb).
Zudem wird ein vergrößerter Puffer angeboten, um mehr RAW und JPEGs im Serienbildmodus (Dauerfeuer) zwischenzuspeichern. Laut Firmenangaben sind 150 RAW (unklar, welches Format / Komprimierung) und bei JPEG 'Fine L' 215 Bilder möglich.
Neu hinzu kam der Pre-Buffer, Pre-Capture, Vor-Speicher, Voraufnahmen in der A7RVI. Er erlaubt bei halbdurchgedrücktem Auslöser für eine gewisse Zeit quasi zu filmen, damit man bei der wichtigen Bewegung beim endgültigen Durchdrücken des Auslösers dann auf jeden Fall eine gewisse Zeit vorher und somit das wichtigste Bild auch aufgenommen hat. - Die A7RVI kann damit (bis zu) 1 Sekunde und (bis zu) 30 Bilder bei voller Auflösung und (verlustbehaftet komprimierter) RAW-Qualität im Puffer aufnehmen. Es gibt einen einstellbaren Vorpuffer-Bereich von 0,03 bis 1 Sekunde. Man kann diese Vorpuffer-Zeit in 17 Stufen fein einstellen. Dabei hängt dann die Bildzahl von der zusätzlichen Auswahl der Serienbildgeschwindigkeit ab. Dazu kam ein Boost-Modus-Schalter/Taster zur schnellen Umschaltung. Damit kann man per Druck die Serienbildgeschwindigkeit des elektronischen Verschlusses schnell z.B. auf 10, 15, 20, oder 30 Bilder einstellen.
Das neue Modell Mark VI bietet eine verbesserte 5-Achsen-Verwacklungskompensation in der Kamera (in body image stabilization) mit nun bis zu 8,5 Blenden Vibrations-Ausgleich in der Mitte und bis zu 7 Blenden am Rand. Sony gibt an, dass man insbesondere die Korrektur beim Roll-Verhalten der Kamera optimiert hat.
Dieser hohe Wert beim Verwacklungsschutz wird teilweise mit einer neuen Kommunikation mit manchen Objektiven kombiniert. Siehe jedoch die Einschränkungen unten.
Allerdings soll das IBIS auch ohne diese Verbindung zwischen Kamera und Objektiv fast so hohe Werte liefern. D.h. es müssten auch unstabilisierte ältere Objektive davon profitieren.
Das Autofokussystem wurde (wie überall üblich) durch Artificial Intelligence Machine Learning verbessert. Sony nennt es deshalb nun Real-time Recognition AF+ (mit dem Plus am Ende). Angeblich wurden die Posen-Einschätzung bei Menschen (human pose estimation), die Verfolgung (tracking) und die Fokussierung bei sehr kleinen Motiven verbessert. Zudem funktionieren weiterhin Automatisch, Mensch, Tier, Vogel, Insekt, Auto, Zug, Flugzeug bei der Erkennung (sowohl bei Fotos als auch Videos). Aber es werden wie bisher bis zu 759 Punkte bei Phasen-AF geboten. Der Contrast-Detection AF wird zwar genannt, aber ohne Angaben der Anzahl der verwendeten Fokuspunkte. Die Sensorabdeckung der Fokuspunkte soll 94% der Gesamtfläche ausmachen. Sony macht allerdings keine Angaben zu den Randbereichen und Details.
Der Phasen-Autofokus ist von -6 bis EV 20 verfügbar. Auch das AF-Tracking funktioniert bis Blende f20. Die AF-Empfindlichkeitswerte reichen von -5 bis +20 LW bei ISO 100 und Objektiven mit f2.0. Zudem werden nun dank schnellem Prozessor bis zu 1.200 Einzelberechnungen je Sekunde (split live view analysis metering) durchgeführt, um die Treffsicherheit zu erhöhen.
Das AF-System wechselt nahtlos zwischen den verschiedenen Autofokus-Modi hin und her - z.B. zwischen Augen- und Gesichtserkennung.
Im Sommer 2026 war dieses AF-System der A7RVI sogar anderen der Sony-Kameras wie der A1II in Details überlegen. Das ist das seit Jahren übliche Problem von Sony, weil die Firma sich sehr oft weigert, Software- und AF-Verbesserungen per Firmware-Update auch alten Kameras zukommen zu lassen.
Es wird der technisch neueste und beste elektronische OLED-Sucher mit 1,6-cm-(0,64-Zoll-)Bildschirmdiagonale und 9,44 Millionen Pixel beim EVF mit QXGA resolution geboten: das sind 2.048 * 1.536 Pixel. Somit handelt es sich wie bei zahlreichen anderen Kameramodellen von Sony um den Spitzenwert im Jahr auch im Jahr 2026.
Das Neue daran ist die dreifache Helligkeit, welche HDR im Sucher bietet, weil das unterlegte OLED moderner ist. Neben der größeren Helligkeit liefert es auch einen erweiterten Farbraum (wider color gamut): ein DCI-P3 äquivalentes color gamut und 10-bit HDR. Damit kann man erstmals im elektronischen Sucher auch aufgenommene HDR-Bilder betrachten. Da soll zudem bei Sony erstmals auch bei 120 Hz und in der höchsten EVF-Auflösung funktionieren.
Der Dioptrienausgleich beträgt -4,0 bis +3,0 m-1. Der Augenabstand / Eyepoint ist ca. 25 mm vom Okular. Brillenträger gaben in Tests an, dass sie damit klar kommen. Die Vergrößerung beträgt ca. 0,90-fach (mit 50-mm-Objektiv bei unendlich, -1 m-1). Bei der Bildfrequenz kann man zwischen 60 und 120 Herz auswählen. Auch ein PAL-Modus mit: 50 / 100 Hz wird angeboten.
Laut der Fachzeitschrift digitec sinkt die Auflösung nun - im Gegensatz zur älteren A7RV - nicht mehr ab, wenn man den Autofokus betätigt. Das führt zu einem insgesamt ruhigeren Sucherbild.
Der US-Influencer Manny Ortiz stellte fest, dass die Probleme früherer Sony-Kameras (auch A7V, A1) bei 'Image-Review on' (Bildkontrolle nach der Aufnahme) behoben wurde: Alle früheren Kameras zeigten das aufgenommene Bild im elektronischen Sucher etwas Fokus-verschoben - auch, wenn der Auto-Fokus dieses Motiv vorher scharf anvisierte und der Sucher es scharf anzeigte. Auch das Endergebnis am PC betrachtet war richtig fokussiert und scharf. Diese Inkonsistenz war irritierend - vor allem für genau arbeitende (Studio-) Fotografen. Bei der A7RVI wurde dieser Fehler im neuen Sucher behoben. Das Bild ist nun auch in der Kontrollanzeige scharf fokussiert.
Das rückwärtige Display der A7RVI blieb dasselbe. Die Diagonale des rückwärtiges Displays beträgt 8 cm (3,2 Zoll) als TFT. Das ist identisch zum Vorgänger.
Es werden weiterhin 2.095.104 Bildpunkte im sinnvollen Seiten-Verhältnis 3:2 angeboten. - Angeblich soll die Auflösung 1.024 * 680 Pixel betragen (laut PetaPixel). Aber das geht zumindest bei meinen Berechnungen nicht ganz auf. Es sollten so ca. 1.024 * 682 Pixel sein (sofern es drei Farben RGB sind). Chris Niccolls lobt die nun viel mehr im Detail konfigurierbaren Autofokusfelder.
Beim sogenannten 4-Achsen-Viel-Winkel (4-axis-multi-angle - manche nennen es auch 'Origami-Faltmechanismus') LCD handelt es sich um ein Display, das teilweise (hoch und runter) kippbar und nach mehreren Richtungen dreh- und schwenkbar ist. Dabei ist die schwenkbare Einheit auf einer kippbaren Basis montiert. D.h. es wurden die für Fotografen sinnvollen Kippfunktionen mit den für Videografen sinnvollen Dreh- und Schwenkfunktionen in einem Mechanismus kombiniert.
Letztendlich wurden auch die Touch-Funktionen des Displays etwas verbessert und auf den neusten Stand der anderen Sony-Modelle gebracht.
Wichtiger für alle Anwender dürfte in der Praxis allerdings das neue und ergonomischere Menü sein.
Zudem wurde auch in diese Kamera CAI eingebaut, das auf dem umstrittenen Adobe-Standard C2PA beruht, um (angeblich) Bilder zu authentifizieren.
Das Gehäuse der Sony A7RVI wurde ebenfalls überarbeitet und ist hochwertiger als die Vorgängerin mit nun ca. 133 * 97 * 83 mm (Vorgängerin Mark V: ca. 131 * 97 * 83 mm).
Der Griff wurde (u.a. durch das neue, größere Akkufach größer, tiefer und ergonomischer, was das Halten auch größerer sowie schwererer Objektive erleichtert. Auch der Kopfbereich des Griffes mit dem Auslöser wurde überarbeitet und fühlt sich laut ersten Tests hochwertiger sowie ergonomischer an.
Vorsicht: Die Gesamtdicke über Alles liegt eher bei offiziell 83 mm. - Die angeblich 73 mm beziehen sich auf die für die Praxis irrelevanten Sondermaße vom Griff zum Display
.
Das Gewicht beträgt ca. 713 g - wie immer gemessen mit 1 Akku und 1 Speicherkarte, aber ohne Gehäusedeckel. Somit wurde die Kamera 10 Gramm leichter.
Das Magnesium-Gehäuse bietet einen Staub-, Wetter- und Spritzwasserschutz auf hohem dem Niveau mit Betriebsbedingungen von 0-40 Grad Celsius und maximal 85% Luftfeuchtigkeit. - Das sind die Standardwerte, die praktisch jede Kamera (mindestens) bietet.
Der mechanische Verschluss der Vorgängerin wurde übernommen und weist dessen geringere Erschütterung beim Auslösen auf sowie die Zertifizierung für 500.000 Auslösungen.
Viele Schalter und Bedienelemente der A7RVI sind fast identisch zum Vorgänger A7RIV, sodass es kaum Umgewöhnungsschwierigkeiten geben sollte. Aber das Modus-Wahlrad erhielt eine neue * Sternfunktion (auf der früheren Position 3), hinter der insgesamt 30 Einstellungen einprogrammierbar sind: 10 frei belegbare / konfigurierbare Presets für Kameraeinstellungen sind speicherbar, 10 für Video und 10 weitere für SQ (Zeitlupe und Zeitraffer). Zudem wurde auf dem Modus-Wahlrad die 'Auto'-Position etwas erhaben gestaltet, sodass man sie auch im Dunkeln erfühlen kann.
Beleuchtete Schalter werden nun zumindest an der Rückseite des Gehäuses angeboten. Dafür findet sich auch ein neuer Beleuchtungsschalter auf der Kamera-Schulter. Die Helligkeit kann in drei Stufen eingestellt werden und auch auf Dauerbeleuchtung umgestellt werden. Ansonsten erlischt sie nach ein paar Sekunden im Normalmodus wieder, um Strom zu sparen.
Zudem hat Sony nun erstmals bei einer Kamera auch am Bajonett eine sichtbare und erfühlbare Erhebung (Höcker, Nase) entsprechend der Objektive angebracht, sodass man jene leichter korrekt einsetzen kann.
Es werden umfangreiche Anschlussmöglichkeiten geboten, z.B. Zwei Dual-Kartenfächer: 2 CFexpress Type A Karten (maximal 700 MB/Sek. Schreiben) oder 2 SD-Karten (maximal 300 MB/Sek. Schreiben). Dennoch halte ich SD-Karten aktuell kaum für zielführend für diese Hochleistungs-Kamera. In einigen Situationen sind die Zeitvorteile der CFexpress-Karten in der Foto- und Video-Praxis spürbar.
Erfreulicher Weise wird ein großer HDMI-Anschluss in Full-Size angeboten. Zusätzlich befindet sich noch ein Kabelschloss im Lieferumfang, um den HDMI-Stecker am Gehäuse sicher festzuhalten. - Geht doch, wenn man will.
Ein Audioeingang mit 3,5 mm für das externe Mikrofon findet sich ebenso wie ein Audioausgang mit 3,5 mm für Kopfhörer. Auch der alte PC Sync Socket ist vorhanden. Die A7RVI erhält zudem zwei USB Typ-C (USB 3.2). USB-Port 1 oben erlaubt mit 10 Gbps als USB 3.2 live streaming (UVC/UAC), damit man die Kamera quasi als Web-Cam nutzen kann - und zwar ohne weitere Software, einfach nur das USB-Kabel in die Kamera stecken und mit dem PC verbinden. Zudem hat Sony hier (laut slashCam) zum ersten Mal ein kleines Gewinde neben dem Port verbaut, damit ein USB-C Locking-Cable mit integrierter Schraube für die Zugentlastung und somit eine sichere Verbindung angebracht werden kann. FTP wird angeboten wie auch 2,4 und 5 GHz Wi-Fi / WLAN mit nun sogar 6E (also Triple-Band: IEEE 802.11a/b/g/n/ac/ax 2,4-GHz-Band/5-GHz-Band/6-GHz-Band), wodurch der Datentransfer schneller ablaufen sollte. Letzteres ist bei den großen Bilddateien vor allem für das Tethering / Tethered Shooting (kabelloses / freies Fotografieren und gleichzeitiges Übertragen an den PC) im Studio hilfreich. Bluetooth wird in der Version 5.3 (2,4-GHz-Band) geboten. Und natürlich bietet die A7RVI den neuen Digital MI Shoe - Blitzschuh für Mikrofone.
Man kann RAW-Fotos und JPEGs mit der App von der Kamera A7RVI auf das Smartphone schicken.
Die Akku-Aufladung in der Kamera ist möglich - sogar mit High-speed charging mit USB PD (Power Delivery).
Ein (nach neun Jahren) neuer 'SA'-Typ und teurer, 7,82 Volt (statt früher 7,2 Volt), 2600mAh Akku NP-SA100 mit 20,9Wh (statt früher 16,4Wh) bietet (laut Sony und einigen anderen anglo-amerikanischen Quellen) eine um 27% höhere elektrische Energie in Watt-Stunden mit höherer Spannung und einer hohen Ausdauer. Die Tester bei slashCam und digitec behaupten allerdings, dass der alte NP-FZ100-Akku 2.280 mAh bot, was dann nur +17% Zuwachs bei der elektrischen Ladung (Speicherkapazität) bedeutet. Angeblich sollen dank neuer Technologie 30% mehr Ladezellen in das etwas größere Akku-Gehäuse passen. Der Akku soll ein optimiertes thermisches Verhalten zeigen (siehe jedoch unten die Testergebnisse bei Video) und erstmals (für Sony) eine Akku-Verschleiß-Anzeige in der Kamera anbieten. Bei Nutzung des Displays werden 710 Fotos und mit dem elektronischen Sucher 600 Fotos (nach CIPA-Standard laut Sony und DPReview) versprochen. Das waren neue Spitzenwerte in dedizierten spiegellosen Kameras und deutlich mehr als die 530 für das Display und 440 im Sucher der Vorgängerin A7RV.
Da dieser neue SA-Akku nicht abwärtskompatibel zu den alten FP-Z100-Typen ist, liefert Sony auch eine neue Doppel-Ladeschale (BC-SAD1) für zwei Akkus zum gleichzeitigen Laden mit. (Vorsicht: Siehe dazu die ernüchternden Details unten.) Dieses Doppel-Ladegerät kann / muss an einer mindesten 45-Watt-PD-Power-Bank betrieben werden. Die Ladezeit beträgt (laut Sony) 85 Minuten für einen Akku und 115 Minuten für zwei Akkus im Parallelbetrieb. Laut B&H soll das neue Ladegerät 26% schneller laden. Separat soll es ebenfalls ab Juni in den USA für 139,99 Dollar erhältlich sein. In Deutschland dürften dabei noch heftige Melkkuhzuschläge in Euro kommen.
Ferner benötigt man für die neue Kamera auch einen neuen DC-C2-Kuppler, damit man über einen externen 100 Watt-Anschluss die A7RVI über USB-C stabil betreiben kann. Separat soll er ebenfalls ab Juni in den USA für 149,99 Dollar erhältlich sein.
Der Akku kann über die USB-Schnittstelle geladen werden. Die Kamera kann auch insgesamt direkt über USB-C betrieben werden.
Als optionales Zubehör finden sich u.a. der neue Hochformat-Griff mit 2 Akkus VG-C6 (ab Juni erhältlich, in den USA für 459,99 Dollar). Er ist nicht mehr identisch zu anderen Modellen und teuer. Dann gibt es das ECM-B1M, ein digitales Mikrofon für den Blitzschuh, sowie den neuen, teuren XLR-A4 Adapter für 4-Kanal-Ton (mit bis zu 96kHz, 32-Bit-Audio) für den neuen Blitzschuh (ab Juni 2026 erhältlich) und dann das Funkmikrofon SMAD-P3 am URX-P03.
Bei allen in Hersteller-Broschüren zu findenden Daten handelt es sich um Laborwerte. Sie gelten nur unter Idealbedingungen. Dazu gehören u.a. exakt zur Kamera und für das Bajonett passende, modernste, lichtstarke, teure Objektive, die man bei Offenblende verwendet, im Labor unter genormtem, gleichbleibendem - meist extrem hellem - Licht einsetzt, meist auf einem speziellen Stativ montiert, zudem schnellste, größte und teuerste Speicherkarten, ferner modernste, voll aufgeladene Akkus, sowie bestimmte Menüeinstellungen und nur bei ganz bestimmten Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerten etc.
Die von der CIPA vorgegebenen Messkriterien sind meist sehr streng und werden von japanischen Technikern überwiegend genau beachtet. Ganz im Gegensatz zu einst angesehen europäischen Institutionen wie TÜV, Stiftung Warentest oder die französische DXO, die seit Jahren in der Kritik stehen. Daraus folgt, dass die Messergebnisse durchaus wahr
sind. Das wird ggf. von der CIPA nachgeprüft. Aber es handelt sich nicht desto trotz um Maximalwerte.
Während früher bei DSLRs der mechanische Spiegel oft der begrenzende Faktor war, so sind es bei den modernen spiegellosen Hochleistungs-Kameras meist die Objektive mit ihren Autofokusmotoren sowie Blendenmechanismen. Deshalb weise ich auch ständig darauf hin, dass man moderne Kameras nur mit modernsten Objektiven, Akkus, Speicherkarten etc. wirklich ausreizen kann. Das gilt für alle Modelle aller Sensorklassen aller Hersteller. Wer hingegen z.B. als Altglassammler
Objektive an Adaptern an diesen modernen Kameras verwendet, kann sämtliche Messwerte getrost vergessen. Ähnliche Einschränkungen betreffen ältere Akkus und langsame oder kleinere Speicherkarten. Aber bereits lichtschwächere Objektive, oder Objektive, die man in der Fotopraxis abblendet, werden signifikant schlechtere Messergebnisse liefern.
Hinzu kommt die Serienstreuung der Produktionsqualität aller am Gesamtsystem beteiligten Einzelkomponenten, die sich neutralisieren aber auch in einer positiven wie negativen Richtung aufsummieren kann.
Daraus folgt letztendlich, dass Sie in Ihrer alltäglichen Fotopraxis geringere Werte erhalten werden - bei allen Modellen aller Hersteller. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass pauschale Aussagen mancher Tester in Foren, Fachzeitschriften oder auf YouTube ohne genaue Angabe alle verwendeten Testverfahren (und Einstellungsdetails) nur eingeschränkt verwendbar sind. Und, weil mir immer wieder diese Frage gestellt wird: Alle Messergebnisse sind wahr und zutreffend, betreffen jedoch meist ganz bestimmte Rahmenbedingungen. Meine Erfahrung ist, dass diese noch nie exakt auf meine Fotopraxis zutrafen. Meine Ergebnisse lagen immer unter den Herstellerangaben, aber immer über denjenigen der heftigsten Kritiker.
Bitte beachten Sie abschließend Ihre eigenen fotografischen Anforderungen auch bei der A7RVI: Manche Werte können traumhaft gut oder manche Kritiken vernichtend ausfallen. So lange diese Punkte für Sie und Ihre persönlichen Foto-Stile irrelevant sind, sollten diese auch Ihre Bewertung in keiner Weise beeinflussen.
Selbst, wenn wir uns bei Vollformat-Sensoren in der sogenannten Königsklasse
befinden, so finden sich Unterschiede zu anderen Modellen und anderen Herstellern, die man deutlich benennen muss. Es handelt sich zwar um Leiden auf höchstem Niveau. Aber jede Person sollte sich die Einschränkungen vor dem Kauf zumindest klarmachen.
Bereits am ersten Tag entbrannte ein Streit bei der Beurteilung des Griffes: Die Einen empfinden den neuen voluminöseren Griff als ergonomischer, die Anderen bevorzugen den alten Griff der Vorgängerin A7RV. Also testen Sie das bitte im Laden selbst aus. Denn Ergonomie ist in der täglichen Fotopraxis wichtig.
Trotz minimal größeren Gehäuses und größerem Griff haben viele Männer mit größeren Händen noch immer Probleme mit dieser insgesamt kleinen Kamera.
Die Griff- und Halteergonomie der Kamera ist zwar insgesamt gut, aber nicht so gut wie bei der A1II oder der A9III.
Zudem finden diverse Tester und Testerinnen das gesamte Gehäuse der A7RVI zwar gut, aber nicht so gut wie die Gehäuse der A1II und A9III. Nochmals ganz langsam: Selbst einige Frauen (mit tendenziell kleineren Händen und Fingern) sind mit dem Gehäuse der A7RVI nicht wirklich glücklich.
Der hilfreiche C5-Taster/Schalter an der Front des Gehäuses der A9III fehlt bei der A7RV. Man kann / muss die Boost-Funktion deshalb auf eine andere Taste legen. Aber dadurch ist das sinnvolle Zusammenspiel mit der AF-ON-Taste auf der Rückseite hinten gestört und in der Praxis kaum möglich. Auch dieses Detail zeigt deutlich, dass die A7RVI keine Sport-Kamera ist.
Es werden bei weitem nicht alle Schalter an der Kamera beleuchtet, sondern nur die (nach Ansicht der Sony-Techniker) wichtigsten. So fehlen u.a. alle Schalter auf der Schulter und vorne an der Kamera. Die schweizerische Fachzeitschrift digitec liefert ein Bild der Kamera mit den beleuchteten Schaltern, auf dem man auch deutlich erkennt, was alles nicht beleuchtet wird. Ich zähle 8 beleuchtete Schalter hinten.
Nur der obere USB-C-Stecker ist 10GBit-fähig. Der untere ist eher 'Show' und liefert nur USB-2.0-Leistung mit bestenfalls 480 MBit. Das reicht nur für PD-Charging oder Gimbal Steuerung etc. Faktisch sollte man den unteren Steckplatz deshalb nur zum Laden verwenden. Alle Datentransfer sollte man über den oberen USB-Steckplatz (USB 3.2 Gen2 mit 10Gbps) durchführen. - Vorteilhaft ist allerdings, dass man beim Einstecken eines Kabels in beiden Steckplätzen auf die Details hingewiesen wird. Man kann dies ferner auch für sich selbst etwas konfigurieren. - Nachteilig bleibt allerdings, dass alle alten USB-2.0-Stecker an der Kamera nun nicht mehr verwendet werden können (auch wenn der USB-C-Steckplatz angeblich kompatibel sei) und damit alle Geräte dafür neu angeschafft werden müssen.
Der Sony-Influencer Benj Haisch stellte fest, dass seine alte ARCA-Swiss-Basis-/Griffplatte von der A7RV, welche auch die Grifflänge für Männerhände vergrößerte, nicht mehr an die A7RVI passte, weil sich das Gehäuse vor allem beim Akku verändert hatte. Also muss man auch diese Basisplatte neu kaufen.
Der Influencer ZY Cheng behauptet, dass Sony keinen Transformator, kein USB-C-Kabel und keinen Stecker für die Ladeschale mitliefert. Und in der Tat fand ich bei Sony Deutschland in der versteckten Fußnote 52: USB-Netzteil und -Kabel sind nicht im Lieferumfang enthalten.
D.h. man bekommt nur die somit weitgehend wertlose Doppel-Ladeschale mit der Kamera geliefert. Das ist eine Frechheit bei über 5.000 Euro Kamerapreis. Dies steht auch nochmals explizit auf der Bestellseite zum neuen Akkulader. Das billigste 45-Watt-USB-C-LAdegerät mit zwangsweise erforderlichem passenden 45-Watt-Ladekabel fand ich bei Amazon (für ca. 20 Euro). Der Hersteller Anker gilt als sehr seriöser Hersteller. Sie mögen bei asiatischen Händlern preiswertere 45-Watt-Ladegeräte finden, für die ich mich aber nicht verbürgen kann. Wer glücklicher Besitzer eines Apple MacBook Pro / Max mit 140-Watt-USB-C-Ladegerät ist, kann selbstredend auch jenes verwenden. Mehr Leistung funktioniert immer, weniger kann jedoch Probleme bereiten. Achten Sie jedoch immer ganz genau auf ein dazu und zur USB-C-Ladebucht von Sony passendes Ladekabel: Jenes muss auch die Ladeleistung des Ladegerätes / Transformators an der Steckdose transportieren können. Leider sind viele dieser Kabal oft nicht beschriftet.
Der Sensor besitzt hinter den photosensitiven Teilchen einen Prozessor statt schnelles DRAM. Deshalb ist der Sensor keineswegs so schnell wie in der A1 oder A1II. Dies ergibt auch die geringere Ausleserate von nur 60 Mal in der Sekunde. Stattdessen erlaubt dieser Prozessor hinter den einzelnen Photosensoren das duale Auslesen der zwei ISO-Stufen (dual conversion gain modes), um den Dynamikumfang (und damit die Bildqualität) zu erhöhen. Und die 5,6-fach schnellere Auslesezeit bezog sich nur auf den alten Sensor des Vorgängermodells, das 99-100ms benötigte. Das wären bestenfalls 17,8ms. Das ist reine Physik und Mathematik, kann somit nicht durch Software (oder das Gefasele von Influencern) beschleunigt werden.
Auch der angeblich neue Bionz ZR2 ist nur ähnlich demjenigen in der A7V. Zudem muss er bereits aufgrund der viel größeren Datenmenge bei 66,5 Mega-Pixeln und 14-Bit deutlich schneller arbeiten, um auch nur annähernd auf dieselben Leistungen wie in der A7V zu kommen. Ferner besitzt die A9III für die nun auch in die A7RVI eingebauten Autofokus-Funktionen (wie Auto-Objekt-Erkennung oder Objektive bereits in großer Entfernung erkennen etc.) einen eigenen AI-Prozessor. Auch hieraus ergibt sich, dass die so hochgejubelte Geschwindigkeit der A7RVI schlichtweg nicht mit den Spitzen-Sport-Kameras (auch von Sony) mithalten kann. - Es bleibt allerdings der vorhandene Geschwindigkeitsvorteil gegenüber der Vorgängerkamera mit 'nur' 60 Mega-Pixel, was bereits erfreulich ist. - Dennoch sollte jeder Fotograf auf dem Boden der physikalischen Fakten bleiben. Das Problem zeigt sich nämlich auch weiter unten bei den eingeschränkten Video-Leistungen. - Also nochmals im Klartext, was ich immer schreibe: Es ist ein perfekt abgestimmtes und fein justiertes Gesamtsystem erforderlich, um eine Sportkamera zu bauen. Die A7RVI ist hingegen eine durchaus schnelle Kamera für hochauflösende Fotos. - Das schreibt inzwischen auch DPReview: Die a7R VI ist keine Sportkamera und soll es auch nicht sein
.
Und noch ein ernüchternder Punkt: Die ach so sehr von Sony und deren bezahlten Influencern hochgejubelten angeblich 'kurzen' / 'schnellen' Auslesezeiten des nagelneuen Sensors wurde bereits 2020 von der alten und (zu Unrecht) viel gescholtenen Canon R5 Mark I mit deren 'Uralttechnologie' unterboten, welche 16,5ms zeigt (gegenüber ca. 17,5ms bei der neuen A7RVI). Das heißt schlichtweg, dass der beworbene 'Vorteil' bei der Geschwindigkeit der neuen Technologie nicht ganz so groß ist, wie manche Influencer einen glauben machen wollen.
Obwohl die Serienbildgeschwindigkeit der A7RVI angesichts der Auflösung hoch liegt, bieten zahlreiche andere Kameras (mit nur etwas geringerer Pixelanzahl) nicht nur mehr, sondern auch zahlreiche andere Vorteile, welche für z.B. die Sportfotografie wichtig sind. Siehe z.B. die Sony A1II und die Sony A9III.
Die Kamera erfordert neue, schnelle, große und derzeit teure Speicherkarten, um ihre Leistung in der Praxis (insbesondere bei RAW-Dateien) ausspielen zu können. Vor allem die CFexpress-Karten Typ A waren auch 2026 noch seltener und teurer als die Typ-B der anderen Kamerahersteller. Dies galt insbesondere aufgrund der seit Ende 2025 (wegen der GenKI-Nachfrage) drastisch angestiegenen Speicherpreise.
Tony Northrup weist auf ein Problem des Pre-Captures hin: Bei 1 Sek. Dauer und 30 Bildern in höchster Auflösung kommen schnell 3 GB an Daten zusammen, welche man auf die Karte speichern muss und dann zuhause auf den PC kopieren sowie durchsuchen muss, aber evtl. nicht benötigt.
Warum Sony noch immer nicht den vor Jahren von Sony selbst mitentwickelten neuen Standard CFexpress 4.0 unterstützt, verwundert. Denn dieser würde doppelt so schnelle Speicherkarten erlauben. Davon würde der Puffer und die Gesamtgeschwindigkeit der A7RVI profitieren. Denn selbst mit den schnellsten (1.700 MB/s Schreiben), größten und teuersten verfügbaren CFexpress-Karten ist der Puffer bei 30-Bilder in der Sekunde zu klein und die Kamera benötigt sehr lange zum Wegspeichern auf die Speicherkarte. PetaPixel ermittelte mit 30 Bildern/Sekunde im elektronischen Verschluss und 'verlustfrei komprimierten RAW' bis zu 70 Bilder am Stück und bis zu 75 Bilder bei 'Compressed RAW (HQ)'. Das ergab ca. 2 Sekunden Puffer. Vorsicht: Das gilt nur ohne Pre-Capture. Denn dieser Vorpuffer geht vom Gesamt-Puffer ab.
Hingegen kamen andere Tester wie slashCam nur auf 64 Bilder bei beiden Modi 'verlustfrei komprimierten RAW' und 'Compressed RAW (HQ)'. Bei schlechtester RAW-Bildqualität waren es ca. 142 Bilder im Puffer.
Nur mit dem mechanischen Verschluss bei maximal 10 Bildern / Sek. erzielte PetaPixel bis zu 140 Bilder im 'verlustfrei komprimierten RAW'. Das waren immerhin 14 Sekunden Puffer. Mit 'Compressed RAW (HQ)' erzielte man bis zu 220 Bilder am Stück. Nur das sichtbar geringerwertige 'Standard Compressed RAW' erlaubt längere Pufferzeiten.
Die schweizerische Zeitschrift digitec ermittelte ca. 14 Millisekunden (ms) Sensorauslesezeit für diese Kamera. Zitat: Damit eignet sich das Megapixel-Monster nicht ganz so gut für Sport- und Action-Fotografie
.
Der US-Fotohändler B&H behauptet, dass die Sensorauslesezeit angeblich 12 Millisekunden bei Fotos beträgt.
Die schweizerische Zeitschrift digitec ermittelte ebenfalls etwa 70 Fotos im Serienbild-Buffer - jedoch bei Compressed RAW HQ, was bei 30 Bilder/Sek. rund zwei Sekunden ergibt (ohne Verwendung des Pre-Capture-Modus).
Bereits früh wurde klar, dass diese Sony A7RVI mit ca. 14 ms Sensorauslesezeit z.B. der Sony Alpha 1 II (3,8 ms), der Nikon Z8 (3,7 ms) und der Canon EOS R5 Mark II (6,3 ms) signifikant unterlegen ist. Sie ist keine Sportkamera und selbst Tierfotografen müssen ihre Fotomotive entsprechend der Geschwindigkeit auswählen. Schauen sie sich dazu auch die (von den Influencer) jeweils gelieferten Bilder von Vögeln genau an. Fast immer handelt es sich bei den hochwertigen Fotos um Aufnahmen mit dem mechanischen Verschluss (mit maximal 10 Bildern in der Sekunde). D.h. heißt nicht, dass man mit der A7RVI nicht auch vereinzelte gute Aufnahmen mit dem elektronischen Verschluss im Bereich Sport- und Wildtierfotografie machen kann. Aber der 'Ausschuss' und damit Frust liegt höher.
Da die kürzestes Belichtungszeit auch elektronisch bei 'nur' 1/8.000 Sek. liegt, könnte es Probleme bei Gegenlichtaufnahmen mit lichtstarken Objektiven bei Offenblende geben - z.B. die klassischen Aufnahmen des Brautpaares gegen die Sommersonne. Dann kann ISO 50 oder ein ND-Filter helfen. Dennoch waren nur 1/8.000 Sek. für spiegellose Kameras 2026 und vor allem in dieser Preisklasse wenig.
Der Fotopuffer ist langsam und beim Schreiben auf langsame SD-Speicherkarten unerträglich langsam. Denn man kann so lange nicht auf z.B. Video umschalten, weil die Kamera blockiert. Auch manche anderen Kameraeinstellungen kann man so lange nicht verändern.
Noch immer verwendet Sony nur CFexpress A-Karten, die (in den USA) 10-15% teurer sind (als Typ-B), aber nur die halbe Geschwindigkeit der CF-Express-B-Karten leisten, die alle anderen Kamera-Hersteller verwenden. Denn auch bei CFexpress-A-Karten tritt bei Sony das gefürchtete Puffer-Problem bei Sport- und Wildtierfotografieen (mit Blockierung) auf.
Sony behauptet eine höhere Bildqualität (u.a. je nach Quelle 1-2 Blenden höheren Dynamikumfang und Gewinne beim Rauschverhalten), wobei allerdings die versprochenen 16 Blenden Dynamikumfang bisher nicht nachgewiesen werden konnte. Evtl. bezieht sich diese Aussage Sonys jedoch auf die verbesserten JPEG-Farben. In JPEGs ist es leicht, das Rauschen kameraintern zu verringern. Das hat jedoch nichts mit dem Sensor zu tun, sondern mit der verwendeten Rauschunterdrückungs-Software, wobei letztere immer die Bildqualität bei den Details reduziert. Letzteres korrigiert man seit Längerem kameraintern mit einem verstärkten Nachschärfen, das zwar nicht mehr Details herausholen kann, aber subjektiv auf den ersten Blick schärfer wirkt.
Dennoch versprechen sich viele Anwender mehr Dynamikumfang und damit eine höhere Bildqualität durch die neue Sensorauslesetechnik der Dual-Gain. Warten wir es ab, bis passende Software das auch nutzen kann. Denn im Mai 2025 bot nur die Software Sony Imaging Edge Desktop (IEDT) die (eingeschränkte) Möglichkeit, RAW-Bilder zu bearbeiten.
Tests ergaben bisher mit JPEGs zwar die beste Bildqualität aller Vollformat-Kameras, aber dennoch deutlich unter einer Mittelformat-Kamera. Brauchbare RAW-Tests waren bisher mangels Software nicht möglich.
Bei den zuerst nur verfügbaren JPEGs stellte sich bald heraus, dass viele Fotografen einen Abfall der Bildqualität oberhalb von ISO 3.200 feststellten.
Das Magazin slashCam ermittelte bei 'verlustfrei komprimiertem RAW' 100,6 MB, bei 'komprimiert HQ' 71,8 MB und bei Standard 'komprimiert' 71 MB Dateigröße je Bild. D.h. die Dateigrößen sind zwar geschrumpft im Vergleich zur Vorgängerin, aber noch immer beachtlich. Die schweizerische Fachzeitschrift digitec ermittelte hingegen nur 60 MByte für Compressed RAW (HQ). Jared Polin hatte zwischen 50-60 MegaByte sogar bei jedem JPEG-Bild.
Nur bei der Verwendung des mechanischen Verschlusses werden die Dual-Gain ausgelesen und (mittels KI) zu einem Bild mit höherem Dynamikumfang zusammengerechnet. Bei Verwendung des elektronischen Verschlusses tritt ein sichtbar höheres Rauschen (vor allem in den Schattenbereichen) auf, weil der Dynamikumfang eingeschränkt ist. Das soll nicht heißen, dass die Bilder der A7RVI mit elektronischem Verschluss schlecht sind. Aber es belegt die Wichtigkeit eines hohen Dynamikumfanges für die Bildqualität. Selbst die sonst seit Jahren gegen jede Physik anschreibende Zeitschrift PetaPixel musste dies bei der A7RVI mit eigenen Beispielfotos zugeben. - Fazit: Verwenden Sie den mechanischen Verschluss für die höchste Bildqualität.
Der Rolling-Shutter bei Fotos ist zwar geringer als bei der Vorgängerin A7RV (mit 100ms), aber mit (laut PetaPixel) 18 Millisekunden sichtbar. Denn die Wildtier- und Sportkamera Sony A1II bietet z.B. weniger als 4ms. D.h. man kann durchaus störende Schrägen und Verzerrungen im Foto der A7RVI mit elektronischem Verschluss erkennen. Die Auslesegeschwindigkeit des Sensors ist derart langsam, dass die Rolling-Shutter-Effekte beim elektronischen Verschluss sogar im Fotobereich bei sich schnell bewegenden Motiven (Vogel-Flügel) störend werden. Auch beim Mitführen / Mitziehen / Schwenken der Kamera (Panning) kommt es zu den Schrägen sowie Verzerrungen. Man muss deshalb oft den mechanischen Verschluss verwenden. Damit wird allerdings die mögliche Serienbildgeschwindigkeit deutlich eingeschränkt.
Im Gegensatz zur Vorgängerin gibt es nun in der A7RVI kein unkomprimiertes RAW mehr (uncompressed RAW). Es fehlt somit die höchste Bildqualitätsstufe. Denn komprimiert bedeutet immer irgendwo einen Verlust. Dies gilt auch, wenn Sony das neue Format als angeblich 'verlustfrei' bezeichnet. Selbst der Firma Sony zugeneigte Tester geben zu, dass man in extremen Szenen den Unterschied erkennt. Und exakt jene Szenen finden sich in Landschaftsfotos oft. Derartige Details machen dann noch immer den Unterschied zu z.B. Mittelformat-Kameras aus. Dort wagt kaum jemand, wichtige und früher vorhandene Qualitätsfunktionen absichtlich wegzulassen, um etwas Speicherplatz zu sparen. Denn mit den noch größeren alten, unkomprimierten Fotodateien wären die Papierwerte dieser neuen A7RVI keineswegs so beeindruckend. D.h. man kann die neue A7RVI nur bedingt mit der Vorgängerin A7RV vergleichen.
Einige Tester bemängeln, dass Sony die Anzahl der RAW-Dateien und Qualitäten reduzierte.

Veränderungen bei den RAW-Dateien vereinfachend zusammengestellt.
Während andere das Fehlen der kleineren L-, M, S-Stufen bemängeln, finde ich persönlich das Fehlen des früheren 'Uncompressed RAW' für die höchste Bildqualität am nachteiligsten. Denn bei weit über 5.000 Euro für eine Kamera mit Zubehör, will ich bei der Bildqualität keine Kompromisse mehr machen.
Die Cropped-Versions (z.B. APS-C im ca. 26 MP-Format) unterliegen ebenfalls den obigen RAW-Datei-Beschränkungen. Somit kann sich ein sichtbarer Qualitätsunterschied im Ergebnisfoto ergeben. Dies sollte man zumindest vorher einmal ausprobieren.
Die A1II kann Compressed RAW auch in 14 Bit aufnehmen. Die A7RVI hingegen nur in 12Bit.
Bei so vielen Mega-Pixeln benötigt man sehr hochwertige, neue Objektive. Billige oder ältere Objektive (auch von Sony) oder Mega-Zooms werden dieser Kamera nicht mehr gerecht. - In Einzelfällen kann zur Festbrennweite auch ein stabiles Stativ erforderlich werden, um die maximale Bildqualität zu erzielen. - Angesichts der hohen Sensorauflösung schlägt vor allem die Beugung früher negativ zu und erfordert somit lichtstarke, offenblendtaugliche Objektive, die man dann auch eher nur bis f4 respektive f5,6 einsetzt.
Da man mir nicht immer glaubt, wenn ich auf hochwertige native Objektive verweise, um die Leistung der modernen Kameras zu erzielen, hier das Zitat von Mark Baber - des Marketing-Repräsentanten von Sony aus einem Interview zum Thema Autofokus und Kameraleistung der Vorgängerin: ... but again the native element is paramount in terms of getting the best of what we are talking about here.
- ... aber auch hier ist das native Element [gemeint sind Original-Objektive] von größter Bedeutung, um das Beste aus dem herauszuholen, worüber wir hier sprechen.
- Der Gesprächspartner weist auch deutlich darauf hin, dass er hochwertige, teure G-Master-Objektive meint. Mark Baber erwähnt nochmals ausdrücklich, dass man nur mit G-Master-Objektiven die volle Klarheit und hohe Auflösung über die gesamte Sensorbreite (sowie die volle AF-Leistung bei Video) erhält.
Nur wenige Tester weisen darauf hin, dass man durch die hohe Sensorauflösung auch mehr 'weiche' / leicht verwackelte Fotos erhält. In der Folge muss man mehr Aufnahmen machen. Dann füllt man sich jedoch auch schnell die Speicherkarte auf. Danach hat man auch noch mehr Arbeit in der Nachbearbeitung, weil man die weichen von den wirklich scharfen Fotos trennen muss. - Das ist ein unvermeidbares physikalisches Problem, das alle Fotografen betrifft, allerdings inzwischen nur noch von den besten offen zugegeben wird. (Siehe hierzu u.a. Duade Paton in seinem Video). Nochmals im Klartext: Wenn alles scharf ist, handelt es sich um herausragende Fotos. Aber der Ausschuss ist bei 66 Mega-Pixel auch signifikant höher.
Trotz des nun vorschaltbaren Verschlusses bleibt der Sony-Sensor noch immer ein Schmutzfänger unglaublichen Ausmaßes. Warum dieser Nachteil vor allem Sony-Sensoren betrifft, ist unklar. Aber es ist störend sichtbar. Dies erfordert häufige Sensor-Reinigung. Bei fast 67 Mega-Pixeln werden Sie jeden Schmutzfleck auf dem Sensor im Bildendergebnis überdeutlich erkennen. Niemand will das dann bei evtl. hunderten Fotos am PC nachträglich manuell 'herausstempeln'.
Noch immer ist der HEIF-Modus eingeschränkt. Zitat DPReview: HDR-HEIF-Bilder zwingt dazu, die RAW-Aufnahme dafür zu deaktivieren. Sie können HEIF-Dateien mit der HLG-Farbkurve und im RAW-Format zwar aufnehmen, aber wenn die Kamera die erforderlichen Metadaten einfügen soll, um die Bilder als HDR anzuzeigen, ist nur RAW möglich.
Kurzfassung: Man kann entweder HEIF oder RAW aufnehmen.
Bei Nacht-Landschafts-Fotos der Skyline in New York zeigten die Fotos der A7RVI bei Tony Northrup deutlich weniger Rauschen im Schatten als die A7RV. Aber der Dynamikumfang der 100 Mega-Pixel Hasselblad X2D00C war nochmals dramatisch hochwertiger in dunklen Bildteilen.
Bei Fotos am Tag vergleicht er die Sony mit einer Hasselblad X2D00C. Er hält die Bilder der Sony A7RVI für überschärft. Im direkten Bild-Vergleich der A7RV mit der A7RVI am Tag kann er keine Unterschiede erkennen.
Zum Blitzen ist zwingend der mechanische Verschluss erforderlich. (Die A1II kann dies z.B. auch mit dem rein elektronischen Verschluss.)
Der US-Influencer Manny Ortiz stellte fest, dass der Blitz beim mechanischen Verschluss und dem ersten elektronischen Verschluss (first electronic shuttter) mit 1/250 Sek. arbeitete. Aber beim rein elektronischen Verschluss blitzte die Kamera überhaupt nicht.
In der Nacht und mit dem tragbaren / entfesselten System-Blitzgerät hatte Tony Northrup große Probleme sowohl mit dem Autofokus der A7RVI als auch mit der Belichtung TTL.
Trotz aller Verbesserung beim Weißabgleich mit KI etc. sind die Farben laut Jarred Polin noch immer nicht naturgetreu. Aber er konnte es nachträglich am PC korrigieren.
Aktuelles Fazit zur Bildqualität:
Während Mittelformat-Kameras 16-Bit als Dateispeicherformat anbieten, bietet die mit ihnen konkurrierende A7RVI nur 14-Bit - bestenfalls.
14-Bit mit Dual Gain - also doppelter Auslesung des Sensors - wird nur beim mechanischen Verschluss angeboten.
Zudem werden alle Dateiformate (14 und 12 Bit ) nur noch komprimiert angeboten. Da Sony sich weigert, Details zum Kompressionsverfahren zu publizieren, bleibt alles eine reine Glaubensfrage. Ohne Fakten bezweifle ich nach all den in den ersten Tagen bereits widerlegten Details der Werbung dem Sony-Marketing somit die Behauptung, dass jene Kompression wirklich verlustfrei wäre.
Bei allen in der Praxis wirklich verwendbaren Aufnahmemodi mit elektronischem Verschluss wird die Bildqualität noch weiter eingeschränkt, weil definitiv verlustbehaftet komprimiert wird.
Dies alles erklärt auch die im besten denkbaren Fall signifikant geringere Bildqualität der Sony A7RVI im Vergleich zu jeder Mittelformatkamera. Das dürfte so nicht sein, denn faktisch gibt es für Vollformat (auch äquivalent umgerechnet zu Mittelformat) lichtstärkere Objektive. Siehe dazu u.a. die ernüchternden Testergebnisse von Tony Northrup.
Wie inzwischen bekannt sein dürfte, gehöre ich - nachdem ich mit zahlreichen Kameras diese Technik des Pixel-Shifts persönlich ausprobiert habe - zu den weltweit gesehen wenigen heftigen Kritikern.
Wie bei allen Kameras kommt es bereits bei 4 Bildern zu viel Ausschuss. D.h. man muss alles neu machen. Bei 16 Einzelaufnahmen, die man nachträglich zusammensetzt, muss man noch sorgfältiger arbeiten.
Pixel-Shift funktioniert zudem nur mit dem elektronischen Verschluss, wodurch die Bildqualität etwas herabgesetzt wird im Vergleich zum mechanischen. Da nur der elektronische Verschluss verwendet wird, sinkt damit die Blitzsynchronzeit drastisch ab. Das dürfte auch manche Blitzanwender frustrieren.
Der angebotene Modus 16 Bilder Pixel-Shift ergibt ca. 2 GB (Giga-Byte) an Daten auf der Speicherkarte. Eine spezielle Sony Imaging Edge Software ist dazu erforderlich. Diese erzeugt dann - nachträglich am PC - über 260 Mega-Pixel-Dateien (laut B&H bis zu 265,8 Mega-Pixel).
Es existiert keine Möglichkeit, ein Vorabbild in der Kamera vor Ort zu sehen. D.h. Fehler erkennt man erst zu Hause am PC.
An kontrastreichen Ecken und Kanten treten oft Kreuzschraffierungen (Artefakte) auf, welche nur die unergonomische Software von Sony beheben kann.
Meines Erachtens eignet sich dieses in Foto-Foren hochgelobte Verfahren (wie auch bei allen anderen Kameras) nur für stabile Stative im absolut ruhigen Studio bei fest fixierten Stillleben. - Probieren Sie es einfach einmal aus. Dann wissen Sie, was ich meine.
Hier eine kostenlose, freie, einfachere, bequemere und schnellere Software als jene von Sony zur Bearbeitung der 16 Einzel-Dateien: FastRawViewer.
Noch eine Kleinigkeit: Der Pixel-Shift-Modus verstellt die Kamera ungefragt und ohne Kommentar in Einzelaufnahmen mit Einzel-Autofokus, aber danach nicht mehr zurück in den vorher gewählten / eingestellten Modus. Das muss man manuell wieder einstellen.
Zum Abschluss noch ein klares Nein, die neue Kamera kann trotz aller Werbung für Pixel-Shift nicht in der Hand gehalten werden. Sie benötigen auch bei der A7RVI ein Stativ.
Dennoch sind erste Testergebnisse etwas hochwertiger als mit dem Vorgänger (A7RV). Auch bei Tony Northrup versagte der Pixel-Shift-Modus wieder, weil sich immer etwas im Bild bewegt. Aber bei stationären Motiven funktionierte es bei ihm sogar mit 16 Bildern (angeblich handgehalten). Aber auch dort wies er darauf hin, dass man alle bewegten Elemente (wie in seinem Fall die Flagge im Wind) eben manuell aus einem Einzelbild nachträglich irgendwie hineinmanipulieren muss.
Hinzu kommt, dass die Bilder nur im elektronischen Verschluss (also ohne Dual Gain) aufgenommen und nur verlustbehaftet komprimiert abgespeichert werden.
Fazit: Probieren Sie es vorher aus, bevor Sie die Kamera exakt wegen dieser Pixel-Shift-Funktion kaufen wollen. Die A7RVI ersetzt keine Mittelformat-Kamera mit 150 MP.
Ähnliches gilt für den HDR-Modus oder der Funktion Rausch-Reduzierung in der Kamera, bei denen (wie im Smartphone) jeweils bis zu 32 Bilder (in der Sony-Software IEDT danach am PC) zu einem einzigen zusammengefügt werden können. Auch dies funktioniert nur mit statischen Motiven und der Kamera auf dem Stativ wirklich in hoher Bildqualität.
Mein Fazit bleibt erhalten: Diese Methode des Pixel-Shifts der A7RVI ersetzt noch immer keine hochauflösende Mittelformat-Kamera.
Die Langzeitbelichtung (Bulb) funktioniert nur mit dem mechanischen Verschluss - nicht mit dem elektronischen.
Der sinnvolle Staubschutz des Verschlusses benötigt ca. 3-4 Sekunden beim Abschalten der Kamera. Diese lange Wartezeit dürfte manche Fotografen beim schnellen Objektivwechsel nerven. Auch beim Einschalten lässt sich die A7RVI viel Zeit.
Im elektronischen Sucher muss man manuell zuerst einmal die hohe Bildwiederholungsrate (Hi = 120 Hz) einstellen, damit sie überhaupt angeboten wird. Aber auch dann sinkt sie beim Fokussieren wieder auf 60 Hz.
Im Übrigen erbringt dies keinen Vorteil, da der Sensor sowieso nur 60 Hz also 60 Bilder in der Sekunde liefert. D.h. es werden bei 120 Hz in der Anzeige trotzdem nur 60 dargestellt, aber eben jedes Bild zweimal hintereinander, was bei der Verfolgung von sich schnell bewegenden Objekten nachteilig ist.
Ferner muss man auch die Auflösung zuerst einmal manuell auf High einstellen. Aber bei Verwendung der hohen Bildwiederholrate sinkt die Auflösung ebenfalls ab.
Der neue Pre-Capture-Modus führt zu einem unerklärlichen und störenden Zeitverzug sowie Ruckeln der Darstellung im Sucher. Klartext: Sobald man Pre-Capture aktiviert / den Auslöser halb herunterdrückt, fängt das Bild im elektronischen Sucher an, unvorhersehbar zu 'springen'. Das erschwert die Verfolgung sich bewegender Motive.
Wie immer gilt, dass auch der Sucher der A7RVI nur bei exakt 30 Bildern im elektronischen Verschluss black-out-free ist. Bei geringeren Serienbildfrequenzen oder dem mechanischem Verschluss erkennt man sehr wohl eine Pause mit Schwarz-Bild.
Erstens stellten manche Tester fest, dass die Farben des angeblich HDR-EVFs nicht der Realität entsprechen. Zweitens stimmen sie definitiv nicht mit dem klassischen JPEG-Display (Normalanzeige) auf der Rückseite der Kamera überein. Diese Inkonsistenz verwirrt und verunsichert: Welcher der beiden Anzeigen soll man nun vertrauen? - Meine Antwort: Keiner. Denn dazu sind beide zu klein und definitiv nicht so hochwertig kalibriert, wie es Ihr Monitor zuhause ist / sein sollte.
Jared Polin bemängelt, dass trotz 9,4 Mio. Pixel noch immer die Texte / Schriften darin pixelig/eckig aussehen und nicht abgerundet sind.
Manche Astro- und Landschaftsfotografen wünschen eher ein nur kippbares rückwärtiges Display (exakt) in der Kamera-Achse. Drehbare Displays neigen zum Abbrechen. Aber mit der aktuellen Konstruktion sollten sie zumindest leben können. Sie verbindet meines Erachtens das Beste aus zwei Welten (Foto und Video) miteinander.
Das rückwärtige Display kann zwar 98 Grad nach oben, aber nur 40 Grad nach unten gekippt werden. Es kann zudem bei manchen Kippwinkeln nach oben blockieren, wenn man es nach links ausklappen will, weil z.B. oben der Okularschutz (die Augenkappe) stört.
Auch zum Kippen nach oben muss man präzise arbeiten (unten sowohl links als auch rechts anfassen), da das Display sonst verwinkelt.
An der A7RV bemängelten schon früher manche Tester die Instabilität: Die Gesamtkonstruktion wackelt bei Bewegungen oft unerwartet stark herum und verdreht sich nicht selten ungewünscht.
Noch immer kann die Helligkeit und die Bildqualität des rückwärtigen Displays (vor allem bei Sonneneinstrahlung) nicht jeden Benutzer überzeugen. Die Darstellungsqualität der Displays bei Sony ist noch immer mit Abstand die schlechteste. Das ist (vor allem in dieser Preisklasse) umso erstaunlicher, als Sony sonst auf allen Ebenen vom Smartphone bis zum Fernseher extrem hochwertige Displays anbieten kann. Noch auffälliger wird die geringe Bildqualität des rückwärtigen Displays im Vergleich zum in dieser Kamera angebotenen hochwertigsten elektronischen Sucher aller Hersteller.
Auch Tony Northrup kritisiert heftig das rückwärtige Display, das bei Sonnenlicht zu dunkel ist, um damit sinnvoll arbeiten zu können.
Trotz aller Verbesserungen an den Menüs empfinden viele Tester die Sony-Menüs noch immer überladen, aufgrund der vielen Abkürzungen schwer verständlich (bis völlig unverständlich) und halten sie insgesamt noch immer für die unergonomischsten aller Kameras.
Auch Tony Northrup kritisiert (als langjähriger Sony-Fotograf) die noch immer überladenen und unverständlichen Menüs.
Zumindest der rückwärtige Monitor bei der an Tony Northrup gelieferten Kamera ist noch immer sehr eingeschränkt bei jeglichem (auch Tages-) Lichteinfall.
In einem später nachgereichten Video-Testbericht schildert Northrup das Menü als noch immer unergonomisch (er nennt es appalling
- haarsträubend, entsetzlich - terrible, confusing
usw.). Selbst erfahrene Sony-Fotografen finden manche Einstellungen nur nach langer Zeit, weil es auch keine Suchfunktion gibt. Verschlimmert wird alles, weil die Grundeinstellungen (Firmen-Set-up) für ein sinnvolles Arbeiten mit der Kamera umgestellt werden müssen. Für Neueinsteiger ist diese Kamera aufgrund der unergonomischen Schnittstelle sehr schwer zu erlernen.
Auch, wenn er sehr gelobt wird, kann das AF-System keineswegs in allen Punkten mit demjenigen der Sportkamera A1II oder A9III mithalten. Das liegt bereits rein physikalisch an der geringeren Auslesegeschwindigkeit des Sensors und den nur 60 Berechnungszyklen je Sekunde für den Autofokus. Die A1II liest z.B. mit 120 Hz aus. - Hinzu kommt, das Sony in den englischen Fußnoten ausdrücklich darauf hinweist, dass es maximal nur bis zu 60 Bildberechnungen je Sekunde sind (sowohl beim Autofokus als auch der Belichtung) und dass es diverse Umstände gibt, unter denen diese Zahl sinkt. Das scheint auch der Grund zu sein für manche in Praxistests festgestellten 'Schwankungen' in der Genauigkeit.
Als einziger Tester weist Duade Paton (siehe sein Video unten) darauf hin, dass dieses ganze hochtrabende Marketing-Gerede von Sony und seinen unkritischen Influencern nicht wirklich zutrifft. Wenn man z.B. in der höchsten Bildqualität 14-Bit mit 30 fps in Serienaufnahmen fotografiert, dann funktioniert dies nur in Lossless und Compressed HQ. Aber dabei sinkt die AF-Wiederholfrequenz auf nur noch 30 Berechnungen je Sekunde (bestenfalls), wodurch die Treffsicherheit spürbar abnimmt. - Wünscht man (bis zu) 60 Berechnungen des Autofokussystems je Sekunde, dann funktioniert dies nur mit 12-Bit Compressed RAW, wobei die Bildqualität sinkt. - Das dürfte auch der Grund sein, warum alle anderen Tester nur in Compressed HQ oder noch schlechterer Bildqualität fotografieren. Denn ansonsten wären die ohnedies eingeschränkten Autofokus-Leistungen noch schwächer.
Die Erkennung der Motive (besonders sich bewegender Tiere) und deren Halten dauerte noch immer etwas. Vor allem die Zielerkennung (Vögel in der Umgebung) und Zielauffassung wird von immer mehr Wildtierfotografen bemängelt. Duade Paton schildert im Detail, was man dagegen tun muss: Nur mit einem kleinen (z.T. kleinsten) Auswahlfenster findet die Kamera das interessante Motiv und kann diese dann auch halten. Wählt man hingegen den Autofokus-Rahmen auch nur etwas zu groß, dann scheitert der AF. - Ferner 'beißt' sich der Autofokus auch oft im Hintergrund 'fest' und kann dann kaum mehr auf das Motiv davor (im Mittelgrund) gesteuert werden. Dann hilft nur noch, ein ganz anderes Motiv im direkten Vordergrund (direkt vor einem) anzufokussieren. Denn danach rutscht der AF sofort wieder nach hinten, aber nun hoffentlich zum gewünschten Motiv im Mittelgrund. Das alles kann in der Fotopraxis sehr frustrierend sein (und kommt bei anderen Kameras wie z.B. Canon schon lange nicht mehr vor). - Hat der AF (mit kleinem AF-Rahmen) einmal das Ziel aufgefasst, funktionierte danach die Verfolgung (das Tracking) der sich bewegenden Motive jedoch meist korrekt - mit dem jeweils manuell vorher ausgewählten Motivprogramm, jedoch nicht in der Auto-Einstellung. Letztere soll zwar selbst das Motiv im Bild automatisch auswählen, ist allerdings noch immer nicht ganz so hochwertig. Eine weitere (erwartbare) Einschränkung ist, dass der Autofokus nur mit hochwertigen (lichtstarken) Objektiven diese Leistung erbringt.
Auch wenn ich das für nicht in der Fotopraxis relevant halte, so sei darauf hingewiesen, dass der Autofokus nun laut Sonys eigenem Datenblatt nur noch bis EV 20 arbeitet. Bei der Vorgängerin waren es EV22.
Noch immer gilt, dass die zahlreichen weiteren verfeinerten Einstellungen in den tief verschachtelten Menüs beim AF und seiner Anwendung nur etwas für fortgeschrittene Anwender darstellen und Einsteiger oder Normalfotografen vermutlich überfordern. - Noch komplizierter wird es, weil man einstellen kann, ob der AF für die Augen, den Kopf oder den ganzen Körper gelten soll, oder Kombinationen davon, oder für Menschen, Tiere, oder Vögel. - Wenn Sie bereits jetzt geistig aufgegeben haben, werden Sie vermutlich öfter das Online-Handbuch für das AF-Fine-Tuning benötigen. Denn das alles kann man auch noch getrennt für Foto und Video durchführen. - Im Ergebnis empfinden manche Tester die Feineinstellung des AF-Systems als zu kompliziert, vor allem, wenn sich mehrere verschiedene Motive im Bild / Sucher befinden.
Der US-Influencer Tony Northrup testete die Kamera 3 Wochen lang und machte über 6.500 Fotos. Mit seiner alten A7RV konnte er am Tag in der Fotografie dieselben Autofokus-Ergebnisse erzielen. Obwohl er den AF bei Fotos lobt, musste er auch bei der A7RVI dennoch oft vom breiten AF-Feld auf ein kleines oder sogar Single-AF umschalten, um ein Motiv sicher anzuvisieren. Bei Sportfotos gelangen ihm durchschnittlich 20 scharf fokussierte Bilder. Entweder glitt der Fokus unerklärlich auf den weit entfernten Hintergrund, oder er hatte Probleme mit dem Augen-AF, der für Sony typisch oft zu weit vorne lag. In anderen Serien lag der Fokus fast immer hinter dem Auge. Die AF-Werte der A7RVI waren besser als die der Vorgängerin, lagen aber deutlich unter den Ergebnissen einer A1 Mark I und II.
Die 8,5 Blenden-Stufen des IBIS gelten nur für das Neigen/Schwenken mit einem befestigten FE 50 mm F1.2 GM-Objektiv, wobei Langzeitbelichtung NR deaktiviert wurde.
Unabhängig vom Hersteller wird IBIS und der Verwacklungsschutz in Objektiven (vor allem nach CIPA-Standard gemessen) in seiner Wirkung in der Fotopraxis oft überschätzt. Bereits die höhere Auflösung von 66 MP erfordert mehrere Blendenstufen zusätzlicher Sicherheit, um das Bild ruhig (verwacklungsfrei) zu halten - im Vergleich zu einer anderen (z.B. 24 MP) Kamera.
Mit Vorserien-Test-Modellen erreichte bisher kein neutraler Tester die angeblichen 8,5 Blenden Verwacklungsschutz. - Vor allem mit Weitwinkelobjektiven und langen Belichtungszeiten wurden die angepriesenen Verwacklungsschutz-Werte bei weitem verfehlt - im Gegensatz zu Modellen anderer Hersteller. Dennoch bestätigen alle Tester, dass die Mark VI etwas bessere Stabilisierungswerte liefert als die Vorgängerin.
Beim IBIS-Test versagte bei Tony Northrup die neue A7RVI im Vergleich zur Vorgängerin, welche besser abschnitt.
Obwohl der neue Akku erstaunlich hohe Ausdauer bietet, empfiehlt DPReview eine PD-Powerbank, und Sony liefert eine Akkuladestation für gleich zwei Akkus mit. Man sollte somit dennoch unbedingt einen teuren Ersatz Akku anschaffen. Dies gilt u.a. für Tethered shooting (im Studio) und längere Arbeiten (z.B. Hochzeitsfotografie). Ich empfehle dies auch bereits aufgrund der bei Sony unbrauchbaren Firmeneinstellungen / Stromsparmodi der Kamera. Stellt man diese auf praxisgerechte und ergonomische Werte ein, verbraucht die Kamera signifikant mehr Strom.
Manche Tester bemängeln die Dateigröße. Die Dateien sind noch immer ziemlich groß. Daraus folgen höhere Anschaffungskosten für Speicherkarten, Sicherungsmedien etc., was manche Tester (für ihre Aufgaben) bemängeln. Tony Northrup hatte seine Speicherkarten bald mit Fotos und Videos aufgefüllt und sieht dies als Problem des hochauflösenden Sensors.
Der neue Akku wird aufgrund der dünnen und verbiegbaren Hülle als 'billig' empfunden.
Focus-Bracketing / Fokus-Stacking mit den bisher bis zu 299 Fotos in Reihe, mit vielen weiteren Feineinstellungen wird nicht mehr erwähnt. Auch bei Bulb wird nun der Timer / die einstellbare Zeitschaltuhr mit bis zu 999 Sekunden mit Anzeige auf dem rückwärtigen Display nicht mehr erwähnt.
Der niederländische Sony-Ambassador (Marken-Botschafter) Albert Dros konnte mit der A7RVI dennoch Focus-Stacking durchführen. Das ist somit vorhanden. Evtl. gibt es deshalb auch die Zeitschaltuhr noch. Es bleibt aber unklar, warum Sony diese wichtigen Funktionen nicht mehr erwähnt.
Die A7RVI bietet keine NFC (Near Field Communication). Und die Verbindungsaufnahme zu Smartphones (über Funk) und die Bildübertragung kann (wie bei allen dedizierten Kameras) auch bei Sony noch immer nicht überzeugen. Das ist bei Sony nochmals erstaunlicher, da dort diese beiden Abteilungen angeblich unter einem Dach eng zusammenarbeiten.
Noch immer findet sich auch in der neuesten Kamera von Sony keine (kamerainterne) RAW-Konvertierung.
Die Pre-Capture Funktion ist zwar voreingestellt, funktioniert allerdings nur mit elektronischem Verschluss. Ferner muss man dazu die Kamera in den kontinuierlichen Aufnahme-Modus umstellen.
Zusätzlich sollte jeder die 56 Fußnoten mit Einschränkungen in den USA zur Kamera lesen. Ich fand auf der deutschen Werbeseite von Sony sogar 67 einschränkende Fußnoten, die jedoch ziemlich versteckt und nur manuell über die kleinen Einzel-Links im Text erreichbar sind.
Zahlreiche Tester und vor allem Kommentatoren in den Foren bemängelten Sonys Abkehr von alten eigenen Standards (angefangen beim Akku) und dem dadurch entstandenen Zwang, nun alles neu kaufen zu müssen, wobei die Neuteile / neuen Zubehörteile dann auch noch erstaunlich teuer waren. In der Tat kommt bei einer kompletten Neuanschaffung aller Details schnell ein vierstelliger Betrag zusätzlich zum hohen Kamerapreis dazu.
Hinweis: Etwas Verwirrend sind die Angaben zu LAN. Es gibt keinen eigenen Kabel-LAN-Anschluss an der A7RVI. LAN ist nur über USB-C möglich - somit funktioniert auch die FTP-Übertragungsfunktion nur über USB-LAN.
Der australische Wildtierfotograf und Influencer Duade Paton bemängelt den Lärm des Verschlusses, der weit über dem anderer Kameras (u.a. seiner Canon R5II) liegt.
Vorsicht: In den Tests der Vorserien-Kameras fanden sich noch zahlreiche weitere Fehler, die ich hier nicht aufliste, weil sie bis zur Auslieferung der ersten Serienmodellen mit 1.# Firmware sicher per Software behoben werden.
Bitte beachten Sie: Einige der hier angegebenen Kritikpunkte können per später nachgereichter Software - also Firmware-Updates - leicht optimiert respektive korrigiert werden. Manchmal hat Sony das bei seinen neuen spiegellosen Kameras (im Laufe der Jahre) auch getan. - Zumindest grobe Fehler wurden in zahlreichen neuen Firmware-Updates behoben. - Sie sollten auf jeden Fall die neuste Version auf Ihrer Kamera installieren.
Die folgenden Angaben sind für Videografen. Wenn Sie als Fotograf diese technischen Fachausdrücke teilweise nicht verstehen, dann benötigen Sie diese Dinge derzeit auch (noch) nicht.
Alle offiziellen technischen Daten der A7RVI finden Sie bei Sony.de. Hier werden deshalb nur die wichtigsten und relevantesten neuen Daten für die Video-Praxis beschrieben und bewertet.
Für eine derart hochauflösende Foto-Kamera waren die Video-Eigenschaften beeindruckend, denn die Video-Funktionen wurden bei der A7RVI deutlich gegenüber dem Vorgängermodell aufgewertet und näher an die Spitzenmodelle im eigenen Haus herangeführt.
Bis zu 8K/30 Video wird als Oversampling von 8,2K angeboten und soll (laut Sony) bis zu 120 Minuten ununterbrochen aufnehmen können. Die Vorgängerin beherrschte nur maximal 8K 24 fps - mit weiteren Einschränkungen.
4K wird bis zu 120p angeboten sowohl im Vollformat als auch Super35.
Hinzu kamen ferner im Super 35 Modus 4K 60p von 6.3K downsampled sowie 4K 120p von 4.6K.
Zu den ganzen umfangreichen Details der 8K-, 4K-, Full-HD- Modi mit 10- und 8-Bit sowie jeweiligen Codecs siehe das Handbuch sowie die technischen Spezifikationen. Als Videoformate stehen u.a. Sony 10 Bit-Formate von HD bis 8K sowie unterschiedliche Codecs H.265, H.264 und i-Frame zur Verfügung. Logaufnahmen bietet die A7RVI im (Flexible ISO) Log-Modus: S-Gamut 3.Cine/S-Log3, S-Gamut3/S-Log3. Bei deaktiviertem Flexible ISO Log kann man über die Fotoprofile diverse Gammas und Farbmodi wählen - auch S-Log3 mit S-Gamut 3.Cine/S-Log3, S-Gamut3/S-Log3, S-Cinetone, 709, HLG usw.
Ferner finden sich Zeitlupe und Zeitraffer im NTSC-Modus: 1, 2, 4, 8, 15, 30, 60, 120 Bilder je Sek. - im PAL-Modus: 1, 2, 3, 6, 12, 25, 50, 100 Bilder je Sek.
Neu ist die sogenannte tally lamp (auch Tally-light) vorne - also ein Aufnahme-Licht, das der aufgenommenen Person anzeigt, wenn die Kamera aufnimmt.
Neu ist in der A7RVI auch der Dynamic Active Stabilisierungsmodus. Somit stehen nun 3 Varianten zur Verfügung: Standard, Aktiv und Dynamisch aktiv.
Ferner bietet es Daten für die weitere Nachbearbeitung in Sonys Video Software Catalyst, um noch weniger verwackelte Videos zu erhalten. In allen Video-Modi werden die Gyro-Daten der Kamera dem Film hinzugefügt und erlauben so eine weitere (nachträgliche) Korrektur der (ungewollten) Bewegungen / Vibrationen am PC.
Externe LUTs können nun auch in die neue A7RVI eingeladen werden (LUT-Import). Ferner kam die Auto-Framing-Funktion aus anderen Sony-Kameras hinzu.
Der Autofokus im Videobereich wurde ebenfalls spürbar verbessert. Vor allem funktioniert nun das 'Gedächtnis/Erinnerungsvermögen' für aus dem Sucher geratene Personen / Gesichter deutlich genauer.
Der Video-AF bietet ebenfalls Augen AF bei Menschen und Tieren Zudem gibt es eine vorwählbare / einstellbare AF transition speed
und AF transfer sensitivity
, wodurch automatische Überblendungen der Kamera weich und automatisch (ohne manuelles Ruckeln) erfolgen.
Peaking und Suchervergrößerung lassen sich jederzeit (auch während der Aufnahme und auch im AF-Betrieb) hinzuschalten.
Durch das dreh- und schwenkbare rückwärtige Display ist die Sony A7RVI auch für Ein-Mann-Vlogger, die selbst vor der Kamera stehen, tauglich.
Vor allem bietet der neue Kipp-Schwenk-Monitor einen größeren Abstand zu allen Steckern und Kabeln an der linken Seite und ist somit auch für hinter der Kamera stehende Kameraleute hilfreich. Dies dürfte in der Video-Praxis vermutlich viel hilfreicher sein, als mancher andere gebotene Schnick-Schnack.
Ein dediziertes Wählrad Still/Movie/S&Q auf dem Rücken (oben) der Kamera erlaubt das Wechseln unter Beibehaltung der vorherigen Einstellungen.
Dank Wärmeabfuhr soll es kaum oder keine Überhitzung unter Normalbedingungen geben.
Digital Audio wird mit dem Multi-Funktions-Schuh (Blitzschuh) geboten. Die Audioaufnahmeformate umfassen LPCM 2 Kanäle (48 kHz 16 Bit), LPCM 2 Kanäle (48 kHz 24 Bit), LPCM 4 Kanäle (48 kHz 24 Bit), MPEG-4 AAC-LC 2 Kanäle.
Die Kamera bietet das Breathing correction
, um beim Fokussieren die im Video störenden Bildwinkelveränderungen zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Mit einigen (neuen, teuren) Objektiven kann die Kamera das beim Refokussieren verhasste Atmen (Breathing - störende Änderung des Sichtwinkels) verhindern. Dabei verwendet das System dann aber den geringsten möglichen Bildwinkel. D.h. es entsteht ein Crop.
Es gibt die Anzeige der focus map
, welche den Schärfentiefebereich / Tiefenschärfebereich im Video anzeigt und dadurch die Fokussierarbeit reduziert sowie erleichtert. Diese Focus Map (Fokus-Karte) zeigte eine farbige (rote Fläche für vor der Fokusebene / blaue für hinter der Fokusebene liegende) Tiefenkarte der Aufnahme an. Nur die Teile, welche im Fokus sind, werden normal (als sichtbares Bild der Realität) angezeigt. Es ist in manchen Situationen wirkungsvoller als das sonst oft verwendete Focus-Peaking.
Man kann in Innenräumen mit Gasentladungslampen die Flackerfrequenz (eigentlich Flimmerfrequenz) in Zehntel-Herz-Schritten einstellen und so fast jedes sichtbare Flackern im Video unterdrücken.
Der Touch-Focus funktioniert auch über die Smartphone-App. Somit könnte man auch im Gimbal-Betrieb, wenn man das Smartphone am Gimbal-Griff (also unterhalb der Kamera) montiert hat, den Fokuspunkt neu setzen, ohne die Kamera selbst zu berühren und somit zu bewegen / erschüttern.
Proxy recording
ist auf die zweite Speicherkarte erlaubt, das dank kleineren Dateien eine effizientere Video-Bearbeitung am PC erlaubt. Oder mit anderen Worten: Man benötigt mit diesem Videoformat nicht den allerneuesten Hochleistungs-PC zum Filmschnitt.
Es gibt kein zeitliches Aufnahmelimit bei 30 Minuten. Das S&Q-Dial erlaubt den Zeitlupenmodus (slow-motion/quick-motion). 4K-Streaming ist aus der Kamera möglich. Die Kamera bietet den AE-Assist (ähnlich der professionellen FX-6). Das Modell bietet getrennte Menüs für Video- und Foto-Aufnahmen. Vorhanden sind ferner Zebra- und Peaking-Funktionen. Ein Gamma Anzeige-Assistent erlaubt off, auto, S-Log1, S-Log2, HLG (BT.2020), HLG (709). Das Modell bietet zudem neue Hautton-Effekte im Video, welche für hellere und reinere Haut sorgen. Diese funktionieren auch bei Live-Übertragungen (Streaming).
Das Magazin slashCam ermittelte beim Nonstop Recording-Test bei Raumtemperatur mit S-Log 3 inkl. aktivierter Monitor-LUT, AF, eingeschaltetem Tally-Licht und ausgeklapptem Monitor in 4K 10Bit 25P S-Log 3 beachtliche 2 Stunden und 53 Minuten mit einem Akku - ohne Hitzewarnung.
Das Testmagazin sclashCam konnte alle Video-Modie auch auf einer V90 SD Karte von Kioxia sowie mit einer V90 von SanDisk aufzeichnen. Man benötigt somit auch bei 8K 10 Bit 4:2:2 Aufnahme (520 Mbit/s) keine CFexpress-Karten für das Filmen. Dennoch waren Mitte 2026 CFexpress-A-Karten oft preiswerter.
Laut B&H baute Sony einen Graphit-Wärme-Leiter (graphite-heat-sink) direkt in das mechanische IBIS ein, um die entstehende Hitze abzuführen. Dennoch rät die Testerin dazu, das rückwärtige Display beim Filmen von der Kamera wegzuklappen, da der Wärmeaustausch direkt hinten an der Kamerarückseite durchgeführt wird.
Beim Autofokus sieht Tony Noprthrupü die meisten Verbesserungen bei Video. Vor allem bei wenig Licht scheiterte die alte A7RV bei Video immer während die A7RVI sich deutlich besser schlug.
Bei 4K120 verlor der Autofokus auch am Tag manchmal das Motiv.
Bei Video liefert er direkte Vergleiche der A7RV mit der A7RVI, sodass man die Fortschritte u.a. beim Rolling-Shutter (schräge Linien) erkennen kann.
Beim Video-Bildvergleich der A7RV mit der A7RVI am Tag konnte er nur wenig Unterschiede erkennen. Nur 4K60 lag die Bildqualität signifikant höher.
Auch bei 8K gelang es ihm in 2 Stunden nicht, die A7RVI zu überhitzen.
Fazit: Die Video-Leistungen sind für eine derartig hochauflösende Kamera sehr gut.
Zuerst einmal werden keine Cine-Formate geboten, sondern nur die schmaleren UHD-Versionen.
Dann wird 8K nur mit einem 1,2-fachen Crop / Beschnitt angeboten. Zudem findet sich dort nur der Kompressionstyp HS. Ferner liegt die Auslesezeit / Rolling-Shutter bei langsamen 13,7 ms (laut DPReview-Tests) respektive sogar nur 17-20ms laut PetaPixel. Dennoch war dies hochwertiger als die 38ms der Vorgängerin A7RV.
Es gibt auch keine RAW-Formate bei Video in der Kamera. RAW ist nur als Output über HDMI an einem externen Monitor / Recorder möglich. Dafür soll dies dann (laut slashCam) bis mindestens 50 fps (PAL) funktionieren (also vermutlich auch 60 fps NTSC). Ferner gilt zu beachten, dass dies alles in der Praxis bis Mai 2026 mangels neuer Firmware auf keinem externen Recorder funktionierte. Auch hier gilt: Sie brauchen für diese Kamera fast alles neu.
4K 120 wird nur dann angeboten, wenn man 'Field of View Priority' einstellt, welche die Rauschreduzierung ausschaltet / deaktiviert.
Die 4K-Bildfrequenzen 100 und 120 Hz erzeugen einen Crop von 1,1. Zudem funktioniert dort (laut Sidney Diongzon) auch keine Dynamic Active Bildstabilisierung - nur die beiden Modi Standard und active.
Bei 4K finden sich unerklärliche Einschränkungen der Kompressionstypen. So sind bei 25 und 30 fps HS nicht verfügbar, bei 100 und 120 fps fehlt hingegen S-I.
Zudem gibt es Dual Gain nur bei 4K und nur mit Log-Profilen, aber auch dann nur bei 24-30 fps, wobei sich in allen Fällen auch noch die Auslesezeit drastisch erhöht auf 15,8 ms Rolling Shutter, den man im Film negativ sieht. Ohne Dual Gain liegen die Auslesezeiten zwischen 7 und 8 ms, was durchaus gut ist für solch einen großen Sensor.
Hinweis: Da der Sensor hardware-seitig nur maximal 60 Auslesezyklen je Sekunde liefern kann, und man zwei Auslesungen für ein Bild mit Dual-Gain-ISO benötigt, ist bereits rein mathematisch / physikalisch die Grenze bei 30 fps festgezurrt. Da kann auch später kein nachgereichtes Firmware-Update etwas 'verbessern'.
Hinzu kommt, dass 4K zwar von der ganzen Sensorbreite, aber nur mit 5,0K aufgenommen wird. Laut DPReview / Sony liegt dies an einem 2:1 sub-sampling, was zu sichtbar höherem Aliasing führt.
Fast alle Tester halten die Bildqualität auch bei 4K nur für relativ gut respektive etwas 'weich', aber nicht für sehr gut, weil das Pixel-Binning sichtbar ist. Die schweizerische Zeitschrift digitec hält sie bei 4K sogar der Bildqualität der viel billigeren Sony A5V für unterlegen. Manche empfehlen deshalb generell, das hochwertigere 8K-Material auch für 4K-Projekte zu verwenden. Aber 8K leidet unter den nur 30 fps.
Die Test-Bilder von ZY Cheng zu Dual-Gain-ISO bei Video zeigen eine sofort sichtbar höhere Bildqualität in den Schattenbereichen. Jedoch stellte er dabei auch einen deutlich höheren Stromverbrauch fest.
Jarred Polin weist allerdings darauf hin, dass bei Dual Gain die für Video wählbare ISO-Bandbreite deutlich eingeschränkt wird.
Bei Full-HD wird kein Dual Gain angeboten und der Kompressionstyp HS fehlt komplett, sowie bei 100 und 120 fps fehlt auch noch S-I.
32-Bit-Audio wird (trotz absichtlich missverständlicher Beschreibung im Sony-Werbe-/Presse-Text) nicht in der Kamera, sondern nur mit dem neuen teuren XLR-A4-Adapter für den Blitz-Schuh angeboten, der in den USA ab Juni 2026 für 799,99 Dollar angeboten wird. Sony erwähnt ihn ausführlich in 6 erläuternden Abschnitten im US-Pressetext (siehe unten).
Wer im S&Q-Modus mit iFrame (XAVC S-I 4K) aufnehmen möchte, benötigt eine CFexpress Typ A Karte. Da reichen keine V90 SD-Karten mehr aus.
Erstaunlicher Weise fehlen auch Waveforms, False Color sowie neben internem RAW auch Open Gate. Waveforms und False Color lassen sich jedoch auf einem zusätzlichen externen Monitor anzeigen.
Weitere Beschnitte / Crops entstehen auch / zusätzlich bei 'Aktiver' und noch deutlicher bei 'Dynamisch aktiver' Bildstabilisierung. Ferner funktioniert die hochwertigste Bildstabilisierung Dynamic active nur mit 4K.
Trotz allen Lobes über das IBIS und der weiteren Dynamic Active Bildstabilisierung bei Video in der Kamera verwenden nachweislich (siehe Videos unten) viele Videografen dennoch einen Gimbal oder ein Stativ. Denn vor allem getragen 'federt' und 'springt' das Bild oft.
Der Tester der schweizerischen Zeitschrift digitec stellte fest, dass man im H.265-Codec weiterhin nicht in 30 fps aufnehmen kann.
Es gibt (im Gegensatz zur Fotografie) keine Video-Pre-Capture-Funktion in der A7RVI.
Bei Sidney Diongzon wurde bei 8K-Videos der Griff der Kamera sehr warm. Dies könnte eine deutliche Hitzeentwicklung des neuen Akkus im Innern anzeigen. Auch bei 4K wurde der Griff deutlich wärmer. Auch Manny Ortiz stellte fest, dass seine Kamera (ohne jegliche Hitzewarnungen) beim Filmen sehr warm wurde - und zwar viel wärmer als die Vorgängerin A7RV.
Jordan Drake vermutet, dass die meisten Nachteile bei Video am zu schwachen Prozessor liegen. Da dieser Bionz XR2 noch länger auch in anderen Modellen verwendet werden soll, könnte Sony damit noch länger 'kämpfen'.
Tony Northrup stellte fest, dass man u.a. bei Video-Aufnahmen in der Kamera nicht einfach zum Ende scrollen kann, um nur das Ende zu prüfen. Auch die Tonaufnahme ist umständlich bei der Prüfung. Man kann zudem auch kein Video per Airdrop zu Apple Mobilgeräten durchführen. Letzteres funktioniert nur mit Fotos. Selbst mit Kabel konnte er die Videos nicht auf Apple Mobilgeräte übertragen. Vermutlich liegt das daran, dass Sony noch immer Videos in einem anderen Ordner abspeichert. Da die Zielgruppe aller neuen Kameras Content-Creators mobil arbeitet und überwiegend mit Apple-Geräten, war das 2026 unverständlich.
OpenGate fehlt, was ebenfalls für Content-Creators, die auf mehreren sozialen Netzwerken mit unterschiedlichen Formaten arbeiten, wichtig ist. So muss man jede Aufnahmen zweimal machen, was in jenem Testfall mit einer Tanzvorführung unmöglich ist, da so etwas nicht exakt wiederholbar ist - abgesehen davon, dass die Vorführenden nach einem Durchgang bereits außer Atem sind, weil Tanzen Hochleistungssport ist. Deshalb ist die Kamera auch für Sport-Videos für Content-Creators nicht geeignet.
Ferner fehlen für Content Creators Funkeinheiten in der Kamera, welche z.B. mit einem Mikrofon, Ohrhörer etc. Verbindung aufnehmen können. Das funktioniert alles nur mittels separaten (teuren) Zubehörteilen im neuen Blitzschuh, aber nicht integriert in der Kamera.
Diese Kamera zielt offensichtlich auf hochambitionierte Fotografen mit daneben gehobenen Video-Ansprüchen, aber nicht auf sehr ambitionierte Videografen.
Die Sony A7RVI-Kamera soll ab Anfang Juni in den USA sowie in England und Europa verfügbar sein.
Preislich orientiert sich Sony dabei an Canon in den USA - dem Hauptmarkt für Fotoprodukte. In den USA kostet die A7RVI $4.499,99. (Das waren umgerechnet aktuell 3.843 Euro.)
In Deutschland kostete die Kamera zum Start offiziell 5.099 Euro. Das waren mit 32,7% dreistem Melkkuhzuschlag deutlich mehr als die angeblich immer dafür vorgeschobene Mehrwertsteuer von 19% (welche es in den USA sowieso nicht gibt).
Bei der Beurteilung der Sony A7RVI muss man zwei Bereiche unterscheiden:
Ketzerisch kann man festhalten, dass die meisten Neuerungen bei der A7RVI sich auf Video beziehen. Dadurch wurde dieses Modell zu einer echten Hybrid-Kamera, deren Video-Leistungen man ernst nehmen muss, da sie sehr nahe an die der deutlich teureren Sony A1II und Sony A9III kommen.
Nach ersten Erkenntnissen ist das bei Video Gebotene grundsolide Oberklasse mit einzelnen Tendenzen zur Spitzenklasse.
Aufgrund des dreh- und schwenkbaren rückwärtigen Monitors ist sie auch für Ein-Mann-Vlogger geeignet.
Dennoch sehe ich keinen Grund von anderen Sony-Kameras umzusteigen. Nur das eigentliche Video-Flaggschiff bei Sony, die A7SIII, wurde 2026 immer schwerer zu verkaufen.
8K-Video alleine macht sie noch nicht zum großen Wurf für Video-Anforderungen. Denn die zahlreichen Einschränkungen im Detail bei der neuen A7RVI sind für ernsthafte Videografen in der Praxis spürbar. - Wer Video in höchster Qualität wünscht, sollte den Aufpreis bezahlen und zu FX-Modellen greifen.
Fotografisch verbesserte die A7RVI das, was bereits die Vorgängermodelle boten: Viele Detailverbesserungen bei hoher Auflösung für Spezialaufgaben.
Auch der verbesserte Autofokus sowie der hochwertigere elektronische Sucher werden Interessenten ansprechen.
66,5 Mega-Pixel sind mehr als 40-50 der Mitbewerber und auch die eigenen 60 MP der beiden Vorgängermodelle (A7RIV und A7RV). Aber dabei verschätzen sich viele Fotografen gegenüber den bereits 50 MP der Sony A1II. D.h. es stellt eine nur leichte Verbesserung dar. 40-50 MP waren schon für fast alle Fotografen ausreichend. Siehe hierzu die Artikel Mega-Pixel und Größen-Vergleich. Dennoch wird es viele Landschaftsfotografen freuen, weil sie damit näher an die Leistungen einer viel teureren, schwereren und großvolumigeren Mittelformat-Kamera gelangen
Trotz aller obigen Kritikpunkte handelt es sich um eine hochwertige Spezial-Kamera für anspruchsvolle Landschafts- und Studio- sowie die Produkt- und Architektur-Fotografie im Bereich Vollformat-Sensor.
Im Vergleich zur Vorgängerin wurde an vielen wichtigen Details sinnvolle Verbesserungen angebracht, die sich (in der Summe) in der Fotopraxis auszahlen.
Für sehr anspruchsvolle Fotografen, die gelegentlich auch noch zusätzlich Videos aufnehmen wollen, war es 2026 sicherlich bei Sony die ideale Hybridkamera in diesem fotografischen High-End-Preisbereich.
Normalerweise erfolgt der Hinweis immer bei Video-Kameras. Nun gilt es jedoch bereits für diese hochauflösende Foto-Kamera. Die entstehende Datengröße ist unerwartet hoch. Bedenken Sie deshalb die Folgekosten: Um diese Kamera ausnutzen zu können, benötigen Sie einen komplett neuen Hochleistungs-PC. Da sollten Sie unter 5.000 Euro für den Tower und nochmals 3.000 Euro für den 8K-Monitor respektive für den passenden ebenfalls an den PC anschließbaren Fernseher nicht anfangen. Bei Apple darf es auch ein neuer hochgerüsteter M5-Laptop (am besten MacBook Pro M5 Max mit 128GB RAM) sein. Ansonsten werden Sie bei jedem Verarbeitungsschritt bei der Bildnachbearbeitung lange warten und frustriert sein.
Vorab gilt, dass es sich derzeit nur um Testergebnisse mit Vorserien-Kameras mit Vorserien-Software/-Firmware handelt. Generell ist es deshalb angeraten bis mindestens Ende Juni zu warten, bis seriöse Tester mit für Normalsterbliche kaufbaren Kameras mit Firmware 1.# und der üblichen PC-Software reale Praxis-Tests liefern. Meist finden jene Personen, welche eigenes Geld dafür ausgaben, dann doch noch einige relevante Details.
Neukäufer: Aufgrund der höheren Ergonomie beim Gehäuse und den Menüs sowie dem hochwertigeren Autofokus, dem EVF und dem schnelleren Sensor kann man Neueinsteigern bei Sonys hochauflösenden R-Modellen nur zur A7RVI raten. Lassen Sie die Finger von den alten Modellen A7R Mark I-V. Die vielen kleinen Verbesserungen der Mark VI sind in der Fotopraxis spürbar und wertvoll.
Vor allem gilt dies, weil Sony Anfang der 2020er Jahre dazu überging, alte Kameras nicht mehr mit Firmware-Updates mit ernsthaften Neuerungen / Nachlieferungen zu versorgen. Für Neueinsteiger wäre ein Vorgängermodell somit eine Sackgasse. Das gilt vor allem für das nun inkompatible Zubehör.
Zudem wird bei all den im Netz kursierenden Kamera-Vergleichen bei Sony und den daraus dann resultierenden 'Empfehlungen' zum Kauf anderer Sony-Modelle vergessen, dass mit der A7RVI eine völlig neue Generation bei Sony gestartet wurde - in Bezug zum Zubehör. Wer jetzt noch Geld in eine ältere Kamera - sei es die fast so neue A7V - investiert, befand sich bereits im Mai 2026 in einer Sackgasse. Man kann große Teile des Zubehörs (u.a. Akku, Ladegerät, Hochkantgriff, ARCS-Swiss-Griffschiene unten an der Kamera, XLR-Adapter) der 'alten' Kameras zukünftig nicht mehr weiterverwenden. D.h. in Europa kommen da schnell hunderte (und bei Video bis über 1.000) Euro Kosten hinzu, welche man bei einem späteren Aufstieg verliert.
Vorsicht: Ich schrieb hier im Übrigen auch nicht Einsteiger
, da ich die A7RVI für ziemlich anspruchsvoll sowohl für die Fotografie als auch die Videografie halte. Sie sollten schon über erhebliche Erfahrung verfügen, bevor Sie sich für solch eine Kamera entscheiden. Damit widerspreche ich auch ganz deutlich Sonys Werbevideo bei der Kameravorstellung: Nicht jeder, der diese Kamera kauft und in die Hand nimmt, wird dadurch automatisch zum Künstler (Artist
). Das muss jeder sich selbst hart erarbeiten - vor allem mit jener anspruchsvollen Kamera.
Um es noch deutlicher zu formulieren: Nur Personen, welche die 66 Mega-Pixel benötigen oder wollen, sollten diese Kamera anschaffen. Andere sollten sich dieses Modell nicht schön-reden
. - Achten Sie z.B. darauf, dass die meisten Empfehlungen von Influencern kommen, welche sich vor allem auf die zwei 'Vorteile' des Hineinzoomens in und des extremen Beschneidens / Croppens des Bildes konzentrieren. Wenn Sie dies selten machen, dann können Sie jene Vorteile auch kaum nutzen. - Und für diejenigen, welche es oft machen, erklärt Duade Paton, dass dann selbst bei den hochwertigsten Sony-Objektiven trotzdem die feinen Details im Motiv fehlen (siehe sein Video unten). Mein Zusatz: Es gibt immer physikalische Grenzen. D.h. man benötigt entweder eine höhere Brennweite des Objektives oder man muss näher an das Motiv herangehen.
Private Aufsteiger: Wer die Sony A7 Mark V bereits besitzt und damit zufrieden ist, wird hingegen nicht so viele Vorteile bei der neuen A7RVI finden, die einen Verkauf einer älteren Kamera unter hohem Wertverlust wirklich fotografisch rechtfertigen. Generell gilt bei allen Herstellern (und besonders bei Sony mit seinen schnellen / kurzen, kleinen Erneuerungszyklen): Lassen Sie mindestens eine Kamera-/Modell-Version zwischendrin aus. Erst dann spüren Sie wieder einen signifikanten Mehrwert beim Um-/Aufstieg. Das Problem
ist nicht diese Mark VI, sondern, dass wir seit Jahren (also auch mit der A7RIV) insgesamt bereits auf einem sehr hohen Qualitätsniveau angekommen waren.
Vor allem wird viele Aufsteiger der Schlag treffen, wenn sie erkennen, dass man fast alles Zubehör der alten A7RV für die A7RVI neu kaufen muss. Das kann schnell insgesamt auf über 1.000 Euro ansteigen. Für Sony-Bestandskunden kommt noch hinzu, dass jene Geräte / Zubehörteile nicht mehr Kompatibel mit alten Kameras und das alte Zubehör auch nicht mit neuen Modellen ab der nun erschienen A7RVI ist. D.h. der Betrieb von mehreren Kameras (das Mischen) wird nun noch aufwändiger, weil man abgesehen von den doppelten Anschaffungskosten auch das doppelte Volumen und Gewicht beim Zubehör herumtragen / transportieren muss.
Berufs-Fotografen: Die neue A7RVI ist definitiv für Berufsfotografen eine hochwertigere Alternative, als der Umstieg zum Mittelformat. Die Wechseln-Kosten zu einer anderen Sensorklasse und einem anderen System samt neuem Hersteller sind horrend. Ferner ist die Objektivauswahl bei Sony schlichtweg höher als bei Mittelformat. Letztendlich sind so viele Mega-Pixel im Format 3:2 für zahlreiche Aufgaben auch sinnvoller als 100 MP im Format 5:4. Der dort in vielen Fällen erforderliche Beschnitt wird oft bei Vergleichen vergessen.
In diesem Sinne sehe ich auch massive Konkurrenz für Fujifilm erwachsen, da 50 MP Mittelformat und selbst 100 MP nur in ganz wenigen Sonderfällen dort Vorteile bieten. In der Fotopraxis überwiegen eher die Nachteile der langsamen Mittelformat-Sensoren.
Einschränken möchte ich jedoch die von Sony in einem Interview genannten Vorteile für Wildtier- und Hochzeitsfotografen. Für Wildtierfotografie konnten auch 2026 weder die Serien-Bildgeschwindigkeit noch der Autofokus bei sich schnell bewegenden Tieren wirklich überzeugen. Für Hochzeitsfotografie halte ich 66 Mega-Pixel für ziemlich viel - um nicht zu sagen übertrieben für mindestens 90% der Kunden. Die meisten der Hochzeitskunden werden den in der Nachbearbeitung durch fast 67 MP auftretenden Mehraufwand nicht bezahlen. Ebenso halte ich 67 MP für die oft empfohlenen Events für sehr viel.
Auch der oft gelobte 28 MP-Modus wird meines Erachtens überbewertet. Dies führt bei zahlreichen Influencern sogar dahin, dass sie behaupten, jeder solle sich diese Kamera kaufen, statt einer Einsteigerkamera, aber dann eben nicht die möglichen 67 Mega-Pixel Sensorauflösung ausnutzen. Das ist Unsinn, weil die negativen Einflüsse der Beugung erhalten bleiben. Wer nur kleine Bilder aufnehmen will / benötigt, ist z.B. mit der Sony A7V oder jeder vergleichbaren 20-40 MP-Kamera definitiv besser beraten, weil sie viel preiswerter ist und vor allem bei der Beugung sofort sichtbare Vorteile zeigt. Hierbei handelt es sich um nicht darüber hinwegzufaselnde
physikalische Naturgesetze. - Zur Klarstellung: Diese Kamera ist sowohl fotografisch als auch bei Video nur sehr eingeschränkt für Einsteiger oder Anfänger geeignet.

Da es heute den meisten Menschen schwer fällt, Sensorgrößen bezüglich der realen Mega-Pixel-Auflösung korrekt einzuschätzen, finden Sie alle relevanten Sensorgrößen übereinander im gemeinsam verkleinerten Maßstab 1:10.
Ganz unten liegt der größte Sensor der A7RVI mit 9.984 * 6.656 Pixel Auflösung = 66,453504 Mio. Pixel in Blau.
Darauf liegt der zweitgrößte Sensor der Vorgängerin A7RV mit 9.504 * 6.336 Pixel Auflösung = 60,217344 Mio. Pixel in Grün. Der Unterschied im Randbereich dürfte nur von wenigen Fotografen in wenigen Situationen ausnutzbar sein.
Als dritter Sensor wählte ich denjenigen der Panasonic S1RII, welche mit 8.144 * 5.424 = 44,173056 Mega-Pixel in etwa das Maß aller anderen modernen Video-Kameras darstellt (Nikon Z9, Z8, Canon R5, R5II etc., welche heute 8K aufnehmen können und damit den hohen Standard darstellen) in Gelb. Der Unterschied von immerhin rund 22 Mega-Pixeln (oder rund +50%) ist sichtbar, relevant und auch nutzbar. Aber dafür sind jene Kameras auch signifikant schneller bei der Zielerkennung, und der Autofokus ist treffsicherer im Verfolgen sich schnell bewegender Motive.
Der rote Sensor oben stellt die 'lächerlichste' Auflösung / Sensorgröße von 'nur' 24 Mega-Pixeln dar mit 6.000 * 4.000 Pixeln. Auch er reicht den meisten Sportfotografen für ihre Arbeit und wird exakt deshalb bis heute bei fast allen Sport-Kameras verwendet - auch der A9III von Sony. - Korrekt ist, dass die Auflösung des neuen Sensors der A7RVI fast 2,8-fach so groß ist. Aber die Bildqualität ist definitiv nicht fast drei Mal so gut. In über 90% aller heutigen Darstellungsformen / Medien (digital: 5K-Monitor, 4K-Fernseher / 4K-Monitor, Laptop, Notebook oder gar Smartphone, Ausbelichtung bis 45*30cm) werden die meisten Betrachter keinen Unterschied bei der Bildqualität sehen.
Das Grund-Problem bei der Auflösung der Sensoren liegt (wie im Artikel Mega-Pixel ausführlich erklärt) darin, dass sich der angeblich riesige Zugewinn der Megapixel immer ganz außen um das bereits bestehende herum gruppiert (siehe dazu auch den ernüchternden Artikel Größen-Vergleich). Folglich machen dort auch in unserem Fall weitere 6 Mega-Pixel kaum mehr etwas aus.
Diese Modell A7RVI ist ein Nischenprodukt für sehr anspruchsvolle Fotografen z.B. im Bereich Landschaftsfotografie und Studio-Fotografie, Werbefotografie, Produktfotografie, Architekturfotografie, die eine extrem hohe Auflösung benötigen. Das lohnt sich nur, wenn Sie auch einen 8K-Monitor oder 8K-Fernseher zum Betrachten verwenden oder auf mindestens 1,5*1 Meter ausbelichten. - Dort war und ist der Bedarf und somit die Nachfrage jedoch insgesamt gering.
Dazu kommt, dass die Vorgängermodelle A7RIV und A/RV mit 60 MP seit 2019 bereits viel bot sowie auch bezüglich Ergonomie damals (bei Sony) bahnbrechend waren und somit (noch immer) zu den besseren neuen Kameras gehören. Vor allem sehe ich bei vielen Fotostilen (insbesondere bei Verwendung auf dem Stativ) sowie stehenden oder sich nur langsam bewegenden Motiven keine großen Vorteile. Daraus folgt, dass keineswegs jeder zufriedene Altkunde sofort aufsteigen wird.
Hinzu kommt ein extrem negativer Umstand: Bereits die beiden Vorgängermodell erzielten bei Weitem nicht die erwartete Nachfrage und mussten deshalb mit Tricks in den weltweiten Bewertungen hochgepusht werden. Siehe hierzu den traurigen Rekord der am meisten gefälschten Bewertungen und Rezensionen für die Sony A7RIV. Deshalb ist auch bei der A7RVI kein Wunder bei der Nachfrage zu erwarten.
Überdies ist der Fotomarkt aufgrund der Wirtschaftskrise (zumindest 2026) nicht günstig für derartige Groß-Investitionen. Das können sich nur wenige reiche Privatleute und noch gutverdienende Berufsfotografen leisten.
Einerseits positioniert Sony die A7RVI mit derart vielen Mega-Pixeln höher als zahlreiche vergleichbare Kameras. Dies sollte die Marktchancen erhöhen. - Andererseits ist Sony dafür berüchtigt, die eigenen alten Modelle über viele Jahre weiter im Angebot zu lassen, sodass sich die Firma mit jenen älteren aber preiswerteren Modellen selbst Konkurrenz macht. D.h. Sony macht sich selbst mindestens mit der A7RV - also einem eigenen älteren Modell - noch lange den kleinen Markt dieser hochauflösenden Kameras bei Vollformat-Sensoren streitig. - Dies galt insbesondere bei der Preisdifferenz der Straßenpreise beider Modelle Mark V zu VI.
Hinzu kommen die zahlreichen vorhandenen Modelle bei Mittelformat-Kameras. Ferner ist zu berücksichtigen, dass deren Besitzer mit jenen Produkten nicht unzufrieden sind. So schnell steigen diese nicht zu Sony um, da dann die alten, getätigten hohen Investitionen in das Mittelformat komplett abzuschreiben wären. Überdies ist heute der erzielbare Mehrwert eines Systemwechsels eher gering.
Da jedoch weder Canon (obwohl sie eine 150MP-Vollformat-Kamera bereits 2015 auf einer Messe zeigten) noch Nikon, noch Panasonic auch nur annähernd vergleichbares boten, werden nun einige Fotografen aus jener Vollformat-Nische endgültig zu Sony abwandern. Man musste 2026 sachlich festhalten, dass jene Mitbewerber bei hochauflösenden Kameras technisch völlig abgeschlagen waren, und vor allem deren Kunden keine Hoffnung mehr hegten, dass da in absehbarer Zukunft noch etwas wirklich Brauchbares nachkommt. Bestenfalls liefern jene etwas aufgrund eines irgendwann erforderlichen Zwanges bei Video zu 12K oder 16K-Formaten.
Hingegen wurde durch diese erhältliche hochauflösende Kameras im Vollformat von Sony der Druck auf das untere Mittelformat bis 100 MP deutlich erhöht. Fujifilm und andere Anbieter bei Mittelformatkameras werden dies sicherlich bald zu spüren bekommen.
Ferner sehe ich mit dieser hochauflösenden Kamera auch eine Chance, sich als Fotograf gegen GenKI-Bilder zu positionieren. Denn derart große Fotos sind derzeit nur schwer und mit hohem Aufwand - sprich viel Geld - mit Generativer Künstlicher Intelligenz herstellbar. Mit anderen Worten: Der Markt bis 4K-Video- und -Fotoformaten war 2026 bereits an künstlich erzeugte Bilder verloren.
Für Landschaftsfotografen, welche eher langsam arbeiten, spielen auch die Einschränkungen bei Fremdobjektiven bei Sony auf maximal 15-20 Bilder je Sekunde keine so große Rolle. D.h. man kann auch aus einem großen Angebot von Drittherstellern (wie z.B. Sigma) für die A7RVI wählen.
Da ich immer wieder für meine deutliche Kritik an negativen Punkten bei Kameras kritisiert werde, hier noch eine vorausschauende Stellungnahme: Kritik ist notwendig, damit sich alle Käufer auf die nicht änderbaren Probleme mit dem Produkt einstellen können. Dennoch kann man (Sie, ich) damit zweifelsfrei hochwertige Fotos und Videos erstellen. Man findet immer Lösungen um Probleme herum, sofern man jene kennt und wenn man es ernsthaft versucht. Zudem liebäugle auch ich mit dieser Kamera - nicht weil ich sie brauche, sondern weil ich sie will. Denn sie ist - mangels jeglicher Konkurrenz - einzigartig (in ihrer Nische).
Für all jene Nörgler, denen das jetzt Gebotene nicht gut genug ist: Sony hat 7 Jahre benötigt, um von dem alten 60 Mega-Pixel-Sensor (nach den bei Sony üblichen zwei Kameragenerationen mit identischem Sensor) nun zum neuen nur etwas schnelleren und nur etwas größeren Modell zu gelangen. Jeder darf gerne davon träumen, dass Sony für die wenigen übrig gebliebenen Fotografen in dieser Nische in Zukunft seine Produktzyklen dramatisch verkürzt. Denn große oder gar revolutionäre technologische Sprünge wurden seit Jahren in der Fotografie mit dedizierten Kameras immer seltener. - Ferner hat Sony seit 2020 auch allen Kunden deutlich gemacht, dass kaum bis keine relevanten Leistungen in Firmware-Updates mehr nachgereicht werden.
Interessierte finden alle offiziellen Informationen zur Kamera beim Hersteller: Sony.de sowie die Zieladresse der A7RVI in Deutschland bei Sony, die technischen Daten, oder die offizielle englische Version: USA: Daten und Spezifikationen sowie Bilder etc. - Einen Abdruck des Pressetextes der Firma Sony aus den USA zur A7RVI (jedoch ohne alle einschränkenden Fußnoten).
Im Folgenden finden Sie kommentierte Quellen und Belege sowie Analysen für alle Test-Ergebnisse und Kritiken zu Aussagen zur Kamera sowie Anmerkungen zu den jeweiligen Testpersonen. Die positiven wie kritischen Einschätzungen im Artikel werden gestützt durch die hier angeführten Belege und Quellen. Sie sollten auf jeden Fall einen Blick in jene Quellen werfen, oder zumindest die zur jeweiligen Quelle angeführten Details vor einem Kauf beachten.
Bitte beachten Sie unbedingt, dass alle Testberichte im Mai 2026 mit Vorserienkameras und vor allem mit JPEGs oder dem sehr eingeschränkten RAW-Konverter Sony Imaging Edge Desktop (IEDT) durchgeführt wurden. Seriöse Tests von kaufbaren Kamers mit moderner Software finden sich erst ab ca. Ende Juni 2026.
Das Magazin PetaPixel, deren Redakteure seit Jahren fälschlicher Weise behaupteten, dass der Dynamikumfang für die Bildqualität angeblich keine Rolle spielen würde, jubeln im folgenden englischen Artikel The Sony a7R VI Has the Best Dynamic Range of Any Full-Frame Camera vom 04.06.2026 über den hohen Dynamikumfang, weil ihn der Firmenliebling (und vermutlich wichtigste Werbetreibende jenes angeblichen Fach-Magazins) Sony hergestellt hat. Schade, dass man jahrelang so demagogisch unkritisch war, und schön, dass physikalische Naturgesetze (zumindest bei einem Kameramodell von Sony) wieder einmal anerkannt wurden.
Mitchell Clark erklärt für DPReview im englischen Artikel The a7R VI flexes its dynamic range in our tests vom 21.05.2026 den dual gain, der zu etwas rauschärmeren dunklen Bereichen beim mechanischen Verschluss führen kann.
Das US-Fachmagazin DPReview bietet im nächsten Artikel The a7R VI's Raw power has been revealed auf Englisch vom 19.05.2026 erste Einblicke in die RAW-Bildqualität. Sie liegt bei ISO 100 etwas höher als bei der Vorgängerin.
Auch das englisch-sprachige Fachmagazin PetaPixel räumte im Artikel No, the Sony a7R VI Doesn’t Make the a1 II Obsolete vom 17.05.2026 ein, dass frühere Behauptungen nicht zutrafen. Die A7RVI ist keine Sportkamera.
Die an der Pazifikküste der USA angesiedelte US-Fachzeitschrift DPReview erklärt englischen Artikel No, the Sony a7R VI isn't a cut-price a1 II vom 15.05.2026 warum es deutliche Unterschiede zwischen der A7RVI und der A1II gibt, welche auch den Preisunterschied rechtfertigen. Das Magazin geht sogar davon aus, dass lossy Compressed Raw weniger als 14Bit ausließt. D.h. die Bildqualität ist deutlich geringer, weil zuerst nur weniger Daten ausgelesen werden und dann diese auch noch verlustbehaftet komprimiert werden.
Die US-Fachzeitschrift DPReview liefert im folgenden englischen Artikel Sony's a7R VI comes speeding out of the studio vom 13.05.2026 ihre ersten Testergebnisse - wie immer sachlich und durchaus kritisch.
Das englisch-sprachige Fachmagazin PetaPixel schildert im nächsten Artikel Sony a7R VI Review: The High-Resolution Camera to Rule Them All vom 13.05.2026 seine Ergebnisse. Leider ist es wie immer von Anfang an ziemlich reißerisch und in Jubelform verfasst. Resümee: Sollten Sie sie [die Kamera] kaufen? Ja.
Das Video-Magazin slashCam bietet im langen deutschen Artikel Sony A7R VI mit Fully Stacked 66.8 MP Sensor im Praxistest: Besser und günstiger als A1 II?, vom 13.05.2026 ihren ausführlichen Testbericht. U.a. gehen sie auf die weiterhin bestehenden Unterschiede zur Sony A1II ein.
Die schweizerische Zeitschrift digitec liefert im Artikel Sony Alpha 7R VI im Test: Bildqualität satt, vom 13.05.2026 ihren Testbericht. Dort ermittelte man ca. 14 Millisekunden (ms) Sensorauslesezeit für diese Kamera. Zitat: Damit eignet sich das Megapixel-Monster nicht ganz so gut für Sport- und Action-Fotografie
.
Der US-Influencer Tony Northrup liefert im englischen Film Sonys neueste Kamera ist defekt: Ein Problem von 701 Seiten / Unusable bei default, 10 Flaws with the Sony a7R VI, vom 28.05.2026 einige weitere Testergebnisse: U.a. kann man bei Video-Aufnahmen in der Kamera nicht einfach zum Ende scrollen, um nur das Ende zu prüfen. Auch die Tonaufnahme ist umständlich bei der Prüfung. Man kann zudem auch kein Video per Airdrop zu Apple Mobilgeräten durchführen. Letzteres funktioniert nur mit Fotos. Selbst mit Kabel konnte er die Videos nicht auf Apple Mobilgeräte übertragen. Vermutlich liegt das daran, dass Sony noch immer Videos in einem anderen Ordner abspeichert. Da die Zielgruppe aller neuen Kameras Content-Creators mobil arbeitet und überwiegend mit Apple-Geräten, war das 2026 unverständlich. OpenGate fehlt, was ebenfalls für Content-Creators, die auf mehreren sozialen Netzwerken mit unterschiedlichen Formaten arbeiten, wichtig ist. So muss man jede Aufnahmen zweimal machen, was in seinem Fall mit einer Tanzvorführung unmöglich ist, da so etwas nicht exakt wiederholbar ist - abgesehen davon, dass die Vorführenden nach einem Durchgang bereits außer Atem sind. Tanzen ist (wie ich u.a. als jahrelanger Tanzsportfotograf weiß) Hochleistungssport. Deshalb ist die Kamera auch für Sport-Videos für Content-Creators nicht geeignet. Der Fotopuffer ist langsam und beim Schreiben auf langsame SD-Speicherkarten unerträglich langsam. Denn man kann so lange nicht auf z.B. Video umschalten, weil die Kamera blockiert. Auch manche anderen Kameraeinstellungen kann man so lange nicht verändern. Ferner fehlen für Content Creators Funkeinheiten in der Kamera, welche z.B. mit einem Mikrofon, Ohrhörer etc. Verbindung aufnehmen können. Das funktioniert alles nur mittels separaten (teuren) Zubehörteilen im neuen Blitzschuh, aber nicht integriert in der Kamera. Zumindest sein rückwärtiger Monitor ist noch immer sehr eingeschränkt bei jeglichem (auch Tages-) Lichteinfall. Das Menü ist noch immer unergonomisch (er nennt es appalling
- haarsträubend, entsetzlich - terrible, confusing
usw.). Selbst erfahrene Sony-Fotografen finden manche Einstellungen nur nach langer Zeit, weil es auch keine Suchfunktion gibt. Verschlimmert wird alles, weil die Grundeinstellungen (Firmen-Set-up) für ein sinnvolles Arbeiten mit der Kamera umgestellt werden müssen. Für Neueinsteiger ist diese Kamera aufgrund der unergonomischen Schnittstelle sehr schwer zu erlernen. Noch immer verwendet Sony nur CFexpress A-Karten, die (in den USA) 10-15% teurer sind, aber nur die halbe Geschwindigkeit der CF-Express-B-Karten leisten, die alle anderen Kamera-Hersteller verwenden. Denn auch bei CFexpress-A-Karten tritt das gefürchtete Puffer-Problem bei Sport- und Wildtierfotografieen auf.
Der Influencer Jason Morris erklärt im englischen Vergleichs-Video Don't WASTE your money - Sony A7RVI vs Sony A7V, vom 17.05.2026, die Unterschiede der zwei Sony-Modell. Wie üblich vergleicht auch er anhand der sehr niedrigen US-Preise, welche beide für Europa unrealistisch sind. Zudem wird hier wie bei all den im Netz kursierenden Kamera-Vergleichen bei Sony und den daraus dann resultierenden 'Empfehlungen' zum Kauf anderer Sony-Modelle vergessen, dass mit der A7RVI eine völlig neue Generation bei Sony gestartet wurde - in Bezug zum Zubehör. Wer jetzt noch Geld in eine ältere Kamera - sei es die fast so neue A7V - investiert, befand sich bereits im Mai 2026 in einer Sackgasse. Man kann große Teile des Zubehörs (u.a. Akku, Ladegerät, Hochkantgriff, ARCS-Swiss-Griffschiene unten an der Kamera, XLR-Adapter) der 'alten' Kameras zukünftig nicht mehr weiterverwenden. D.h. in Europa kommen da schnell hunderte (und bei Video bis über 1.000) Euro Kosten hinzu, welche man bei einem späteren Aufstieg verliert. - Er bezieht sich vor allem auf den Video-Bereich, wo er die oft geringen Unterschiede der beiden Kameras darlegt. Bei der Kamerabeschreibung verwechselt er in der A7RVI den runden Anschluss zur Synchronisation von externen Blitzanlagen (Anschluss des Blitz-Synchron-Kabels,PC-Synchronanschluss, PC-Sync oder X-Sync) mit einem angeblichen Ethernet-Anschluss.
Der Influencer Pierre T. Lambert schildert im englischen Vergleichs-Video I Tested the Sony A7V Against the A7R VI: Avoid the Trap !, vom 17.05.2026, ebenfalls die Unterschiede der zwei Sony-Modell. Er wurde offenbar nach Tokio für seinen Test eingeladen. Wie üblich vergleicht auch er anhand der sehr niedrigen US-Preise, welche beide für Europa unrealistisch sind. Dennoch bietet die A7V sehr vieles bei Foto und Video zu einem geringeren Preis und dürfte daher für die meisten Interessenten die attraktiverer Wahl sein. Die A7RVI zeigt deutlich wärmere Farben. Allerdings scheint etwas mit seinen Helligkeitsunterschieden nicht zu stimmen, da er sie manuell anpasste. Das lag auch an den unterschiedlich gewählten Blenden etc. M.E. macht er unseriöse Vergleiche mit nicht vergleichbaren Fotos. Auch sein ISO-Vergleich ist nicht fair, da er nur die hohen ISO-Bereiche (über 32.000) vergleicht.
Der australische Wildtierfotograf und Influencer Duade Paton schildert im nächsten englischen Video Sony A7RVI & 100-400 f/4.5: Die ultimative Kombination für die Tierfotografie!, vom 13.05.2026 seine ersten extrem positiven
Ergebnisse. Ganz nebenbei: Auch in Australien kostet die A7RVI nur 6.999 australische Dollar, was aktuell 4.305 Euro entspricht. Leider sind auch bei ihm manche Zahlenangeben unzutreffend (wie der APS-C-Modus mit angeblich 30 Mega-Pixel, die in Wahrheit eher 28 sind). Er lobt den Autofokus zwar und behauptet, dass er identisch mit dem der A1II und der A9III sei, was unzutreffend ist, stellt dann allerdings zahlreiche Probleme bei seiner Wildtierfotografie fest und fasst am Ende des Videos zusammen, dass der Autofokus der A1II noch immer überlegen ist. Seine A7RVI konnte die Vögel in einer Umgebung zuerst kaum finden. Diese Zielerfassung war ein Dauerproblem für ihn, das auch andere Tester (zumindest in Nebensätzen) erwähnen. Einmal gefunden hielt die Kamera dann das Ziel. Er geht davon aus, dass viele Besitzer der Vorgängerin A7RV zu dieser neuen Kamera aufsteigen werden, weil es sich seiner Meinung für alle lohnt. Zum Schluss relativiert er jedoch diese Aussage wieder für sich, weil er über die Bildqualität über 3.200 ISO bei RAW noch unsicher ist. Er fotografierte jedoch nur in Compressed RAW, um eine halbwegs brauchbare Puffergröße für die Wildtierfotografie zu haben. Selbst dann weist er auf den wichtigen Puffer-Anzeiger (weiße vertikale Linie) links im Sucherfeld des EVFs hin, weil der Puffer so schnell vollläuft. Man solle im Zweifelsfalls nur mit APS-C-Compressed RAW fotografieren. Aber für 28 MP-Fotos braucht man keine derart teure Kamera. - Er benötigte viele große Speicherkarten nur für seine Art der Fotografie. Er bemängelt den Lärm des Verschlusses, der weit über dem anderer Kameras (u.a. seiner Canon R5II) liegt. Er räumt auch ein, dass er nicht sehr schnelle Bewegungen im Tierreich aufgenommen hat. - Er weist daraufhin, dass er durch die hohe Sensorauflösung auch mehr weiche /verwackelte Fotos hatte. In der Folge musste er mehr Aufnahmen machen. Dann hatte er jedoch auch schnell die Speicherkarte angefüllt. Als Einziger fand er weitere Autofokus-Einschränkungen etc., die ich bereits oben in den Text eingebaut habe. Dieser sympathische Fotograf arbeitet als einer der wenigen Influencer noch genau.
Die US-Influencerin Chelsea Northrup Mercado, welche selbst seit Jahren mit Sony-Kameras arbeitet, schildert auf ihrem neuen Kanal im englischen Video Sony hat es ENDLICH geschafft! Die a7RVI ist schnell genug für Tieraufnahmen, vom 13.05.2026 ihre positiven Ergebnisse mit der Kamera bei der Tierfotografie. Ziemlich unkritisch erzählt sie Sonys-Werbezahlen. Dazu werden manche Daten auch falsch angegeben (6,5-fache statt 5,6-fache Sensorauslesezeit). Sie vergleicht die A7RVI mit der Vorgängerin A7RV. Das Ergebnis ist in zahlreichen Kategorien eindeutig. Sie räumt jedoch ein, dass der Autofokus der A7RVI bei Tieren noch immer nicht so gut ist wie der ihrer alten A1 Mark I. Ihr Fazit: Die Kamera ist unglaublich
- Wer das Geld hat, soll sie kaufen. - Nun, ja, die in Scheidung lebende Chelsea muss ihren neuen Influencer-Kanal aufbauen, und will auch den Verkaufsprovisionen mitverdienen.
Das Video-Magazin slashCam bietet im Film First Test Shots: Sony A7R VI with 66.8 MP Stacked Sensor - Better Than Sony A1 II? vom 13.05.2026 in 6 Minuten Video-Beispiele in 10 Bit S-Log 3 zu zahlreichen Bildprofilen.
Der US-Influencer Jared Polin liefert im englischen Film SONY a7R VI Real World pREVIEW: HOW DID THEY PULL THIS OFF! (GOODBYE a1 II?), vom 13.05.2026 seinen ausführlichen Testbericht des Vorserienmodells. Er hatte die Kamera mehrere Wochen zum ausführlichen Test. Er bemängelt am neuen elektronischen Sucher, dass trotz 9,4 Mio. Pixel noch immer die Texte / Schriften darin pixelig/eckig aussehen und nicht abgerundet sind. Er liefert Beispielbilder aus dem schnellen Sportbereich, welche belegen, dass die A7RVI nicht so gut ist, wie die A1II und schon gar nicht auf dem Niveau der A9III liegt. Auch er bemängelt die eingeschränkte Belichtungszeit auf elektronisch nur 1/8.000 Sek., welche für lichtstarke Objektive mit f1,2 im Sommer oder bei Gegenlicht nicht ausreicht. Er hatte bereits bei F2.0 im Frühling damit Belichtungs-Probleme.
Er hält die A7RVI nicht für eine ausgewogene Hybrid-Kamera, sondern eine noch immer stark auf die Fotografie konzentrierte Kameras (a stills first camera
), mit der man auch filmen kann.
Fazit: Die A7RVI ist eine hochwertige Kamera (für ganz wenige Fotografen, welche die hohe Pixel-Zahl benötigen). Aber die A7V ist mindestens ebenso breit einsetzbar und geeignet und zwar für viel mehr Fotografen sowie Videografen - und ist zudem viel preiswerter.
Die beiden kanadischen Influencer Chris Niccolls und Jordan Drake testeten für PetaPixel im englischen Video The High-Resolution Camera to Rule Them All, vom 13.05.2026 die Kamera. Der Inhalt des Videos entspricht in etwa dem obigen Artikel der beiden Influencer bei PetaPixel. Bezeichnend ist, dass fast der gesamte Testfilm von Jordan Drake auf seiner Panasonic S1II gefilmt wurde - und nicht auf der Sony A7RVI. Jordan hält die Bild-Stabilisierung noch immer für pretty bouncy
- ziemlich federnd
- also nicht ruhig/stabilisiert bei Video. Und die stabilere Dynamic Active Stabilization führt zu einem deutlichen Beschnitt, der die Bildqualität verschlechtert. Vor allem vermutet Chris Jordan, dass die meisten Nachteile bei Video am zu schwachen Prozessor liegen. Da dieser Bionz XR2 noch länger auch in anderen Modellen verwendet werden soll, könnte Sony damit noch länger 'kämpfen'. Fazit: 'ein Alleskönner'.
Der US-Influencer Tony Northrup schildert im englischen Film The TRUTH about the Sony a7R VI: Better than Hasselblad?, vom 13.05.2026 seine ersten Testergebnisse und Eindrücke. Er und seine Frau besitzen beide seit Jahren diverse Sony-Kameras. Er testete die Kamera 3 Wochen lang und machte über 6.500 Fotos. Beim Autofokus sieht er die meisten Verbesserungen bei Video. Mit seiner alten A7RV konnte er am Tag in der Fotografie dieselben Autofokus-Ergebnisse erzielen. Vor allem bei wenig Licht scheiterte die A7RV bei Video immer während die A7RVI sich deutlich besser schlug. Er hatte seine Speicherkarten bald mit Fotos und Videos aufgefüllt und sieht dies als Problem des hochauflösenden Sensors. Obwohl er den AF bei Fotos lobt, musste er dennoch oft vom breiten AF-Feld auf ein kleines oder sogar Single-AF umschalten, um ein Motiv sicher anzuvisieren. Bei Video liefert er direkte Vergleiche der A7RV mit der A7RVI, sodass man die Fortschritte u.a. beim Rolling-Shutter (schräge Linien) erkennen kann. Bei Fotos vergleicht er die Sony mit einer Hasselblad X2D00C, die er (als Einkommensmillionär) auch besitzt. Er hält die Bilder der Sony A7RVI für überschärft. Im direkten Bild-Vergleich der A7RV mit der A7RVI am Tag kann er keine Unterschiede erkennen. In der Nacht und mit dem tragbaren / entfesselten System-Blitzgerät hatte er große Probleme sowohl mit dem Autofokus der A7RVI als auch mit der Belichtung TTL. Bei Sportfotos gelangen ihm durchschnittlich 20 scharf fokussierte Bilder. Entweder glitt der Fokus unerklärlich auf den weit entfernten Hintergrund, oder er hatte Probleme mit dem Augen-AF, der für Sony typisch oft zu weit vorne lag. In anderen Serien lag der Fokus fast immer hinter dem Auge. Die AF-Werte der A7RVI waren besser als die der Vorgängerin, lagen aber deutlich unter den Ergebnissen einer A1 Mark I und II. Bei 4K120 verlor der Autofokus manchmal das Motiv. Beim Video-Bildvergleich der A7RV mit der A7RVI am Tag konnte er nur wenig Unterschiede erkennen. Nur 4K60 lag die Bildqualität signifikant höher. Auch bei 8K gelang es ihm in 2 Stunden nicht, die A7RVI zu überhitzen. Auch er kritisiert heftig das rückwärtige Display, das bei Sonnenlicht zu dunkel ist, um damit sinnvoll arbeiten zu können. Ferner kritisiert auch er (als langjähriger Sony-Fotograf) die noch immer überladenen und unverständlichen Menüs. Bei Nacht-Landschafts-Fotos der Skyline in New York zeigten die Fotos der A7RVI deutlich weniger Rauschen im Schatten als die A7RV. Aber der Dynamikumfang der 100 Mega-Pixel Hasselblad X2D00C war nochmals dramatisch hochwertiger in dunklen Bildteilen. Auch bei ihm versagte der Pixel-Shift-Modus wieder, weil sich immer etwas bewegt. Aber bei stationären Motiven funktionierte es bei ihm sogar mit 16 Bildern (angeblich handgehalten). Beim IBIS-Test versagte seine neue A7RVI im Vergleich zur Vorgängerin, welche besser abschnitt.
Der Sony-Influencer Benj Haisch schildert als langjähriger Sony-Fotograf mit R-Kameras im nächsten englischen Video Sony Just Built My Perfect Camera, vom 13.05.2026 seine positiven Eindrücke der neuen A7RVI, die er kaufen will. Er war mit der Vorgängerin A7RV schon sehr zufrieden. Er ist der Ansicht, dass die neue Kamera vieles von der Video-Kamera FX3 übernommen hat. Er arbeitet auch als Hochzeitsfotograf und empfiehlt die 66 Mega-Pixel auch dafür. Für Hochzeitsaufnahmen rauscht die A7RVI weniger bei wenig Licht und höheren ISO-Zahlen. Aber das war eher ein Problem der Vorgängerin - nicht aller Fotokameras schlechthin. Somit heißt dies nur, dass die alte A7RV sich eben nicht für die Hochzeitsfotografie eignete. Auch er bestätigte, dass man nun im Sucher der A7RVI beim Tracking / Verfolgen des Motivs mit Autofokus keine Bildverschlechterung im Sucher mehr erhält. Für Hochzeiten und Events hält er die A7RVI für schnell genug (mit 30 Bilder im elektronischen Verschluss), aber nicht für Sportveranstaltungen. Er stellte fest, dass seine alte ARCA-Swiss-Basis-/Griffplatte von der A7RV, welche auch die Grifflänge für Männerhände vergrößerte, nicht mehr an die A7RVI passte, weil sich das Gehäuse vor allem beim Akku verändert hatte. Also muss man auch diese Basisplatte neu kaufen. Er lobte den neuen Akku in seiner kurzen Testzeit von ein bis eineinhalb Wochen. Abschließend sieht er die Vorteile vor allem auf der Video-Seite, weil er mit der alten A7RV bereits alles in der Hochzeits-Fotografie auf der Fotoseite erledigen konnte. Nun müsste er die zusätzliche FX3 zum Filmen nicht mehr auf Hochzeiten mitnehmen, sondern benötigt nur noch die A7RVI als sogenannte einzige Hybrid-Kamera. Aber dies stimmt nicht, weil er selbst vorher im Video sagt, dass er die A7RVI nur auf dem Stativ als B-Roll-Kamera verwendet - nicht handgehalten als Hauptkamera zum Filmen.
Der niederländische Sony-Ambassador (Marken-Botschafter) Albert Dros liefert im nächsten Video Sony A7R VI First Impressions Review: Landscape, Nature & Macro in the Field, vom 13.05.2026, seine Ergebnisse zur Kamera. Er erhielt die Kamera für mehrere Wochen und testete sie in den Niederlanden in der Frühlingsblüte der Tulpen sowie in der Türkei. Er besitzt u.a. eine A1II und eine A7RV. Er arbeitet oft auf dem Stativ. Für seine Makro-Aufnahmen verwendete er dennoch f11-f14. Er konnte mit der A7RVI Focus-Stacking durchführen. Er lobt auch die IBIS-Fähigkeiten bei Fotos. Er hält 2-3 Akkus für sinnvoll, obwohl er den Akku für seine Ausdauer lobt. Auch er hält den Autofokus der A1II noch immer für hochwertiger und die Kamera insgesamt für schneller.
Der Sony-Influencer-Kanal 'Nate in the wild' liefert im nächsten englischen Video Sony a7R6 Die brandneue Sony a7R VI - Eine Woche in den Tetons. Sonys beste Kamera aller Zeiten!, vom 13.05.2026 die unkritische US-Jubel-Berichterstattung. Als Sony-Fotograf und Sony-Ambassador (bezahlter Markenbotschafter der Firma), der seit 10 Jahren mit Sony-Kameras arbeitet und derzeit zwei Sony A1II besitzt, machte er bereits Ende Januar eine Woche lang Landschaftsaufnahmen im Grand Teton Nationalpark in Wyoming. Bereits seine Aussagen zum Sensor sind technisch falsch: Die A7RVI besitzt definitiv nicht die gleiche Sensor-Technologie der A1II oder der A9, weile jene schnellen DRAM hinter dem Fotozellen besitzen. Exakt das ist ja der Grund für alle oben geschilderten Probleme der A7RVI. Der höhere Dynamikumfang kommt nicht vom BSI-Sensor, sondern von der neuen Technik des Dual Gains, bei dem man den Sensor bei Verwendung des mechanischen Verschlusses zweimal ausliest. Auch sonst sind zahlreiche technische Angaben und Zahlen unzutreffend oder ungenau. - Sie widersprechen offiziellen Angaben von Sony. Im Übrigen begeht er (vorsätzlich?) den typischen Fehler, Bildvergrößerungen in Lightroom in 200% zu zeigen. Dort wird das Bild durch KI in der Grafikkarte / Prozessor aufgehübscht. D.h. das ist nicht die reale Bildqualität, welche die Kameraauflösung liefert, sondern eben KI. Das kann jeder mit Fotos seiner ältesten Kamera machen. Bei ihm funktionierte der Autofokus bei Fotos sehr gut, aber bei Video zeigte er erhebliche Probleme.
Der US-Kamera-Händler B&H Photo Video Pro Audio stellt in folgenden Film Sony a7R VI: Auflösung trifft auf Geschwindigkeit, vom 13.05.2026 auf Englisch die Kamera ausführlich vor. Neben der Studio-Fotografie werden Tieraufnahmen und Sportfotografie sowie Hochzeitsaufnahmen gezeigt. Ferner werden Video-Aufnahmen mit der Kamera vorgeführt. Für jede 'Test-Umgebung' holte sich B&H einen Spezialisten.
Bei den Studio-/Porträt-Aufnahmen erkennt man das Tethered Shooting mit Kabel an der Kamera im oberen 10GBit-USB-C-Steckplatz. Die Testerin sagt explizit, dass die A7RVI nicht für jeden Studiofotografen geeignet ist, sondern nur für wenige, welche dies alles im Beruf benötigen, diese Flexibilität fordern und stark beschneiden (Post-Crop am PC) wollen. Sie erwähnt deshalb Mode/Fashion- und Beauty-Fotografen für kommerzielle Ausdrucke.
Auch im Yellowstone Nationalpark werden (wie fast überall) eher sich langsam bewegenden Tiere aufgenommen.
Im Bereich Sportfotografie behauptet die Testerin, dass die Sensorauslesezeit 12 Millisekunden beträgt. Damit gelangen ihr einige gute Sportaufnahmen.
Bei der Hochzeitsfotografie wird besonders der elektronische Verschluss hervorgehoben, da er lautlos arbeitet. Die Hochzeitsfotografin behauptet ganz schnell und sprachlich unklar, dass sie damit bei der A7RVI auch blitzen kann, was Sony jedoch in den technischen Daten nicht bestätigt. Denn selbst die angeblichen 12ms Auslesezeit ergäben nur 1/60 Sek. Synchronzeit - rein theoretisch. (Siehe jedoch Many Ortiz.) Ferner ist ein Blitz auch so auffällig, dass man dann auch mit dem mechanischen Verschluss arbeiten kann. - Deshalb wird die A7RVI für Hochzeit auch eher für Hybrid-Shooter empfohlen - solche, welche auf einer Hochzeit sowohl Fotos als auch gleichzeitig mit nur einer Kamera auch Filmen sollen.
Die Testerin benutzt trotz des so gelobten IBIS und der weiteren Dynamic Active Bildstabilisierung dennoch einen Gimbal oder ein Stativ.
Fazit: die A7rVI ist in den Augen des Fotohändler, der sie oft verkaufen will, ein Jack of all trades
- Alleskönner
.
Der Influencer Sidney Diongzon liefert im nächsten kurzen englischen Video Sony A7R VI: Here's What You Need to Know / Hier ist alles, was Sie wissen müssen!, vom 13.05.2026, seine Testeindrücke. Er trickst extrem bis unseriös: So vergleicht er den mechanischen Verschluss der A7RV mit dem elektronischen der A7RVI. Auch sonst gibt er zu einigen von Sonys Originaldaten abweichende Zahlen an - ist somit ziemlich unzuverlässig. Bei ihm wurde bei 8K-Videos der Griff der Kamera sehr warm. Dies könnte eine deutliche Hitzeentwicklung des neuen Akkus im Innern anzeigen. Auch bei 4K wurde der Griff deutlich wärmer. Bei Ihm funktionierte bei 4K120 die Dynamic Active-Stabilisierung nicht mehr. Er wird sich (angeblich) eine A7RVI kaufen - zusätzlich zur (angeblich) gerade erst angeschafften A7RV, was er sich als reicher Influencer leisten kann.
Der malaysische Influencer ZY Cheng Sony Alpha 7R VI - Is this now Sony's best mirrorless for video?, vom 13.05.2026 erklärt im kurzen englischen Film viele Details zu den Video-Eigenschaften der neuen Kamera. Laut seinen Angaben liefert Sony keinen Transformator, kein USB-C-Kabel und keinen Stecker für die Ladeschale mit. Und in der Tat schreibt Sony Deutschland in der versteckten Fußnote 52: USB-Netzteil und -Kabel sind nicht im Lieferumfang enthalten.
D.h. man bekommt nur die somit weitgehend wertlose Doppel-Ladeschale mit der Kamera geliefert. Das ist eine Frechheit bei über 5.000 Euro Kamerapreis. Bei der Bildqualität weist auch er darauf hin, dass man bei der hohen Sensorauflösung auch entsprechend hochauflösende (= teure, voluminöse, schwere) Objektive benötigt. Er ertestete bei der A7RVI weniger störenden Rolling-Shutter als bei seiner expliziten Video-Kamera A7SIII in 4K30. Seine Test-Bilder zu Dual-Gain-ISO bei Video zeigen eine sofort sichtbar höhere Bildqualität in den Schattenbereichen. Jedoch stellte er dabei auch einen deutlich höheren Stromverbrauch fest. Er hält den Preis der neuen Kamera in Malaysia für niedrig, denn 18.999 Ringgit waren aktuell auch nur 4.130 Euro. Neben den USA lassen sich auch viele asiatische Länder keineswegs von den japanischen Kameraherstellern so abzocken wie Europa.
Der US-Influencer Manny Ortiz liefert in seinem englischen Film Sony A7RVI - Die unerwartete Wendung ... (Aber es gibt einen Haken), vom 13.05.2026 seine Testergebnisse. Er teste Studio-Aufnahmen, die Sport- und Wildtierfotografie. Für Porträtfotografen sieht er zwar viele kleine Detail-Verbesserungen, aber keine Gründe, deswegen von der Vorgängerin A7RV aufzusteigen. Er stellte fest, dass die Probleme früherer Sony-Kameras (A7V, A1) bei 'Image-Review on' (Bildkontrolle nach der Aufnahme) behoben wurde: Alle früheren Kameras zeigten das aufgenommene Bild im elektronischen Sucher etwas Fokus-verschoben - auch, wenn der Auto-Fokus dieses Motiv vorher scharf anvisierte und der Sucher es scharf anzeigte. Auch das Endergebnis am PC betrachtet war richtig fokussiert und scharf. Diese Inkonsistenz war irritierend - vor allem für genau arbeitende (Studio-) Fotografen. Bei der A7RVI wurde dieser Fehler im neuen elektronischen Sucher behoben. Das Bild ist nun auch in der Kontrollanzeige scharf fokussiert. Der Blitz arbeitete bei ihm beim mechanischen Verschluss und dem ersten elektronischen Verschluss (first electronic shuttter) mit 1/250 Sek. Aber beim rein elektronischen Verschluss blitzte die Kamera überhaupt nicht.
Bei seiner Sportfotografie stellte er fest, dass der Rolling-Shutter sichtbar und störend ist. Die A7RVI kann sich nicht mit der A1II vergleichen. Jedoch hängt dies alles auch vom Bewegungswinkel je Zeiteinheit ab: Ein 300mm Teleobjektiv und nahe am Motiv zeigten deutliche Schrägen und Verbiegungen. Fotos mit einem Normalobjektiv und größerem Abstand vom Motiv beim Mitziehen waren allerdings auch auf der A7RVI kaum beeinträchtigt. Auch der Autofokus der A7RVI ist nicht so schnell wie in der A1II, sondern eher wie bei der A7V. Aber er 'klebt' dafür an einmal erkannten Motiven.
Bei seiner Art der Wildtierfotografie hält er den Autofokus der A7RVI für den besten bei Sony, wenn es um die Erkennung kleiner Vögel auf groß Entfernung geht. Er hält den Vogel-Erkenn-Modus nun erstmals so gut wie bei Canon.
Der neue Akku konnte bei Video-Aufnahmen mit 4K30 nicht gegenüber dem Vorgänger überzeugen: Die A7RVI filmte nur 2 Minuten länger als die alte A7RV. Auch er stellte fest, dass zwar keine Hitzewarnung erschien, aber das Gehäuse sehr warm wurde.
Sein Fazit: Diese einzigartige Kamera ist für viele Fotografen overkill
- 'mehr als sie nutzen können'.
Der Sony-Influencer-Kanal AmazingNature Alpha stellt im folgenden, langen deutschen Video Sony A7R VI im Stress TEST Ist sie besser als die A1 II ?, vom 13.05.2026 die Kamera vor.
Der Influencer Krolop&Gerst liefert im nächsten Film Mehr MP, mehr AF, mehr Speed... Sony a7RVI, vom 13.05.2026 auf Deutsch seine Eindrücke zur Kamera. Wie immer Jubel: Der Autofokus wäre angeblich auf dem Niveau der Sony A1II oder sogar der A9III, was weltweit alle Anwender sowie Tester bestreiten und auch physikalisch unmöglich ist, da jene Sensoren viel mehr AF-Daten und dazu noch viel schneller sowie öfter liefern. Er lehnt die A7RVI ab, weil man die 66 gegenüber seiner angeblich 62MegaPixel (A7RV - aber in Wirklichkeit) nicht benötige, fotografiert aber selbst mit einer Hasselblad mit 100 Mega-Pixel, weil er es im Studio eben doch immer wieder benötigt. Auch der Ton in dem Video ist teilweise inakzeptabel (vor allem für einen angeblich seit Jahren daran sehr erfahrenen Videografen). Sein Fazit: Alle Verbesserungen an der A7RVI wären unmerklich
.
Der Influencer Stephan Wiesner bietet im folgenden deutschen Video Sony A7R VI Kamera im Test, vom 13.05.2026 seine Testergebnisse. Bei ihm wechselte der Weißabgleich im Video trotz Verbesserungen und kamerainterner KI dennoch (für ihn) unerklärlich in seinem Studio. Er besitzt u.a. bereits die A7V (ohne R) und die A7RV. Deshalb fällt sein Fazit auch entsprechend aus: Er würde sich die A7RVI nicht kaufen, weil bereits die billigere und fast so neue A7V (ohne R) auch fast alles kann.
Der kanadische Sony-Influencer-Kanal Dunna Did It liefert im englischen Film An Honest Sony A7R VI Review From an Alpha 1 II Owner, vom 13.05.2026 seinen Kameravergleich. Er hatte vorher (als reicher Influencer) zwei Sony A1II gekauft. Er erhielt die A7RVI für eine Woche zum Testen. Er gibt 99,3ms Auslesezeit für den Sensor der Vorgängerin A7RV an. Für die A7RVI gibt er 17,7ms an (jedoch alles ohne Quellenangaben). Entweder hat er bei seinem Rolling-Shutter-Test die Kameras in der Beschriftung verwechselt, oder seine A1II ist defekt, denn sie zeigt einen viel größeren Rolling Shutter = deutlich schrägere Linien an als die A7RVI. M.E. arbeitet der Influencer ungenau bis schlampig. Denn auch manche anderen technischen Angaben sind nicht korrekt oder zumindest missverständlich vorgestellt. Insgesamt übernahm er unkritisch alle Angaben von Sony. Er hält die neue (Active-Dynamic) Bildstabilisierung im Video in der A7VI handgehalten für hochwertiger als das ältere System in der A1II. Er konnte angeblich die Foto-RAW-Dateien dennoch in DaVinci Resolve öffnen. - Sein Fazit entspricht dem der meisten anderen: Er wird nicht wechseln, da die A1II in vielen Bereichen noch immer besser oder zumindest gleichgut ist.
Der Influencer Fabian Fopp - Naturfotografie schildert im folgenden deutschen Video Sony A7R VI und 100-400mm f/4.5 - Erste Eindrücke, vom 13.05.2026 seine vorläufigen Erfahrungen.
Der Fotohändler Foto Koch stellt im erstaunlich langen Video Sony Alpha 7R VI: Endlich schnell genug?, vom 13.05.2026 die Kamera sehr positiv dar. Er will sie schließlich oft verkaufen, denn bei dem in Deutschland absurd hohen Preis ist seine Gewinnmarge auch entsprechend hoch. Die angebliche Testerin findet (wie immer in bezahlten deutschen Werbefilmen) alles super
. Auch die beiden Testerinnen finden das Gehäuse der A7RVI zwar gut, aber nicht so gut wie die Gehäuse der A1II und A9III. Sie zeigen im Menü u.a. die 17 auswählbaren Zeitstufen des Pre-Capture-Modus. Vorsicht ist bei allen Bewertungen angebracht, da jene Fotografin / Testerin fast immer von ihrer eigenen A7V spricht, was jedoch nicht erklärt wird, sodass alle es für die Ergebnisse der A7RVI halten. Letztere hatte sie jedoch (zum angeblichen 'Test') nur ganz kurz (vermutlich nur wenige Stunden) in der Hand. Insbesondere der Punkt Autofokus fällt hier negativ auf, da es dazu andere und genauere Tests bedarf. Auch der inkompatible Akku sowie alles andere zwingend neu für die Kamera anzuschaffende Zubehör wird schöngeredet. Auch bei Video wird nicht sauber getestet. So bemängeln alle den hier im Film pauschal gelobten 'schnellen Wechsel' von Foto zu Video, der laut anderen Tests nicht schnell geht, weil die Kamera dann erst noch (10-20) Sekunden lang Fotos wegspeichert etc. Und nochmals Nein: Es gibt bei Video nicht in den meisten Auflösungen sauberes Oversampling
. Umgekehrt sind viele heute wichtige 4K-Formate leider 2:1-sub-sampled - genau das bildverschlechternde Gegenteil. Das Fazit ist dann auch erwartbar: Die A7RVI wäre angeblich eine 'Kamera ohne Kompromisse'. - Jene eierlegende Wollmilchsau suchen alle Fotografen seit 200 Jahren ... vergeblich.
Liebe Leserinnen und Leser,
damit diese umfangreichen, kostenlosen, wissenschaftlich fundierten Informationen weiter ausgebaut werden können, bin ich für jeden Hinweis von Ihnen dankbar.
Deshalb freue ich mich über jede schriftliche Rückmeldung, Fehlerkorrekturen, Ergänzungen, Neue Informationen etc. Ihrerseits per E-Mail oder Kontakt-Formular.
Um meine Neutralität zumindest auf dem hier beschriebenen Feld der Fotografie und Videografie wahren zu können, nehme ich bewusst von keinem Hersteller, Importeur oder Vertrieb irgendwelche Zuwendungen jeglicher Art für das Verfassen der absolut unabhängigen Artikel an. Auch von Zeitschriften oder Magazinen aus dem Fotobereich erhalte ich keinerlei Zuwendungen.
Deshalb freue ich mich, wenn Sie mein unabhängiges Engagement für Sie durch einen gelegentlichen Kauf bei Amazon über die hier angegebenen Links unterstützen. Es ist gleichgültig, welches Produkt Sie über diesen Link kaufen. - Es kann auch jede andere Ware außerhalb des Fotobereiches sein. Alle Preise sind und bleiben für Sie gleich niedrig, wie wenn Sie direkt zu Amazon gehen. Aber durch Ihren Klick auf meinen Link erhalte ich evtl. Monate später eine sehr kleine prozentuale Prämie (Cents je Kauf), welche mir hilft, die hohen Kosten bei der Erstellung der Artikel zumindest teilweise zu decken. - Bitte starten Sie Ihre Einkäufe bei mir.
Herzlichen Dank an alle für Ihre bisherige Unterstützung.
Ja, ich möchte die Unabhängigkeit dieser Seite unterstützen und kaufe über diesen Link bei Amazon
Pflichtangabe: Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Alle derartigen sogenannten 'bezahlten Links' zu Amazon sind farblich in Rot gekennzeichnet.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude beim Fotografieren und Filmen.
Foto Video Design - Dr. Schuhmacher