Schärfentiefe oder Tiefenschärfe

vg

Duden für Rechthaber

Laut Duden ist Schärfentiefe die korrekte Form des Fachausdruckes. - Siehe hierzu jedoch auch die - vom Duden seit vielen Jahren explizit aufgelistete und erlaubte - umgangssprachlich sehr oft synonym verwendete Form Tiefenschärfe.

Sprachgebrauch

Da faktisch seit Jahrzehnten beide Ausdrücke im deutschen Sprachgebrauch synonym verwendet werden, werden sie hier ebenfalls so verwendet, wobei meist die korrekte Schreibweise vor dem Schrägstrich vorangestellt wird. Dies ist für Suchmaschinen erforderlich, da sonst die anderen Suchenden die Inhalte nicht finden können. Man muss die Menschen dort abholen, wo sie aktuell stehen. Im Übrigen haben Belehrungen zur Sprache erfahrungsgemäß keinen Sinn, da selbst Fachautoren in Foto-Fachbüchern und in Foto-Fachmagazinen seit Jahrzehnten (Print wie Online) beide Wörter synonym verwenden, ohne dass ein Lektor oder Korrektor mehr eingreift.

Es ist schlicht sinnlos, sich gegen den Trend der Zeit zu wenden, sofern viele Menschen oder sogar die Mehrheit ein Wort falsch verwendet.

Englisch

Der englische Fachausdruck dafür ist Depth of Field (abgekürzt: DOF).

Definition

Schärfentiefe meint einen in Abhängigkeit von der Brennweite des Objektives und der gewählten Blende sowie der Sensorgröße relativ scharfen Bereich im Foto.

Jedoch ist das nicht wirklich sauber definiert. D.h. es gibt im Grunde nur eine einzige auf einer Kugelform angeordnete Sphäre, in welcher abgebildete Motive wirklich scharf sind.

Alles davor und dahinter wird mehr oder weniger schnell unscharf.

Ab wann etwas in diesem Kontinuum wirklich als unscharf definiert wird, ist subjektiv. Das hängt sowohl vom gewählten Medium (Monitor oder Ausdruck) als auch der Auflösung des Bildes als auch dem Abstand des Betrachters sowie nicht zuletzt vom Betrachter selbst etc. ab.

Deshalb weichen alle Berechnungs-Werkzeuge (DOF-Tools) der Schärfentiefe auch etwas voneinander ab.

Einsatz in der Fotografie und Videografie

In Foto- und Video-Fachkreisen gilt eine geringe Schärfentiefe - also ein schneller Verlauf hin zum Unscharfen - als professionell. Dieser wird durch sehr offenblendige Objektive erzielt (um f1,0).

Jedoch ist das eine reine Festlegung, welche z.B. in den sozialen Netzwerken inzwischen anders gesehen wird, weil man dort - durch die vielen Smartphones mit kleinen Sensoren bedingt - eine durchgehende Schärfe von den eigenen Zehen bis zu Alpen meist als schön ansieht. Im Übrigen wurde letzteres bereits vor ca. 10 Jahren von der angeblich aufgrund der hohen Fachkompetenz angesehenen Stiftung Warentest so beurteilt und andere Kameras mit lichtstarken Objektiven deshalb abgewertet.

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Foto Video Design - Dr. Schuhmacher

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