Test der R6III, Analysen zur R6 Mark III, EOS R6III-Tests, Testberichte und Kaufempfehlungen zur EOS R6 Mark III. - Canons EOS R6III - Vor- und Nachteile einfach und verständlich erklärt.
Ein Inhaltsverzeichnis mit direkten Sprungmarken und Überblick über alle im Artikel der Canon R6III behandelten Themenbereiche finden Sie als Pop-Up.
Nachdem dieses Modell Mark III jahrelang in der Gerüchteküche brodelte, kam ziemlich genau drei Jahre nachdem Canon am 01./02.11.2022 den Vorgänger zeigte und fünfeinhalb Jahre nachdem am 09. Juli 2020 das erste EOS R6 Mark I vorgestellt wurde, endlich am 06.11.2025 die neue R6III oder auch R6 Mark III genannte Nachfolgerin heraus: eine weitere spiegellose Kamera für das Vollformat.
Wie die Namensgebung R6 bereits andeutet, soll sie die Nachfolge der beliebten DSLR-Reihe 6D antreten, welche auf durchaus anspruchsvolle Amateure, mit jedoch begrenztem Budget abzielt, welche für die in fotografischen Einzelfällen maximal fehlenden 5% Leistung nicht den deutlich höheren Preis einer Canon R5II ausgeben möchten - vor allem, weil sie auch nicht die sündhaft teuren, lichtstarken Objektive dazu anschaffen wollen.
Vorab gilt auch hier zur Beruhigung: Es handelt sich um eine ausgereifte, solide Kamera, mit der man auf jeden Fall sehr hochwertige Fotos machen kann.
Alle technischen Daten finden Sie beim Hersteller. - Hier werden nur die wichtigsten und relevantesten Daten für die Foto- und Video-Praxis beschrieben sowie bewertet.
Es handelt sich um einen neu entwickelten '32,5' Mega-Pixel Vollformat CMOS-Sensor. - Es sind exakt 6.960 * 4.640 = 32.294.400 Pixel - also ca. 32,3 Megapixel. Das sind ca. 16% höhere lineare (gemeint ist vertikale) Auflösung und insgesamt 34% mehr Pixel als beim Vorgängermodell R6II mit 24MP (siehe dazu auch den eher ernüchternden Artikel Größen-Vergleich). Die Sensor-Dimensionen betragen: 35,9 * 23,9 mm im Bild-Format 3:2. Der FSI-(Front-side-illuminated)-Sensor wurde neu von Canon für die Kino-Film-Kamera EOS C50 konstruiert und besitzt (laut ersten Tests) kürzere Auslesezeiten (als der Vorgänger), welche einen geringeren Rolling Shutter garantieren. Der Sensor brilliert mit in dieser Preisklasse hervorragend kurzen Auslesegeschwindigkeiten, die sich auf dem Niveau der viel teureren Profikameras befinden.
Der neue Sensor ist ISO-invariant und soll 15-16 Blenden Dynamikumfang liefern (vermutlich ist nur gemeint: im Videobereich mit C-Log-2). Man kann somit die dunklen Bildteile leichter und stärker aufhellen, ohne dabei zu viel störendes Rauschen zu erhalten.
Dem Sensor ist erneut ein klassischer, feststehender, integrierter Antialiasing-/Tiefpassfilter vorgelagert. Dieser reduziert zwar etwas die theoretisch mögliche Auflösung, verhindert dafür jedoch weitgehend Moirés.
Die ISO-Bandbreite reicht von ISO 100 bis nur noch 64.000 automatisch, und ist von 50 bis nur noch 102.400 ISO manuell einstellbar. Das ist ca. eine ISO-Stufe weniger als bei der Vorgängerin R6 Mark II. Das ist dann separat einstellbar sowohl für Foto als auch Video. Die Belichtungsmessung erfolgt (wie bisher) über 384 Zonen auf dem Sensor. Jedoch liegt der Messbereich nur bei Lichtwerten -3 bis 20, bei 23 Grad Celsius, ISO 100 und mit Mehrfeldmessung, ist somit eingeschränkter als der AF-Bereich (siehe weiter unten).
Es wird eine in allen Bereichen etwas höhere Bildqualität durch den neuen Sensor versprochen (als bei der Vorgängerin R6 Mark II). In ersten Tests wurde dies und auch eine höhere (Detail-)Auflösung nachgewiesen. Die Bilder werden in den Dateiformaten JPEG, HEIF, RAW (CR3, 14-bit RAW Format) und C-RAW (komprimiert) sowie Dual Pixel RAW abgespeichert. C-RAW wird nun mit 14 Bit geliefert, sofern man den mechanischen Verschluss oder elektronischen 1. Verschlussvorhang verwendet. Sowohl bei JPEG (mit 8 Bit) als auch HEIF (mit 10 Bit) werden 10 verschiedene Kompressionsoptionen angeboten. Jedoch sollte man hierbei heute angesichts der großen Speicherkarten immer die hochwertigste Option verwenden. Zudem kann die neue Mark III RAW und HEIF gleichzeitig aufnehmen.
Die R6III bietet einen neuen HDR-Modus (HDR for moving subjects). Der Modus macht mit KI aus 3 Aufnahmen ein Foto. Dabei bleibt der Autofokus erhalten. Alles geschieht in der Kamera, wobei sogar auch bei schnellen Bewegungen ein scharfes Foto entsteht. Zudem wird Focus-Bracketing / Focus-Stacking in der Kamera unterstützt - mit einem fertigen Ergebnisbild in der Kamera. Daneben gibt es noch einen Panorama-Modus.
Die R6III bot den 2025 modernsten und schnellsten DIGIC X-Prozessor von Canon - Canon sprach von weiteren Detailverbesserungen bei der R6III. - Vorsicht: DIGIC X ist eine Dach- oder Gruppen-Bezeichnung. Dahinter verbergen sich verschiedene Inhalte an Einzelprozessoren. D.h. nicht alles ist immer identisch. Die Marketing-Repräsentantin von Canon in England bestätigte in einem Interview vor Jahren bereits ausdrücklich, dass es sich bei DIGIC X
um eine family of processors
- eine Gruppe von verschiedenen Prozessoren handelt.
Beim Verschluss werden folgende Leistungen geboten: Der mechanisch Verschluss bietet 30-1/8.000 Sek. in halben oder Drittelstufen sowie die Langzeitbelichtung. Der elektronische Verschluss liefert 30-1/16.000 in halben oder Drittelstufen.
Die Serienbildgeschwindigkeit / das Dauerfeuer liegt bei bis zu 12 Bilder je Sekunde (12 fps) mit dem mechanischen Verschluss. Der mechanische Verschluss ist für nun (laut Anthony Gugliotta) sogar 500.000 Auslösungen getestet (wie derjenige der R5II). (Jedoch findet sich diese Angabe nicht in der offiziellen Dokumentation. - Somit gilt dieselbe Vorsicht, wie mit den 300.000 Auslösungen bei der Vorgängerin Mark II.) Mit elektronischem Verschluss bietet die R6III bis zu ca. 40 Bilder je Sekunde und ist damit so schnell, wie die R6 Mark II, bei aber einem höher auflösenden Sensor. Nebenbei: Das sind 10 Bilder je Sekunde mehr als bei der R5II und so viel wie bei der R1 - also ein sehr beachtlicher Wert. Der Puffer wurde vergrößert und reicht für ca. 150 RAWs (unkomprimierte RAW-Dateien - je nach Speicherkarte und Objektiv und Lichtsituation sind das 4-5 Sekunden) und JPEGs zusammen (statt 75 der Vorgängerin), oder 280 C-RAWs (verlustbehaftet komprimierte RAW-Dateien - statt 140 der R6II). Laut PetaPixel soll man mit JPGs und 40 Bildern in der Sekunde nun immerhin 330 Bilder in Folge aufnehmen können (statt 190 mit der R6II). Bei Jared Polin hielt der Puffer - auch bei RAW-Aufnahmen - endlos bei 12 Bildern je Sekunde mit dem mechanischen Verschluss.
Manuell können neben 40 auch 20 oder 5 Bilder je Sekunde für die Serienbildgeschwindigkeit eingestellt werden.
Ein Pre-Burst (pre-continuous shooting) wird für 20 Bilder also eine halbe Sekunde angeboten (so wie bei der R1 und R5II). - Er wird auch Pre-capture / Pro Capture genannt: Gemeint sind damit aufgezeichnete Aufnahmen vor dem Auslösen, wobei 0,5 Sekunden Pre-Recording möglich sind - auch als RAW. - Im Gegensatz zur Vorgängerin Mark II wird bei der Version III nicht mehr länger der spezielle RAW-Burst benötigt, welcher aufgrund des benötigten Zwischenschrittes zur Umwandlung in der Spezialsoftware nicht allen Anwendern gefiel. Bei der R6III kann man dies einfach im drive mode (Geschwindigkeitsauswahl Serienbild) H+ aktivieren.
Das sind Werte teuerster Profi-Sport-Kameras. Nur die Blitz-Synchron-Zeit liegt bei noch immer guten 1/200 Sekunde mit dem mechanischen Verschluss und wirklich guten 1/250 mit dem elektronischen 1. Verschlussvorhang (d.h. der Mischung aus elektronischem Verschluss zum Beginn der Aufnahme und mechanischem Verschlussvorhang am Ende der Aufnahme). - Sofern man APS-C-Objektive anschließt respektive den Sensor auf den Crop/Beschnitt von 1,6 einstellt, sind es sogar 1/250 Sek. mechanisch und 1/320 Sek. mit dem 1. elektronischen Verschluss. Aber diesen in der Werbung oft hervorgehobenen technischen Wert wird niemand an einer Vollformat-Kamera wirklich oft nutzen, sonst hätte man eine preiswertere APS-C-Kamera gekauft. Denn wer bezahlt einen so hohen Preis für eine Vollformat-Kamera, um dann 12,7 Megapixel-Fotos herzustellen?
Das neu entwickelte IBIS (In Body Image Stabilization) bietet mit seiner fünf-Achsen-Stabilisierung (horizontale bzw. vertikale Verschiebung, Rollen, Gieren und Kippen) kameraintern bis zu ca. 8,5 Blenden Verwacklungsschutz. IBIS ist kombinierbar mit dem zusätzlichen Verwacklungsschutz in manchen Objektiven - in-lens stabilization (IS). Das ist immerhin eine halbe Blende mehr Verwacklungsschutz als bei der R6II.
Auch ältere Objektive können stabilisiert werden, sofern man deren Brennweite im Kameramenü einstellt.
EF-Objektive (von DSLRs) können über den Adapter sogar die koordinierte Bildstabilisierung (IBIS und IS) nutzen.
Es wird ein Dual Pixel CMOS AF II verwendet, der aktualisiert wurde und laut Canon auf dem modernsten Stand der R1 und der R5II ist - also extrem zuverlässig. Automatisch werden in der R6III 100% vertikal und 100% horizontal des Sensors ausgenutzt. Jedoch hängt das im Detail vom verwendeten Objektiv ab.
Automatisch verwendet das AF-System (wie bei der Mark II) 1.053 verfügbare AF-Positionen - in einem Raster von: 39 * 27. Manuell sind 4.897 Einzelpunkt-AF-Positionen für den Foto-Bereich verfügbar.
Die Empfindlichkeit des Autofokussystems soll laut Canon Deutschland nun von LW -6,5 bis 21 reichen - bei 23 Grad Celsius, ISO 100, ein Objektiv mit Lichtstärke 1:1,2, zentrales AF-Feld und nur im One-Shot AF. - Bei Video hängt die Empfindlichkeit von der gewählten Auflösung ab.
Auch die R6III besitzt einen Modus für Anti-Flacker-Aufnahme (eigentlich Anti-Flimmer) für 100 und 120 Hz-Stromnetze - ähnlich demjenigen in der R3. Zusätzlich kann man manuell in die Frequenz im Menü in 0,1-Herz-Schritten auswählen. Damit sind die früher teilweise sichtbaren horizontalen Streifen bei Gaslampen in Innenräumen und Stadien leichter (manuell) verhinderbar.
Die R6 Mark III erhielt weitere Verbesserungen beim Autofokus und zudem Neuerungen durch KI. Damit soll das sogenannte Tracking im Verfolgungsmodus sich nochmals verbessern. Erkannt werden nun: Menschen - dabei werden Augen, Gesicht, Kopf und Körper je nach Möglichkeiten verwendet. Tiere - dazu zählen Hunde, Katzen, Vögel und Pferde sowie andere Herdentiere mit den Augen weiter seitlich. Fahrzeuge - besonders Rennwagen oder Motorräder, Flugzeuge und Züge. Bei den Fahrzeugen etc. gibt es weiterhin den sogenannten Cockpit-Modus, mit dem man statt auf das ganze Fahrzeug nur auf das Cockpit automatisch fokussieren kann. Ferner kann man weiterhin einstellen, ob das linke oder rechte Auge angewählt werden soll. Zudem kann man mit einem belegbaren Schalter schnell zwischen diesen Augen hin und her schalten. Die meisten verwenden dazu den voreingestellten Joy-Stick. Durch einen Klick nach links wird das linke Auge, durch einen Klick nach rechts das rechte Auge ausgewählt. So erwartet man dies auch ergonomisch - und nicht wie bei anderen Herstellern durch einen Klick nach oben oder unten. Überdies werden Augen nun aus noch größerer Entfernung erkannt. Zudem kann man nun in der R6III in der sogenannten Personen-Priorität bis zu 10 Personen registrieren, also vorher aufnehmen und dann als bevorzugtes Motiv zum Verfolgen auswählen.
Wichtiger dürften jedoch in der Fotopraxis die Automatik-Modi (Auto
) sein, welche den Autofokus für den Anwender vereinfachen - vor allem bei gemischten Motiven (z.B. Tier und Mensch im Sucher). Dieser aus DSLR-Zeiten als Dritter AF-Modus bekannte AI-Autofokus kam bereits bei der Vorgängerin Mark II zurück, der automatisch zwischen Einzel-AF und Kontinuierlichem Autofokus hin- und herschalten kann. - Sinnvolle Künstliche Intelligenz. Nochmals langsam: Bei 'Auto' wechselt die KI von selbst zum passenden Autofokus-Motivprogramm. So sollte KI immer funktionieren. Erste Tests bestätigten die hohe Trefferquote im Auto-AF-Modus.
Beeindruckend ist, dass der AF mit allen Modi auch bei 40 Bildern in der Sekunde arbeitet und korrekt nachführt.
Alle Tester berichten, dass der neue Autofokus der R6III tatsächlich (etwas) hochwertiger ist, als derjenige der Vorgängerin. Aber die Details sind noch unklar.
Es wird - wie bei den beiden Vorgängern Mark I und II - ein kleinerer elektronischer Sucher (OLED) mit 3,69 Million-Pixeln angeboten (als in der EOS R5). Das sind 1.280 * 960 Punkte mal den 3 Farben (RGB). Dieser ist laut Tests zwar hochwertig, aber war 2025 trotzdem nur noch dritte Wahl. Dennoch entspricht die Auflösung des EVFs dem Niveau der preislich ähnlich gelagerten Mitbewerber.
Es handelt sich wie bisher um ein 0,5-Zoll-EVF, OLED, mit 23 mm Austrittspupille und 0,76-facher Vergrößerung (beim 50 mm Objektiv in Unendlichstellung, -1 m-1 dpt). Ein manueller Dioptrienausgleich am EVF erlaubt -4 bis +2 m-1 (Dioptrien) als Einstellung. Der Sucher der R6III kann den sichtbaren Ausschnitt verkleinern, damit Brillenträger bis in die Ecken alles sehen können. Das EVF erlaubt zudem eine Schärfentiefe-Kontrolle über eine konfigurierbare Taste. Das EVF bietet 60 (Power saving) und 120 (Smooth) Bilder je Sekunde / Wiederholfrequenz. Hinzu kam bereits bei der Vorgängerin Mark II ein variabler Mischmodus zwischen 60 und 120 Hz. Der neue simulation mode (ähnlich zur R3) erzeugt ein etwas mehr an eine DSLR erinnerndes Sucherbild. Bei elektronischen Serienbildaufnahmen wird kein Blackout sichtbar. D.h. es ist kein Dunkelbild / Flackern zwischen den Aufnahmen mit elektronischem Sucher sichtbar.
Es findet sich ein Augensensor unter dem Okular zum Erkennen des Fotografen und Abschalten des rückwärtigen Displays beim Benutzen des elektronischen Suchers. Dieser Sensor kann konfiguriert werden, sodass er sich nicht mehr unerwünscht ausschaltet, wenn man z.B. aus der Hüfte fotografiert. Zudem kann man das EVF und das rückwärtiges Display konfigurieren, um festzulegen, wo man z.B. die gemachten Aufnahmen anschauen resp. prüfen will.
Es wird ein kleines und weniger hochauflösendes rückwärtiges Display LCD-Touchscreen mit einer Bildschirmdiagonale von ca. 7,5 cm (3 Zoll) mit 1,62 Mio. Bildpunkten (900 * 600 effektiv darstellbare Farbpixel) verwendet - so wie bei den Vorgängern Mark I und Mark II.
Dafür ist es vollkommen dreh- und (nach links heraus-) schwenkbar. Die Abbildungen darauf sind scharf und kontrastreich.
Das LCD-Touchscreen kann als Touchpad verwendet werden, sogar mit dem Auge am Sucher.
Die Menüs sind ergonomisch und übersichtlich, weil man (wie bei den Vorgängermodellen) die Bereiche Video und Foto komplett getrennt hat. Vor allem kann man mit dem vorderen und hinteren Wählrad rechts oben an der Kamera alle Punkte blitzschnell anspringen. Als Touchscreen funktioniert es natürlich auch mit den Fingern. Insbesondere die Menüauswahl unter Video ist einfach sowie übersichtlich und wurde in der R6III nochmals erweitert sowie optimiert.
Das Gehäuse der R6III ist fast identisch zum Vorgängermodell - aber nicht ganz. Nun sind 9 Taster mit Funktionen belegbar - und zwar getrennt für Foto und Video. Manche Tasten haben nun auch eine Zweitbelegung (meist für Video) erhalten. Zudem hat das Modus-Wahlrad eine neue Stellung S&F erhalten, dafür jedoch zwei alte (Auto Movie und Effects) verloren. Die meisten Tester lobten bisher die Ergonomie des etwas schwereren Gehäuses.
Das Gewicht beträgt 699 Gramm (mit Akku und einer Speicherkarte). Das sind nur 29 Gramm mehr als beim Vorgängermodell. Die Maße betragen 139 * 99 * 89 mm (gerundete Werte). Das ist praktisch identisch zur R6 Mark II. Ferner ist der Griff ergonomisch geformt, etwas tiefer und somit auch für größere Männerhände geeignet. - Tests ergaben, dass sich das Gehäuse etwas robuster anfühlt, als das des Vorgängermodells.
Es handelt sich um ein stabiles, hochwertiges Polycarbonat-Gehäuse. Die Details sind jedoch wie bei der Vorgängerin etwas verwirrend: Das Chassis ist aus Magnesiumlegierung und die Außenteile sind aus Polykarbonat mit Glasfaser. Laut Canon handelt es sich nicht um ein so hochwertiges Magnesiumgerüst im Innern wie z.B. bei der R5. Dennoch wird ein relativ guter Wetter-, Regen und Spritzwasser-Schutz geboten - in etwa auf dem Niveau der DSLR-Modellreihe 6D respektive der R6 Mark I und II. Der Einsatzbereich / Temperatur wurde allerdings unten wieder um 2 Grad erweitert auf ca. 0-40 Grad Celsius, bei maximal 85% rel. Luftfeuchtigkeit. Die Vorgängerin (Mark II) bot unerklärlicherweise nur 2-40 Grad.
Auch die R6III bietet wie bisher zwei Kartenfächer, wie man es bei modernen Kameras erwartet: Nun sind es jedoch zwei unterschiedliche Versionen: einmal wird CFexpress Typ B mit der maximalen Kapazität von nun 8TB (kompatibel mit CFexpress 2.0 und VPG400) angeboten. Daneben blieb es bei einem schnellen UHS-II SD-Kartenfach zum parallelen Beschreiben und Sichern. WLAN wird mit IEEE802.11AC/ab/g/n, 5 und 2,4 GHz, mit Bluetooth-Unterstützung nun in der Version V5.1 angeboten. Unterstütze Funktionen sind: das EOS Utility, Smartphone und Web-Upload. Das 2,4 GHz WLAN bietet eine WiFi-Verbindung mit großer Reichweite zu image.canon - der neuen Cloud-Plattform von Canon, mit internem FTP. Der Bluetooth- und Wi-Fi-Verbindungsaufbau soll vereinfacht worden sein. Man kann nun auch das Smartphone als Fernbedienung oder als großes rückwärtiges Display verwenden. An Kabel-Anschlüssen wird geboten: SuperSpeed USB 3.2 Gen 2 USB C (mit 10 GBit/Sek.). Über USB-C lässt sich die Kamera nicht nur laden, sondern auch mit Dauerstrom versorgen. Ein integriertes Stereomikrofon bietet 48 KHz mit 16 Bit und 2 Kanälen. Erhalten blieb der Multifunktions-Zubehörschuh - Canons multi-function accessory shoe für Mikrofone aber auch neue Blitzgeräte. - Alte Blitzgeräte können dennoch weiterhin verwendet werden. Externe Mikrofone sind über den Multifunktions-Zubehörschuh inklusive XLR über Tascam CAXLR2dC anschließbar. Es kam endlich eine große Full-HDMI-Buchse in die Mark III. Die Kamera bietet als Eingang für ein externes Mikrofon eine 3,5 mm Miniklinke in Stereo an. Der Kopfhöreranschluss wurde ebenfalls mit einer 3,5 mm Miniklinke in Stereo realisiert. Ferner gibt es eine E3-Schnittstelle für den klassischen Fernauslöser.
Die R6III verwendet den neuen Hochleistungs-LP-E6P-Akku mit 16 Wh. Er bietet 2.130 mAh. Der Akku soll an der R6III (nach den strengen CIPA-Regeln) 390 (deutlich weniger als die Vorgängerin Mark II mit 450) Bilder mit EVF bieten und 620 (ebenfalls deutlich weniger als die 760 der Vorgängerin Mark II) mit rückwärtigem Display im Stromsparmodus. Bei Verwendung der 120 Hz Bildwiederholung sinkt die Ausbeute jedoch nochmals etwas.
DPReview in den USA gibt für die R6III sogar nur 270 gegenüber 320 Bilder der R6II im elektronischen Sucher an und 510 gegen 580 beim rückwärtigen Display. Nur im in der Praxis kaum sinnvollen Stromsparmodus steigen die Werte der R6III auf 390 im elektronischen Sucher und 620 auf dem rückwärtigen Display.
Über USB-C kann man mit PD (Power Delivery) den Akku auch schnell laden.
Es wird der übliche und auch bei anderen spiegellosen Modellen (inklusive dem Vorgängermodell R6 Mark I und II) verwendete, passende, anschraubbare Batteriegriff BG-R10 mit weiteren Schaltern für den Hochkantbetrieb angeboten. Er blockiert dann zwar das Akkufach in der Kamera, bietet dafür unten 2 Akkufächer. Aber es gab für die Mark III auch die (von der R5II bekannten) Versionen BG-R20 Akkugriff (499 Euro), BG-R20EP Akkugriff Mit LAN-Anschluss (699 Euro). Laut Gordon Laing soll beim BG-R20EP an der R6III jedoch der Ethernet-Anschluss deaktiviert sein, wodurch der Aufpreis nicht gerechtfertigt wäre.
Die neue Mark III kann zwar auch mit dem alten LP-E6NH-Akku arbeiten, bietet dann jedoch nicht alle Funktionen an.
Bei allen in Hersteller-Broschüren zu findenden Daten handelt es sich um Laborwerte. Sie gelten nur unter Idealbedingungen. Dazu gehören u.a. exakt zur Kamera und für das Bajonett passende, modernste, lichtstarke, teure Objektive, die man bei Offenblende verwendet, im Labor unter genormtem, gleichbleibendem - meist extrem hellem - Licht einsetzt, meist auf einem speziellen Stativ montiert, zudem schnellste, größte und teuerste Speicherkarten, ferner modernste, voll aufgeladene Akkus, sowie bestimmte Menüeinstellungen und nur bei ganz bestimmten Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerten etc.
Die von der CIPA vorgegebenen Messkriterien sind meist sehr streng und werden von japanischen Technikern überwiegend genau beachtet. Ganz im Gegensatz zu einst angesehen europäischen Institutionen wie TÜV, Stiftung Warentest oder die französische DXO, die seit Jahren in der Kritik stehen. Daraus folgt, dass die Messergebnisse durchaus wahr
sind. Das wird ggf. von der CIPA nachgeprüft. Aber es handelt sich nicht desto trotz um Maximalwerte.
Während früher bei DSLRs der mechanische Spiegel oft der begrenzende Faktor war, so sind es bei den modernen spiegellosen Hochleistungs-Kameras meist die Objektive mit ihren Autofokusmotoren sowie Blendenmechanismen. Deshalb weise ich auch ständig darauf hin, dass man moderne Kameras nur mit modernsten Objektiven, Akkus, Speicherkarten etc. wirklich ausreizen kann. Das gilt für alle Modelle aller Sensorklassen aller Hersteller. Wer hingegen z.B. als Altglassammler
Objektive an Adaptern an diesen modernen Kameras verwendet, kann sämtliche Messwerte getrost vergessen. Ähnliche Einschränkungen betreffen ältere Akkus und langsame oder kleinere Speicherkarten. Aber bereits lichtschwächere Objektive, oder Objektive, die man in der Fotopraxis abblendet, werden signifikant schlechtere Messergebnisse liefern.
Hinzu kommt die Serienstreuung der Produktionsqualität aller am Gesamtsystem beteiligten Einzelkomponenten, die sich neutralisieren aber auch in einer positiven wie negativen Richtung aufsummieren kann.
Daraus folgt letztendlich, dass Sie in Ihrer alltäglichen Fotopraxis geringere Werte erhalten werden - bei allen Modellen aller Hersteller. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass pauschale Aussagen mancher Tester in Foren, Fachzeitschriften oder auf YouTube ohne genaue Angabe alle verwendeten Testverfahren (und Einstellungsdetails) nur eingeschränkt verwendbar sind. Und, weil mir immer wieder diese Frage gestellt wird: Alle Messergebnisse sind wahr und zutreffend, betreffen jedoch meist ganz bestimmte Rahmenbedingungen. Meine Erfahrung ist, dass diese noch nie exakt auf meine Fotopraxis zutrafen. Meine Ergebnisse lagen immer unter den Herstellerangaben, aber immer über denjenigen der heftigsten Kritiker.
Bitte beachten Sie abschließend Ihre eigenen fotografischen Anforderungen: Manche Werte der R6III können traumhaft gut oder manche Kritiken vernichtend ausfallen. So lange diese Punkte für Sie und Ihre persönlichen Foto-Stile irrelevant sind, sollten diese auch Ihre Bewertung in keiner Weise beeinflussen.
Selbst, wenn wir uns bei Vollformat-Sensoren in der sogenannten Königsklasse
befinden, so finden sich Unterschiede zu anderen Modellen und anderen Herstellern, die man deutlich benennen muss. Es handelt sich zwar um Leiden auf höchstem Niveau. Aber jede Person sollte sich die Einschränkungen vor dem Kauf zumindest klarmachen.
Der Tiefpassfilter vor dem Sensor wurde bei der Vorgängerin schon bemängelt. Dieser reduziert die theoretisch maximal mögliche Auflösung und den Kontrast etwas. Aber Canon hält daran fest, weil man dort glaubt, dass die Käufer der R6III nicht bereit sind, Moirés nachträglich am PC per Software zu korrigieren.
FSI - also Front-Side - ist nun wirklich nicht mehr der Stand der Technik in der Sensorherstellung. Aber Canon wollte nicht umsteigen, weil die Umstellung der eigenen Produktionsanlagen sehr teuer wäre.
Ferner lässt sich an diesem Sensor der Kino-Film-Kamera klar erkennen, dass die Fotografie keine Rolle mehr spielte. Für Fotoapparate wurde auch bei Canon nichts mehr neu entwickelt, sondern nur noch die Forschungs-Ergebnisse der Video-Kameras 'heruntergereicht'. Bisher zeigten sich bei allen derartigen Sensoren gewisse Nachteile in der Praxis für die klassische Fotografie. - Und dieser Video-Sensor der professionellen C50 legt auch eindeutig fest, dass die R6III primär eine hochwertige Video-Kamera für anspruchsvolle Videografen ist, mit der man auch noch fotografieren kann.
Mangels größerer Änderungen am Gehäuse bleiben die alten Kritikpunkte der Mark II auch bei der neuen Version Mark III bestehen: Siehe dort bei der R6II
Viele Tester lobten insgesamt zwar das neue etwas schwerere Gehäuse, üben aber in Nebensätzen teilweise nebulöse Kritik, sodass jeder Interessent die Kamera im Fachgeschäft einmal in die eigene Hand nehmen und alles blind ausprobieren sollte. Denn Ergonomie ist wirklich für jeden Menschen (jede Hand- und Fingergröße) unterschiedlich zu bewerten.
Der neue Pre-Burst (pre-continuous shooting) wird nur in H+, also der höchsten Geschwindigkeit des elektronischen Verschlusses geboten.
Da es sich bei beiden Systemen um die alten Versionen der Vorgängerin handelt, siehe zu den Nachteilen dort.
Der OVF-Simulation-Mode (ähnlich zur R3) erzeugt zwar ein etwas mehr an eine DSLR erinnerndes Sucherbild, erhielt jedoch nicht die HDR-Funktion der R3 und kann deshalb nicht wirklich mehr überzeugen als das Vorgänger-EVF in der R6 Mark I.
Erstaunlicher Weise erkannten einige Tester bereits ein Flackern im Sucher nicht nur erwartbar beim mechanischen Verschluss, sondern auch bei langsamen elektronischen Verschluss-Einstellungen. D.h. die R6III ist nicht wirklich immer 'black-out-free', sondern eben nur im höchsten Serienbildmodus von 40 Bildern in der Sekunde.
Bei extremem (kalifornischen) Sonnenlicht hatten manche Tester Probleme mit dem Ablesen des spiegelnden rückwärtigen Displays. Auch sonst ist das Display nicht mehr auf der technischen Höhe der Zeit (auch bei neueren Canon-Modellen) sowie derjenigen der Konkurrenten. Manche Tester wünschten sich ein höher auflösendes und vor allem helleres rückwärtiges Display.
Die Geschwindigkeit beim parallelen Sichern auf die SD-Karte bricht deutlich ein, weil der Puffer nicht so schnell auf die viel langsameren SD-Karten geschrieben werden kann. Für maximale Geschwindigkeit empfiehlt Jared Polin deshalb, die SD-Karte herauszunehmen. Meiner Meinung reicht es allerdings aus, einfach das parallele Sichern auf die SD-Karte im Menü zu deaktivieren.
Als neueste Generation enthält die Kamera das neustes Autofokus-System, ist also in allen Bereichen bis hin zur Sportfotografie zuverlässig. Aber es fehlen bei diesem (aus Canons Sicht geringen) Preis dennoch ein paar Ausstattungsdetails der noch teureren Modelle mit einem schnelleren Stacked-Sensor und dem zusätzlichen (Accelerator-) Prozessor dafür, wie z.B. die Kontrolle des Fokus-Punktes im Sucher durch das eigene Auge, welche manche Berufsfotografen wünschen.
Bei manchen Test mit Vorserienkameras wechselte der Augenautofokus bei wenig Licht auf das weiter entfernte Auge der Person und musste dann manuell mit dem Joy-Stick verschoben werden.
Die maximale Flächenausdehnung der Autofokusfelder auf dem Sensor ist abhängig vom verwendeten Objektiv.
Der geringe Lichtwert von -6,5 wird nur erreicht bei einem Objektiv mit Lichtstärke 1:1,2 mit dem zentralen AF-Feld, im One-Shot AF, bei 23°C und ISO 100. Ausgenommen sind z.B. RF Objektive mit DS-Beschichtung (Defocus Smoothing).
Die AF-Leistung bei wenig Licht wird (wie üblich) weiter eingeschränkt, wenn die Reduzierung niedriger Bildraten verwendet wird.
Ein Tester behauptet, dass man dennoch die Autofokuseinstellungen für Sportaufnahmen individuell anpassen sollte / muss, um sehr gute Ergebnisse zu erzielen.
HDR wird zwar mit 10-Bit HEIF unterstützt, jedoch nur in der eher seltenen Variante PQ (Tone-Kurve) statt der weitverbreiteten Variante HLG. - Nur bei Video kann man HDR-Aufnahmen in PQ und HLG machen.
Erste Tests von DPReview zeigten eine sehr gute Bildqualität beim Vorserienmodell mit 13,5ms als Auslesezeit des Sensors für Fotos, sodass der Rolling-Shutter-Effekt (schräge und ggf. verbogene Geraden) sich in Grenzen hält. Im Vergleich liegt der teilweise Stacked-Sensor der Nikon Z6III sogar bei 14,6ms.
Erste Tests ergaben, dass trotz des größeren Sensors die Bildqualität zumindest gleich hoch geblieben ist.
Dennoch bleibt es dabei, dass der Dynamikumfang beim elektronischen Verschluss (zumindest etwas) geringer ist als beim mechanischen Verschluss. Aber der Qualitätsabfall ist nicht mehr so stark wie noch bei der Vorgängerin R6II.
Es handelt sich noch nicht einmal um einen modernen BSI-Sensor (Back-side illuminated), der mehr Licht aufnimmt respektive auswertet, sondern um eine alte Front-side-Konstruktion von Canon. Deshalb ist die Bildqualität zwar etwas hochwertiger als beim Vorgänger, zeigt aber noch immer eine etwas eingeschränkte Dynamik.
Vor allem ist zu beachten, dass Canon berüchtigt dafür ist, bereits im RAW eine (nicht abschaltbare) Rauschunterdrückung der dunklen Stellen durchzuführen, welche beim Aufhellen als weiche / verschmierte / unscharfe Bereiche sichtbar werden. Siehe zu diesem seit Jahren überall vorfindbaren aber unerfreulichen Thema RAW-Betrug.
Da es sich um keinen schnellen Stacked oder auch nur teilweise stacked CMOS handelt, blieben (trotz relativ kurzer Auslesezeit für einen FSI-Sensor) gewisse Rolling-Shutter-Effekte beim elektronischen Verschluss sichtbar.
Aus allem folgt noch immer (und wie bei fast allen modernen spiegellosen Kameras aller Hersteller): Wer die bedingungslos höchste Bildqualität wünscht, sollte den mechanischen Verschluss wählen. - Dennoch hat sich die Bildqualität für Sport- und Wildtieraufnahmen der R6III mit dem elektronischen Verschluss deutlich verbessert.
Manche Tester führten (bei den Vorserienmodellen) an, dass man die RAW-Dateien (vor allem beim stärker rauschenden elektronischen Verschluss) oft nachträglich etwas entrauschen muss.
In Studiotests mit einer der ersten Produktionskameras stellte DPReview sowohl bei Texturen und Farben als auch bei den Details eine hohe Bildqualität der Fotos fest. Wie üblich werden die natürlicheren Hauttöne der Canon-Modelle gegenüber Sony und Nikon gelobt. Vor allem werden die höheren Details der 33MP-Kameras gegenüber den 24MP-Vergleichsmodellen hervorgehoben.
Bei sehr hohen ISO-Zahlen sind 33MP zwar etwas schlechter, aber auch die Bilder der 24MP-Kameras sind ab ISO ca. 50.000 im Grunde eher wertlos und kaum rettbar, sodass die Unterschiede nicht praxisrelevant sind.
Der Dynamikumfang wird gelobt. Aber das Rauschen ist bei der Canon R6III tendenziell etwas höher. Vor allem sind die Tiefen verschmiert, was auf kamerainterne Rauschunterdrückung vor der RAW-Speicherung hindeutet. Siehe hierzu RAW-Betrug.
Wichtig bleibt festzuhalten, dass die Aufzeichnung bei elektronischem Verschluss (wie bei fast allen modernen Kameras) sich auf 12-Bit reduziert. Dadurch sinken der Dynamikumfang und die Bildqualität etwas.
Alle Tests bei DPReview ergaben, dass es sich um einen Dual-Gain-Sensor handelt, dessen Grenze bei 800 ISO liegt.
Als Fazit stellte DPReview fest, dass man keine unangenehmen Überraschungen bei der Bildqualität fand.
Es werden noch immer keine Ton-Memos (Sprachnotizen zu Fotos) erlaubt, obwohl die Videokamera natürlich auch Ton aufzeichnet.
Es finden sich auch keine Pixel-Shift / High-Res-Modi in der Kamera.
Die Leistung des IBIS mit bis zu 8,5 Stufen Verwacklungsschutz basiert auf dem neuen CIPA-Standard und gilt nur mit dem (Standard-Zoom) RF 24-105 mm F4 L IS USM bei 105 mm und nur in der Bildmitte. Am Rand gibt selbst Canon nur 7,5 Blenden Verwacklungsschutz an. Und mit alten Objektiven respektive ohne eigener interner Stabilisierung im Objektiv sind es 6,5 Blenden Verwacklungsschutz.
Noch immer muss man sich das PD-E1 zum internen Laden des Akkus über den USB-C-Anschluss extra kaufen.
Trotz des sehr schnellen Sensors kann man nicht mit dem rein elektronischen Verschluss blitzen.
Anspruchsvolle Fotografen und vor allem Videografen sollten mindestens einen neuen LP-E6P-Ersatzakku anschaffen. Mit dem alten Akku LP-E6NH sind wichtige Funktionen deaktiviert: u.a. die ganzen Funkverbindungen funktionieren damit nicht.
Jared Polin testete den normalen Akkugriff der R5II an der R6III, der auch funktionierte. Aber der Akku-Sondergriff mit Lüfter arbeitet nicht an der R6III, weil sie keine Vorkehrung dafür besitzt.
Was zudem negativ auffiel, waren die 38 Fußnoten mit Einschränkungen im deutschen Werbe-Angebot, welche sich jeder Interessent unbedingt vor einem Kauf genau durchlesen sollte. Aber auch die etwas weniger Fußnoten in den USA haben es in sich.
Bitte beachten Sie: Viele der hier angegebenen Kritikpunkte können per Software - also Firmware-Update - leicht nachträglich optimiert respektive korrigiert werden. Bisher hat Canon das bei seinen neuen spiegellosen Kameras auch getan.
Canon liefert am Anfang oft mehrere Firmware-Updates nach, welche die Kamera-Leistungen in zahlreichen Details verbessern. Sie sollten sich unbedingt immer die neueste Version der Firmware installieren, um Ihre Kamera maximal ausnutzen zu können.
Die folgenden Angaben sind für Videografen. Wenn Sie als Fotograf diese technischen Fachausdrücke teilweise nicht verstehen, dann benötigen Sie diese Dinge derzeit auch (noch) nicht.
Alle technischen Daten finden Sie beim Hersteller. - Hier werden nur die wichtigsten und relevantesten Daten für die Video-Praxis beschrieben und bewertet.
Da Canon hier seit Jahren heftig kritisiert wurde, weil die Mitbewerber mehr boten, lieferte man 2025 im Video-Bereich mehr bei der R6III:
Die herausragendste Video-Neuerung der Mark III ist RAW Video mit 7K DCI (also im Kino-Format 17:9) und zusätzlich als Open Gate, wobei die Kamera die gesamte Sensorfläche im Format 3:2 ausnutzt. 7K DCI bieten exakt 6.960 * 3.672 Pixel bei 29,97, 25, 24 und 23,98 Bildern je Sekunde. Mit RAW (Light) werden bei 17:9 genau 6.960 * 3.672 Pixel bei 59,94, 50, 29,97, 25, 24 und 23,98 Bildern je Sekunde offeriert.
Open Gate RAW (in den Modi Standard und Light, also 3:2) bietet genau 6.960 * 4.640 Pixel bei 29,97, 25, 24 und 23,98 Bildern je Sekunde. Open Gate als MP4 (also auch im Bildverhältnis 3:2) offeriert genau 6.912 * 4.608 Pixel bei 29,97, 25, 24 und 23,98 Bildern je Sekunde mit drei Typen Intra oder Long GOP. (Hinweis: Long GOP ist dieselbe Kompression wie das früher verwendete IPB in der R6 Mark II.)
Neu wird bei der Mark III 4K DCI - also das Kinoformat 17:9 - mit exakt 4.096 * 2.160 Pixeln bei 119,9, 100, 59,94, 50, 29,97, 25, 24 und 23,98 Bildern je Sekunde mit drei Typen Intra oder Long GOP angeboten.
4K UHD - also das Normalformat 16:9 - wird mit exakt 3.840 * 2.160 Pixel mit 119,9, 100, 59,94, 50, 29,97, 25 und 23,98 Bildern je Sekunde (wie früher), aber nun mit drei Typen Intra oder Long GOP offeriert.
4K-Video wird auch oversampled von 7K und (meist, siehe dazu unten) ohne Crop offeriert.
Full HD (2K) als DCI (Kinoformat 17:9) wird exakt mit 2.048 * 1.080 Pixeln bei 179,8, 150, 119,9, 100, 59,94, 50, 29,97, 25, 24 und 23,98 Bildern je Sekunde mit Intra Frame oder Long GOP offeriert. - Bis einschließlich 60P soll es laut Jared Polin sogar oversampled sein von 3,5K.
Full HD (16:9 Normalformat) also 1.920 * 1.080 Pixel werden mit 179,8, 150, 119,9, 100, 59,4, 50, 29.97, 25, und 23,98 Bildern je Sekunde mit Intra Frame oder Long GOP angeboten.
Neu hinzu kamen HDR Videoaufnahmen bis 59,94p in den Normal-Modi von 4K DCI/UHD, 2K DCI/UHD, Full HD sowie HDR Videoaufnahmen bis 29,97p in den 'Fein'-Modi von 4K DCI/UHD, 2K DCI/UHD sowie in Full HD.
Das Farbsampling bei interner Aufnahme umfasst: XF-HEVC S YCC422 10 Bit H.265 / HEVC YCbCr 4:2:2 10 Bit MP4, XF-HEVC S YCC420 10 Bit H.265 / HEVC YCbCr 4:2:0 10 Bit MP4, XF-AVC S YCC422 10 Bit H.264 / MPEG-4 AVC YCbCr 4:2:2 10 Bit MP4 und XF-AVC S YCC420 8 Bit H.264/ MPEG-4 AVC YCbCr 4:2:0 8 Bit MP4.
Als Log-Formate und Bildeinstellungen werden bei Video u.a. angeboten: Canon 709, nun auch Canon Log 2, Canon Log 3, PQ, nun auch HLG, BT.709 Standard. Zu diesen 6 voreingestellten Speicher-Plätzen kommen 14 weitere frei wählbare Einstellungen / programmierbare Plätze, sowie zahlreiche Bildstile (wie z.B. Automatik, Standard, Porträt, Landschaft, Feindetail, Neutral, Natürlich, Monochrom und weitere drei benutzerdefinierte / freie Einstellungen.
Vor allem das Log2-Format des identischen Sensors in der C50 wurde weltweit gelobt, weil es eine sehr hohe Bildqualität liefert.
Aufgrund des identischen Sensors erhält man in der R6III für Log auch dieselben dualen Basis-ISO-Werte 800 und 6400 ISO.
Die maximale Video-Länge soll bis zu 6 Stunden betragen, sofern man Bildstile mit weniger als 100 Bildern je Sekunde wählt. Es gibt auch kein 4 GB Dateilimit mit exFAT formatierten SD-Speicherkarten mehr. Bei Filmfrequenzen von 100+ Bildern je Sekunde liegt die maximale Aufnahmedauer bei ca. 2 Stunden.
Je nach manueller Vorauswahl sind 3 oder 5 Sekunden Pre-Recording möglich - also dem Vor-Puffer bei Video-Aufnahmen - ähnlich wie bei Fotos oben. Eine Einzelbildextraktion wird angeboten. Dabei wird eine Extrahierung von JPEG-/HEIF-Einzelbildern mit 8,8 Megapixeln aus 4K DCI Videos und 8,4 Megapixeln aus 4K UHD Videos durchgeführt. HEIF kann nur aufgenommen werden, wenn die Video-Aufnahme in HDR PQ erfolgte.
High Frame Rate Movie / Zeitlupenaufnahmen werden in der R6III mit nun 4K im Kinoformat DCI mit 4.096 * 2.160 Pixeln, bei 4K im Normalformat UHD mit 3.840 * 2.160 Pixeln bei jeweils 119,9 und 100 Bildern in der Sekunde mit XF-HEVC 10 Bit und XF-AVC 10 und 8 Bit angeboten. Bei 2K (also Full HD) im Cine-Format mit 2.048 * 2.160 Pixeln und im Normalformat 1.920 * 1.080 ist es mit 179,8, 150, 119,9 und 100 Bildern in der Sekunde mit XF-HEVC 10 Bit und XF-AVC 10 und 8 Bit möglich.
Die Bitrate in Mbps beträgt bei 7K RAW Standard (29,97p) bis zu 2.600 Mbit/s. - Bei MP4 4K DCI Fine sowie UHD Fine (Oversampling) und XF-HEVC S YCC422 10 Bit sind es bei Standard LGOP (59,94p / 50,00p) bis zu ca. 225 Mbit/s. - Bei XF-AVC S YCC422 10 Bit High Quality Intra (59,94p / 50,00p) sind es bis zu ca. 1.200 / 1.000 Mbit/s. - Die weitere Liste ist so lang, dass Canon in Deutschland sie nicht einmal ganz publiziert, sondern sich auf Auszüge mit dem Schwerpunkt PAL beschränkt. Um alles zu sehen, muss man sich u.a. in die USA begeben und dort in der Rubrik 'Technical Specifications' nachlesen. - Nochmals im Klartext: Die R6III ist eine Video-Kamera für fortgeschrittene Anwender.
Neu sind der einblendbare Waveform-Monitor, der es dem Videografen (im Vergleich zu einem Histogramm) erleichtert, festzustellen, welche Teile im Bild wie belichtet werden. Auch ein false color overlay wird angeboten, wodurch man u.a. die Belichtung auf Hauttöne erleichtert. Noch mehr dürfte Canon-Videografen erfreuen, dass die Weißbalance vereinfacht wurde, indem sie nun vom live view erstellt werden kann - statt der früher erforderlichen Weißkarte mit umständlichen Umschalten auf den Foto-Modus. Endlich kann man auch während der Aufnahme die Horizontwaage und die Vergrößerung (für die Fokusprüfung) verwenden / sich einblenden lassen.
Proxy-Recording auf externe Recorder und die Zweitkarte in der Kamera ist für einige Modi möglich.
Man kann sich LUTs in die Kamera einladen, um dort während der Aufnahme bereits den Look zu sehen.
Für Open Gate kann man diverse (gelbe) Marker (Aspect marker setting) in den elektronischen Sucher respektive das rückwärtige Display einblenden, um das Motiv leichter im 'Rahmen' zu halten. Dabei sind zwei Rahmen gleichzeitig einblendbar - z.B. Querformat für YouTube und Hochformat für TikTok.
Auch die Video-Menüs wurden in der R6 Mark III überarbeitet und verbessert.
Zudem erhielt die Kamera ein dediziertes 'Tally-Light' (vorne und hinten an der Kamera sowie im rückwärtigen Display im Bildschirm / elektronischen Sucher), das sowohl dem Kameramann hinter der Kamera als auch der aufgenommenen Person davor den Status anzeigt - also, ob die Aufnahme bereits läuft oder nicht.
Nun kann man bei Video HDR-Aufnahmen sowohl in PQ als auch HLG machen und dies in der R6III auswählen.
Hinzu kam bei der R6III ein Schalter, welcher das sogenannte Color menu öffnet. Dadurch wird die Auswahl und der Wechsel der Log- und Nicht-Log Aufnahmemodi erleichtert.
Die Autofokusfunktionen bleiben auch bei 4K/120Hz and 1080p/180Hz erhalten. Die R6II erbt (laut PetaPixel) auch die professionellen Fokus-Funktionen (focus acceleration und deceleration - ein sehr weiches / kinoartiges Hinein- und Heraus-Fokussieren) der Canon EOS Cinema C80 und C400.
Wichtig ist auch das C-Log2, welches die Zusammenarbeit mit anderen professionellen Kameras der C-Reihe ermöglicht, ohne dass man das Filmmaterial erst mühsam anpassen muss. D.h. die R6III könnte sich durchaus als leichte tragbare Video-Kamera für Profis eignen, welche in engen Räumen (z.B. Pkw-Innenräumen) viel leichter einsetzbar ist als ein voluminöses und schweres C-Modell.
Externe RAW-Aufzeichnung kann nun mit einem stabilen Full-Size-HDMI-Steckplatz durchgeführt werden. Gleichzeitig soll eine Sicherungskopie auf der CFexpress-Karte möglich sein.
DPReview ermittelte in ersten Tests 17,9ms Auslesezeit bei 7K open gate, 7,2ms bei 4K24/60 'Standard' und 14,3ms bei 4K24/60 'fine'. Im Video gibt DPReview sogar 7,1ms für die Standard-Video-Modi an, was sehr schnell ist.
Vor allem der über die Jahre ständig weiter verbesserte Video-Verwacklungsschutz wird von zahlreichen Video-Testern gelobt.
Bei Full-HD (1080 Zeilen) gibt es nun eine Zoom-Funktion, um ein Zoom-Objektiv zu simulieren.
Auf dem Modus-Wählrad befindet sich nun eine weitere Einstellung 'S&F' (Slow and Fast Motion) für fest eingestellte Zeitlupe.
Es findet sich nun eine neue Bildstabilisierung für bewegte Personen: 'Subject tracking IS' mit zwei Unterkategorien: Bildmitte oder frei wählbar.
Fazit: Im Video-Bereich kamen bei der R6III die meisten sinnvollen und in der Video-Praxis auch sofort spürbaren Verbesserungen hinzu. - Das waren Ende 2025 alles sehr gute Video-Werte in diesem Preisbereich.
7K-Aufnahmen sind bei 60p/50p respektive allen Framerates über 30fps nur mit Canon Cinema Raw Lite möglich. Nur bis 30fps wird das qualitativ hochwertigere Standard-Profil ST angeboten.
Video-Aufnahmen mit 3:2 Open Gate sind nur bis 30p möglich.
Wer die professionelle Stop-motion-Software Dragonframe möchte, muss dafür einen dreistelligen Aufpreis bezahlen (in den USA 100 Dollar).
7K-RAW-Video lässt sich nur mit dem CF-Express-Kartenfach durchführen und auch dann sollten es sehr schnelle (gleichbedeutend mit teuren) Karten sein. Daraus folgt auch automatisch, dass man bei RAW-Aufnahmen nicht auf eine zweite Karte (UHS-II) intern sichern kann.
RAW beherrscht kein 16:9-Format, sondern nur Open Gate, aus dem man sich dann jedes Format zuschneiden kann respektive muss.
Erstaunlicher Weise sind die klassischen Kino-Frequenzen 24fps nur bei 4K DCI verfügbar.
Im sogenannten Modus Slow-and-Fast wird kein Ton aufgezeichnet und die Ergebnisdatei ist fest auf eine (langsamere) Abspielgeschwindigkeit eingestellt.
DCI 2K wird bei 180 und 150 fps nur mit einem 1,13-fachen Crop / Beschnitt angeboten.
Alle 4K und Full-HD-Modi werden mit 'Fine' Oversampled angeboten, bis auf die jeweils höchsten Bildfrequenzen (NTSC und PAL). Zudem gibt Canon an, dass sogar 4K60p oversampled (obwohl in 'Fine' aufgenommen) eine geringere Bildqualität liefert als 4K30p 'Fine'. Das sollte jeder Videograf selbst austesten. Zumindest manche Beispiel-Einzel-Bilder aus derartigen Filmen (herausgeschnitten) sehen mit 'Fine' deutlich schärfer aus. Ob das jedoch im Fluss - also bei mindestens 24 Bildern je Sekunde derart deutlich auffällt, muss jeder selbst entscheiden.
Tests mit Produktionskameras bestätigten, dass alle Modi sehr hochwertig sind, aber gerade der Modus 4K24/60 'fine' sichtbar abfällt und sogar schlechter ist als derjenige der Vorgängerkamera R6II, sowie derjenigen bei Nikon Z6III und Panasonic S1II mit nur 24-MP-Sensoren.
Erstaunlicher Weise konnte auch die Bildqualität bezüglich der Details bei 4K120p nicht ganz überzeugen und lag unter den Vergleichsmodellen Nikon Z6III sowie Panasonic S1II. Zwar bietet Canon dieses 4K120p ohne Crop / Beschnitt, was einfacher beim Filmen in der Praxis ist. Aber das Auslesen dieser 4K120p von der gesamten Sensorbreite scheint zu langsam und zu weit gespreizt über die 7K zu erfolgen, sodass das Bildergebnis nicht wirklich so hochwertig ist, wie man es Ende 2025 erwarten durfte.
Die Bildqualität der R6III bei RAW-Video konnte hingegen in Labortests wieder überzeugen. Aber auch hier bemerkt DPReview, dass Canon kameraintern optische Korrekturen der Objektive im RAW vor der Speicherung durchführt, welche nicht abschaltbar sind. Das ist somit eindeutig RAW-Betrug auch bei Videoaufnahmen. Aber vor allem die billigen Canon-Objektive sind optisch derart minderwertig, dass sie jene software-technischen Korrekturen benötigen, da sie manuell in der Postproduktion am PC durchgeführt bei Video noch aufwändiger wären. - Es ist schön, dass inzwischen namhafte Fachmagazine meine seit Jahren festgestellten RAW-Manipulationen und auch deren Ursache - die minderwertigen Objektive bei Canon bestätigen (wenn auch eher nebenbei und versteckt im Text).
Als Fazit zur Bildqualität bleibt, dass sie teilweise sehr hochwertig ist, aber bei 4K60p nur mittelwertig und bei 4K120 unterdurchschnittlich. Somit muss man über alle Bildmodi in Studiotests sachlich eine Inkonsistenz der Bildqualität festhalten. Diese mag jedoch in der Video-Praxisarbeit draußen nicht oder nicht so deutlich auffallen. Bei Blindtests schienen diese Unterschiede der Bildqualität laut DPReview (selbst erfahrenen) Videografen nicht aufzufallen.
Wenn man die Modi Oversampled 'Fine' benutzt, verdoppeln sich die Rolling-Shutter-Zeiten beinahe und damit steigen die negativen Rolling-Shutter-Effekte an. Zwar geben Tester an, dass dies für die 'meisten Situationen' angeblich noch immer 'ausreicht'. Aber auch das sollte man selbst testen.
Auch die Gesamtauslesezeit bei 7K-Open-Gate sind mit 17,9 ms nur gut, aber nicht sehr gut. Je nach gewähltem nachträglichen Beschnitt reicht es aus. Aber bei voller Sensor-/Bildnutzung sollte man dies selbst testen, da die Rolling-Shutter-Effekte sehr subjektiv / je nach Betrachter bewertet werden. Am 05.12.2025 bestätigte DPReview für eine Produktionskamera die 17,9ms für 7K open gate, nun 7,2ms für 4K24/60/120 standard und 14,3ms für 4K24/60 'fine'.
Überhitzung respektive automatische Abschaltung: DPReview ermittelte hierzu in ersten Tests für Raw 7K/60 23 Minuten bei 'Auto Off Temp: Std' und ebenso 'Auto Off Temp: High'. Bei DCI 4K/120 erzielte man 28 respektive 35 Minuten. Bei DCI 4K/60 Fine (oversampled) erreichte man in beiden Temperatur-Modi nur 23 Minuten. Und bei Open gate 7K/30 mit MP4 erzielte man 24 respektive 36 Minuten. Das sind noch immer gute Werte für eine kleine / kompakte und leichte Videokamera ohne störende Lüfterkühlung. Aber sie lagen unter den Firmenangaben. - Nur die sogenannten 'subsampled' 4K/60 Modi sowie die 'subsampled' und oversampled 'Fine' 4K-Modi mit 30p und weniger zeigten keinerlei Zeitbegrenzung durch die Temperatur. D.h. jene liefen, bis die Speicherkarte voll war.
Die Influencer bei PetaPixel ertesteten mit 4Kp30 'Fine' intern 1:42 Stunden respektive 103 Minuten in weiteren Tests, weil dann der Akku leer war. 4K60p 'Fine' überhitzte nach 28:30 Minuten. Zwei Tage danach lieferte man jedoch weitere und zwar schlechtere Werte nach. Bei 21 Grad Celsius Rauminnentemperatur waren es bei 4K60p 'Fine' 28 Minuten, bevor die Kamera wegen Überhitzung abschaltete. Bei 4K24p RAW waren es 42 Minuten bevor die CFexpress-Karte überhitzte - nicht jedoch die Kamera, wofür es auch eine andere Warnmeldung der Kamera gab. Bei 7K30p Open Gate waren es 34 Minuten, bevor die Kamera wegen Überhitzung abschaltete. Das alles betrifft die mit gleichem Sensor arbeitende C50, welche mit einem Lüfter ausgestattet ist, nicht und belegt deren Mehrwert in diesem Punkt. - Für Influencer / Content-Creators ist jedoch die hitzebedingte Beschränkung der Aufnahmezeit der R6III bei 4K60p hinderlich.
Jared Polin erhielt bei 4K24p fine über 2:33 Stunden ununterbrochene Aufnahmezeit, bis der Akku leer war. Bei ihm überhitzte auch 4K60p erst nach 1:35 Stunden (über 90 Minuten).
Anthony Gugliotta testete RAW 7K30p und bei ihm überhitzte die Kamera nicht (bis der Akku leer war). Beim zweiten Test erzielte er mit dieser Einstellung 7K30p immer noch 50 Minuten bevor seine 1TB-Speicherkarte voll war. Dann formatierte er die Karte und ließ die Kamera erneut 45 Minuten aufnehmen, bis der Akku leer war.
DPReview vermutet, dass die Standard-Modi mit den extrem kurzen 7,1ms Auslesezeit evtl. line-skipped
sind.
4K120p ist zwar mit Ton aufnehmbar, aber nicht mehr oversampled.
Man kann sich LUTs zwar in die Kamera einladen, um dort während der Aufnahme bereits den Look zu sehen. Aber sie werden nicht in das Filmmaterial 'eingebrannt'. Einsteiger in die Videografie wird dies verwirren.
Man kann nur niedrige Auflösungen als Proxy-Datei auf eine SD-Karte Abspeichern, wohingegen das hochwertige Video-Material nur auf die CFexpress-Karte geschrieben werden kann. RAW kann man hingegen - aber nicht als MP4 - auch auf die SD-Karte als Proxy-Datei speichern.
Weiterhin fehlt die Einstellmöglichkeit shutter angle (Verschlusswinkel), der den professionellen Cine-Kameras bei Canon vorbehalten bleibt. Somit muss man weiterhin beim Wechsel der Bildfrequenz manuell die Verschlusszeit anpassen, um dieselben Effekte / Bildeindrücke beim Motion-Blur/Verwischen zu erzielen.
Noch immer verschwindet (laut PetaPixel) das Histogramm in der Anzeige, wenn man die Aufnahme startet.
Bei allem Jubel über den Video-Sensor der C50, fehlen der R6III auch einige professionelle Hardware-Details: Der sogenannte locking timecode port der C50 (ein Stecker-Anschluss zur Synchronisierung mehrerer Kameras bei einer Aufnahme), der XLR-Griff - ein oben angebrachter Haltegriff und die zahlreichen Befestigungspunkte für einen Käfig (cage) sowie vor allem der Lüfter, welcher längere Filmzeiten am Stück unter heißen Bedingungen erlaubt. Im Detail finden sich noch weitere Unterschiede, wie die Möglichkeit, zwei Feeds (z.B. Querformat für YouTube und Hochformat für TikTok) gleichzeitig auf zwei separate Speicherkarten der C50 aufzunehmen und nochmals mehr Aufnahme-Optionen (z.B. bei RAW), welche den Preisunterschied verdeutlichen. - Aber dafür bietet die R6III ein sehr hochwertiges IBIS-Verwacklungsschutzsystem sowie einen elektronischen Sucher, was für (im Freien) herumlaufende Influencer vermutlich wichtiger ist.
Das neue Video-Menü stammt überwiegend von der R5II und kann Aufsteiger von der älteren R6II verwirren, da es oft Dinge deaktiviert.
Aber auch fortgeschrittene Videografen, die z.B. von der professionellen C50 kommen, benötigen nun länger, weil sie tief in das Menu greifen müssen, um Video-Modi (z.B. Frequenzen wie 24p, auf 60p oder 120p) zu verstellen. Letzteres lässt sich jedoch mit den vorbelegbaren Plätzen (Custom Mode für Video) C1-C3 (sowie dem umprogrammierbaren S&F) etwas abmildern.
Im Gegensatz zur C50 sind die einblendbaren Waveforms fest und nicht im Sucher / Display verschiebbar.
Laut Anthony Gugliotta ist ISO 5.000 im Log ziemlich verrauscht, sodass man (angesichts der inoffiziellen zweiten / dualen Log-Basis von) 6.400 ISO oder sogar 8.000 und 10.000 ISO verwenden sollte, weil sie sauberer wirken.
Es findet sich zwar Open Gate, aber keine anamorphen Sonderformate. Wer anamorphe Objektive an der R6III verwenden will, muss danach alles manuell am PC-Monitor bearbeiten (de-squeeze).
Bitte beachten Sie: Viele der hier angegebenen Kritikpunkte können per Software - also Firmware-Update - leicht nachträglich optimiert respektive korrigiert werden. Bisher hat Canon das bei seinen neuen spiegellosen Kameras auch getan. - Canon liefert am Anfang auch oft mehrere Firmware-Updates nach, welche die Kamera-Leistungen in zahlreichen Details verbessern. Sie sollten sich unbedingt immer die neueste Version der Firmware installieren, um Ihre Kamera maximal ausnutzen zu können.
Die EOS R6III-Kamera war ab 'späten' November 2025 in den USA zu einem Startpreis von 2.799 US$ (mit Kit 24-105 mm F4L für 4.049 $, oder mit 24-105 mm F4-7.1 STM IS für 3.149 $) verfügbar. Das waren immerhin ca. 300 US-Dollar oder +16,7% mehr als die Vorgängerversion. Angesichts der Tatsache, dass aus dem Produktionsort Thailand 19% Zölle gefordert werden, war dies jedoch ein Preisrückgang. Aktuell umgerechnet kostete die R6III in den USA sogar nur 2.416 Euro.
In Deutschland war sie ab 20. November verfügbar - zu einem höheren deutschen Preis von 2.899 Euro. Dies halte ich für ziemlich hoch. Das sind fast 500 Euro mehr als in den USA, wo der 19%-Zoll-Aufschlag ungefähr unserer europäischen Mehrwertsteuer entspricht.
Von dem standardmäßig zur R6-Reihe angebotenen lichtschwachen Kit-Objektiv Canon RF 24-105 mm F4-7.1 IS STM kann ich auch für die R6III nur abraten. Das dazu passende Kit-Objektiv sollte schon das mit durchgehender Blende f4 sein. Sie werden den Unterschied sehen und bei wenig Licht auch spüren.
Da Canon dieselben Dateiformate verwendete wie beim Vorgänger, können Lightroom und Photoshop die RAW-Dateien der R6III bereits öffnen. Dennoch kommen ab 2026 noch mehrere für die R6 Mark III optimierte RAW-Konverter-Versionen heraus. Sie sollten deshalb unbedingt Ihre Software aktualisieren. - Zudem finden Sie im Artikel Profile und Presets eine Lösung mit kostenlosen linearen RAW-Profilen, welche zu einer sichtbar höheren Bildqualität führen.
Bereits vorher galt die R6 (Mark I und II) als eine Art Schweizer Taschenmesser, das wirklich sehr viel in der Foto- und Video-Praxis anbot. Dies wurde 2025 mit der R6III nochmals verbessert sowie abgerundet und war für anspruchsvolle Fotografen und Videografen gedacht.
Im Herbst 2025 sah ich keinen großen Haken an der R6III. Canon hat auf wichtige Kritikpunkte der eigenen Kunden und deren Wünsche geachtet. Aber es waren insgesamt eher kleinere Verbesserungen, um mit den Konkurrenten weiterhin mithalten zu können (keep pace with its competitors
laut PetaPixel). Die faszinierenden Neuerungen, welche einen unmittelbaren 'Kaufzwang' auslösen, fehlten mir und den meisten Testern. Es handelt sich eher um viele kleine Optimierungen für Canon-Anwender, welche jene nur in der Foto- und Video-Praxis schätzen lernen - nicht jedoch beim Lesen von Vergleichstabellen. Denn dort wirkt das Modell III (abgesehen vom etwas größeren Sensor) nicht beeindruckend gegenüber der Vorgängerin R6II. - Zugegeben sei allerdings, dass es Ende 2025 angesichts der überall (bei allen Herstellern und allen Kameramodellen) ausgereiften Technik schwer geworden war, etwas bahnbrechend Neues zu einem für Einsteiger (gerade) noch bezahlbaren Preis vorzustellen.
Auch das dritte Modell der R6-Reihe wird langfristig ein Erfolg für Canon. Es handelt sich um einen Hans-Dampf-in-allen-Gassen, der sehr vieles bietet. Die Kamera bietet im Prinzip die Leistungen einer Profi-Sportkamera kombiniert mit sehr hohen Video-Leistungen. - Eine hervorragende Allround-Kamera.
Auch die Vorstellung des neuen Kameramodells (eine der wenigen Neuvorstellungen im ganzen Jahr 2025) war perfekt vor Weihnachten, einer Zeit, in der vor allem die spiegellosen Kameras besonders gekauft werden, weil man über das Weihnachtsgeld verfügt respektive sich sowieso etwas gönnt.
Allerdings war das Marktumfeld 2025 schwierig. Der hohe Kamerapreis in Europa, die Inflation, wirtschaftliche Verwerfungen und Kriegsangst werden die Nachfrage einschränken. Zudem war das gesamte Kamera-Umfeld im sogenannten Einsteigermarkt bei Vollformat bereits mit zahlreichen ähnlich hochwertigen Kameramodellen der Mitbewerber heftig umkämpft.
Hinzu kommt, dass viele Fotografen sich bereits mit der ebenfalls sehr guten Vorgängerin R6 Mark II eingedeckt haben und deshalb nicht sofort wieder aufsteigen / nachkaufen werden. Vor allem wurde die in vielen fotografischen Bereichen kaum schlechtere R6II - deutlich im Preis abgesenkt - weiterhin angeboten und soll laut Canon USA auch mindestens 'mittelfristig' weiter produziert werden. Das meint ca. 1-2 Jahre lang. Zudem sei es laut Canon USA nicht nur die meistverkaufte Vollformatkamera Canons, sondern aller Vollformat-Modelle aller anderen Hersteller. Da sind somit auch weitere Rabatte und kostenlose 'Zugaben' beim Kauf der fast so guten R6II erwartbar.
Zukunft: Bereits 2013 schrieb ich in meinem Artikel über die Zukunft der Fotografie, dass diese eindeutig bei Video liegt. Fotografen sollten sich diesen Artikel durchlesen. Das ist bereits die Gegenwart. Für Fotografen, die Standbilder wünschen, wird seit Jahren nichts mehr eigenständig entwickelt. Sie erhalten nur noch die Abfallprodukte
der Video-Szene. Diese sind sicherlich hilfreich für viele Fotostile. Aber Fotografen und deren Wünsche stehen für die Kamerahersteller definitiv nicht mehr im Zentrum.
Generell steht die R6III (wie alle R6-Modelle) meist im Medien-Schatten vieler Modelle mit spektakulären Einzelleistungen. Dadurch wird die solide Leistung der R6III auch von vielen Anwendern unterschätzt. Der Marktvergleich Ende 2025 war ebenso unglücklich, da die Nikon Z8 etwas älter war, aber einen Stacked-Sensor verwendete sowie für die Sony A7IV (aus dem Jahr 2021) ein baldiger Nachfolger erwartet wurde, und die Panasonic S1 II sowie die Nikon Z6III nur 24 Mega-Pixel boten, sodass man im Grunde nicht wirklich seriös vergleichen konnte, sondern in vielen Tests eher anhand der US-Preise verglich.
Bei der Beurteilung der Canon R6 muss man dennoch zwei Bereiche unterscheiden:
Im Video-Bereich handelt es sich bei der R6III ebenfalls um eine sehr gute Video-Kamera für Einmann-Vlogger in diesem Preissegment. Hier fanden sich die meisten sinnvollen Neuerungen. Deshalb sollten ambitionierte Videografen bei Canon bei einem Neukauf ab Ende 2025 tendenziell eher zur R6III statt zur Vorgängerin R6II greifen. Denn einige Analytiker sehen die R6III sogar als direkte Bedrohung der teureren hauseigenen professionellen Canon C50, weil die R6III fast alles der Cine-Kamera bietet - und dazu noch einen elektronischen Sucher, IBIS-Verwacklungsschutz und das alles zu einem deutlich geringeren Preis.
Im Bereich Video handelt es sich bei der R6III um eine wirklich sehr gute Alltags-Kamera: 7K RAW und 4K 120fps auf einem Vollformat-Sensor ohne Crop (Beschnitt) in der Amateurklasse sind für die Nutzer auf fast allen Gebieten inklusive YouTube sehr gut. Vergleichbares bei Video bieten nur ganz wenige Kameras in dieser Preisklasse überhaupt an.
Am wichtigsten sind vermutlich die deutlich längeren Aufnahmezeiten ohne Überhitzung.
Vor allem als Vlogging-Kamera wird sie bei Ein-Mann-YouTubern beliebt werden.
Bei der Videografie ist es somit eindeutig: Wer längere Aufnahmezeiten und die höhere Bildqualität benötigt, als die Vorgängermodelle bieten, - und vor allem die Open-Gate-RAW-Modi -, der wird wohl gezwungener Maßen aufsteigen / nachkaufen. Aber das lohnt sich meines Erachtens ebenfalls nur in Einzelfällen, die jeder selbst anhand der obigen Daten entscheiden muss.
Allerdings muss man auch festhalten, dass es sich um eine videozentrische Kamera handelt, was bereits am Video-Sensor der Profiklasse (C50) deutlich wird. Man sollte als Videograf mehr als nur Grundlagen der Videografie besitzen (oder sich erarbeiten), um dieses Modell ausreizen zu können.
Bei einer Neuanschaffung gab es 2025 jedoch im Videobereich einige Konkurrenten bei allen Mitbewerbern.
Allerdings wird auf viele auch noch einiges Zubehör direkt für die Video-Kamera hinzukommen: externe Mikrofone, Ohrhörer, Gimbal etc. sind auch hier erforderlich, wenn man unter allen Bedingungen wirklich hochwertige Videos aufnehmen will.
Und bereits für 4K60p-Video sowie insbesondere RAW-Video gilt: ein moderner Hochleistungs-PC sollte es für die frustfreie Video-Bearbeitung schon sein.
Interessierten Videografen kann man auch als Aufsteiger / Umsteiger unter obigen Einschränkungen zum Kauf raten.
Als fotografische Zielgruppe der R6III sehe ich vor allem anspruchsvollere Fotografen der Stilrichtungen: Sport- und Tier-Fotografie, Porträt-Fotografie, Hochzeits- und Event-Fotografie. - Selbstredend kann man damit auch alle anderen Fotoaufgaben lösen.
Für höchste Ansprüche in den Bereichen Landschafts-, Architektur- und Studio-Fotografie darf es jedoch auch bei Canon eine Kamera mit höherer Auflösung sein, z.B. die R5II. Im Sportbereich sind hingegen die Canon R1 sowie R3 für die berufliche Anwendung eindeutig überlegen. Beides (höhere Auflösung und noch höhere Geschwindigkeit) ziehen jedoch auf allen Ebenen deutlich höhere Folgekosten nach sich, welche die meisten Fotografen nicht tragen wollen oder können.
Der Sensor ist zwar etwas höher auflösend als die 24 MP beim Vorgänger. Aber das ist kaum in der Fotopraxis spürbar. Der Sensor schließt auch nur zu manchen Mitbewerbern auf, nicht aber zu denen mit Stacked-Sensoren.
Wie immer lässt sich in zahlreichen Einzeldingen Liebe der Canon-Techniker zum Detail erkennen, was viele Fotografen auch anerkennen, und sie zu treuen Kunden macht.
Die Fotoleistungen der R6III sind nun sehr gut und werden viele Canon-Amateur-Fotografen überzeugen. Dies gilt insbesondere bei Verwendung der modernen hochwertigen aber noch preiswerteren RF-Objektive für spiegellose Kameras.
Auch manche Berufsfotografen werden sich die R6III als Zweit-Kamera (Backup für den angeblich von allen Profis ständig befürchteten Ausfall des Erstsystems) anschaffen. Aber die Leistungen der R6III im reinen Fotobereich sind nicht mit Berufs- oder Sportkameras ebenbürtig. Da fehlen z.B. KI-Vergrößerung (AI-upscaling) und Entrauschen (AI-denoise) in der Kamera und die sogenannten Action Priority Modi, welche manche Berufsfotografen bei Canon wünschen. Auch die Out-of-focus-detection (automatische Fokuskontrolle) beim Betrachten der Bilder fehlt. Und selbst beim Autofokus fehlt der leistungsstarke Co-Prozessor der wirklichen Profi-Modelle.
Ganz offen halte ich das Preis-Leistungs-Verhältnis im Fotobereich - vor allem, wenn man sich die hochwertigsten und sehr teuren RF-Objektive auch noch anschaffen will - für grenzwertig. Im Melkkuhland Deutschland halte ich die Preise für die R6III und die Objektive für überzogen.
Die R6III mit den neuen RF-Objektiven im preislichen Mittelfeld hingegen sind zweifellos bezüglich der Bildqualität eine gute Wahl für Fotografen, die an modernen spiegellosen Canon-Modellen im Vollformat-Bereich interessiert sind. Aber da sind die in zahlreichen Einzelbereichen doch mess- und teilweise sichtbare Unterschiede zu den Mitbewerbern. - Vor allem liegen deren Systempreise (also Kamera mit Objektiven) nicht selten darunter.
Als Vorteile bewerten nicht nur viel Canon-Fotografen, sondern auch Tester die höhere Ergonomie des Gehäuses sowie die Bedienergonomie der Menüs. Dies wird Canon-Fotografen den Umstieg von DSLRs erleichtern. Das alleine wird aber kaum neue Kunden von anderen Firmen abwerben oder abgewanderte Canon-Altkunden z.B. von Sony und Fujifilm zurückbringen.
Empfehlungen:
Wer (privat oder beruflich) von DSLR zu spiegellosem RF-Bajonett um-/aufsteigt, ist fotografisch und videografisch mit der R6III sicherlich besser bedient, als mit den Vorgängermodellen (Mark I und II). Es finden sich viele Detailverbesserungen darin, welche zumindest 2025 sich nur in diesem Modell befanden, die das tägliche Arbeiten in der Fotopraxis etwas erleichtern - viele kleine, aber eben feine Optimierungen.
Wer bereits eine R6 Mark II besitzt, wird fotografisch hingegen nur wenig wirklich in der Praxis Neues und vor allem Relevantes finden, das (vor allem als Privatfotograf) den Verkauf mit massivem Wertverlust des alten Modelles und den Neukauf der R6 Mark III rechtfertigt. Die Vergleichstabellen (meist in den USA hergestellt) fallen bei den reinen Zahlen und Faktenauflistungen ernüchternd aus. Beim Aufstieg von der aus dem Jahr 2020 stammenden R6I sind die Unterschiede in vielen Bereichen zwar deutlicher zu spüren, aber der Preis wird dennoch derzeit manche Interessenten abhalten.
Eine Ausnahme möchte ich nur für Sportfotografen sowie Berufsfotografen machen, welche ihr Geld damit verdienen und die sich die R3 und R1 nicht leisten können oder wollen. Allerdings benötigt man für Hallensport oder Sportaufnahmen bei schlechteren Lichtverhältnissen wiederum die lichtstarken Objektive, welche teuer sind. Mit Objektiven mit einer Offenblende von f7 oder mehr kann man niemals die oben genannten Kamerawerte erzielen, welche im Sportbereich erforderlich sind. Jedoch ist es nicht klar, ob man sich für die R6III dann wirklich Objektive für hohe vier- oder fünfstellige Euro-Summen anschafft.
Hybrid-Kamera: Wem 32 Mega-Pixel für Fotos ausreichen (vermutlich auch heute noch über 90% aller Fotoarbeiten / Fotostile), der fand hier ebenfalls 2025 die vermutlich interessanteste und bestausgestattete Hybridkamera für Fotos und Videos in der Preisklasse unter 3.000 Euro - mit dem (laut Canon) Schwerpunkt auf der Fotografie.
Interessierte finden die offiziellen Informationen beim Hersteller zur Canon EOS R6III, die technischen Daten Canon EOS R6III auf Deutsch, die deutschen Handbücher für die R6III sowie das Handbuch EOS R6III Deutsch mit über 1.200 Seiten PDF als Download und die regelmäßigen Firmware-Updates zur R6III.
Im Folgenden finden Sie kommentierte Quellen und Belege sowie Analysen für alle Test-Ergebnisse und Kritiken zu Aussagen zur Kamera sowie Anmerkungen zu den jeweiligen Testpersonen. Die positiven wie kritischen Einschätzungen im Artikel werden gestützt durch die hier angeführten Belege und Quellen. Sie sollten auf jeden Fall einen Blick in jene Quellen werfen, oder zumindest die zur jeweiligen Quelle angeführten Details vor einem Kauf beachten.
Bitte beachten Sie, dass es sich bei allen Artikeln, Videos, Rezensionen etc. vor Ende November 2025 nur um sogenannte Vorserien-Produkte handeln kann. Erste seriöse Testergebnisse für real von Normalsterblichen kaufbare Produktionsmodelle sind erst Ende Dezember 2025 respektive ab Anfang 2026 erwartbar. Bewerten Sie deshalb alle früheren Aussagen zur Kamera als vorläufig. Denn die meisten 'kleinen Fehler' werden erst in den Langzeitpraxistests herausgefunden.
Das amerikanische Fotofachmagazin DPReview bietet im englischen Artikel Canon EOS R6 III video stills: the pros and cons of a high-res sensor vom 05.12.2025. Dabei wird auch mit den Testergebnissen von Panasonic S1II und Nikon Z6III verglichen, wobei die R6III sehr gut abschneidet. Nur beim Modus 4K60P ist der Vorsprung der Canon-Kamera gering, weil dieser zwar oversampled, aber mit geringerer Qualität, wozu sich Canon nicht im Detail auslässt.
Die US-Zeitschrift DPReview publiziert im Artikel Canon EOS R6 III: plenty of detail and no nasty surprises vom 25.11.2025 auf Englisch erste Studio-Testergebnisse über die Bildqualität mit einer kaufbaren Produktions-Kamera. Sie fallen insgesamt erstaunlich gut aus. Aber man weist (wie so oft bei modernen Canon-Kameras) darauf hin, dass hier Verschmierungen bei den Details der Tiefen auf eine (nicht abschaltbare) kamerainterne Rauschunterdrückung (auch bei RAW) hindeuten. Siehe dazu RAW-Betrug.
DPReview liefert im Artikel Canon EOS R6 III review in progress vom 06.11.2025 auf Englisch erste Testergebnisse.
Das Magazin Photoscala bietet im Artikel Canon EOS R6 Mark III: Mehr Auflösung, Tempo und neuer Sensor vom 06.11.2025 auf Deutsch wenig: Es wird fast nur der deutsche Preis inklusive der deutschen Pressemitteilung von Canon abgedruckt.
Für das Magazin PetaPixel stellt Jeremy Gray im kurzen englischen Artikel The Canon R6 III Is a 'Hybrid Powerhouse' With 32.5MP Sensor vom 05.11.2025 die neue Kamera mit vielen offiziellen Werbefotos von Canon vor. Sie sei gleichermaßen für Amateure und Berufsfotografen geeignet.
Die zwei kanadischen Influencer schildern im Artikel für das Magazin PetaPixel Canon EOS R6 III Review: Predictably Excellent vom 05.11.2025 ihre Eindrücke zur neuen Kamera. Wie fast immer handelt es sich um eine relativ unkritische Jubeldarstellung anhand eines Vorserienprodukts: an excellent camera for nearly every type of photographer
- angeblich eine eine hervorragende Kamera für nahezu jeden Fotografen
. Kritik findet sich nur in den Nebensätzen, bleibt jedoch oft eher unspezifisch und subjektiv. Erstaunlicher Weise sind auch manche Daten schlichtweg falsch: The R6 III gets Canon’s latest multi-function hot shoe
. - Nein, den neuen Blitzschuh erhielt schon die Vorgängerin R6II 2022. Das ist nur ein typisches Beispiel moderner Schlamperei in der modernen Jubelpresse. Sogar einfaches Rechnen wird nicht mehr beherrscht, denn von 24 Megapixeln der R6II zu 32 MP der R6III sollen es 10 MP mehr sein. This is because we are now shooting 32.5-megapixel photos, not 24.2-megapixel ones. 10 more megapixels
. - Hey, nun, 8 oder 10, was soll's. - Bei den hochwertigen mitgelieferten Beispiel-Fotos sollte beachtet werden, dass sie auch mit hochwertigen lichtstarken (d.h. sehr teuren) Objektiven hergestellt wurden, welche sich die meisten Nutzer nicht für diese Kamera kaufen werden. - Deren Fazit lautet: The R6 III may not be the best camera around at any one task, but it can do everything at a very high level.
- Die R6 III ist vielleicht nicht die beste Kamera für eine bestimmte Aufgabe, aber sie kann alles auf sehr hohem Niveau.
Und: A Fantastic, Safe Camera for Enthusiasts
- Eine fantastische, sichere Kamera für Enthusiasten
also anspruchsvolle Amateure.
Jaron Schneider analysiert für PetaPixel im kurzen englischen Vergleichsartikel The Canon R6 Mark III Makes the C50 Far Less Compelling for Most People vom 06.11.2025 die R6III mit der professionellen Videokamera und hält sie für eine 'hausinterne' Gefahr für die C50. Dies gilt besonders bei der Zielgruppe der modernen Content-Creatoren.
Jeremy Gray vergleicht für PetaPixel im folgenden kurzen englischen Artikel Canon R6 Mark II vs R6 Mark III: The Difference Between RAW Burst Mode and Pre-Continuous Shooting vom 06.11.2025 die R6III mit deren Vorgängerin R6II vor allem beim neuen Pre-Continuous Shooting gegenüber dem früheren RAW-Burst-Modus. Kurzform: Für Anwender ist die neue Lösung in der R6III einfacher in der Anwendung.
Jaron Schneider reichte bereits zwei Tage nach den ersten Jubeltests für PetaPixel im kurzen englischen Artikel Videographers Might Have to Worry About the Canon R6 Mark III Overheating vom 07.11.2025 wesentlich schlechtere Zeiten für die bei hochauflösenden Videos typische Überhitzung nach.
KameraExpress liefert im Artikel Vergleich der Canon EOS R6 Mark III mit der Canon EOS R5 Mark II und der Canon EOS R6 Mark II einen deutschen Vergleich der drei Modelle für Interessenten, welche bei Kaufentscheidungen dazwischen schwanken.
Margit Hofgärtner analysiert für die Zeitschrift Chip im (bezüglich der neuen R6III sehr kurzen) deutschen Artikel Diese Kamera beeindruckt uns: Canon EOS R6 III macht großen Sprung, vom 08.11.2025 das neue Kameramodell. Als Zielgruppe sieht man ambitionierte Fotografen und Filmer
. Jedoch hat die Canon R6 Mark III [auch] professionelle Anwender im Blick.
- Ansonsten hat man (mangels Testkamera) offenbar nichts getestet.
Die US-Fachzeitschrift DPReview stellt im folgenden englischen Video Is the Canon R6III worth the upgrade vom 06.11.2025, das neue Kameramodell kurz vor.
Die beiden kanadischen Influencer schildern im Video für das Magazin PetaPixel Canon R6 Mark III Review: What CAN'T It Do?! vom 05.11.2025 ihre Eindrücke zur neuen Kamera. Im Video sagt er, dass das Video am 31.10. aufgenommen wurde. Auch im Video erzählen sie den Unsinn über den angeblich neuen Multifunktions-Zubehörschuh in der Mark III. - Nein, den neuen Blitzschuh erhielt schon die Vorgängerin R6II im Jahr 2022. Das ist nur ein typisches Beispiel der üblichen Schlamperei bei Influencern. Selbst hochbezahlte Fachkräfte für angebliche Fachmagazine scheinen nichts mehr nachzuprüfen oder nachprüfen zu lassen. - Zwar behauptet er falsch, dass der neue Akku längere Laufzeiten ermöglichen würde (siehe hierzu die offiziellen Werte von Canon), fügt später jedoch hinzu, dass sich jeder Käufer der Kamera auch gleich mehrere neue Ersatzakkus anschaffen sollte. - Nebenbei: Dieses Video ist ein trauriges Beispiel, wie hochbezahlte Video-Influencer mit über 10 Jahren Erfahrung bei der Videoerzeugung dennoch kläglich beim Ton dieser Aufnahmen versagen, weil sie an dichtbefahrenen Straßen durch den Verkehrslärm das Zuhören zur Qual machen. Ferner wird auch das Hinsehen schwer, weil ständig schnell fahrende Autos im Hintergrund ablenken.
Jared Polin - ein US-Influencer - bietet im nächsten Film Canon R6 III REAL WORLD pREVIEW: Was it Worth the Wait?! auf Englisch vom 06.11.2025 einen ausführlichen Kamera-Vor-Testbericht. Er besaß das Vorserienmodell für ein paar Wochen und vergleicht sie mit der Vorgängerin R6 Mark II, welche er immer sehr gelobt hatte. Auch er kritisiert Canons Aussage, dass diese eine primäre Fotokamera sei. Die R6III ist eine hochwertige Video-Kamera. Auf seinem Vergleichsbild der Mark II (links) und III (nebeneinander) werden die kleinen Unterschiede am Gehäuse hinten sichtbar. Bei ihm hielt der Puffer auch bei RAW-Aufnahmen endlos bei 12 Bildern je Sekunde mit dem mechanischen Verschluss. Sein Fazit: Die R6III ist fantastisch.
Der Video-Influencer Camera Conspiracies lästert im folgenden englischen Video Canon R6 III Enough To Stave Off Nikon's Onslaught? vom 07.11.2025 über die Verbesserungen der neuen Kamera. In vielen Video-Bereichen sei die R6III 'besser' als die R5II, die er sich angeschafft hat.
Anthony Gugliotta, eine Video-Influencer erklärt im nächsten Film Canon R6 Mark III: The BEST value hybrid of 2025? vom 06.11.2025 auf Englisch Details zur neuen Kamera. Er konnte die Kamera zuerst 5 Tage lang testen, dann verlängerte Canon den Testzeitraum nochmals um 3 Wochen, sodass klar wird, dass er ein wichtiger Influencer für Canon ist. Seine Bewertung ist deshalb auch: A top-of-the-line Model
- eine 'Spitzenkamera'. Laut seinen Tests sollte man alle Cages für Video der R6II und R5II auch an der R6III verwenden können. Er stieg als auf Video konzentrierter Influencer kontinuierlich von der R6 Mark I über die R6II zur R6III auf und hält den Wechsel zur neuen R6III für gerechtfertigt wegen der vielen zusätzlichen neuen Videoleistungen. Als Videograf hält er den Unterschied von 7K der R6III zu 8K der R5II für vernachlässigbar.
Der britische Influencer Gordon Laing von Camera Labs bietet im englischen Video Canon EOS R6 Mark III - First Looks Review / Erste Eindrücke im Test vom 06.11.2025 einen für ihn relativ kurzen Überblick zur Kamera. Canon hat ihm gegenüber behauptet, dass der Sensor in der R6III angeblich keine dual base ISO biete. Aber andere Tester haben dies bereits in eigenen Bildtests herausgefunden und die zweite Basis bei 6.400 nachgewiesen. Er zeigt bei ca. 8:30 Vergleichsbilder der R6II und III von vorne bezüglich der kleinen Unterschiede beim Gehäuse. Er hatte noch nicht viel getestet.
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Foto Video Design - Dr. Schuhmacher