Statistiken im Fotobereich

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Antworten zu Fragen über Statistiken im Fotobereich

Hier erhalten interessierte Fotografen und Analytiker der Fotobranche sowie Fotofachhändler verständliche Antworten auf u.a. folgende Fragen:

Ein Inhaltsverzeichnis mit direkten Sprungmarken und Überblick über alle bei Statistiken im Fotobereich behandelten Themenbereiche finden Sie als Pop-Up.

Hintergrund

Vorab ein paar Bemerkungen zu Statistiken generell:

Datenbasis

Bewertung der Daten

Ohne die löbliche und aufwändige Arbeit der CIPA schmälern zu wollen, unterliegen die Daten erheblichen Einschränkungen:

Bei sämtlichen weiteren Daten zur Fotografie sieht es hingegen aus wissenschaftlicher Sicht düster aus:

Die Datenlage bei den Firmen

Hier verwendete Daten

Welche Daten ziehe ich für Analysen der Fotobranche und Prognosen darüber heran?

Jahreszeitlich Schwankungen bei der Produktion

Einen der größten Vorteile sehe ich darin, dass man anhand der Produktion, deren Daten in Monatswerten vorliegt, jahreszeitliche Schwankungen erkennen und daraus wiederum Prognosen für die Jahresgesamtproduktion ableiten kann.

Herstellung der Vergleichbarkeit

Monatliche Gesamtproduktion

Monatliche Gesamtproduktion aller Kameratypen in absoluten Zahlen.

Monatliche Gesamtproduktion

Prozentuale Anordnung der monatlichen Produktion in relativer Abhängigkeit der Gesamtjahresproduktion eines jeweiligen Jahres an Kameras. Das sieht schon bedeutend übersichtlicher aus. Aber noch immer sind die vor allem durch Naturkatastrophen verursachten extremen Ausschläge zu verwirrend und für eine Analyse störend.

Arithmetisches Mittel

Arithmetisches Mittel der Prozentzahlen der monatlichen Produktion in relativer Abhängigkeit zur Gesamtjahresproduktion eines jeweiligen Jahres an Kameras.

Details zur Vergleichbarkeit

Arithmetisches Mittel bereinigt

Arithmetisches Mittel der Prozentzahlen bereinigt um die jeweiligen Extremwerte der Prozentzahlen der monatlichen Produktion in relativer Abhängigkeit zur Gesamtjahresproduktion eines jeweiligen Jahres an Kameras.
Bei der blauen Kurve handelt es ich um die bereits oben verwendeten unbereinigten Werte des arithmetischen Mittels.
Bei der orange-roten Kurve handelt es ich um die um den jeweils kleinsten und größten Wert bereinigten arithmetischen Mittel.

Für Statistiker sei angemerkt, dass man statt des arithmetischen Mittels (mean) auch den Median oder Modus (mode, dann aber mit gerundeten Prozentwerten) verwenden kann. Auch das verändert kaum etwas.

Hüllkurven

Hüllkurven der Maxima und Minima um das arithmetische Mittel der Prozentzahlen der monatlichen Produktion in relativer Abhängigkeit zur Gesamtjahresproduktion eines jeweiligen Jahres an Kameras.
Rote Kurve in der Mitte: Arithmetisches Mittel aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2010 bis 2017.
Graue Kurve oben: Maxima aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2010 bis 2017.
Blaue Kurve unten: Minima aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2010 bis 2017.

DSLR - Kameras mit Spiegeln

DSLR Durchschnitt mit Hüllkurven

Hüllkurven der Maxima und Minima um das arithmetische Mittel der Prozentzahlen der monatlichen Produktion in relativer Abhängigkeit zur Gesamtjahresproduktion eines jeweiligen Jahres an DSLR-Kameras = Systemkameras mit Spiegeln.
Rote Kurve in der Mitte: Arithmetisches Mittel aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017. Nur über diese Jahre liegen Einzeldaten vor.
Graue Kurve oben: Maxima aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017.
Blaue Kurve unten: Minima aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017.

DSL - Kameras ohne Spiegel = Spiegellose Systemkameras

DSL Durchschnitt mit Hüllkurven

Hüllkurven der Maxima und Minima um das arithmetische Mittel der Prozentzahlen der monatlichen Produktion in relativer Abhängigkeit zur Gesamtjahresproduktion eines jeweiligen Jahres an DSL-Kameras = Systemkameras ohne Spiegeln.
Rote Kurve in der Mitte: Arithmetisches Mittel aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017. Nur über diese Jahre liegen Einzeldaten vor.
Graue Kurve oben: Maxima aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017.
Blaue Kurve unten: Minima aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017.

Kompakt und Bridge-Kameras = Kameras mit fest eingebautem Objektiv

Kompakt und Bridge-Kameras Durchschnitt mit Hüllkurven

Hüllkurven der Maxima und Minima um das arithmetische Mittel der Prozentzahlen der monatlichen Produktion in relativer Abhängigkeit zur Gesamtjahresproduktion eines jeweiligen Jahres an Kompakt und Bridge-Kameras.
Rote Kurve in der Mitte: Arithmetisches Mittel aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017. Zur einfacheren Vergleichbarkeit mit DSL und DSLR wurde nur dieser Zeitraum gewählt.
Graue Kurve oben: Maxima aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017.
Blaue Kurve unten: Minima aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017.

Direktvergleich und Bewertung

Vergleicht man nun die drei Einzelkurven der arithmetischen Mittel der Kompakt und Bridge-Kameras, der Spiegellosen und der DSLR-Kameras miteinander, so treten die Unterschiede noch deutlicher zu Tage.

Kompakt und Bridge-Kameras Durchschnitt mit Hüllkurven

Gesamtvergleich aller drei Kameraklassen in prozentualen Produktionsdaten auf Monatsbasis.
Rote Kurve: Arithmetisches Mittel aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017 bei Spiegellosen Kameras = DSL.
Graue Kurve: Arithmetisches Mittel aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017 bei Kameras mit Spiegel = DSLR.
Blaue Kurve: Arithmetisches Mittel aller Werte des betreffenden Monats in den Jahren 2012 bis 2017 bei Kompakt und Bridge-Kameras = Kameras mit fest eingebautem Objektiv.

Gemeinsam ist allen Kameraklassen jedoch der Höhepunkt der Produktion zum Weihnachtsgeschäft und der Tiefpunkt in den Monaten Dezember bis Februar. Daraus folgt jedoch direkt, dass man jene beiden Perioden bei der Prognose der Jahresendergebnisse nicht so pauschal (über-)bewerten darf, wie dies oft geschieht.

Prognosen

Mit diesen Erkenntnissen und relativen Prozentzahlen der Produktion kann man nun jedoch auch Prognosen für die Zukunft anstellen.

DSLR

Aufgrund der relativ hohen Ausgeglichenheit der Kurve gelingt dies am einfachsten bei DSLR - Kameras mit Spiegeln.

Lege ich meine Ergebniskurve auf die Monatszahlen der zurückliegenden Jahre, so ergibt sich folgende Fehlermatrix der maximal auftretenden Fehlermöglichkeiten.

Fehler bei der Prognose im Bereich DSLR

Maximale Fehler bei der Prognose im Bereich DSLR.

Das Vorgehen ist ganz einfach:

Hinzu kommen weitere Zahlen, wie der absolute Rückgang der produzierten Kameras mit Spiegeln seit 2012 zum jeweiligen Vorjahr:

Linear betrachtet ergäbe dies eine durchschnittliche Abnahme der Produktion von rund 9% je Jahr seit 2012.

Damit lässt sich bereits aus dem ersten Monat (= dem derzeit nur vorliegenden Januarergebnis 2018) erstaunlich genau der Jahresverlauf der Produktion und das Jahresgesamtergebnis bei DSLR vorhersagen.

Kurzum: Für 2018 sieht es weiter sehr düster für Kameras mit Spiegeln aus.

Hinzu sollen laut Gerüchten 2018 und 2019 geradezu unvorstellbare Managementfehler bei den beiden größten Produzenten Canon und Nikon hinzukommen - weg von DSLR.

Alle weiteren Details entnehmen Sie dem Artikel: Foto-Wirtschaft

Kompakt- und Bridge-Kameras

Aufgrund der zwei Spitzen in der Kurve gelingt die Prognose bei Kompakt- und Bridge-Kameras bereits weniger gut.

Lege ich meine Ergebniskurve auf die Monatszahlen der zurückliegenden Jahre, so ergibt sich folgende Fehlermatrix der maximal auftretenden Fehlermöglichkeiten.

Fehler bei der Prognose im Bereich Kompakt- und Bridge-Kameras

Maximale Fehler bei der Prognose im Bereich Kompakt- und Bridge-Kameras.

Das Vorgehen ist ganz einfach:

Hinzu kommen weitere Zahlen, wie der absolute Rückgang der produzierten Kompakt- und Bridge-Kameras seit 2010 zum jeweiligen Vorjahr:

Nur 2017 kam es zu einer Umkehrung des Trends - zumindest bei der Produktion.

Damit lässt sich leider (zumindest zum Jahresbeginn) nichts Genaues aussagen.

Alle weiteren Details entnehmen Sie dem Artikel: Foto-Wirtschaft

Spiegellose Kameras - DSL

Aufgrund des sehr steilen Kurvenverlaufes bei Spiegellosen Kameras und der Tendenz der Hersteller, zum Jahresende nochmals kräftig (über) zu produzieren, ist die Prognose nochmals deutlich schwieriger.

Lege ich meine Ergebniskurve auf die Monatszahlen der zurückliegenden Jahre, so ergibt sich folgende Fehlermatrix der maximal auftretenden Fehlermöglichkeiten.

Fehler bei der Prognose im Bereich DSL

Maximale Fehler bei der Prognose im Bereich DSL - System-Kameras ohne Spiegel.

Das Vorgehen ist ganz einfach:

Hinzu kommen weitere Zahlen, wie die jahrelange weitgehende Seitwärtsbewegung der Produktion 2012 bis 2016 und die unerwartete und sinnlose Überproduktion ab Herbst 2016 bis Sommer 2017:

Leider handeln die (Produkt-)Manager der Spiegellosen Kameras gemäß meinen Analysen ziemlich unlogisch und stark emotional, sodass sich hier nur schwer Prognosen machen lassen. Man gewinnt den fatalen Eindruck, dass sie sich extrem von Einflüsterungen mancher dubioser Quellen manipulieren lassen. Und dann wird in der zweiten Jahreshälfte unverhältnismäßig gehandelt (und zwar in beide Richtungen).

Da der Migrationspfad hin zu Spiegellosen Kameras inzwischen beschlossen zu sein scheint, dürften Spiegellose Kameras weiter zunehmen. Wenn man den zahllosen Gerüchten trauen darf, dann werden 2018 und vor allem 2019 sowohl Canon als auch Nikon massiv in diesen Bereich einsteigen. D.h. die Produktionszahlen werden evtl. sogar erheblich weiter steigen. Ob das jedoch den Verkaufszahlen entspricht, oder es darauf erneut zu einer Notbremsung der Überproduktion (wie bereits 2017) kommt, ist derzeit noch unklar.

Alle weiteren Details entnehmen Sie dem Artikel: Foto-Wirtschaft

Fazit

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