Sony A7V

vg

Sony A7V einfach und verständlich erklärt. - Test der Kamera. Da Sony keine Ordnung in seine Benennung bekommt, findet sie sich unter zahllosen Schreibweisen, groß und klein, mit und ohne Leerstellen, mit und ohne Bindestriche, wie Sony Alpha 7 v, Sony Alpha 7 Mark V, Alpha 7V, Sony A7 V, A7V, Alpha 7V, Sony ILCE-A7M5, α 7V, ilce-7m5, A7M5. Testberichte und Kaufempfehlungen zu einer spiegellosen Vollformat-Kamera.

Ein Inhaltsverzeichnis mit direkten Sprungmarken und Überblick über alle im Artikel der Sony A7V behandelten Themenbereiche finden Sie als Pop-Up.

Einleitung

Die Kamera-Reihe A7 (ohne weiteren Zusatz) bildet die Einstiegskamera bei Vollformat-Sensoren der Firma Sony.

Da Sony die Vorgängerversion A7 Mark IV bereits im Oktober 2021 vorgestellt hatte und sonst immer relativ kurze Zyklen zeigte, erwarteten viele Beobachter den Nachfolger A7V bereits seit Jahren. Dies galt umso mehr, als der Vorgänger in jeder Hinsicht ins Hintertreffen geraten war - vor allem technisch. Deshalb wurde der Vorstellungstermin der Nachfolgerin Mark V am 02. Dezember 2025 sogar von zahlreichen Analytikern als ziemlich spät angesehen.

Positives zur Sony A7V

Vorab gilt auch hier zur Beruhigung: Es handelt sich bei der Sony A7V um eine ausgereifte, solide Kamera, mit der man auf jeden Fall hochwertige Fotos machen kann.

Alle offiziellen technischen Daten der A7V finden Sie bei Sony.de. - Hier werden nur die wichtigsten und relevantesten neuen Daten für die Foto-Praxis beschrieben und bewertet.

Sensor

Es handelt sich um einen neuen 'partially stacked' also teilweise gestapelten / Stacked CMOS-Sensor - den ersten dieses Typs bei Sony-Kameras. Sony bewirbt den Sensor als 35,7 Mega-Pixel BSI (back side illuminated) Sensor - einen Vollformat-Sensor mit 35,9 * 23,9 mm. - Aber, wie immer, rundet Sony dabei auf. Das sind effektiv dennoch nur die altbekannten 7.008 * 4.672 Pixel Auflösung = 32,741376 Mio. Pixel.

Der Dynamikumfang der A7V soll trotz teilweise gestapelten Sensor höher (bei 16 Blenden - mit mechanischem Verschluss) liegen, als bei den Mitbewerbern mit derartigen Sensoren. Die ISO-Bandbreite reicht wie bisher von 100 bis 51.200 normal und kann manuell auf 50 bis 204.800 ISO erweitert werden.

Neben RAW (im Sony ARW 4.0 Format) wird JPG und (HDR-/HLG-) HEIF 4:2:0 sowie 4:2:2, MPEG-A MIAF-kompatibel geboten. Die Alpha 7V nimmt bei RAW zusätzlich JPEGs in voller Größe auf und schreibt sie in die RAW-Datei hinein. Erstmals gibt Sony an, dass nun auch verlustfrei komprimiertes RAW aufgezeichnet wird. Ferner wurde die Farbwiedergabe etwas verbessert und stabiler.

Es wird nun ein Pre-Capture mit einstellbar bis zu 1 Sekunde Dauer angeboten, wobei man mit halbgedrücktem Auslöser in einer Dauerschleife Fotos (Raw oder JPEGs) aufnimmt, welche beim vollen Durchdrücken des Auslösers dann aufgezeichnet werden. Das Pre-Capture lässt sich von 0,03 Sek bis 1 Sekunde einstellen und läuft mit allen Modi des elektronischen Verschlusses mit bis zu 30 Bildern je Sekunde ab. Viele Tester lobten diese in der Praxis sehr überzeugende Implementation der 'Voraufnahmen'.

Obwohl nicht von Sony publiziert scheint es sich um einen Dual-Gain-ISO-Sensor mit zwei Foto-Stufen bei ISO 100 und 1.000 zu handeln.

Zudem wird Focus-Bracketing / Focus-Stacking in der Kamera unterstützt - und zwar mit dem mechanischen als auch dem elektronischen Verschluss, sodass man dazu auch das Blitzlicht verwenden kann.

Geschwindigkeit

Die A7V erhielt den neuen BIONZ XR2 - Prozessor mit integrierter KI-Verarbeitungseinheit. Hierbei ist erstmals der KI-Prozessor direkt in den Hauptprozessor integriert, statt (wie bisher bei anderen Modellen) als externer zweiter Baustein auf der Platine vorhanden. Dadurch soll er effizienter arbeiten. - Es werden nun bis zu 30 Bilder mit dem elektronischen Verschluss - mit vollen 14-bit Daten - und bis zu 10 Bilder je Sekunde mit dem mechanischen Verschluss geboten.

Die Belichtungszeiten reichen bei Fotos von 1/8.000 bis 30 Sekunde (mechanisch), hinzu kommt die Langzeitbelichtung (Bulb), die man in der Kamera bis 900 Sekunden frei einstellen kann. Mit elektronischem Verschluss werden nun 1/16.000 bis 30 Sek. angeboten. Die Blitzsynchronisierungs-Geschwindigkeit beträgt weiterhin 1/250 Sek. bei 35-mm-Vollformat und 1/320 Sek. bei APS-C.

Der Puffer der im Serienbildmodus aufnehmbaren Fotos beträgt (laut Sony) bei RAW 95 Bilder (komprimiert), bei RAW mit JPEG: 85 Bilder und bei JPEG Fine L: 185 Bilder. - Siehe jedoch unten die Einschränkungen. - Gemäß Tests mit dem rein mechanischen Verschluss soll dort der Puffer bei maximal 10 Bildern in der Sekunde endlos sein, bis die (schnelle) CFexpress-Karte voll ist.

Der neue BIONZ XR2-Prozessor soll gleichzeitig auch die bisher nicht immer treffsichere Weiß-Balance bei Sony, die Belichtung und die Farben optimieren.
Zudem ermöglicht er in der Mark V nun HDR (Mehrfachbelichtung) und Noise Reduction Shooting (Mehrfachaufnahmen, die wie im Smartphone danach in der Sony-Software zu einem rauschärmeren Bild zusammengerechnet werden) und HDR compositing modes (Bilder mit höherem Dynamikumfang - meist durch Belichtungsreihen, welche ebenfalls danach in der Sony-Software zu einem Bild zusammengerechnet werden - wie im Smartphone).

IBIS der Sony A7V

Die A7V verwendet eine 5-Achsen-Verwacklungskompensation in der Kamera (in body image stabilization) mit bis zu 7,5 Blenden Vibrations-Ausgleich in der Bildmitte (nach dem neuen CIPA-Standard) und bis zu 6,5 Blenden am Rand.

Autofokus

Die A7V besitzt weiterhin das Autofokussystem mit 759 Punkten beim Phasen-AF und 425 Punkte bei Kontrast-AF. Dies ergibt 94% Sucherfeldabdeckung der AF-Sensoren. Der Phasen-Autofokus und das AF-Tracking sind wie bisher bis Blende 22 verfügbar. Und die AF-Empfindlichkeitswerte reichen von -4 bis +20 LW bei ISO 100 und Objektiven mit f2.0.

Es handelt sich (wie üblich bei neuen Kameramodellen) um einen weiterentwickelten Autofokus zum Erkennen von nun 6 Kategorien: Menschen, Tieren, Vögeln, Insekten, Autos / Kraftfahrzeugen / Zügen sowie Flugzeugen. Dies gilt sowohl für Fotos als auch für Videos. Zudem sollen die Berechnungen des AF-System 60 Mal in der Sekunde erfolgen, wodurch die Treffsicherheit erhöht wird. Gelobt wird auch der neue, einstellbare Auto-Modus, der die Motive selbst erkennt. Auch die 'Teilerkennung' und Verfolgung von menschlichen Körpern, Armen Beinen (ohne sichtbaren Kopf) soll verbessert sein.

EVF - Elektronischer Sucher der Sony A7V

Die A7V behält den bekannten elektronischen OLED als Sucher mit 1,3 cm (0,5 Zoll) Bildschirmdiagonalen mit insgesamt 3.686.400 Bildpunkten / Pixeln. Das sind 1.280 * 960 Pixel - also Quad-VGA.

Bei 30 Bilder je Sekunde (im elektronischen Modus / Serienbild / Dauerfeuer) arbeitet der Sucher ohne Flackern (Blackout-free).

Die Vergrößerung beträgt 0,78-fach mit einem 50-mm-Objektiv bei unendlich, -1m-1. Der Augenabstand / Eyepoint beträgt ca. 23 mm vom Okular. Der Dioptrienausgleich kann zwischen -4,0 bis +3,0 m-1 eingestellt werden.

Als Bildfrequenz kann man (wie bisher) 60 und 120 Herz wählen.

Auch das Bedienmenü wurde minimal verbessert. So kam die Home/Status Panel-Anzeige hinzu. Zudem rotieren die Anzeigen (bei der Fotografie) automatisch für Hochkantaufnahmen, wodurch das Ablesen der Informationen erleichtert wird. Denn früher musste man dabei 90 Grad um die Ecke lesen.

Rückwärtiges Display

Das rückwärtige Display der A7V wurde weiterentwickelt. Es stammt aus der A7RV und besitzt nun eine Bildschirmdiagonale von 8 cm (3,2 Zoll) TFT mit 2.095.104 Bildpunkten (in Testberichten oft aufgerundet als 2,1 Mio. Punkte) mit 1.024 * 682 realen Bildpunkten im für die Fotografie sinnvollen Verhältnis 3:2. Zudem soll es DCI-P3 Wide-Gamut unterstützen - also Farben genauer darstellen können.

Ferner handelt es sich dabei um das neue Display, welches in (fast) jeder Richtung dreh- und schwenkbar (vari-angle LCD) ist.

Die Touch-Funktionen des Displays wurden verbessert. Ferner kann man die Touch-Funktion mit einem Druck (allerdings auch versehentlich) auf den Mülleimer rechts unten deaktivieren.

Im Gegensatz zur Vorgängerin wird das Display nach einer gewissen Zeit (der Nichtnutzung) nicht mehr komplett abgeschaltet, sondern nur noch gedimmt / in der Helligkeit reduziert, um Strom zu sparen. Dadurch ist die Kamera schneller wieder einsatzbereit. Vor allem entfällt das nervige ständige leichte Drücken der Fotografen auf den Auslöser, um das rückwärtige Display und die Kamera betriebsbereit zu halten.

Gehäuse der Sony A7V

Das Gehäuse der Sony A7V ist sehr ähnlich zum in dieser Beziehung brauchbaren Vorgängermodell. Der Griff stammt nun angeblich von der A7RV und wurde (im Vergleich zur A7IV) minimal vergrößert und kleinere Details am Layout der Schalter und Wahlräder optimiert. So erhielt die Kamera eine Speed Boost-Funktion (aber keinen dedizierten C5-Schalter auf der Vorderseite), mit dem man zwischen 30 Bildern je Sekunde und einer niedrigeren Serienbildrate per Tastendruck wechseln kann. Bei der A7V muss man dazu jedoch eine andere C-Taste belegen.

Die Maße der Kamera betragen ca. 131 * 97 * 83 mm, wobei die dritte Angabe je nach Messart des Griffes in jeder Quelle variiert. Dennoch handelt es ich um fast die identischen Werte des Vorgängermodelles. Das Gewicht beträgt nun hingegen ca. 695 g - wie immer gemessen mit 1 Akku und 1 Speicherkarte, aber ohne Gehäusedeckel. Das ist spürbar schwerer als die Vorgängerin mit 658 Gramm. Sonys Modelle wurden in den letzten 10 Jahren tendenziell immer größer sowie vor allem schwerer und glichen sich somit denen der Mitbewerber zunehmend an.

Die A7V besitzt ein Gehäuse mit Magnesium-Chassis. Es bietet einen Staub-, Wetter und Spritzwasserschutz auf hohem Niveau. Die Betriebsbedingungen reichen von 0 bis 40 Grad Celsius und maximal 85% Luftfeuchtigkeit.

Es wurde dieselbe Wärmeabfuhr / dasselbe Kühlsystem (Heat Sink) wie bei der A7SIII respektive der Vorgängerin A7IV verwendet.

Der Sensor besitzt (wie die Vorgängerin) einen Verschlussvorhang, der vor Staub schützt, wenn die Kamera ausgeschaltet wird und man das Objektiv wechselt. Dies war früher immer einer der Hauptkritikpunkte bei Sony, da deren Sensoren als notorische Staubfänger gelten.

Die Schalter und Bedienelemente der A7V galten Ende 2025 als sehr ergonomisch bei Sonys Kameras: Sie sind griffig und geben feine taktile Rückmeldungen.

Laut Gordon Laing ist das AF-Belichtungs-Fenster an der Front des Gehäuses etwas kleiner sowie rund im Vergleich zum eher größeren ovalen bei der Vorgängerin. Ferner ist die Zahl '7' nicht mehr in einem versenkten Rechteck sichtbar, sondern direkt auf den flachen Gehäuse aufgebracht. Dafür hält er neuen Griff nicht wirklich für unterscheidbar zum alten. (Er erhielt eine etwas griffigere Oberflächenstruktur). Wer sich mit der A7IV auskennt, wird sich auf der A7V auch zuhause fühlen.

Konnektivität

Als Standard- oder Mittelklassemodell der Sony-Reihe besitzt die A7V umfangreiche Anschlüsse. So werden zwei Kartenfächer angeboten: eines nur für UHS-II SD-Karten (UHS-I/II) und eines als Mehrfachsteckplatz / Kombifach für CF Xpress Karte Typ A und SD. Der HDMI-Anschluss ist ein Full size HDMI (Typ A), der groß und stabil ist. Der Audioeingang ist ein 3,5 mm Klinkenstecker für das Mikrofon. Dieser ist an der linken Seite so weit oben angebracht, dass er nicht mit dem drehbaren Display in Konflikt gerät. Der Audioausgang ist ebenfalls als 3,5 mm Buchse für den Kopfhörer ausgelegt. Der klassische PC Sync Socket ist vorhanden. Die A7V erhält zwei USB Typ-C - einen für das Laden des Akkus und einen für die Datenübertragung. Der obere USB-C-Steckplatz bietet USB 3.2 10 Gbps für live streaming (UVC/UAC). Letzteres ist ohne weitere Software möglich, indem man einfach nur das USB-Kabel in die Kamera steckt und mit dem PC verbindet. Durch die nun zwei USB-C-Steckplätze kann man nun gleichzeitig die Kamera mit externem Dauerstrom versorgen (also theoretisch endlos betreiben) und Video-Material ausspielen. FTP wird über die Frequenzbänder mit 2,4 GHz und 5 sowie 6 GHz Wi-Fi / WLAN als Funknetz ermöglicht. Bluetooth wird in der Version 5.3 (2,4-GHz-Band) angeboten. Schließlich ist auch der neue Multifunktions-Blitz-Schuh vorhanden.

Zubehör zur Sony A7V

Der alte Akku NP-FZ100 bietet eine lange Ausdauer bei Display von 750 Fotos und 630 mit dem elektronischen Sucher (nach CIPA-Standard). Das sind sogar höhere Werte als bei der Vorgängerin. Der Akku kann über die USB-Schnittstelle geladen werden. Die Kamera kann auch insgesamt direkt über USB-C betrieben werden.

Ferner wird ein Hochformat-Griff (VG-C4) mit zwei Akkus optional angeboten. Er ist identisch zu anderen Modellen, wie A1 und auch der Vorgängerin A7IV.

Für den Multifunktions-Blitz-Schuh gibt es ein digitales Mikrofon ECM-B1M. Überdies wird der XLR-K3M - ein Adapter für 4-Kanal-Ton - angeboten.

Schließlich gibt es noch das Funkmikrofon SMAD-P3 am URX-P03.

Messverfahren

Bei allen in Hersteller-Broschüren zu findenden Daten handelt es sich um Laborwerte. Sie gelten nur unter Idealbedingungen. Dazu gehören u.a. exakt zur Kamera und für das Bajonett passende, modernste, lichtstarke, teure Objektive, die man bei Offenblende verwendet, im Labor unter genormtem, gleichbleibendem - meist extrem hellem - Licht einsetzt, meist auf einem speziellen Stativ montiert, zudem schnellste, größte und teuerste Speicherkarten, ferner modernste, voll aufgeladene Akkus, sowie bestimmte Menüeinstellungen und nur bei ganz bestimmten Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerten etc.

Die von der CIPA vorgegebenen Messkriterien sind meist sehr streng und werden von japanischen Technikern überwiegend genau beachtet. Ganz im Gegensatz zu einst angesehen europäischen Institutionen wie TÜV, Stiftung Warentest oder die französische DXO, die seit Jahren in der Kritik stehen. Daraus folgt, dass die Messergebnisse durchaus wahr sind. Das wird ggf. von der CIPA nachgeprüft. Aber es handelt sich nicht desto trotz um Maximalwerte.

Während früher bei DSLRs der mechanische Spiegel oft der begrenzende Faktor war, so sind es bei den modernen spiegellosen Hochleistungs-Kameras meist die Objektive mit ihren Autofokusmotoren sowie Blendenmechanismen. Deshalb weise ich auch ständig darauf hin, dass man moderne Kameras nur mit modernsten Objektiven, Akkus, Speicherkarten etc. wirklich ausreizen kann. Das gilt für alle Modelle aller Sensorklassen aller Hersteller. Wer hingegen z.B. als Altglassammler Objektive an Adaptern an diesen modernen Kameras verwendet, kann sämtliche Messwerte getrost vergessen. Ähnliche Einschränkungen betreffen ältere Akkus und langsame oder kleinere Speicherkarten. Aber bereits lichtschwächere Objektive, oder Objektive, die man in der Fotopraxis abblendet, werden signifikant schlechtere Messergebnisse liefern.

Hinzu kommt die Serienstreuung der Produktionsqualität aller am Gesamtsystem beteiligten Einzelkomponenten, die sich neutralisieren aber auch in einer positiven wie negativen Richtung aufsummieren kann.

Daraus folgt letztendlich, dass Sie in Ihrer alltäglichen Fotopraxis geringere Werte erhalten werden - bei allen Modellen aller Hersteller. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass pauschale Aussagen mancher Tester in Foren, Fachzeitschriften oder auf YouTube ohne genaue Angabe alle verwendeten Testverfahren (und Einstellungsdetails) nur eingeschränkt verwendbar sind. Und, weil mir immer wieder diese Frage gestellt wird: Alle Messergebnisse sind wahr und zutreffend, betreffen jedoch meist ganz bestimmte Rahmenbedingungen. Meine Erfahrung ist, dass diese noch nie exakt auf meine Fotopraxis zutrafen. Meine Ergebnisse lagen immer unter den Herstellerangaben, aber immer über denjenigen der heftigsten Kritiker.

Bitte beachten Sie abschließend Ihre eigenen fotografischen Anforderungen: Manche Werte der A7V können traumhaft gut oder manche Kritiken vernichtend ausfallen. So lange diese Punkte für Sie und Ihre persönlichen Foto-Stile irrelevant sind, sollten diese auch Ihre Bewertung in keiner Weise beeinflussen.

Einschränkungen / Nachteile bei der Sony A7V

Selbst, wenn wir uns bei Vollformat-Sensoren in der sogenannten Königsklasse befinden, so finden sich Unterschiede zu anderen Modellen und anderen Herstellern, die man deutlich benennen muss. Es handelt sich zwar um Leiden auf höchstem Niveau. Aber jede Person sollte sich die Einschränkungen vor dem Kauf zumindest klarmachen.

Gehäuse

Das Layout des Gehäuses wurde gegenüber dem Vorgängermodell scheinbar nur minimal überarbeitet und verbessert. Das dritte Wählrad rechts oben wird von einigen Testern als 'pfriemelig' (fiddly) bemängelt.

Der etwas größere Griff kann noch immer nicht alle Männer überzeugen. Auch der harte Griffbezug wird kritisiert. Bei manchen Männern schnitt er auf die Dauer der Benutzung sogar in die Finger ein.
Auch der Vogelfotograf Jan Wegener kritisiert den neuen Griff, da bei schwereren Objektiven die gesamte Last der Kamera und des Objektives ungünstig an der Oberseite des Mittelfingers ruht. Er empfiehlt deshalb den zusätzlichen Akku-/Hochkantgriff.

Der Stellring - unter dem normalen Modus-Wählrad), damit man (in jedem oben gewählten Modus) schnell getrennt zwischen Video und Foto sowie S&Q (Zeitlupe, Zeitraffer) wechseln kann - wird bemängelt, da die Reihenfolge der drei Funktionen unlogisch ist. Sie hätten in der Reihenfolge Foto (links), S&Q (in der Mitte) und Video (ganz rechts) angeordnet werden sollen. Zweitens wäre so ein schnellerer Wechsel zwischen Foto und Video möglich gewesen, ohne dass man die Kamera vom Auge entfernen muss und es ganz exakt nachkontrollieren muss.

Das Modus-Wahlrad kann (noch immer) nicht mit einem Druckknopf blockiert werden.

Der A7V fehlt der frei belegbare (Speed-Boost-Function) Druckknopf vorne zwischen dem Griff und dem Bajonett, sodass man diese Funktion irgendwo anders (an eine weniger ergonomische Stelle) hinlegen muss.

Die A7V besitzt nur asymmetrische Kartenfächer: Ein Kartenfach ist nur für SD-Karten geeignet. Also nicht beide Fächer können CFexpress Typ-A-Karten aufnehmen. Dadurch wird das parallele Sichern auf 2 Karten verlangsamt.

Display und Menüs

Die in der A7V neue Home/Status Panel-Anzeige wird kritisiert, weil sie kaum sinnvoll verwendbar ist, dafür jedoch unbeabsichtigt verstellt werden kann. Zudem werden noch immer die bei Sony sehr langen Menü-Listen zum unergonomischen Durchblättern moniert. Vor allem sind noch immer einige Abkürzungen dort kryptisch (z.B.: 'Cnt Sht Spd Bst Settings') und für Anfänger ungeeignet.

Manche Tester hatten mit Vorserienmodellen Probleme beim Zurückklappen des Displays, weil dann der elektronische Sucher nicht mehr funktionierte (in den Schlafmodus ging), obwohl er nur bei ausgeklapptem Display deaktiviert sein sollte.

Beim Test in der Sonne blendete das Display den Tester Tony Northrup und schränkte die Lesbarkeit der Anzeigen ein. - Jan Wegener weist darauf hin, dass es (tief versteckt) einen Menüpunkt gibt, mit dem man das Display heller einstellen kann: 'Sunny Weather'. Allerdings reduziert dies dann die Akkulaufzeit.

EVF Elektronischer Sucher

Der elektronische Sucher ist alt und leidet unter denselben Einschränkungen des Vorgängermodelles aus dem Jahr 2021. Er wurde im Dezember 2025 zunehmend als minderwertig und veraltet kritisiert.

Zwar kann man für den Sucher eine höhere Bildqualität auswählen und auch höhere Frequenzen. Aber beides zusammen ist nicht erlaubt. Ferner betrifft es sowieso nur wenige Modi wie Live-Composition. Die Menüs verwenden z.B. immer die höchste Anzeige-Bildqualität. Kurzum: Der Modus mit der höheren Bildqualität ist hilfreich bei der Detailerkennung, der Modus mit den höheren Frequenzen ist hilfreich für die Verfolgung schneller Motive.

Verwacklungsschutz / IBIS

Zwar loben viele Tester den nun verbesserten Verwacklungsschutz im Vergleich zur Vorgängerin. Aber einige (vor allem ValueTech) halten die Angaben (besonders für Weitwinkelobjektive) für übertrieben und nur für ganz wenige Objektive sowie Aufnahmebedingungen für realistisch, sowie insgesamt den Mitbewerbern unterlegen.

Auch Gordon Laing kam in seinen Tests bestenfalls auf 4 Blenden Verwacklungsschutz, was ungefähr dasselbe Ergebnis war wie bei der Vorgängerin (A7IV).

Geschwindigkeit

Bei RAW (ohne Abstriche - also in der höchsten Qualität - unkomprimiert) beträgt der Puffer (laut Sony bestenfalls) nur 35 Bilder, bei RAW (ohne Abstriche unkomprimiert) mit JPEG liegt der Puffer ebenfalls bei nur 35 Bildern. Zudem hält sich Sony sehr bedeckt bei dem neuen RAW-Format. Es war auch Januar 2025 (noch) nicht von klassischer Software auslesbar.

Chris Niccols erzielte 75 Bilder als maximalen Puffer mit elektronischem Verschluss (und vermutlich komprimiertem RAW sowie JPEGs).

Nun trat bei allen Objektiven der Dritthersteller die von Sony willkürlich festgelegte Begrenzung der Serienbildgeschwindigkeit auf 15 Bilder je Sekunde negativ in Erscheinung. D.h. mit Fremdobjektiven kann man die höhere Fotogeschwindigkeit der neuen Sona A7V mit elektronischem Verschluss nicht ausnutzen.

Jan Wegener kritisiert den zu kleinen Puffer für die Wildtier- / Vogel-Fotografie. Denn er erhielt nur 40 Bilder RAW ohne Kompression (also in der höchsten Bildqualität) in seinem Puffer bei 30 Bilder in der Sekunde Serienbildgeschwindigkeit. Auch Gerald Undone bestätigte dies. Nur mit der Kompression der RAW-Dateien (also geringerer Bildqualität) kann man längere Puffer-Zeiten und Bildzahlen erhalten. Oder man senkt die Serienbildgeschwindigkeit ab: Gerald Undone erhielt bei 20 Bilder/Sek. 50 Bilder RAW unkomprimiert und mit nur 15 Bilder/Sek. immerhin 65 Bilder als Puffer. Auch Jared Polin kritisiert den (zu) kleinen Puffer bei höchster RAW-Qualitätsstufe, wobei er erwähnt, dass sich diese 1 Sekunde auch noch durch den oft (im Sportbereich und der Wildtierfotografie) verwendeten Pre-Capture verringert.

Vor allem mit dem Puffer und dem evtl. erforderlichen zweiten Sichern auf (langsameren) SD-Speicherkarten wird die Kamera beim elektronischen Verschluss dramatisch ausgebremst. Entweder verzichtet man auf die Sicherungskopie oder man wird bei SD-Karten schlichtweg regelmäßig Aufnahmen verlieren, weil man sie nicht machen kann, während der Puffer noch am Abspeichern auf die SD-Karte ist.

Laut ValueTech soll die Leistung des neuen BIONZ-XR2-Prozessors nur ca. 30% über derjenigen des Vorgängers liegen. Das wäre erstaunlich wenig für die ganzen Entwicklungskosten und die Technologiesprünge der Konkurrenz.

ValueTech erzielte bei einem Serienmodell mit dem geringen Puffer nur ca. 1,25 Sekunden bei 30 Bilder mit elektronischem Verschluss und RAW lossless + JPEG. Danach bricht die Geschwindigkeit auf 8,1 Bilder je Sekunde ein. Aber auch bei RAW komprimiert und geringerer Qualität kam er nur auf 1,26 Sekunden Pufferzeit und danach 8,6 Bilder je Sekunde. Er führt diese Beschränkungen nach vielen Karten-/Speicher-Tests u.a. auf den nicht so schnellen BIONZ-Prozessor zurück. Auch Julia Trotti erhielt bei 30 Bildern je Sekunde nur 40 Bilder im Puffer (1,3 Sek.) und danach ca. 9 Bilder je Sekunde.

Gordon Laing und andere bemängeln die Grenze von 15 Bilder je Sekunde mit Objektiven der Fremdhersteller im Modus AF-C (also Serienbildgeschwindigkeit mit kontinuierlichem Autofokus). Aber es funktioniert auch nicht mit mehr als 20 Bildern in der Sekunde bei Einzelautofokus (AF-S).

Gordon Laing bestätigte, dass der Pre-Capture Mode (Voraufnahmen bei halb durchgedrücktem Auslöser) auch mit Fremdobjektiven funktioniert, aber ebenfalls nur mit maximal 15 Bildern in der Sekunde.

Gordon Laing erhielt bei 30 Bilder in der Sekunde mit unkomprimiertem RAW mit der schnellsten CFexpress-Karte von Sony nur maximal 37 Bilder im Puffer, bevor die Kamera auf ca. 10 Bilder je Sekunde herunterbremste. Das ergibt nur ca. 1,21 Sekunden Puffer. Dasselbe Ergebnis mit nur 37 Bildern im Puffer erhielt er für RAW Compressed HQ. Nur mit komprimiertem RAW erhielt er bis zu 98 Bilder im Puffer, was 3,24 Sekunden Pufferzeit ergibt. Aber auch danach fällt die Aufnahmezahl auf 10 Bilder je Sekunde ab. Dann dauert es ca. 3 Sekunden zum Wegspeichern auf die schnellste CFexpress-Karte von Sony. - Mit der schnellsten SD-Karte erhielt er immerhin 86 komprimierte RAW-Bilder im Puffer. Aber dann dauerte es 12 Sekunden, um den Puffer auf die Karte wegzuspeichern.

Gordon Laing stellte fest, dass Reihenaufnahmen (gleichgültig mit welchem Verschluss) bei 20 Bildern 6 Sekunden benötigen, was erstaunlich lange ist. Er kam nur auf 3 Bilder je Sekunde. Andere Kameras (wie die Canon R6III) machen dies viel schneller. Ferner werden die Stacks nicht in der Kamera zusammengefügt, sondern man muss es manuell später am PC durchführen. D.h. man hat keine Kontrolle über das Ergebnis z.B. im Freien, sondern muss erst an einen PC zur Kontrolle.

Bildqualität

Tester stellten bereits früh erhebliche qualitativ sichtbare Unterschiede der Bildqualität zwischen elektronischem Verschluss und mechanischem fest. Das ist das übliche Problem bei modernen Kameras. Wer höchste Bildqualität wünscht, sollte den mechanischen Verschluss wählen. Vor allem in den Schatten und bei der Klarheit sowie dem Rauschen zeigen sich Vorteile.

Die Objektivkorrektur funktioniert nicht bei Objektiven der Dritthersteller.

Die Sony A7V kann zwar Fokusreihen aufnehmen (z.B. in der Makrofotografie), aber noch immer nicht ein Ergebnisbild in der Kamera zusammenrechnen (wie manche Konkurrenten).

Die neue Kamera beherrscht zwar wie die alte auch Timelaps-Aufnahmen, aber noch immer nur ohne Autofokus.

Inzwischen ist es durch weltweite Diskussionen in Foren auch ganz klar, dass Sony bei der A7V eindeutig eine Rauschreduzierung bei RAW-Dateien (vor dem Abspeichern) durchführt. Siehe zu diesem seit Jahren überall vorfindbaren und von mir seitdem beschriebenen unerfreulichen Thema RAW-Betrug. Dadurch sind die offiziellen Messwerte angeblich 'besser'. Aber die beschriebenen Nachteile dieser nicht abschaltbaren kamerainternen Technik für die Nachbearbeitung bleiben erhalten.

Deshalb ein weiteres wichtiges Detail zur Bildqualität: Die kamerainterne (und nicht abschaltbare) Rauschreduzierung auch bei RAW sorgte für die beiden gemessenen sehr hohen Werte des gelobten Dynamikumfanges (bei mechanischem und elektronischem Verschluss), den manche als Mittelformat bezeichnen. Das ist jedoch RAW-Betrug und wird von allen Kritikern als zumindest 'Schummeln' bezeichnet. Fazit: Weder sind es die von Sony angepriesenen 16 Blenden Dynamikumfang noch sind die maximal 12 Blenden beim mechanischen Verschluss (optisch) real, sondern nur mittels kamerainterner KI-Rauschunterdrückung erzielbar. Und nochmals ein klares physikalisches Nein: Wer eine Mittelformat-Kamera benutzt, hat nach der Aufnahme und jeder manuellen Rauschunterdrückung danach am PC ein qualitativ hochwertigeres Bildendergebnis.

Kurz darauf wurde behauptet, dass die A7V - wie die Panasonic S1II - zudem Dual Gain Output verwende. Das kann durchaus sein. Aber es ändert nichts an der Tatsache, dass der Dynamikumfang insbesondere anhand des Rauschens bestimmt wird. Wer also kamerainterne Rauschunterdrückung verwendet (wie heute praktisch jeder Hersteller), der begeht RAW-Betrug, denn diese Korrekturen werden vor dem Abspeichern in die angebliche RAW (Roh)-Datei hineingeschrieben. Ferner ist Dual Gain Output auch so ein KI-Trick, der letztendlich RAW-Betrug ist. Denn dabei werden wie im (angeblich bei 'echten' Fotografen so verhassten Smartphone) ebenfalls zwei Auslesungen / Sensor-Rohbilder mit jeweils unterschiedlichen ISO-Stufen verwendet und dann mittels kamerainterner KI verarbeitet und als ein RAW-Bild abgespeichert. - Bevor wieder emotionale Wallungen entstehen: Mir ist das im Prinzip egal. Aber es handelt sich um einen kamerainternen KI-Trick, der nicht abschaltbar ist und auch auf RAW-Bilder angewandt wird. Von angeblichen Roh-Daten oder 'echter' Fotografie darf dann keiner mehr sprechen. Ferner konterkariert das auch die ganze Zertifizierung mit CAI, denn niemand weiß genau, wieviel wo und warum verändert und was letztendlich als Roh- / RAW- / etc. -Bild abgespeichert wird. Die Zertifizierung setzt erst dahinter ein.

Der Influencer Stefan Wiesner erhielt im Übrigen weiterhin die Streifen bei bestimmten Leuchtstoffröhren, die man weiterhin manuell durch Auswahl anderer Belichtungszeiten in Einserschritten ausprobieren und dann ggf. beseitigen kann. Aber der neue Sensor kann es nicht und die kamerainterne Automatik funktionierte zumindest bei ihm diesbezüglich auch nicht.

Die von DPReview mit einer Produktionskamera erzielten Werte sind gut. Bei geringen ISO-Werten liegt der Dynamikumfang höher als bei der Vorgängerin A7IV. Bei hohen ISO-Zahlen nimmt das Rauschen allerdings deutlicher zu. Die Farben der JPEG-Bilder wurden von Sony optimiert / leicht verändert.

Bei den neuen Farben spalteten sich nach eingehenden Tests Anfang 2026 die Meinungen deutlich: Julia Trotti bemängelte, dass wer (vor allem in der Porträtfotografie) von der A7IV zur A7V aufsteigt wegen der neuen Farben / Farbabstimmung die Weißtemperatur verändern muss (herabsetzen: 4.800 statt 5.200 Kelvin hin zu Blau, sowie einen erhöhten Farbton / Tint / Tonung hin zu Violett), um dieselben (natürlichen) Farben wie früher zu erhalten. D.h. der Workflow ändert sich. Dies erschwert zudem den parallelen Einsatz verschiedener Kameras von Sony.

Jan Wegener, der offenbar RAW-Dateien öffnen konnte, kritisiert den insgesamt langsamen Ausleseprozess des eigentlich technisch schnell sein sollenden Sensors, der zu ihn störenden Rolling-Shutter (verbogenen Linien) und Unruhe (Wobbling bei Video) führt. Vor allem kleinere Vögel mit schnellem Flügelschlag wurden extrem / unnatürlich verbogen.

Laut Gordon Laing gibt es keinen Modus Pixel Shift Multi Shooting (Detailreichere Aufnahmen durch Versatz des Sensors) in der A7V. Allerdings bietet die PC-Software von Sony ein Imaging Edge Resolution Enhancement, das die Bildqualität nachträglich auch etwas anhebt. - Aber das kann heute fast jede PC-Software (z.B. Adobes Super Resolution Modus).

Da die A7V gegenüber der Vorgängerin etwas verschmiertere Details in Bildern mit höherer ISO-Zahl liefert, vermutet auch Gordon Laing eine Rauschunterdrückung vor dem Abspeichern der RAW-Dateien bei Sony. Siehe hierzu RAW-Betrug.

Laut Gordon Laing ist die Bildqualität der A7V etwas höher als die der Vorgängerin A7IV.

Im Vergleich der A7V zur Canon A6RIII erhielt Gordon Laing dieselben Rolling-Shutter-Effekte, was er angesichts der technisch verschiedenen Sensoren nicht erwartete. Denn der teilweise gestapelte Sensor der A7V sollte signifikant weniger Rolling-Shutter anzeigen.

Gordon Laing bemängelt ferner, dass noch immer keine Belichtungsreihen (multiple exposure Mode) angeboten werden.

Autofokus

Die Behauptungen, dass es sich bei der A7V angeblich um dasselbe AF-System der A1II handele, sind unzutreffend, da jene Profikamera mit 120 Autofokus-Berechnungen je Sekunde schneller und treffsicherer arbeitet.

Der sogenannte AF-'Auto'-Modus erwies sich in einigen Vorserienmodellen als nicht so treffsicher und zuverlässig wie die manuell einstellbaren Motiverkennungsprogramme. Auch Serienmodelle im Januar 2026 bestätigten diese Testergebnisse.

Einige Tester hatten Probleme mit dem Autofokus bei Drittherstellerobjektiven. Woran das liegt, war unklar. Evtl. kann es auch an der Beschränkung auf 15 Bilder in der Sekunde liegen.

Jan Wegener lobt zwar den hochwertigen Verfolgungsmodus, hält allerdings fest, dass Sony auch bei der A7V noch immer Probleme hat, sitzende Vögel im Gebüsch oder auf Ästen oder im Gras am Boden zu erkennen. Nur mit der manuellen Einengung des Suchbereiches wurde dann die Erkennungsrate und Treffsicherheit erhöht. - Ferner arbeitete bei ihm der kombinierte Tier-/Vogel-Modus unzuverlässig, wohingegen die Einzelmodi (Tier oder Vögel) zuverlässiger arbeiteten.

Gordon Lain merkt an, dass die voreingestellten und auswählbaren Gesichter (in der kamerainternen Datenbank) nicht zusammen mit der Autofokus-'Auto'-Auswahl zusammenarbeiten, sondern nur mit denen für Menschen.

Ferner verlor die Sony im sogenannten Auto-Erkennungs-Modus als auch im eindeutigen Menschen-Erkennungs-Modus (im Gegensatz zur Canon R6III - realistischen im Parallelbetrieb) bei Gordon Laings AF-Tests immer wieder einmal ihn als Motiv sogar beim langsamen Herumlaufen im Garten. Erst auf mittlere und kurze Entfernungen bot die Sony A7V identische AF-Werte zur Canon R6III. Aber sobald er seine Mütze aufzieht, verliert ihn die Sony auch wieder relativ oft beim Wegdrehen des Gesichts. Bei der Wildtierfotografie mit Vögeln war der Autofokus sehr treffsicher und in der Praxis leicht anzuwenden, da der elektronische Sucher hier Echtzeitbilder anzeigte, wodurch das Verfolgen sich schnell bewegter Motive einfacher ist (als bei vielen Kameras, welche mit einer kleinen Verzögerung nur das gerade aufgenommene Foto anzeigen.

Konnektivität

Es werden kein NFC (Near Field Communication) und kein Synchronisationsanschluss geboten.

Der untere USB-C-Steckplatz ist nur Version 2.0 und bietet nur eine minimale Datentransferleistung (ca. 1/20 des oberen USB-C-Steckplatzes - ca. 480Mbits/Sek.) und sollte nur für das Laden des Akkus verwendet werden. Denn nur der obere Steckplatz ist USB3.2 und liefert bis zu 10Gbit/Sek., was für den Datentransfer sinnvoller ist.

Diverses

Es findet sich kein Akku-Ladegerät mehr im deutschen Lieferumfang. Das externe Akku-Ladegerät NP-FZ100 muss somit für 80 Euro dazugekauft werden.

Es gibt keine interne RAW-Umwandlung in der Kamera. Auch HLG kann nicht zusammen mit RAW für Fotos aufgenommen werden.

Bitte beachten Sie: Einige der hier angegebenen Kritikpunkte können per Software - also Firmware-Update - leicht nachträglich optimiert respektive korrigiert werden. Seit Anfang der 2020er Jahre tat Sony das bei seinen neuen spiegellosen Kameras allerdings kaum mehr. Darüber dürfen auch kürzlich herausgebrachte Firmware-Versionen mit der Zahl 6.0 nicht täuschen, denn sie brachten alle insgesamt eher bescheidene Verbesserungen im Vergleich zur Konkurrenz. Zahlreiche Analytiker warnen deshalb, in blindem Glauben auf viele nachgereichte Verbesserungen zu hoffen. Man sollte mit dem zufrieden sein, was hier jetzt offiziell angeboten wird. Wer mehr wünscht, findet dies auch bei Sony in teureren Modellen.
Dennoch sollten Sie sich unbedingt immer die neueste Version der Firmware-Updates installieren, um Ihre Kamera maximal ausnutzen zu können.

Video der A7V

Die folgenden Angaben sind für Videografen. Wenn Sie als Fotograf diese technischen Fachausdrücke teilweise nicht verstehen, dann benötigen Sie diese Dinge derzeit auch (noch) nicht.

Alle offiziellen Daten der Sony A7V finden Sie beim Hersteller. Deshalb werden hier im Folgenden nur die wichtigsten und relevantesten neuen Daten für die Video-Praxis beschrieben und bewertet.

Leistungen und Vorteile im Videobereich

Als neues Standardmodell der Mittelklasse bietet die A7V im Bereich Video durch den neuen, schnelleren Sensor einiges - faktisch in vielen Video-Bereichen die doppelte Geschwindigkeit der Vorgängerin A7IV:
XAVC HS 4K: 4K-Video wird als UHD mit 3.840 * 2.160 bei 4:2:0 mit 10 und 8 Bit bis 120 Bilder in der Sekunde und bis zu 200 Mbit/Sek. im HEVC/H.265-Codec angeboten.
XAVC S 4K: 4K-Video wird als UHD mit 3.840 * 2.160 bei 4:2:0 mit 10 und 8 Bit bis 120 Bilder in der Sekunde und bis zu 200 Mbit/Sek. im MPEG-4 AVC/H.264 mit der Long GOP-Komprimierung angeboten.
XAVC S-I 4: 4K-Video wird als UHD mit 3.840 * 2.160 bei 4:2:2 mit 10 Bit und bis 60 Bilder in der Sekunde und bis zu 600 Mbit/Sek. mit Intra-Frame-Komprimierung angeboten.
XAVC S HD: Full-HD wird mit 1.920 * 1.080 bei 4:2:0 mit 8 Bit bis 120 Bilder in der Sekunde und bis zu 100 Mbit/Sek. im Codec MPEG-4 AVC/H.26 angeboten.
XAVC S-I HD: Full-HD wird mit 1.920 * 1.080 bei 4:2:2 mit 10 Bit bis 60 Bilder in der Sekunde und bis zu 222 Mbit/Sek. mit Intra-Bild-Komprimierung angeboten.

4K60p wir nun im Modus oversampled von 7K (genau: 7.032*3.958 Pixel) offeriert, was eine sehr gute Bildqualität verspricht.

DPReview und Jared Polin geben in den USA an, dass die neue Mark V auch Full-HD mit 240 Bildern je Sekunde (im S&Q Menü) bietet, was jedoch in den offiziellen deutschen Unterlagen nicht zu finden ist.

Durch den neuen teilweise gestapelten Sensor sind die Auslesezeiten deutlich kürzer, und somit nicht nur die Bildwiederholraten höher als bei der Vorgängerin, sondern auch die kritisierten früher sichtbaren negativen Rolling-Shutter-Effekte sind reduziert. Das bietet für Video die größten Vorteile.
DPReview ermittelte bei 4K24p 14,5ms Auslesezeit / Rolling-Shutter und bei 4K120p mit dem APS-C crop 6,9ms - sehr gute Werte. Aber Sony gab (laut PetaPixel) in den USA 12 ms an - im Vergleich zu 67ms bei der Vorgängerin A7IV. Und der kanadische Influencer Jordan Drake will geradezu fantastisch geringe 10 ms ermittelt haben.

Zeitlupe und Zeitraffer werden angeboten. Ferner gibt es die Möglichkeit der Proxy-Aufnahme, also eines kleineren Video-Formates auf der zweiten Speicherkarte.

Auch die A7V bietet nun einen KI-unterstützten Bildrahmen-Modus (AI-based auto-framing) beim Filmen (bekannt aus der Sony ZV-E1). Dabei wird vom 7K-Sensor z.B. ein 4K-Rahmen gewählt und innerhalb der möglichen Grenzen nachgeführt. Das wirkt (in Grenzen) für den Betrachter so, als ob ein Kameramann manuell nachführt, obwohl die Kamera fest auf dem Stativ montiert ist. Zudem kann man damit auch beim eigenen Laufen das sich schnell bewegende fremde Motiv etwas leichter im Rahmen halten.

Vor allem in den USA wird die Möglichkeit hervorgehoben, nun (wie zahlreiche andere Modelle) auch endlich bis zu 16 LUTs (Look up Tables) importieren zu können und die LUT am Display während der Aufnahme darstellen zu können. Ferner kann man die verwendete LUT auch mit der Datei abspeichern, um sie so an fremde Video-Bearbeiter weiterzugeben.

Insgesamt sind Aufnahmen bis zu 10-bit bei 4:2:2 HLG und S-Log3 Gamma (maximaler Dynamikumfang, aber nur mit nachträglichem color grading) sowie S-Cinetone, S-Gamut3, S-Gamut3.Cine (flaches Kinoformat, das geringere Nacharbeiten erlaubt) möglich. 4:2:2 8-Bit ist als sogenanntes Internal Recording in der Kamera möglich. An Codecs/Dateiformaten finden sich All-I, XAVC S, XAVC HS und XAVC S-I. Die Videokomprimierung umfasst XAVC S als MPEG-4 AVC und H.264 sowie XAVC HS als MPEG-H HEVC und H.265. Als erste Einleitung in diese Details kann jener externe Artikel dienen.

Das S&Q-Dial erlaubt den Zeitlupenmodus und den Zeitraffermodus (slow-motion/quick-motion). Ferner ist 4K-Streaming mit 15/30 FPS und FHD mit bis zu 60p-Streaming möglich.

Auch hardware-seitig finden sich Vorteile: Durch das sowohl klappbare als auch dreh- und schwenkbare rückwärtige Display wird die Sony A7V auch für Ein-Personen-Vlogger, die selbst vor der Kamera stehen, sehr tauglich. - Dank der bekannt guten Wärmeabfuhr der Vorgängerin tritt kaum oder keine Überhitzung unter Normalbedingungen auf. - Mit einigen (neuen, teuren) Objektiven kann die Kamera das beim Refokussieren verhasste Atmen (Breathing - störende Änderung des Sichtwinkels) verhindern. Dabei verwendet das System dann aber den geringsten möglichen Bildwinkel. - Der Touch-Focus funktioniert auch über die Smartphone-App. Somit könnte man auch im Gimbal-Betrieb, wenn man das Smartphone am Gimbal-Griff (also unterhalb der Kamera) montiert hat, den Fokuspunkt neu setzen, ohne die Kamera selbst zu berühren und somit zu bewegen / erschüttern.

Digital Audio ist mit dem Multi-Funktions-Schuh - Blitzschuh möglich. Die Audioaufnahmeformate umfassen LPCM 2 Kanäle mit 48 kHz bei 16 Bit, LPCM 2 Kanäle mit 48 kHz bei 24 Bit, LPCM 4 Kanäle mit 48 kHz bei 24 Bit und MPEG-4 AAC-LC für 2 Kanäle.

Der AE-Assist arbeitet ähnlich der professionellen FX-6. Und der Video-AF bietet alle AF-Funktionen.

Auch software-seitig finden sich Vorteile: Neben IBIS zur Stabilisierung wird in der A7V auch Active Mode angeboten: Dieser elektronische Verwacklungsschutz / diese Software-Steuerung beschneidet den Bildausschnitt etwas. Zudem bietet es Daten für die weitere Nachbearbeitung in Sonys Video Software Catalyst, um noch weniger verwackelte Videos zu erhalten. - Ferner findet sich die Focus Map - eine sogenannte Fokus-Karte. Sie zeigt eine farbige rote Fläche für vor der Fokusebene und eine blaue für hinter der Fokusebene liegende Tiefenkarte der Aufnahme an. Nur die Teile, welche im Fokus sind, werden normal (als sichtbares Bild der Realität) angezeigt. Es ist in manchen Situationen wirkungsvoller als das sonst oft übliche Focus-Peaking. - Zudem kann man in Innenräumen mit Gasentladungslampen die Flackerfrequenz in Zehntel-Herz-Schritten einstellen und so fast jedes sichtbare Flackern (genau genommen Flimmern) im Video unterdrücken. - Überdies findet sich auch kein zeitliches Aufnahmelimit bei 30 Minuten. - Schließlich profitieren die Anwender von getrennten Menüs für Video- und Foto-Aufnahmen.

Sony verspricht 130-210 Minuten Video-Aufnahmedauer mit einem Akku.

Laut DPReview gab Sony in den USA an, dass man (aufgrund des graphite heat sinks zur Wärmeabfuhr) bei 20 Grad Celsius in Innenräumen mit 4K60p 90 Minuten Video-Dauerbetrieb erreicht. Bei 41 Grad Celsius sollen es noch immer 60 Minuten 4K60p sein. Jordan Drake ermittelte im Zimmer bei XAVC-HS bei 24, 60 und 120p jeweils 2 Stunden ohne Überhitzungswarnung. Sogar 4K/60p mit All-I Kompression bei 600 Mbps mit einer CFexpress Type A-Karte führte zu keiner Überhitzung bis der Akku leer war.
Der Influencer Kai W. filmte in England 50p mit 4:2:2 10 Bit bei 22 Grad Celsius ohne Überhitzung, bis der Akku nach 2 Stunden und 7 Minuten leer war.

Gerald Undone erhielt bei 4K24 und 22 Grad Celsius im Innenraum 2 Stunden und 57 Minuten, bevor der Akku leer war, ohne Hitzewarnung. Bei 4K60 oversampled vom Vollformat waren es mit der Angle of Field Priority on und 22 Grad Celsius im Innenraum 2 Stunden und 05 Minuten, bevor der Akku leer war, ohne Hitzewarnung. Mit USB-C-PD (Dauerstrom) waren es bei 4K60 oversampled vom Vollformat mit der Angle of Field Priority on und 22 Grad Celsius im Innenraum 6 Stunden und 09 Minuten, bevor er abschaltete, ohne Hitzewarnung. Im APS-C-Modus mit USB-C-PD (Dauerstrom) waren es bei 4K60 und 22 Grad Celsius im Innenraum 4 Stunden und 42 Minuten, bevor er abschaltete, ohne Hitzewarnung. Das waren bessere Ergebnisse als bei zahlreichen Video-Kameras mit eingebautem Lüfter.

Das Video-Interface / die Bildschirmanzeige bei Filmaufnahmen wurde verändert und bietet nun mehr Informationen unten und oben.

Obwohl nicht von Sony publiziert scheint es sich um einen Dual-Base-ISO-Sensor mit Stufen bei ISO 800 und 8.000 zu handeln.

Von der FX2 erbte sie die Flexible ISO bei LOG-Aufnahmen.

Die A7V erhielt auch ein in die Kamera eingebautes-Rauschunterdrückungssystem für Tonaufnahmen, das sowohl mit eingebauten als auch externen Mikrofonen funktioniert. Es soll besonders die tiefen Störgeräusche wie Brummen und Summen von Klimageräten etc. dämpfen.

Die Video-Leistungen sind für eine Einsteigerkamera sehr gut. Hier fanden sich die meisten relevanten Verbesserungen der neuen Kamera.

Einschränkungen im Videobereich

Es gibt keine Möglichkeit, RAW-Video-Material intern zu sichern, oder es an einen externen Recorder auszuspielen.

Der 7K-Sensorbereich wird nur in einem Sondermodus verfügbar: Angle of View Priority. Er soll die (sonst immer aktive) kamerainterne Rauschunterdrückung ausschalten. - Laut Jordan Drake ist es sogar überhaupt nicht möglich 7K als Video auszuspielen / aufzunehmen. Die volle Sensorbreite wird nur für oversampled 4K (UHD) und Sonderfunktionen (wie Rahmen / framing) verwendet. Verwendet man diesen Sondermodus 'Angle of View Priority', dann muss man full-width 4K/60P oder APS-C 4K/120P verwenden, sonst wird laut Jordan Drake ein Crop / Beschnitt verwendet. Aber im Sondermodus wird in den Schattenbereichen das Rauschen sichtbar. - Also entweder lebt man mit dem Crop / Beschnitt, oder man muss höheres Rauschen in Kauf nehmen. - Laut Tony Northrup ist der Crop beachtliche 1,16-fach, also keineswegs vernachlässigbar.

4K 120p wird nur mit einem 1,5-fachen APS-C-crop (Beschnitt) angeboten.

Der HDMI-Ausgang kann sowohl bei 4K als auch bei Full-HD nur bis 60 Bilder je Sekunde (z.B. an einen externen Recorder) ausspielen.

In zahlreichen Modi führt die Rahmen-/Framing-Funktion dazu, dass das (faktisch zu kleine) Bildmaterial dann künstlich hochgerechnet wird, wodurch die Bildqualität leidet. Deshalb sollte man es nur mit Bedacht in Einzelfällen verwenden.

Die LUTs lassen sich nicht (wie z.B. bei den professionelleren FX-Modellen) in der Kamera gleich in das Video einbrennen.

Es wird kein DCI-Kino-Format angeboten, kein 6K-Video, und auch Open Gate fehlt. Ebenso wird kein Shutter-Angle angeboten.

Auch Belichtungshilfen wie Waveforms und Falschfarben (false color overlay) fehlen.

Die Video-Menüs sind noch umständlicher in der Anwendung (als die Fotoeinstellungen) und für Anfänger (u.a. aufgrund der kryptischen Sony-Codec-Bezeichnungen) nur schwer verständlich. Selbst erfahrene Videografen wie Jordan Drake hatten versehentlich z.B. den Beauty-Modus aktiviert und es erst bei der Nachbearbeitung am PC bemerkt.

Laut Jordan Drake kann keines der eingebauten Bildstabilisierungssysteme bei Video wirklich überzeugen: weder IBIS allein, noch Active Mode, noch Dynamic Active mode. Hingegen nimmt der Crop / Beschnitt jeweils deutlich zu. Hinzu kommen dann bei niedrigen Verschlusszeiten (z.B. bei Kinofrequenz von 24p) unscharfe, verschmierte Bereiche. Zudem sind die Beschnitte / Crop-Faktoren groß und störend, weil sie selbst Weitwinkelobjektive bei sogenannten Selfies beengen.

Einige Tester bemängelten den nicht immer hochwertigen Verwacklungsschutz bei Videoaufnahmen. Julia Trotti bemängelt, dass bei 4K50 bei ihr bei Bewegungen des Kameramanns der Hintergrund anfängt, sehr unruhig zu werden.

Bei Videoaufnahmen war der Dynamikumfang in Tests von Tony Northrup geringer als bei der Vorgängerin und widerlegt somit Sonys Behauptungen zum höheren Dynamikumfang der A7V beim Filmen.

Während Jan Wegener die Bildstabilisierung bei der Fotografie als noch gut bezeichnet, hält er sie im Bereich Video (vor allem mit größeren Brennweiten im Tierbereich) für der Konkurrenz unterlegen. Die elektronische Bildstabilisierung bei Video ist zwar hochwertiger, aber beschneidet den Bildausschnitt deutlich.

Gerald Undone ermittelte 14,1 ms Rolling-Shutter bei 4K24 während die Vorgängerin A7IV noch bei ca. 26,1 ms bei 4K24 lag. Die A7V zeigte 13,1 ms Auslesezeit bei 4K60. Das ist zwar deutlich schneller als bei der Vorgängerin A7IV, liegt aber nicht wirklich besser als die aktuellen Mitbewerber.
Im APS-C-Modus ermittelte er 13,9 ms Rolling-Shutter bei 4K24. Offenbar wird die zusätzliche Zeit für eine 'Extra-Sampling' (Bildaufhübschung) verwendet, was sich auch in den hohen Dynamikumfängen zeigt die nahe an denen des Vollformatbereiches liegen. Erst bei APS-C 4K120 wird die vom Sensor erwartete 6,95 ms Rolling-Shutter- / Auslesezeit erzielt. Dann fällt der Dynamikumfang aber auf 11,4 Blenden ab.

Gerald Undone ermittelte im Video-Bereich ein Mittelwert von nutzbaren 12,5 Blenden Dynamikumfang bei S-Log3 4K24. Allerdings erkannte er eine veränderte Rauschunterdrückung. Die Mark V zeigt mehr Rauschen als die Vorgängerin (A7IV), aber behält dafür mehr Details und Kontrast. Er ermittelte eine Dual-Base bei ISO 8.000, die immerhin 10,5 statt 9,92 Blenden Dynamikumfang bei ISO 6.400 bietet - also ca. 2/3 Blenden Gewinn ergibt. Bei 4K60 mit 'Priority on' ermittelte er 12,6 Blenden Dynamikumfang, jedoch mit noch etwas mehr Rauschen. Mit 'Priority off' (16% Crop) erzielte er 12,5 Blenden Dynamikumfang. D.h. er erhielt fast identische Dynamikwerte, ob mit oder ohne Rauschunterdrückung / Angle of View Priority. Er gibt die Differenz mit 10-20% mehr Rauschen zwischen den zwei Modi an.

Gerald Undone stellte fest, dass im Video-Bereich der Autofokus bei der A7V bei Unterbelichtung 1/3-Blende früher versagt als bei der Vorgängerin. Bei Überbelichtung war der Autofokus der A7V jedoch deutlich der Vorgängerin überlegen.

Gerald Undone stellte bei seinem Kameramodell fest, dass (jedoch nur in manchen Video-Modi) die Zebras schwächer waren als bei anderen Sony-Kameras.

Wenn man Log aufnimmt, kann man 4K nicht über HDMI ausgeben. Das war ein schon länger bei anderen Modellen bekanntes Sony-Problem. Der HDMI-Steckplatz kann allerdings auch kein RAW-Video an einen externen Video-Rekorder ausspielen.

Wenn man die Menü und Display-Infos über HDMI ausgibt, dann schaltet sich das rückwärtige Display ab. Das funktioniert seit Jahre nicht bei Sony. Also muss der HDMI-Kanal weiterhin frei von Extras sein, und darf nur das Videosignal transportieren.

Weiterhin sind keine 25p- und 30p-Aufnahmen mit H.265 möglich. Diese Frequenzen funktionieren auch auf der A7V nur mit H.264.

Mit einer Produktionskamera bestätigte DPReview bei 4K-Aufnahmen einige andere Testergebnisse: Zwar ist 4K24p immer oversampled. Aber das Auslesen vom 6/7K-Vollsensor fehlt, was mehr Details liefern und Beschnitt erlauben würde. Bei 4K60 errechneten die Tester einen Crop von 1,17 ohne Angle of View Priority einzuschalten. Mit Angle of View Priority nimmt das Rauschen zwar offiziell zu, wurde allerdings bei der Basis ISO kaum bemerkt. Mit Angle of View Priority ist das Bildmaterial bei 4K60 etwas detailreicher als bei Canon und Panasonic. Bei 4K120 ermittelten die Tester einen großen Cropp-Faktor von 1,52, welcher deutlich einschränkender ist, als derjenige bei Canon EOS R6 III oder Panasonic S1II. Mit Angle of View Priority nimmt der Beschnitt sogar auf 1,79 drastisch zu. Dennoch bleibt das Bildmaterial der Sony A7V auch bei 120p hochwertig und detailreicher als bei den Mitbewerbern. Die ermittelten Rolling-Shutter-Werte bei 4K der Produktionskamera waren: 4K/24 bei 14,5ms, 4K/60 und Angle of View Priority aktiviert bei 13,3ms, 4K/60 und Angle of View Priority deaktiviert bei 14,7ms sowie mit 4K/120 bei 6,9ms - also in etwa im Rahmen der früher ermittelten Werte.

Alle seriösen Tester räumten spätestens im Februar 2026 ein, dass die A7V weniger Video-Funktionen anbietet als die Mitbewerber.

Diese Kamera zielt offensichtlich auf Einsteiger mit gehobenen Video-Ansprüchen, aber nicht auf sehr ambitionierte Videografen. - Wer mehr im Bereich Video möchte, sollte gleich zu einer höherwertigeren also teureren Video-Kamera greifen.

Bitte beachten Sie: Einige der hier angegebenen Kritikpunkte können per Software - also Firmware-Update - leicht nachträglich optimiert respektive korrigiert werden. Seit Anfang der 2020er Jahre tat Sony das bei seinen neuen spiegellosen Kameras allerdings kaum mehr. Zahlreiche Analytiker warnen deshalb, in blindem Glauben auf viele nachgereichte Verbesserungen zu hoffen. Man sollte mit dem zufrieden sein, was hier jetzt offiziell angeboten wird. Wer mehr wünscht, findet dies auch bei Sony in teureren Modellen.
Dennoch sollten Sie sich unbedingt immer die neueste Version der Firmware-Updates installieren, um Ihre Kamera maximal ausnutzen zu können.

Verfügbarkeit und Preise der Sony A7V

Die Sony A7V-Kamera war ab Ende Dezember 2025 - trotz der hohen US-Importzölle - für ca. 2.899 US$ (aktuell 2.490 Euro) verfügbar. In Europa / Deutschland hingegen wurde sie für 2.999 Euro angeboten. Preislich orientiert sich Sony dabei an Canon in den USA - dem Hauptmarkt für Fotoprodukte.

Kaufempfehlungen Sony A7V

Sony hat viele bei der Vorgängerin kritisierte Details verbessert und damit im Grunde alles richtig gemacht. Anhand der bisherigen Daten sind keine Haken zu erkennen, welche einem Kauf im Wege stehen.

Bei der Beurteilung der Sony A7V muss man zwei Bereiche unterscheiden:

Video

Für den Einstiegsbereich wurde sehr viel Neues und auch Wertvolles im Bereich Video mit der A7V geboten. Dennoch bietet sie weniger (z.B. Open Gate, DCI) als manche Mitbewerberin in diesem Preisbereich. Es wurden eher praxisrelevante Dinge wie der deutlich verbesserte Autofokus bei Video und die meist doppelt so hohen Bild-Frequenzen im Vergleich zur Vorgängerin eingebaut, was sie zu einer durchaus beeindruckenden 4K-Kamera für den Alltagseinsatz eines Video-Influencers macht.

Aufsteiger: Wer die Sony A7III oder ein FX-Modell bereits besitzt und damit zufrieden ist, wird hingegen nicht so viele Vorteile bei der A7V finden, die einen Verkauf einer älteren Kamera unter hohem Wertverlust wirklich rechtfertigen.

Multimedial arbeitende Videografen sollten zudem beachten, dass die Sony A7V (ohne Open-Gate-Funktion) in der Praxis keine gleichzeitigen Aufnahmen horizontal und vertikal (z.B. für TikTok etc.) erlaubt respektive diese deutlich erschwert (bei zudem geringerer Bildqualität aus maximal 4K - also 2.160 Pixel Höhe - manuell zurechtgeschnitten).

Foto

Fotografisch holt die A7V das nach, was dem Vorgängermodell fehlte: Die höhere Sensorgeschwindigkeit, die höhere Prozessorleistung und damit verbunden der hochwertigere Autofokus werden viele Anwender erfreuen. Auch das hochwertigere klapp- sowie schwenkbare rückwärtige Display werden Interessenten ansprechen.

Aber nun trat bei allen Objektiven der Dritthersteller die von Sony willkürlich festgelegte Begrenzung der Serienbildgeschwindigkeit auf 15 Bilder je Sekunde negativ in Erscheinung. D.h. mit Fremdobjektiven kann man die Fotogeschwindigkeit der neuen Sona A7V nicht ausnutzen. Aufsteiger sollten dies beachten.

Für Fotografen, die eher selten auch noch zusätzlich Videos aufnehmen wollen, war es 2025/26 sicherlich bei Sony die ideale Hybridkamera in diesem Preisbereich.

Neukäufer: Aufgrund der Unsitte bei Sony, alte Kameras entweder spärlich bis nicht mehr mit Software-/Firmware-Updates zu versorgen, kann man Neueinsteigern nur zur A7V raten. Lassen Sie für langfristig frustfreies Arbeiten in der Praxis die Finger von den Vorgängermodellen dieser A7-Basis-Reihe. Hier kommen bei der Mark V sogar wichtige neue Hardware-Bausteine hinzu, welche definitiv nicht in der Vorgängerin nachgerüstet werden. Ohne diese leistungsfähigere Hardware sind jedoch manche Software-Funktionen bei älteren Kameras kaum sinnvoll nachrüstbar.

Berufs-Fotografen: Ferner kann sich diese Sony A7V als Zweitkamera (Back-up-Kamera) sowohl für Berufs-Videografen mit der A7SIII als auch für Berufs-Fotografen mit der Sony A7RV und der Sony A1II lohnen.

Aussichten der A7V

Diese Modell A7V wird langfristig zum Erfolg, weil viele Sony-Anhänger seit Jahren auf diesen Nachfolger warteten.

Einerseits positioniert Sony die A7V mit 33 Mega-Pixeln und teilweise-stacked-Sensor höher als manche vergleichbare Einsteigerkameras. Dies sollte die Marktchancen erhöhen.

Andererseits ist Sony dafür berüchtigt, die eigenen alten Modelle über viele Jahre weiter im Angebot zu lassen, sodass es sich mit jenen älteren aber preiswerteren Modellen selbst Konkurrenz macht. Hinzu kommt die Sony A7CII.

Überdies macht sich Sony selbst weitere Konkurrenz mit Modellen wie A7RIV, A7RV und sowie der Sony A7CR, die ähnlich im Preis für z.B. Landschaftsfotografen eine noch höhere Auflösung (42-61 MP) bieten.

Zudem war diese Einstiegsklasse von allen Herstellern mit Modellen hart umkämpft. Besonders die Panasonic S1II / S1IIE mit ihrem Ende 2025 erschienenen Firmware-Update, die Nikon Z6 III und die ebenfalls brandneue Canon R6III werden weitgehend verhindern, dass viele Kunden - nur wegen dieser neuen A7V - zu Sony abwandern. - Kritiker halten auch fest, dass Sony mit der Mark V bestenfalls den Mitbewerbern nachgezogen und zu ihnen aufgeschlossen hätte, aber sie in dieser Preisklasse nicht übertrifft.

Während die Zahlen der Vorbestellungen von den Kaufwilligen angeblich sehr hoch lagen, nahm die Welle der Kritik Anfang Dezember immer deutlicher zu. Je mehr die Jubelpresse (wie vor allem PetaPixel) mit trickreichen (Wort-)Verdrehungen, Lügen, Häme und Beleidigungen der Kritiker ('können nicht fotografieren') dagegen Stellung bezog, desto größer wurde der Image-Schaden der Kamera.

Deutsche Herstellerinformationen - Sony zur A7V

Interessierte finden die offiziellen Informationen beim Hersteller zu allen Sony.de - Kameras, speziell zur A7 V auf Deutsch bei Sony, die gesamten technischen Daten der A7V auf Deutsch, zum deutschen Handbuch und den Hilfen, und schließlich zu den aktuellen Firmware-Updates.

Wieder Zensur

Wie schon vor Jahren wurde nun auch dieser Artikel - trotz aktiver Eintragung durch mich in deren Werkzeuge - erneut seit Monaten von den großen Suchmaschinen zensiert. Dass jene Suchmaschinen von den dort für viel Geld Werbung schaltenden Firmen abhängig sind, sollte jedem klar sein. Jeder darf sich somit seinen Teil dazu denken. Offenbar gibt es zu viele an diesem Produkt Geld verdienende Interessenten, dass man in Deutschland jede auch nur zaghafte - und wie immer mit Fakten belegte - Kritik an der Sony-Kamera unterdrücken musste. Leiten Sie den Link zu diesem Artikel deshalb bitte selbst an Ihre Foto- und Video-Freunde weiter. Denn die Kamera ist nicht so schlecht, wie jene Zensoren selbst offenbar befürchten.

Kritische Analysen, Anmerkungen und Kommentare zu den Quellen und Testergebnissen sowie Belegen - Weitere Informationen zur A7V

Im Folgenden finden Sie kommentierte Quellen und Belege sowie Analysen für alle Test-Ergebnisse und Kritiken zu Aussagen zur Kamera sowie Anmerkungen zu den jeweiligen Testpersonen. Die positiven wie kritischen Einschätzungen im Artikel werden gestützt durch die hier angeführten Belege und Quellen. Sie sollten auf jeden Fall einen Blick in jene Quellen werfen, oder zumindest die zur jeweiligen Quelle angeführten Details vor einem Kauf beachten.

Warnung: Angesichts der auf beiden Seiten Mitte Dezember hochgeschaukelten Emotionen sei nochmals darauf verwiesen, dass es bis Ende Dezember 2025 nur Ergebnisse der Vorserienkameras gab. Punkt. - Zwar wird sich an der Hardware kaum mehr etwas ändern. Aber auch diese konnte man erst ab Ende Dezember 2025 in eigenen Händen halten und ausführlich testen. Bewerten Sie deshalb alle früheren Aussagen zur Kamera als vorläufig. Da sich kaum jemand zur verwendeten Vorab-Firmware-Version in den Vorabtests auslässt, kann es hierbei noch einige Verbesserungen geben. - Und zum Schluss nochmals: Es gibt heute keine schlechten Kameras mehr. Garantiert kann jeder Fotograf und Videograf somit auch mit diesem Modell hochwertige Aufnahmen erzeugen. Achten Sie somit auf das Publikationsdatum der Testberichte.

Artikel

Das US-Magazin DPReview liefert im folgenden englischen Artikel Sony a7 V review: E-mount users get their own do-it-all powerhouse, vom 23.02.2026 den insgesamt positiven Abschlussbericht aller Tests mit einer kaufbaren Produktionskamera.

Die oft unkritische und selten etwas korrekt nachprüfende Zeitschrift PetaPixel jubelte über die Verkaufszahlen der neuen Sony-Kamera im Januar in einigen Kamerageschäften in Japan. Das sei allen gegönnt. Selbstverständlich warteten viele Sony-Anhänger seit immerhin 4 Jahren auf dieses endlich gebotene Nachfolgermodell und kauften es in großer Stückzahl. Es bleibt dabei: Der japanische Markt bei Kameras ist speziell und sollte nicht auf die ganze Welt extrapoliert werden.

Mit einer Produktionskamera demonstrierte das US-Magazin DPReview im nächsten Artikel Sony a7 V video studio scene: what do you really need?, vom 15.01.2026 die Leistungen im Studio bei 4K-Aufnahmen. Zwar ist 4K24p immer oversampled. Aber das Auslesen vom 6/7K-Vollsensor fehlt, was mehr Details liefern und Beschnitt erlauben würde. Bei 4K60 errechneten die Tester einen Crop von 1,17 ohne Angle of View Priority einzuschalten. Mit Angle of View Priority nimmt das Rauschen zwar offiziell zu, wurde allerdings bei der Basis ISO kaum bemerkt. Mit Angle of View Priority ist das Bildmaterial bei 4K60 etwas detailreicher als bei Canon und Panasonic. Bei 4K120 ermittelten die Tester einen großen Cropp-Faktor von 1,52, welcher deutlich einschränkender ist, als derjenige bei Canon EOS R6 III oder Panasonic S1II. Mit Angle of View Priority nimmt der Beschnitt sogar auf 1,79 drastisch zu. Dennoch bleibt das Bildmaterial der Sony A7V auch bei 120p hochwertig und detailreicher als bei den Mitbewerbern. Die ermittelten Rolling-Shutter-Werte bei 4K der Produktionskamera waren: 4K/24 bei 14,5ms, 4K/60 und Angle of View Priority aktiviert bei 13,3ms, 4K/60 und Angle of View Priority deaktiviert bei 14,7ms sowie mit 4K/120 bei 6,9ms - also in etwa im Rahmen der früher ermittelten Werte.

Das US-Magazin DPReview liefert im folgenden englischen Artikel Sony a7 V studio scene: is there a cost to speed?, vom 07.01.2026 Testergebnisse mit einer Produktionskamera. Die erzielten Werte sind gut. Bei geringen ISO-Werten liegt der Dynamikumfang höher als bei der Vorgängerin A7IV. Bei hohen ISO-Zahlen nimmt das Rauschen allerdings deutlicher zu.

Die berüchtigte japanische Statistik-Firma BCN+R brachte eine angebliche Verkaufsstatistik heraus, welche die neue Sony A7V im Dezember 2025 auf einem sehr guten 7. Platz zeigte. Allerdings bezog sich die Datenbasis auf nur einen Teil der Fotogeschäfte und vor allem den Bereich mit den preiswerteren Kameras. Somit ist dieses in den Anfangswochen (vor allem vor Weihnachten) erwartbare Ergebnis erfreulich, darf jedoch nicht auf die ganze Welt extrapoliert werden. Auch die Behauptung, der Zeitschrift PetaPixel, dass diese Verkäufe höher lagen als bei der R6III im Vormonat ist irreführend, weil es eben einen anderen Monat betraf. - Dann gab auch der japanische Händler Yodobashi bekannt, dass sich die Sony A7V in der zweiten Dezember-Hälfte in Japan sehr gut verkaufte. Bitte beachten sie jedoch auch hierzu die merkwürdige Einschränkung auf sogar nur 2 Wochen.

Das US-Magazin DPReview liefert im folgenden englischen Artikel We tested the Sony a7 V's dynamic range for ourselves: is this the peak?, vom 19.12.2025 Werte zum Dynamikumfang der Kamera, welche sie selbst ermittelt hatten. Mit mechanischem Verschluss halten sie es für 'die Kamera mit dem vermutlich optimalsten ISO-invarianten Sensor'. Fast so gute Werte erhielten sie beim ersten elektronischen Verschluss, bei dem der mechanische Verschluss die Belichtungszeit beendet. - Halt, Stopp: Das gilt alles nur für die Fotografie. Und es gilt auch nicht mit dem elektronischen Verschluss in der Fotografie, weil der Prozessor dann den Sensor nicht zweimal auslesen kann. Denn darin liegt ein Teil des 'Geheimnisses' der neuen Technologie: Man liest den Sensor zweimal bei / mit zwei ISO-Stufen aus und fügt mittels KI (und einigen weiteren nicht publizierten Bild-Aufhübschungen) die Ergebnisbilder in der Kamera zu einem neuen RAW-Foto zusammen. - So wie in jedem Smartphone seit Jahren auch. - Und noch etwas: DPReview gibt als einzige Zeitschrift und Berichterstatter überhaupt an, was ich seit Wochen schreibe: Das alles sind vorläufige Untersuchungen mit Vorserienkameras mit Vorserien-Firmware und Vorserien-Software (z.B. Adobe RAW-Converter). Verlässliche Daten wird es erst ab Januar 2026 geben.

Jaron Schneider berichtet für PetaPixel im Artikel Sony Didn't Intentionally Brick Third Party Lenses on the a7 V, Viltrox Confirms, auf Englisch vom 15.12.2025, dass es massive Probleme mit seinen (Dritthersteller-) Objektiven an der neuen Sony A7V gibt, aber diese angeblich 'nicht absichtlich' von Sony in jene Kamera eingebaut wurden. Viltrox arbeitet an einem Firmware-Update für seine Objektive. - Dennoch bleibt unklar, warum viele chinesische Objektivhersteller / Dritthersteller davon betroffen sind.

Jeremy Gray vergleicht für PetaPixel im englischen Artikel Canon R6 III vs Sony a7 V Dynamic Range: Which Mid-Range Camera Reigns Supreme?, vom 15.12.2025 die beiden neuen Kameras miteinander, wobei er jedoch nur die Tabellen von PhotonsToPhotos (bei der Sony A7V als Vorserienmodell) verwendet. Die neue KI-gestützte Auslesevariante des Sensors beim mechanischen Verschluss gibt der Sony A7V unter 800 ISO einen deutlichen Vorteil.

Angesichts der zunehmenden und heftigen Kritik an der Sony A7V sah sich PetaPixel am 12.12.2025 im irreführenden englischen Artikel The Sony a7 V's Sensor Is Even More Impressive Than it Seemed, zu merkwürdigen Aussagen gezwungen, um ihre vorherigen Übertreibungen zu rechtfertigen. Erstens ist es physikalisch unrichtig, dass die kamerainterne Rauschunterdrückung keinen Einfluss auf den gemessenen Dynamikumfang hätte, da das Rauschen eine wichtige Kenngröße zur Bestimmung des Dynamikumfanges ist. Zweitens stellt der behauptete Dual Gain Output (DGO) ebenfalls ein kamerainterner KI-Trick zur Bildmanipulation dar, weil dabei zwei ISO-Auslesungen /-Aufnahmen zu einer hochwertigeren zusammengerechnet werden (wie beim Smartphone). Da dies vor dem Abspeichern als RAW-Datei erfolgt handelt es sich ebenfalls um RAW-Betrug.

Jaron Schneider, ein gefürchteter Hochjubler bei PetaPixel, versuchte angesichts immer heftigerer Kritik an jenem Magazin und deren Video-Influencern für jahrelange unkritische Jubelberichterstattung mit dem englischen Artikel If You Think 'Cameras Have Gotten Boring' You're Looking at Photography All Wrong vom 12.12.2025 eine Gegendarstellung. Faktisch griff er jedoch emotional aufgeladen nur die Kritiker an, was zur weiteren Verunsachlichung führte, weil er überwiegend Öl in das Feuer goss, indem er die Kritiker lächerlich machte und beleidigte ('die Kritiker wären unfähig, Fotos aufzunehmen'). - Korrekt ist durchaus, dass beide neu herausgebrachten Kameras von Canon und Sony hochwertig waren und sogar hochwertiger als deren Vorgänger. Aber ganz sachlich durfte jeder Kunde und Interessent das nach 3-4 Jahren und für einen höheren Preis auch erwarten. Jedoch wurden eben die - auch durch exakt jene Schreiberlinge und Influencer - ständig höher geschraubten Erwartungen nicht erfüllt. Dies gilt ganz besonders, wenn man die inzwischen atemberaubenden Preisbereiche jener Einsteigerkameras betrachtet. Denn auch, wenn jene Hochjubler sie gerne als sogenannte 'Mittelklasse-Modelle' anpreisen, gab es darunter 2025 bei Vollformat nichts ernsthaft Brauchbares bei jenen Herstellern. Für ernsthafte Fotografen war dies Ende 2025 damit das Einstiegsmodell zu Vollformat bei Canon und Sony. Wer - wie jene extrem gut bezahlen Influencer - mal eben rund 3.000 Euro pro Jahr nur für ein neues Kameragehäuse (neben all den vielen benötigten ebenso teuren Objektiven) ausgeben kann oder sie gleich geschenkt (respektive als lebenslange Dauerleihe erhält), hat schlicht den Bezug zur Realität verloren: they [these cameras] can be purchased by the masses - Diese 3.000 Euro Kameras kann sich die breite Masse leisten. - Wie bitte? Geschätzt 3/4 der früheren Fotografen der 2000er Jahre konnte bei diesen Preisen eben nicht mehr kaufen. Und die Restlichen (die Mehrzahl der Kritiker) waren - entgegen der meisten Vermutungen - 'leider' oft keine Rechtsanwälte oder Zahnärzte oder reiche Influencer, welche das 'für den kleinen Fotohunger Zwischendurch' so einfach hinblättern konnten. Vor allem wollten viele es nicht für die oft minimalen Verbesserungen, die sich fast ausschließlich auf den Feldern Videografie und KI beim Autofokus abspielten. - Und seine Aussage: 2025 was even more packed than last year - 2025 war noch angefüllter als letztes Jahr. ist bezüglich neuer Kameramodelle dreist-frech gelogen. Es wurden nur extrem wenige neue Kamera-Modelle vorgestellt - und bei allen handelte es sich um dringend erforderliche Erneuerung veralteter und am Markt kaum mehr verkaufbarer Vorgänger-/Altmodelle. Fazit: Die finanziell von den Werbekunden (Kamera- und Objektiv-Herstellern) abhängigen Jubelmedien hatten sich 2025 völlig von der Fotografenbasis abgehoben und war noch nicht einmal mehr zur sachlichen Analyse oder gar Eigenkritik fähig. - Im Übrigen kann man die Aussage der Kritiker, jene neuen Kameramodelle wären 'langweilig' (boring) auch positiv sehen: Denn eine Kamera war und ist nur ein Werkzeug. Wer sich nicht mehr über das Werkzeug streitet, kann sich zukünftig wieder mehr auf die eigentliche Aufnahme konzentrieren. Denn alle modernen Kameras sind heute definitiv hochwertig und geeignet dafür. - Aber wenn wir bei der Kritik sind: Die Kamerahersteller hätten wirklich in den letzten Jahren endlich etwas z.B. gegen den grassierenden Diebstahl tun können (Fingerabdrucksensor, PIN etc.) und auch endlich einen größeren internen Speicher einbauen, der das ergonomische Speicherkartendesaster und das Pufferproblem behebt, oder eine Verschlüsselung der Fotos und Videos gegen Missbrauch (bei Diebstahl). Alles dies besaß jedes viel preiswertere Smartphone seit Jahren.

Das englischsprachige Magazin PetaPixel berichtete im Artikel This Is How Much Dynamic Range the Sony a7 V Loses When Using Electronic Shutter, vom 11.12.2025 über den Dynamikverlust beim elektronischen Verschluss gegenüber dem mechanischen. Dabei bezog man sich auf unklare Messungen von Photons to Photos, weil es noch gar keine kaufbaren Serienmodelle gab. Mit mechanischem Verschluss sollen sie (angeblich) fast auf dem Niveau von Mittelformatkameras liegen. Aber der Abzug von rund 1,5 Blenden beim elektronischen Verschluss war unerwartet hoch. - Und noch ein wichtiges Detail: Die kamerainterne (und nicht abschaltbare) Rauschreduzierung auch bei RAW sorgt für diesen sehr hohen Wert des gelobten Dynamikumfanges. Das ist jedoch RAW-Betrug und wird von allen Kritikern als zumindest 'Schummeln' bezeichnet. Fazit: Weder sind es die von Sony angepriesenen 16 Blenden Dynamikumfang noch sind die maximal 12 Blenden beim mechanischen Verschluss (optisch) real, sondern nur mittels kamerainterner KI-Tricks erzielbar. - Und noch ein negativer Punkt in der Berichterstattung jener jubelnden angeblichen Fachjournalisten: Keiner weist darauf hin, dass sich die gelobte Dynamik- etc. -Ergebnisse nur auf Fotos und dort nur auf den mechanischen Verschluss beziehen. Denn im Feld Video sind die Werte nachweislich schlechter (sogar als bei der Vorgängerin A7IV).

Nachdem ein Influencer über Probleme der A7V mit Objektiven von Drittherstellern berichtete, kam am 10.12.2025 eine Breitseite der am Verkauf Interessierten (auch der sogenannten Fachpresse: There's No Reason to Believe the Sony a7 V Has a Third-Party Lens Problem), in welcher das Problem relativiert und kleingeredet wurde. Fakt bleibt, dass Fremdobjektive von Sony absichtlich auf maximal 15 Bilder je Sekunde beschränkt werden. - Fazit: Jede Kritik mit Fakten an der A7V war bereits Mitte Dezember 2025 unerwünscht und wurde von interessierten Kreisen unterbunden bis bekämpft.

Der britische Influencer Christopher Frost bietet im nächsten englischen Film Die Sony a7 V erleben, vom 04.12.2026 seine Testergebnisse. Er wurde nach London zur dortigen Präsentation von Sony eingeladen. Es ist leider oft eine ziemlich oberflächliche Wiedergabe der Marketingdaten - kein echter Test.

Bereits wenige Tage nach der Vorstellung der Kamera sah sich die Zeitschrift PetaPixel genötigt, die folgende Gegendarstellung Orders for the Sony a7 V Are Strong Despite Negative Online Discourse, auf Englisch vom 04.12.2025 zu publizieren. Viele Sony-Fans waren enttäuscht, dass 'ihr' Kamerahersteller nicht mehr geboten hatte. Aber die wahren Kunden und bezahlenden Interessenten bestellten diese Kamera trotzdem vor. - Jedoch muss sich gerade jene Jubelpresse und deren Influencer bei dem Thema zurückhalten. Schließlich trugen sie seit Jahren mit völlig übertrieben positiven Berichten / Werbung für Kameras zu dem Rückschlag des Pendels bei: Wer jahrelang die Follower dreist belügt, darf sich nicht wundern, wenn sie einem nun nichts mehr glauben, selbst wenn sachlich und nüchtern betrachtet die (bisher ermittelten) Ergebnisse zum durchaus guten Kameramodell weitgehend korrekt waren. Mit anderen Worten: Die früher für jede Lobhudelei wirklich lukrativ (direkt und indirekt) bezahlten Influencer hielten sich Anfang Dezember 2025 erstaunlich zurück mit dreist positiv übertreibenden Falschaussagen zur Kamera. Aber nun wurde eben schon jedes ihrer Worte auf die Goldwaage gelegt. - Fazit: Selbst schuld.

Für das englischsprachige Magazin PetaPixel liefert Jeremy Gray im Artikel Mid-Range Showdown: Sony a7 V vs Canon EOS R6 III vs Nikon Z6 III vom 03.12.2025 einen Vergleich mit ähnlichen Kameras. Allerdings werden hier reale und solide (lange) getestete Kameras (Nikon Z6 III und indirekt Panasonic S1II) mit zwei neuen Modellen (Sony A7V und Canon R6III) verglichen, welche so noch überhaupt noch nicht in der Praxis als von Normalmenschen kaufbare Serienmodelle breit verfügbar waren.

Das US-Fachmagazin DPReview liefert im Artikel Sony a7 V review: E-mount users get their own do-it-all powerhouse auf Englisch vom 02.12.2025 einen ersten Bericht über die neue Kamera.

Das englisch-sprachige Magazin PetaPixel liefert im Artikel Sony a7 V Has New 33MP Partially Stacked Sensor and Faster Processor vom 02.12.2025 die ersten Eindrücke zur Kamera. Im Grunde gibt der Artikel nur die Marketing-Sprüche von Sony ungeprüft und unkritisch wieder.

Der kanadische Influencer Chris Niccolls schildert für PetaPixel im Artikel Sony a7 V Review: Don't Call It a Comeback vom 02.12.2025 seine ersten Eindrücke zur Kamera.

Jeremy Gray listet für PetaPixel im englischen Artikel Sony a7 V vs a7 IV: The 15 Biggest Improvements vom 02.12.2025 die Neuerungen / Unterschiede zum Vorgängermodell auf.

Videos

Der britische Influencer Gordon Laing von Camera Labs bietet im englischen Video Sony A7 V for PHOTOGRAPHY review vs R6 III vs A7 IV vs S1 II vom 16.01.2026 einen sehr langen (über eine Stunde dauernden) Vergleichstest der drei Kameras. Er teste die A7V immerhin 6 Wochen lang im Vergleich zu den beiden anderen Modellen. Er bemängelt die Grenze von 15 Bilder je Sekunde mit Objektiven der Fremdhersteller im Modus AF-C (also Serienbildgeschwindigkeit mit kontinuierlichem Autofokus). Aber es funktioniert auch nicht mit mehr als 20 Bildern in der Sekunde bei Einzelautofokus AF-S. Bei seinen Bildvergleichen fällt immer wieder auf, dass die Panasonic S1II dunklere Bilder bei gleichen Einstellungen liefert. Das wäre ein schwerer ISO-Betrug, welcher alle bisherigen Aussagen zur gelobten Bildqualität der Panasonic S1II ad Absurdum führt - wie bei Fujifilm seit vielen Jahren. - Im Vergleich der A7V zur Canon A6RIII erhielt er dieselben Rolling-Shutter-Effekte, was er angesichts der technisch verschiedenen Sensoren nicht erwartete. Denn der teilweise gestapelte Sensor der A7V sollte signifikant weniger Rolling-Shutter anzeigen. - Beim Puffer erhielt auch er in etwa die doppelte Schreibgeschwindigkeit auf Speicherkarten bei CF-Express gegenüber SD, wobei er jeweils die allerbesten und allerteuersten Karten von Sony verwendete. Bei ca. 46:45 Minuten zeigt er, wie man nun mit dem mittleren Rändelrad rechts oben die Autofokus-Feldgröße manuell individuell auf sich und seine Motive einstellen kann.

Der Influencer Curtis Padley vergleicht im englischen Film Sony A7V VS Sony A6700 - which one is better?, vom 21.01.2026 diese Vollformat-Kamera mit einer beliebten APS-C-Kamera.

Der Influencer James Reader vergleicht im englischen Film Sony A7V vs Canon R6 Mark III - Which is the Best Hybrid Camera In 2026?, vom 12.01.2026 diese beiden Vollformat-Kameras.

Der deutsche Sony-Influencer KREATIVAGENTUR betrieb besonders dreist und reißerisch einen Wettbewerb, in welchem angeblich seine Follower entscheiden durften, welche neue Kamera er kaufen soll. Sein Ergebnis zeigt er im Film Sony A7V oder Canon R6III | So habe ich mich entschieden, vom 08.01.2026. Als jahrelanger Sony-Influencer stand das Ergebnis von vorne herein fest, da kein vernünftiger Berufsfotograf und Berufsvideograf angesichts der heute minimalen technischen Unterschiede den Hersteller wechselt, angesichts der jahrelangen Investitionen an Geld in Objektive sowie weiterer Ausrüstung und vor allem der Zeit in der Arbeit mit dem System sowie dem dahinter liegenden Workflow der Bildbearbeitung. - Somit ist das nur ein typisches Beispiel der unseriösen und reißerischen Werbung um neue Follower.

Die australische Influencerin Julia Trotti, welche seit vielen Jahren mit der Sony A7IV und weiteren Vorgängermodellen arbeitet, erklärt im nächsten englischen Film Why I'm NOT Buying the Sony A7V (vs A7IV), vom 20.01.2026, warum sie nach zuerst großer Euphorie im früheren Testbericht nun doch nicht zur neuen A7V aufsteigt. Sie erhielt mit der A7V grundsätzlich wärmere und grünere Farben. Wer (vor allem in der Porträtfotografie) von der A7IV zur A7V aufsteigt muss wegen der neuen Farben / Farbabstimmung die Weißtemperatur verändern (herabsetzen: 4.800 statt 5.200 Kelvin hin zu Blau, sowie einen erhöhten Farbton / Tint / Tonung hin zu Violett), um dieselben (natürlichen) Farben wie früher zu erhalten. D.h. der Workflow ändert sich. Dies erschwert zudem den parallelen Einsatz verschiedener Kameras von Sony. Auch sie erhielt bei 30 Bildern je Sekunde nur 40 Bilder im Puffer (1,3 Sek.) und danach ca. 9 Bilder je Sekunde. - Sie ist der Meinung, dass viele der Kameraverbesserungen eher oder nur für 'Sport'- 'Wildtier'- etc. -Fotografen' mit hohen Bildgeschwindigkeiten Vorteile erbringen und nur, sofern sie dazu den (neuen, schnelleren) elektronischen Verschluss verwenden. Wer jedoch wie sie eher Hochzeiten und Porträts fotografiert, oder insgesamt überwiegend den mechanischen Verschluss verwendet (z.B. Landschaftsfotografie) und auch für Bewegtbilder eher im low Continuous RAW fotografiert, findet keine relevanten Vorteile. - Sie lobt zwar die Video-Verbesserungen der A7V. Aber bei 4K50 fängt bei ihr bei Bewegungen des Kameramanns der Hintergrund an, sehr unruhig zu werden. Sie erhielt im australischen Sommer zwar vereinzelt Überhitzungswarnungen, aber keine Zwangsabschaltung.

Der deutsche Influencer-Kanal ValueTechTV stellt im folgenden Video Sony Alpha 7 V im Test Manchmal ist Durchschnitt besser, vom 21.12.2025 die Kamera vor. Auch er hält die Kamera trotz der Verbesserungen nicht für ein Video-Flaggschiff, weil vieles fehlt. Fazit: Der beste All-rounder, ohne gravierende Schwächen. Aber es fehlen der Kamera auch die wirklichen Stärken im Vergleich zur Konkurrenz. Angesichts des zum Test-Zeitpunktes 1.000 Euro preiswerteren aber in der Praxis kaum schlechteren Vorgängermodells sieht auch er die eigene Konkurrenz von Sony mit der A7IV als Problem.

Der auf Wildtierfotografie spezialisierte Influencer Jan Wegener, der in Australien arbeitet, bietet im englischen Film A7 V vs R6 III vs Z6 III: Was die technischen Daten nicht verraten!, vom 18.12.2025 einen relativ ausführlichen Vergleich der Kameramodelle A1, Z8, R6III, A7V und Z6III für die Wildtierfotografie und -Videografie.

Der (eigentlich) deutsche Tier-Fotograf Jan Wegener stellt im Film Sony A7V Real World Review: Die überraschende und enttäuschende Wahrheit! auf Englisch vom 12.12.2025 seine gemischten Ergebnisse mit der Kamera - einen ausführlichen Test des Kameramodells für die Wildtierfotografie und -Videografie - vor. Laut eigenen Angaben konnte er (als Einziger) die neuen RAW-Dateien öffnen. Er hält die Schalter und Tasten am Gehäuse (für seine Hand und Finger) für gut bedienbar. Er kritisiert den insgesamt langsamen Ausleseprozess des eigentlich technisch schnell sein sollenden Sensors, der zu ihn störenden Rolling-Shutter (verbogenen Linien) und Unruhe (Wobbling bei Video) führt. Vor allem kleinere Vögel mit schnellem Flügelschlag wurden extrem / unnatürlich verbogen sowie diese Bilder unbrauchbar machten. Auch er kritisiert den nur niedrig auflösenden elektronischen Sucher. - Als bisher einziger erwähnt er, dass die Influencer nach Sidney für die Kameravorstellung eingeladen wurden. Er lobt den Autofokus aber kritisiert den kleinen Puffer. Denn er erhielt nur 40 Bilder RAW ohne Kompression (also in der höchsten Bildqualität) in seinem Puffer bei 30 Bilder in der Sekunde Serienbildgeschwindigkeit. (Er meint evtl. jedoch: Wenn er zudem vorher den Pre-Capture / Pre-Buffer aktiviert hatte, um die Vögel beim Abflug zu fotografieren.) Er lobt die nochmals verlängerte Ausdauer des Akkus auch in der täglichen Fotopraxis, wo er bei ca. 10.000 Fotos mit 1,5 Akkuladungen auskam. - Das insgesamt sehr faktenreiche und sachliche Video leidet darunter, dass zahlreiche Filmszenen leider (die englische Stimme und Mundbewegungen) nicht synchron sind, wobei die Ursachen hierfür (Googles KI in YouTube?) unklar bleiben. - Sein Fazit: Er vergleicht die Action-Fähigkeiten mit der A9III und der A1, welche viel teurer sind. Die A7V ist somit gut geeignet für die Wildtierfotografie.

Der deutsche Sony-Influencer Stephan Wiesner, der selbst eine A7IV und eine A7RV besitzt, stellt im Video Sony A7 V Kamera im Test auf Deutsch vom 12.12.2025 sein Vorserienmodell der Kamera vor. Er weist auf die neue Konstanz beim Weißabgleich und der Helligkeit hin, welche die A7V als erste Sony-Kamera besser hält. Bei seinen Autofokus-Aufnahmen von seinem schwarzen Hund beim Rennen waren die Trefferergebnisse der A7V mit dem Sigma (70-200mm) Objektiv (Dritthersteller) nicht immer gut, nur mit dem Original-Objektiv von Sony waren die Trefferergebnisse hochwertig. Erneut hatte er Probleme mit der AF-Vogelerkennung bei der Sony bei bewegten Vögeln. Stehende / sitzende Vögel erkennt die Mark V genauer als die Vorgängerin Mark IV. Auch er bestätigt, dass Sony bei der A7V eine Rausreduzierung bei RAW-Dateien (vor dem Abspeichern) durchführt. Siehe zu diesem seit Jahren überall vorfindbaren und von mir seitdem beschriebenen unerfreulichen Thema RAW-Betrug. Und er findet dies als Fotograf auch gut, weil es ihm gefällt. Aber die beschriebenen Nachteile dieser nicht abschaltbaren kamerainternen Technik für die Nachbearbeitung bleiben erhalten. Er will auch keine RAW-Dateien mehr bearbeiten. Ihm 'reichen' auch JPEGs. Insgesamt ist er sehr, sehr zufrieden mit der Kamera als All-Rounder. - Er will seine A7IV durch die neue A7V ersetzen. Und die A7RV behält er, weil er immer zwei Kameras braucht. Er sieht die neue A7V als echten Konkurrenten für die viel teureren A9, A1 und A7R, weil sie angeblich für fast alle Nutzer und fast alle Anwendungen fast so gut sei. - Leider weist er nicht darauf hin, dass es sich bei seinem Modell um ein Vorserienmodell mit Vorserien-Firmware gehandelt haben muss. Denn die Kamera gab es zu seinem Veröffentlichungszeitpunkt des Videos noch nicht als Serienmodell zu kaufen. Manuell überprüft ergaben Recherchen in den Preis-Suchmaschinen, dass erste Händler die A7V in Deutschland zum 02.01.2026 liefern wollten.

Auch in seiner (aufgrund der heftigen Kritik an der Kamera und seinen eigenen positiven Bewertungen angeblich erforderlichen) Rechtfertigung der Testergebnisse und Empfehlungen weist der US-Influencer Jared Polin im Video SONY RANT: FINE, I'LL BE THE ONE TO SAY IT... auf Englisch, vom 10.12.2025, ausdrücklich nochmals darauf hin, dass es eine Einsteigerkamera ist: entry-level competitor.

Die US-Influencer Tony und Chelsea Northrup bieten im folgenden englischen Video Sony a7 Mark V: The perfect Hybrid?, vom 09.12. ihre Ergebnisse zur neuen Kamera. Tony konzentriert sich auf die Video-Seite der Kamera. Er macht einige Einschränkungen. Bei Videoaufnahmen ist der Dynamikumfang in seinen Tests geringer als bei der Vorgängerin und widerlegt somit Sonys Behauptungen zum höheren Dynamikumfang der A7V. Auch er bemängelt diese merkwürdige, kaum verständliche und im Alltag hinderliche Angle of View Priority bei 4K60p. Bei ihm fielen die Zeitlupenaufnahmen auf der A7V ebenfalls deutlich verrauschter aus als bei der Vorgängerin. Ferner beschwert er sich über das überladene und kaum verständliche sowie nicht durchsuchbare Menü (vor allem bei Video). Sein Fazit lautet: Die A7V ist insgesamt die 'bessere' Video-Kamera im Vergleich zur Vorgängerin A7IV.

Der Sony-Influencer Mark Wiemels zieht im folgenden Video Das Schlimmste, was Sony je getan hat vom 07.12.2025 seine Kritik andersherum auf: Die neue A7V deklassiert die erst wenige Monate alte FX2. Auch andere sahen das ähnlich, weil für fast denselben Preis nur die eingeschränkteren Video-Leistungen der A7IV mit langsamem Sensor bietet. Obwohl er am Anfang kurz die bis dahin bekanntgewordenen Einschränkungen der A7V kurz auflistet, wird er sich diese Kamera vorbestellen.

Der Influencer Camera Conspiracies attackiert mit seiner scharfzüngigen, ketzerischen Art im nächsten englischen Film Sony A7V: They Concede Hybrid Line to Canon & Nikon, vom 03.12.2025 über nicht gelieferten Neuerungen in der neuen Kamera. Hierbei vergleicht er die A7SIII aus dem Jahr 2020 mit der nun 5 Jahre später erschienen A7V.

Der US-Influencer Jared Polin stellt im nächsten Film SONY a7 V REAL WORLD pREVIEW: A GRAND SLAM?!? (vs Canon R6 Mark III) auf Englisch vom 03.12.2025 die neue Kamera ausführlichen vor und vergleicht sie mit der Canon R6III. Er testete die Vorserienkamera zwei Wochen lang auf einer Safari in Kenia. - Er Lobt das Gehäuse, aber kritisiert den minderwertigen und veralteten elektronischen Sucher. Die RAW-Dateien konnte er in Lightroom noch nicht öffnen und deshalb die Bildqualität nicht abschließend bewerten. Er kritisiert den zu kleinen Puffer bei hochwertigem RAW-Format. Er lobt den neuen Autofokus als so hochwertig wie in der A1II oder in der A9III. Allerdings halte ich sachlich fest, dass der AF bei seinen Tieraufnahmen nur mit einem zusätzlich manuell eingestellten sehr kleinen (Vor-)Auswahlrahmen so treffsicher waren, wie seine Belegbilder beweisen. Siehe hierzu auch die Kritik anderer Tierfotografen. Wie zahlreiche Analysten empfiehlt er diese neue A7V als Einstiegskamera in das Vollformat und widerlegt damit die oft geschriebene Einstufung von der angeblichen 'Mittelfeld-Kamera', denn die A7V stellt die Einstiegskamera bei Sony in das Vollformat dar. Ansonsten empfiehlt er dieses Modell als Dritt-Kamera (kein Druckfehler) für Berufsfotografen.

Der Influencer Kai W. (Wong) weist im englischen Video Speed Demon with a third party lense twist, vom 02.12.2025 auf die hohe Geschwindigkeit der A7V hin, aber auch auf die Probleme mit den Objektiven der Dritthersteller, welche diese Leistung nicht erbringen können / dürfen. (Sie werden von Sony auf maximal 15 Bilder je Sekunde beschränkt.) In seinen Tests (ab 16:15 Minuten) funktionierten manche chinesischen Objektive sogar überhaupt nicht - trotz Autofokus-Befähigung. - Aber seine mit Belegen fundierte Kritik war bereits unerwünscht und wurde heftig bestritten sowie bekämpft (siehe dazu oben - u.a. die Artikel von PetaPixel). Zudem sind seine Rolling-Shutter-Tests bei Video nicht ganz so vorteilhaft (z.B. im Vergleich zur Nikon Z6III).

Die beiden kanadischen Influencer Chris Niccolls und Jordan Drake liefern für PetaPixel im Film Sony a7 V Review: Don't Call It a Comeback vom 02.12.2025 ihre (ziemlich langatmigen und langen) ersten Eindrücke zur Kamera anhand eines nur beschränkt einsetzbaren Vorserienmodells. Er erzielte mit dem neuen verlustfreien RAW-Format ca. 50 Bilder im Puffer, wobei nicht ganz klar wird mit wieviel Bildern (30?) je Sekunde er aufnahm.

Der deutsche Sony-Influencer AmazingNature Alpha lobt im folgenden Film Sony A7V INTENSIV TEST Was ist gut, was nicht? vom 02.12.2025 in einem extrem langen (45 Minuten) Videobericht. Er erhielt die Kamera angeblich für 2 Wochen zum Test. In vielen Punkten gibt er nur unkritisch die Werbebroschüre von Sony wieder (mit z.B. angeblich 16 Blenden Dynamikumfang). Manches liest er sogar falsch aus der Sony-Werbung ab oder unterschlägt wichtige Einschränkungen (nur 6,5 Blenden maximaler Verwacklungsschutz am Rand, keine pauschal 7,5, die es bestenfalls unter Laborbedingungen in der Mitte gibt, was selbst Sony erwähnte). Usw.

Der deutsche Influencer Pavel Kaplun lobt im folgenden Film Neu: SONY A7V vom 02.12.2025 in seinem Bericht die neue Kamera. Er durfte sie ein paar Tage testen. - Gleich am Anfang zieht er sein positives Fazit: Er würde sich diese Kamera kaufen . Aber er tut es nicht, obwohl sie laut seiner Aussage keine Wünsche offen lässt. Das sahen weltweit viele Fotografen und Videografen anders.

Der deutsche Händler Calumet lobt im Video Sony a7 VT - Diese Kamera verändert alles!, vom 02.12.2025 unseriös. Oft werden nur unkritisch die Daten der Werbebroschüre heruntergelesen. Das ist deutsche Jubelpresse, weil man verkaufen will / muss. Zitat: Sony hat die hohen Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern an vielen Stellen sogar übertroffen. Ob sich ein Upgrade lohnt? Ich denke in diesem Fall lautet die Antwort ganz klar ja. Nur aufgrund derart übertreibenden Leute fiel die Kritik vieler im Internet so hart aus.

Der kanadische Video-Influencer Gerald Undone, der selbst mit einer A7IV in seinem Studio arbeitet, liefert im folgenden englischen Film Sony a7 V Test: Das Endspiel, vom 02.12.2025 seine Testergebnisse zur A7V im Videobereich. Sein Fazit vorab: Man kann heute weder bei Canon, Nikon, Panasonic noch Sony bei Video-/Hybrid-Kameras einen Fehlgriff machen. Alle in diesem Preisbereich sind vergleichbar und hochwertig. - Er ermittelte 14,1 ms Rolling-Shutter bei 4K24 während die Vorgängerin A7IV noch bei ca. 26,1 ms bei 4K24 lag. Die A7V zeigte 13,1 ms Auslesezeit bei 4K60.

Die US-Influencer Tony und Chelsea Northrup schildern im englischen Film Sony A7 Mark V vs. A7 Mark IV: Wie sie WIRKLICH abschneidet! (Der Unterschied ist enorm), vom 02.12. ihre Eindrücke zur neuen Kamera im Vergleich zum Vorgängermodell. Chelsea konzentriert sich auf die Foto-Seite der Kamera. Chelsea hält die A7V für geeignet für die Wildtierfotografie, Sport und Events sowie Hochzeitsfotografie, wenn man nicht die viel teureren anderen Sony-Modelle erwerben will. Das Aufrüsten / den Aufstieg empfiehlt sie vor allem jenen A7IV-Besitzern mit höheren Ambitionen bei schnellen Bewegtmotiven.

Die australische Influencerin Julia Trotti, arbeitet seit vielen Jahren mit der Sony A7IV sowie weiteren Vorgängermodellen, und bietet im nächsten englischen Film Sony A7V Hands-On Review: Photo and Video, vom 02.12.2025 einen erstaunlich unkritischen Bericht zur Kamera, den sie im Januar 2025 deutlich revidierte. Siehe dazu oben. Denn Sie wird trotz Jubelei hier ihre Aussage zum Aufstieg zur A7V aus diversen Gründen nicht durchführen.

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