Canon R8II

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Analysen, Testberichte und Kaufempfehlungen zur EOS R8II. - Die spiegellose Kamera von Canon: EOS R8II - Vor- und Nachteile einfach und verständlich erklärt.

Ein Inhaltsverzeichnis mit direkten Sprungmarken und Überblick über alle im Artikel der Canon R8II behandelten Themenbereiche finden Sie als Pop-Up.

Einleitung

Da Canon bereits am 08. Februar 2023 die Vorgängerin EOS R8 (Mark I) vorgestellt hatte - eine damals neue spiegellose Kamera für das Vollformat - war nach über dreieinhalb Jahren auch ein Nachfolger erwartbar. Diese EOS R8II wurde am 15.09.2026 vorgestellt.

Wie die Namensgebung R8II bereits andeutet, soll sie qualitativ und preislich unterhalb der Vollformat-R6 (I-III) (sowie der APS-C-R7-Reihe) rangieren, somit auf Amateure, mit begrenztem Budget abzielen, welche in den Bereich Vollformat-Sensor aufsteigen / einsteigen wollen, aber für die in fotografischen Einzelfällen fehlenden besonderen Leistungen nicht den deutlich höheren Preis einer Canon R6III ausgeben möchten - vor allem, weil sie auch nicht die sündhaft teuren, lichtstarken Objektive für Vollformat-Kameras dazu anschaffen wollen. - Die R8II soll die billigste Einsteiger-Kamera mit Vollformat-Sensor bei Canon werden (nachdem dann irgendwann die alten RP und R8 Mark I Vorgängerversionen nicht mehr verkauft werden).

Positives zur Canon R8II

Vorab gilt auch hier zur Beruhigung: Es handelt sich um eine ausgereifte, solide Kamera, mit der man auf jeden Fall sehr hochwertige Fotos machen kann.

Alle technischen Daten finden Sie beim Hersteller. - Hier werden nur die wichtigsten und relevantesten Daten für die Foto- und Video-Praxis beschrieben und bewertet.

Sensor

Die R8II behält den alten 24 Mega-Pixel Vollformat CMOS-Sensor der Vorgängerin. - Es sind exakt 6.000 * 4.000 Pixel. Sensor-Dimensionen: Laut Canon nun CMOS-Sensor 36,0 * 24,0 mm. Aber der identische Sensor in der Vorgängerin und der R6II misst 35,9 * 23,9 mm - im Bild-Format 3:2. Canon bestätigte 2023 bereits, dass der Sensor demjenigen der Canon R6II entspricht. Der FSI-(Front-side-illuminated)-Sensor wurde 2023 neu von Canon konstruiert und besitzt kürzere Auslesezeiten (als der Vor-Vorgänger der RP), welche einen geringeren Rolling Shutter garantieren. Der Sensor brilliert mit in dieser Preisklasse hervorragend kurzen Auslesegeschwindigkeiten, die sich auf dem Niveau mancher viel teureren Profikameras befinden. Der Sensor soll mit 14,2 Millisekunden Auslesezeit (beim Einzelfoto und 17,7 ms bei Serienbildern) noch immer einer der schnellsten sein, obwohl es sich nicht um einen Stacked CMOS handelt.

Der Sensor ist ISO-invariant und soll laut Canon England 13-14 Blenden Dynamikumfang liefern. Man kann somit die dunklen Bildteile leichter und stärker aufhellen, ohne dabei zu viel störendes Rauschen zu erhalten. Die Bilder werden in den Dateiformaten JPEG, HEIF, RAW (CR3, 14-bit RAW Format) und C-RAW (komprimiert) abgespeichert. C-RAW wird mit 14 Bit geliefert, sofern man den elektronischen 1. Verschlussvorhang verwendet.

Dem Sensor ist erneut ein klassischer, feststehender, integrierter Antialiasing-/Tiefpassfilter vorgelagert, welcher Moiré verringert. Die ISO-Bandbreite reicht von ISO 100 bis 102.400 automatisch und von 50 bis 204.800 manuell einstellbar. Die Belichtungsmessung erfolgt über 384 Zonen auf dem Sensor. Die R8II unterstützt Focus-Bracketing / Focus-Stacking in der Kamera - mit einem fertigen Ergebnisbild in der Kamera. Daneben gibt es noch einen Panorama-Modus.

Anfänger erhalten in der R8II für JPEGs 16 einfach zu benutzende 'Color Filters' (vorgefertigte Bildlooks / Fotostile, die aber auch manuell abgeändert werden können) in einem Menü. Dies ist für Anwender interessant, welche keine RAWs noch deren Nachbearbeitung wünschen.

Geschwindigkeit

Wie üblich bei neuen Kameras wird der jeweils modernste und schnellste DIGIC X-Prozessor von Canon verwendet. Vorsicht: Das ist eine Dach- oder Gruppen-Bezeichnung. Dahinter verbergen sich verschiedene Inhalte an Einzelprozessoren. D.h. nicht alles ist immer identisch. Die Marketing-Repräsentantin von Canon in England bestätigte in einem Interview ausdrücklich, dass es sich bei DIGIC X um eine family of processors - eine Gruppe von verschiedenen Prozessoren handelt.

Der Verschluss bietet mechanisch Belichtungszeiten von 30 bis 1/8.000 Sek. in halben oder Drittelstufen sowie die Langzeitbelichtung (Bulb). Elektronisch sind 30 bis 1/16.000 Sekunde in halben oder Drittelstufen bis 1/8.000 Sek. und danach in einer ganzen Stufen zu 1/16.000 möglich. Serienbildgeschwindigkeiten sind bis zu 6 Bilder je Sekunde (6 fps) mit dem halb-mechanischen Verschluss möglich.
Mit dem elektronischem Verschluss sind bis zu ca. 40 Bilder je Sekunde (40fps) möglich. - Manuell können neben 40 auch 20 oder 5 Bilder je Sekunde eingestellt werden. Beim halbmanuellen Verschluss können zudem 3 Bilder je Sekunde eingestellt werden. Die Blitz-Synchronisationszeit (x-sync) beträgt 1/200 Sek. ist jedoch nur mit dem elektronischen 1. Verschlussvorhang möglich.

Auch die Reihenaufnahmen respektive der Pufferspeicher der neuen R8II beeindrucken: Maximal 6 Bilder/Sek. sind mit elektronischem Verschluss auf den 1. Vorhang (quasi halb-mechanisch) für über 1.000 JPEGs, oder RAWs, oder C-RAWs möglich und maximal 40 Bilder/Sek. mit (reinem) elektronischem Verschluss. Der Puffer im elektronischen Verschluss bei 40 Bilder soll laut Canon für 190 JPEGs und 73 RAW ausreichen. (Vorsicht: Es finden sich keine verlässlichen Angaben auf welche Dateieinstellungen, Objektiveinstellungen und Kameraeinstellungen sich das bezieht.) Dennoch: Die Herstellerangaben zur Vorgängerin waren 120 JPEGs oder 56 RAWs.
Zudem wird ein sogenannter pre-capture / RAW-Burst-Modus (Vorausaufnahme) mit nun 40 B/s und 0,5 Sekunden Pre-Shooting angeboten. Dabei nimmt die Kamera vor dem eigentlichen Auslösen bereits eine halbe Sekunde lang in einem Vorspeicher Fotos auf. Vor allem geschieht dies nun im Einzelbildmodus (also einzelne RAW -Dateien, ohne das Sonderdateiformat / Containerformat von Canon bei der Vorgängerin). - Grundsätzlich sollen die Pufferkapazitäten angeblich um +30% bis +58% gesteigert worden sein. (Siehe jedoch die realen Testergebnisse unten.)

Das waren auch 2026 noch Werte sonst deutlich teurer Kameras.

Der Influencer ZY Cheng führt in seinem Video (unten) vor, dass der neue halb-mechanische Verschluss einen etwas leiseren und sonoreren Klang erhalten hat. Denn der alte Verschluss der R8 Mark I war laut und klang in vielen Ohren nicht gut.

IBIS

Die R8II erhielt ein IBIS - In Body Image Stabilization - ein kamerainterner Verwacklungsschutz, bei dem der Sensor frei schwingend im Gehäuse aufgehängt ist und Bewegungen sogar um mehrere Achsen ausgleichen kann. Dieser bei der Vorgängerin noch fehlende Verwacklungsschutz in der Kamera war schmerzlich vermisst worden.
Nun werden in der R8II bis zu 7,5 Blenden (EV) Verwacklungsschutz in der Bildmitte und bis zu 7 EV am Rand angeboten, wobei das Gehäuse auch den eingebauten Verwacklungsschutz in den Objektiven unterstützt.

Autofokus

Meines Erachtens entspricht das AF-System weiterhin weitgehend dem der Canon R6II mit Dual Pixel CMOS AF II.

Jedoch hat Canon es (wie alle Hersteller bei allen neuen Kameramodellen) software-technisch mit neuen KI-Funktionen optimiert. So kann das AF-System nun auch vorher aufgenommene Gesichter registrieren und dann automatisch in der Masse anwählen (z.B. einzelne Fußballspieler in einer Mannschaft oder wichtige Gäste auf einer Hochzeitsfeier).
Die Moderatorin des englischen Fotoladens Wilkinson Cameras behauptet, dass man 10 Gesichter je Datei speichern kann und davon wiederum 10 Dateien auf die Speicherkarte legen kann, sodass man insgesamt 100 Gesichter vorab abspeichern kann - und zwar für die Fotografie und für Video.

Zudem unterstützt die R8II nun (wie alle modernen Canon-Systeme) 8 Autofokus Feld-Auswahl-Größen: von dem kleinsten Spot bis zur ganzen Sensorfläche. Dazwischen finden sich drei Rechtecke, welche man in der Größe manuell anpassen kann. Mit einem Druck auf den 'Info'-Schalter kann man ein unter dem Rechteck liegendes Objekt auswählen zur automatischen Weiterverfolgung (Tracking).

Andere Autofokus-Funktionen der Sport-Kameras wurden in der R8II vereinfacht, sodass sich eine für Einsteiger einfach zu bedienende und dennoch für fortgeschrittene auch weiter konfigurierbare Kamera ergibt.

Automatisch werden 100% vertikal und 100% horizontal des Sensors ausgenutzt. Bei manueller Nutzung stehen 100% horizontal, aber nur 90% vertikal für die Autofokus-Sensoren zur Auswahl. - Automatisch werden vom System 1.053 verfügbare AF-Positionen - in einem Raster von: 39 * 27 verwendet. Manuell kann man im Einzelpunkt-AF nur noch 4.368 (statt früher 4.897) AF-Positionen für Foto ansteuern. Für Videos stehen der R8II nur noch 3.588 (statt früher 4.067) AF-Felder zur Verfügung. Diese liegen in maximal 1.053 Zonen für Fotoaufnahmen und maximal 1.053 Zonen (bei der 4K-Einstellung) für Filme.

Empfindlichkeit des Autofokussystems wurde erweitert und reicht laut Canon Deutschland nun von Lichtwert -7,5 bis +21 - bei 23 Grad Celsius, ISO 100 und mit Mehrfeldmessung. Bei Video hängt die Autofokus-Empfindlichkeit von der gewählten Auflösung ab, und die Untergrenze schwankt zwischen -4 bis -5 EV.

Eine Anti-Flacker-Aufnahme wird für 100 und 120 Hz-Stromnetze geboten - ähnlich demjenigen System in der R3, zusätzlich sind die Frequenzen im Menü manuell in 0,1-Herz-Schritten auswählbar. Damit sind die bei älteren Kameras teilweise sichtbaren horizontalen Streifen bei Gasentladungslampen in Innenräumen und Stadien leichter (manuell) verhinderbar.

Die R8II behielt die bekannten Leistungen beim Autofokus und der KI. Erkannt werden: Menschen, Tiere (Hunde, Katzen, Vögel und Pferde und andere Herdentiere mit den Augen weiter seitlich), Fahrzeuge (Rennwagen oder Rennmotorräder), Flugzeuge und Helikopter sowie Züge. Bei den Fahrzeugen etc. ist auch noch der sogenannte Cockpit-Modus vorhanden, mit dem man statt auf das ganze Fahrzeug nur auf das Cockpit automatisch fokussieren kann. - Man kann darüber hinaus einstellen, ob das linke oder rechte Auge angewählt werden soll. Zudem kann man mit einem belegbaren Schalter schnell zwischen diesen Augen hin und her schalten.

Wichtiger dürften jedoch in der Fotopraxis die Automatik-Modi (Auto) sein, welche den Autofokus für den Anwender vereinfachen - vor allem bei gemischten Motiven (z.B. Tier und Mensch im Sucher). Dieser aus DSLR-Zeiten bekannte dritte AF-Modus AI-Autofokus ist weiterhin vorhanden, der automatisch zwischen Einzel-AF und Kontinuierlichem Autofokus hin- und herschalten kann. - Nochmals langsam: Bei 'Auto' wechselt die KI von selbst zum passenden Autofokus-Motivprogramm. So sollte KI immer funktionieren.

Fazit Autofokus: Alle Tester lobten 2026 dieses sehr gute AF-System für die Fotografie in einer derart preiswerten Einsteiger-Kamera. Kein Mitbewerber in der Preisklasse konnte 2026 in diesem Punkt bei diesem Preis mithalten.

EVF - Elektronischer Sucher

Die R8II besitzt weiterhin nur einen elektronischen Sucher mit 2,36 Mio. Pixel-Auflösung - 1.024 * 768 Bildpunkte, bei einer 0,39 Zoll Diagonalen des OLED-Displays. Er soll baugleich mit demjenigen aus der APS-C-Kamera R7 sein.

Das EVF bietet 60 und 120 Hz Bildwiederholung an. Die Vergrößerung beträgt ca. 0,7-fach - bei 3:2 Displaydarstellung, einem RF 50 mm F1.2 L USM Objektiv bei unendlich, -1 m-1. Der Augenabstand / Austrittspupille beträgt ca. 22 mm (bei -1 m-1 vom Okularende).

Rückwärtiges Display

Es wird weiterhin das alte vollkommen dreh- und schwenkbares Display angeboten. Die Bildschirm-Diagonale beträgt 7,5 cm (3 Zoll). Es handelt sich um ein Clear View LCD II mit ca. 1,62 Mio. Bildpunkten. Das sind 900 * 600 Pixel. Dies entspricht dem der Vorgängerin und dem rückwärtigen Display der R6II. - Die Touchscreen-Funktionalität entsprechen den neuesten Canon-Kameras.

Das Menü entspricht fast dem der anderen modernsten Kameramodellen, ist somit für eine Einsteigerkamera sehr umfangreich und bietet extrem viele Einstellungen.

Gehäuse

Da Gehäuse der R8II erhielt den bei der Vorgängerin vermissten Joystick für den Autofokus, welcher die Bedienung der Kamera deutlich erleichtert. Der Vier-Wege-Auswahl-Taster blieb zudem erhalten.

Das (zwangsweise für den nun eingebauten IBIS) neugestaltete (Pseudo-Retro-) Gehäuse (Canon: Eine neue Design Philosophie, andere nennen es auch industrial design ('industrielle Formgebung') konnte nicht nur optisch (etwas markanter, kantiger und eckiger), sondern auch ergonomisch einige Tester mit der griffigen Beschichtung des neuen nun tieferen Handgriff überzeugen. Diverse Testerinnen sprachen auch von einem 'übersichtlichen Design' (clean design).

Optisch sehen die schwarz auf schwarz gehaltenen Schalter und Taster neu aus.

Anderen Testern gefiel das nun reduzierte und verkleinerte Bedienkonzept des Gehäuses.

Es ist zwar leicht und aus Kunststoff, fühlt sich dennoch stabil an, was für viele Einsteiger bei Vollformat eine ergonomische und sinnvolle Balance darstellt.

Alle relevanten Schalter sind rechts oben auf der Schulter angebracht.

Die Modus-Wahl ist nun deutlich erhoben über die Schulterfläche (nicht mehr versenkt wie bei der Vorgängerin) und erhielt bei der R8II eine dritte (C3) Position zur freien Vorbelegung mit eigenen Kameraeinstellungen. Auch die 'SCN' Scenes-Position auf dem Modus-Wählrad wurde von Canon betont, weil sie die klassische Szenen-Auswahl (für Anfänger) anbietet.

Sogar ein AF-ON-Taster ist bei dieser Einsteiger-Kamera vorhanden.

Auch sonst ist diese Kamera deutlich auf die Einhandbedienung mit der rechten Hand ausgerichtet.

Die R8II besitzt ein Wählrad mit diversen vorkonfigurierten Presets zum schnellen Wechseln der Modi auf der rechten Schulter oben. Daneben finden sich 2 C-Plätze, um sie selbst zu konfigurieren. Auf der Schulter findet sich nun ein Dreiwege-Schalter Ein/aus sowie Foto und Video, der das schnelle Umschalten erleichtert.

Es handelt sich bei der R8II um ein stabiles, hochwertiges Polycarbonat-Gehäuse. Laut Canon mit Magnesium- und/oder Aluminiumlegierung im Innern. Nun ist es auch hochwertiger staub- und spritzwassergeschützt. Dies ergibt einen relativ guten Wetter-, Regen und Spritzwasser-Schutz - in etwa auf dem Niveau der DSLR-Modellreihe 6D, der R8 Mark I und der R6II. Die Betriebsumgebung reicht von ca. 0 - 40 Grad Celsius und maximal 85% relativer Luftfeuchtigkeit.

Die Maße der R8II betragen ca. 132 * 90 * 80 mm. Die Vorgängerin R8 Mark I ist etwas kleiner (133 * 86 * 70 mm). Das Gewicht beträgt ca. 546 Gramm mit Akku und Speicherkarte. Dies ist schwerer als die Vorgängerin. Dennoch ist es leicht für eine Vollformat-Kamera und die leichteste Canon-Vollformat-Kamera mit eingebautem IBIS.

Mir fiel sofort der weiter nach hinten ausgerückte Sucher (Okular) auf, welches dafür sorgt, dass man - im Gegensatz zur Vorgängerin (R8I) - das rückwärtige Display nicht mehr so oft mit dem Fett des Gesichts verschmutzt. Vor allem Personen mit etwas größerer Nase klagten beim Vorgängermodell darüber. Das sind zugegeben kleine Verbesserungen, aber für manche Personen in der täglichen Fotopraxis wichtige Details.

Zahlreiche Tester lobten die weitgehende Möglichkeit, die Kamera nur mit der rechten Hand bedienen zu können, weil die meisten Taster und Bedienelemente nun rechts angebracht sind.

Konnektivität

Für eine preiswerte Einsteigerkamera werden zahlreiche Anschlussmöglichkeiten geboten: Ein Kartenfach für eine schnelle UHS-II SD-Karte. Allerdings wurde das Kartenfach nun seitlich in den Griff eingebaut, was den Zugriff auf dem Stativ montiert erleichtert.
Als Funk wird ein WLAN mit 2,4 GHz und neu 5 Ghz, mit Bluetooth-Unterstützung V5.3 angeboten. Unterstützte Funktionen sind u.a. das EOS Utility, Smartphone, Web-Upload. Das 2,4 GHz WLAN kann eine WiFi-Verbindung mit großer Reichweite zu image.canon herstellen - der Cloud-Plattform von Canon, mit internem FTP. Der Bluetooth- und Wi-Fi-Verbindungsaufbau soll vereinfacht worden sein. Man kann auch das Smartphone als Fernbedienung oder als großes rückwärtiges Display verwenden. An Kabel-Anschlüssen bietet die R8II einen SuperSpeed USB 3.2 Gen 2 USB C (mit 10 GBit/Sek.). Über USB-C lässt sich die Kamera nicht nur laden, sondern auch mit Dauerstrom versorgen. Ein integriertes Stereomikrofon ist im Gehäuse vorhanden. Ferner wird der neue Multifunktions-Zubehörschuh - Canons multi-function accessory shoe - anstelle des alten Blitzfußes / Blitzschuhes - für (kabellose) Mikrofone aber auch neue Blitzgeräte verwendet. - Alte Blitzgeräte können dennoch weiterhin verwendet werden. Externe Mikrofone sind über den Multifunktions-Zubehörschuh inklusive XLR über Tascam CAXLR2dC anschließbar. Die R8II besitzt eine Micro-HDMI-Buchse. Zudem findet sich ein Eingang für ein externes 3,5 mm Mikrofon (Miniklinke Stereo) und ein Kopfhörerausgang (3,5-mm-Stereo-Miniklinke). Schließlich ist noch der 2,5 mm RS-60E3-Anschluss für die kabelgebundene Fernbedienung vorhanden.

Zubehör zur R8II / Diverses

Die R8II verwendet weiterhin den kleinen Lithium-Ionen-Akku LP-E17 mit 7,5Wh. Damit sollen 150 Aufnahmen mit dem elektronischen Sucher EVF und 270 Aufnahmen mit dem rückwärtigen Display möglich sein. Vorsicht: Die vereinzelt angegebenen 220 respektive 340 Aufnahmen beziehen sich auf den Energiesparmodus, welcher in der Foto-Praxis nicht so ergonomisch ist.

Streaming ist via USB-C möglich. Dazu wird eine UVC/UAC-Unterstützung für das Videostreaming geboten - quasi einfach zu bedienende Webcam-Funktionen.

Auch ein Intervall-Timer ist in die R8II integriert. Ferner ist das Herausziehen von JPEG-/HEIF-Einzelbildern mit ca. 8,3 Megapixeln aus einem 4K UHD Video möglich. Aber mit / als HEIF nur, wenn die Aufnahme in HDR PQ erfolgte.

Optional wird eine Griff-Verlängerung (grip extention - EG-E2) - ein unten an das Gehäuse anschraubbarer Aluminium-Rahmen (in den USA für 90-99,99 US-Dollar, in Deutschland ab 99 Euro) - und der XLR-Adapter für Video angeboten. Vorsicht: Der EG-E2 wurde aufgrund der andersartigen Gehäuseform neu nur für die EOS R8II konzipiert. Meines Erachtens ist er für Männer mit größeren Händen sinnvoll, die auch ihren kleinen Finger an der Kamera wünschen, um vor allem größere und schwerere Objektive bequem halten zu können. Zudem offeriert er eine ergonomische Aussparung, um das rückwärtige Display leichter auszuklappen.

Messverfahren

Bei allen in Hersteller-Broschüren zu findenden Daten handelt es sich um Laborwerte. Sie gelten nur unter Idealbedingungen. Dazu gehören u.a. exakt zur Kamera und für das Bajonett passende, modernste, lichtstarke, teure Objektive, die man bei Offenblende verwendet, im Labor unter genormtem, gleichbleibendem - meist extrem hellem - Licht einsetzt, meist auf einem speziellen Stativ montiert, zudem schnellste, größte und teuerste Speicherkarten, ferner modernste, voll aufgeladene Akkus, sowie bestimmte Menüeinstellungen und nur bei ganz bestimmten Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerten etc.

Die von der CIPA vorgegebenen Messkriterien sind meist sehr streng und werden von japanischen Technikern überwiegend genau beachtet. Ganz im Gegensatz zu einst angesehen europäischen Institutionen wie TÜV, Stiftung Warentest oder die französische DXO, die seit Jahren in der Kritik stehen. Daraus folgt, dass die Messergebnisse durchaus wahr sind. Das wird ggf. von der CIPA nachgeprüft. Aber es handelt sich nicht desto trotz um Maximalwerte.

Während früher bei DSLRs der mechanische Spiegel oft der begrenzende Faktor war, so sind es bei den modernen spiegellosen Hochleistungs-Kameras meist die Objektive mit ihren Autofokusmotoren sowie Blendenmechanismen. Deshalb weise ich auch ständig darauf hin, dass man moderne Kameras nur mit modernsten Objektiven, Akkus, Speicherkarten etc. wirklich ausreizen kann. Das gilt für alle Modelle aller Sensorklassen aller Hersteller. Wer hingegen z.B. als Altglassammler Objektive an Adaptern an diesen modernen Kameras verwendet, kann sämtliche Messwerte getrost vergessen. Ähnliche Einschränkungen betreffen ältere Akkus und langsame oder kleinere Speicherkarten. Aber bereits lichtschwächere Objektive, oder Objektive, die man in der Fotopraxis abblendet, werden signifikant schlechtere Messergebnisse liefern.

Hinzu kommt die Serienstreuung der Produktionsqualität aller am Gesamtsystem beteiligten Einzelkomponenten, die sich neutralisieren aber auch in einer positiven wie negativen Richtung aufsummieren kann.

Daraus folgt letztendlich, dass Sie in Ihrer alltäglichen Fotopraxis geringere Werte erhalten werden - bei allen Modellen aller Hersteller. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass pauschale Aussagen mancher Tester in Foren, Fachzeitschriften oder auf YouTube ohne genaue Angabe alle verwendeten Testverfahren (und Einstellungsdetails) nur eingeschränkt verwendbar sind. Und, weil mir immer wieder diese Frage gestellt wird: Alle Messergebnisse sind wahr und zutreffend, betreffen jedoch meist ganz bestimmte Rahmenbedingungen. Meine Erfahrung ist, dass diese noch nie exakt auf meine Fotopraxis zutrafen. Meine Ergebnisse lagen immer unter den Herstellerangaben, aber immer über denjenigen der heftigsten Kritiker.

Bitte beachten Sie abschließend Ihre eigenen fotografischen Anforderungen: Manche Werte der R8II können traumhaft gut oder manche Kritiken vernichtend ausfallen. So lange diese Punkte für Sie und Ihre persönlichen Foto-Stile irrelevant sind, sollten diese auch Ihre Bewertung in keiner Weise beeinflussen.

Einschränkungen / Nachteile bei der Canon R8II

Selbst, wenn wir uns bei Vollformat-Sensoren in der sogenannten Königsklasse befinden, so finden sich Unterschiede zu anderen Modellen und anderen Herstellern, die man deutlich benennen muss. Es handelt sich zwar um Leiden auf höchstem Niveau. Aber jede Person sollte sich die Einschränkungen vor dem Kauf zumindest klarmachen.

Sensor

Der Tiefpassfilter vor dem Sensor wurde bei der Vorgängerin schon bemängelt. Dieser reduziert die theoretisch maximal mögliche Auflösung und den Kontrast etwas. Aber Canon hält daran fest, weil man dort glaubt, dass die Käufer der R8II nicht bereit sind, Moirés nachträglich am PC per Software zu korrigieren.

Einschränkung: Die Flacker-Erkennung ist nicht verfügbar, wenn der elektronische Verschluss verwendet wird.

Einschränkung: 1/16.000 Sek. ist nur in den Modi Fv, Tv und M verfügbar (bis 1/8.000 Sek. im P oder Av Modus). Zudem gilt: Wenn 1/16000 Sek. eingestellt wird, kann die Belichtung nicht in Drittel- oder Halbstufen angepasst werden.

Einschränkung: Bis zu 1/8.000 Sek. bei Einstellung auf HDR-Modus, Fokus-Bracketing oder gleiche Belichtung für neue Blende (ISO-Empfindlichkeit/Verschlusszeit, Verschlusszeit).

Einschränkung bei fremden Blitzgeräten: Die Einstellung der Farbtemperatur passt sich nur an die Farbtemperatur an, wenn ein Speedlite der EL-/EX-Serie [also ein Original-Blitzgerät von Canon] zum Einsatz kommt, das Farbtemperaturinformationen überträgt. Alle anderen Blitzgeräte werden auf ca. 6000 K eingestellt.

Einschränkung: Die Unterdrückung niedriger Bildraten kann sich auf Aufnahme-Performance, Autofokus, Messungen und auf andere Funktionen auswirken. Auch der Bildschirm läuft damit vielleicht nicht flüssig.

Gehäuse

Nicht jedem 'gefällt' das neue Design / Aussehen der Kamera. Manche halten das neue Design / Gehäuse für billig und 'Plastik'. Deshalb sollte man diese Kamera auf jeden Fall vor dem Kauf einmal (mit geschlossenen Augen) in die Hand nehmen und ausprobieren. Denn alle Tester bestätigen, dass die (Halte-)Ergonomie hochwertig ist.

Bei dieser Einsteigerkamera fehlt auf der linken Schulter oben eine elektronische Anzeige. Links ist alles leer. Für Arbeiten am Stativ und in der Nacht schränkt dies etwas ein.

Manchmal benötigt man doch zusätzlich die linke Hand, um den weit entfernten Menu-Schalter auf der linken Rückseite zu bedienen.

Es fehlt nun ein separater Schalter zum Umschalten von Foto zu Video. Es gibt nur noch den Drei-Wege-Schalter mit dem Ein-/-Schalter zusammen (rechts oben). Deshalb kann man beim Einschalten der Kamera versehentlich zu weit gelangen und dadurch im Video-Modus enden, obwohl man eigentlich Fotos aufnehmen wollte. Dazu ist nun zwingend eine optische Kontrolle beim Einschalten der Kamera erforderlich.

Manche Menüs und vor allem Einstellungen sowie Bezeichnungen sind jedoch verwirrend und für Laien nicht nachvollziehbar: u.a. die Wechsel der Bezeichnungen bei RAW oder die Verhaltensänderungen beim sogenannten 'Advanced Mode' oder 'Creative Assist', 'Scene modes' und 'Color Filters'. Auch der Umstand, dass man manche Einstellungen durch Verwenden der linken Hand und Drücken des 'Menu'-Schalters bestätigen muss, bleibt unklar. Warum diese ergonomischen Schwächen gerade bei einer Anfängerkamera auftreten, ist unverständlich. Probieren Sie es persönlich aus. Evtl. werden Sie als erfahrene Fotografen es auch nicht verstehen. Erstaunlicher Weise kann man viele Menüpunkte mit Schaltern, dem Vier-Wege-Schalter oder per Touch-Screen bedienen. Aber für andere (vor allem bei Video) benötigt dann doch wieder exakt einen davon. Auch Canon muss angesichts der inzwischen überladenen Menüs nun einen Ergonomie-Experten dies überarbeiten lassen. Für Anfänger (vor allem, wenn sie von logisch zu bedienenden Smartphones kommen) wird das sonst frustrierend. Oder: Worin besteht der Nutzen von Auswahloptionen, wenn man dort nur einen einzigen (logischer Weise bereits vorausgewählten) Punkt auswählen kann? Oder warum kann man eine Belichtungskorrektur nur einsetzen, nachdem man eine Belichtungsmessung durch manuelles Andrücken des Auslösers auf das Motiv durchgeführt hat? - Das sind m.E. alles Software-Fehler, die man mit einem Firmware-Update beheben könnte.

Der Kreuztaster (auch Steuerkreuz genannt) auf der Rückseite der Kamera statt einem multifunktionalen Daumenrad schränkt die Bedienung in der Fotopraxis auch bei der R8II etwas ein. Die Vierwege-Steuerung (Kreuztaste) rund um die Set-Taste ist gewöhnungsbedürftig und keineswegs so komfortabel wie eine Multifunktionstaste mit z.B. 8 Richtungsmöglichkeiten (wie bei anderen Canon-Modellen). Ferner muss man dadurch sehr viel mit dem Touch-screen manuell einstellen sowie auswählen.

Es finden sich auch keine beleuchteten Schalter.

Es liegt eine eingeschränkte Robustheit und reduzierte Wetterfestigkeit vor. Das ist definitiv keine Kamera für den beruflichen Alltag im Freien unter allen Wetter- und harten Einsatzbedingungen. Aber für Einsteiger dürfte die Qualität durchaus ausreichen. Auch in Innenräumen sollte sie sogar für höhere Ansprüche problemlos verwendbar sein.

Vor allem größere Männerhände haben allerdings mit der kleinen Kamera mit den eher kleinen Schaltern ergonomische Probleme.

Angesichts des geringen Gewichtes und der kleinen Dimensionen der Kamera sind schwerere oder größere Objektive kaum längere Zeit stabil zu halten oder herumzutragen.

Auch alte EF-Objektive sind mit dem klobigen und relativ schweren Adapter an dieser Kamera nicht so sinnvoll zum Tragen. Ferner werden die alten Objektive definitiv die R8II ausbremsen. 40 scharfe Fotos je Sekunde sind damit unrealistisch.

Nur mit dem neuen Grip-Extender (ca. 99 Euro) - ein unten anschraubbarer Erweiterungsgriff von Canon, der die Höhe vergrößert - lässt sich die Kamera gut greifen und halten. - Dies gilt insbesondere für größere Objektive auch deshalb, weil jene unten überstehen. D.h. nur mit dem unten angeschraubten Zusatzgriff kann man die Kamera (bei daran montierten größeren Objektiven) korrekt flach auf einem Tisch abstellen.

Der Auslöser rechts oben liegt nun in einem signifikant flacheren Winkel auf der Schulter, was nicht alle Fotografen als ergonomisch empfinden.

Christopher Frost empfindet die Schalter als 'etwas klein und pfriemelig' (a little small and fiddly). ER besitz zwar etwas größere Männerhände. Aber das sollte dennoch jeder einmal vor dem Kauf selbst ausprobieren.

Dave von TheCameraStoreTV empfindet den neuen Halte-Griff (rechts an der Kamera) für seine größeren Männerhände nicht tief genug. Also prüfen Sie es unbedingt selbst aus.

Ein Tester weist auf den eckigen Sucher und vor allem die nun sehr eckige Augenkappe hin. Letztere sollte man vor dem Kauf austesten. Denn kantige Augenkappen können, wenn sie hart sind oder werden, in der Fotopraxis ergonomisch inakzeptable Druckstellen am Auge verursachen. Und mir fiel bei zahlreichen Videos auf, dass die Tester die neue Kamera nun eben nicht mehr ganz eng an das Auge führten respektive hielten.

Geschwindigkeit und Puffer

DPReview ermittelte 78 Aufnahmen mit Raw+JPEG sowie 175 Aufnahmen mit JPEG im Puffer, bevor die Kamera alles verlangsamte.

Jared Polin erhielt statt der von Canon angegebenen 74 nur 66 RAW-Bilder bei Serienaufnahmen im Puffer. Das ergibt etwas mehr als 1,5 Sekunden Puffer.

Einschränkung: Die maximale Geschwindigkeit für Reihenaufnahmen kann mit aktivierter Flacker-Erkennung abnehmen.

Der Pre-capture-Modus mit den Voraufnahmen kann nur mit 40 Bilder je Sekunde verwendet werden. Der Pre-Capture-Modus kann nur exakt 0,5 Sekunden aufnehmen, ohne manuelle Einstellmöglichkeiten. Man kann die Bilderzahl oder Zeitdauer nicht manuell verändern (reduzieren). Das führt ggf. zu sehr vielen (unnötigen) Bildern, die man aussortieren muss. Das ist ein seit Jahren bemängeltes Dauerproblem bei vielen Canon-Kamera-Modellen. (Aufnahmen bei Canon sind die R5II und die R1, bei welchen man das manuell verändern kann.) - Zudem zeigten sich wieder Ergonomie-Probleme, weil man zusätzlich im elektronischen Verschluss-Modus arbeiten muss und in H+, sonst funktioniert Pre-Capture nicht.

Mit nur 6 Bildern je Sekunde ist der (sowieso nur semi-)mechanische Verschluss sehr langsam.

Pre-shooting-Modus / Burst-Mode

Der Pre-shooting-Modus / Burst-Mode wird nicht immer, sondern nur bei halb gedrücktem Auslöser aktiviert.

Bei diesem Burst Modus wird allerdings die Belichtung des ersten Bildes fest übernommen für die weiteren. Das dürfte jedoch nicht so hinderlich sein (war es in den Tests auch nicht), weil das alles extrem schnell abläuft und sich in der kurzen Zeit die Belichtung nicht gravierend ändert. Da man nun einfach zu bearbeitende RAW-Einzel-Dateien erhält, kann man die Belichtung ggf. auch nachträglich anpassen.

IBIS

Das geringe Gewicht (fehlende Masseträgheit) und die kleine Bauform (schwieriger, ruhig zu halten) machten bei der Vorgängerin (R8I) ein IBIS erforderlich. Aber exakt jene physikalisch negativen Rahmenbedingungen beschränken ein IBIS weiterhin - im Vergleich zu den schweren großen Kameras. D.h. man darf bei der R8II definitiv nicht die angepriesenen 7-7,5 Blenden Verwacklungsschutz in der Fotopraxis erwarten. Dennoch bleibt es ein relevanter und heute erwartbarer Zugewinn.

Da für den im Labor erzielten Höchstwert ein Objektiv mit zusätzlich eigenem eingebauten Verwacklungsschutz verwendet werden muss, werden bei Objektiven ohne integrierten eigenen Verwacklungsschutz geringere Kompensationswerte erwartbar. Dennoch sind auch bei vielen Festbrennweiten bei Canon (meist ohne eingebautes IS) noch spürbare Verwacklungsschutz-Effekte vorhanden. In Tests mit anderen Canon-Kameramodellen werden damit meist noch 3-4 Blenden erzielt. D.h. die Kamera kann handgehalten signifikant längere Belichtungszeiten scharf abbilden als die Vorgängerin R8I (ohne IBIS).

Hinweis: Canon erlaubt noch immer nicht das Abschalten des Verwacklungsschutzes nur im Objektiv. Es werden immer IBSI in der Kamera und der Verwacklungsschutz im Objektiv beide zusammen gleichzeitig aktiviert. Wenn man den Verwacklungsschutz manuell am winzigen Schalter am Objektiv deaktiviert, dann wird automatisch auch das IBIS in der Kamera ausgeschaltet. Denken Sie daran, wenn Sie den vermeintlichen 'Fehler' nicht finden können: Dann liegt es meist am versehentlich betätigten kleinen Schalter am Objektiv.

Verschluss

Es wurde kein vollmechanischer Verschluss eingebaut. Das entspricht der Sony A7C und der Sony A7CII, die auch sonst vergleichbare Einsteigermodelle darstellen.

Der erste (Verschluss-) Vorhang wird immer elektronisch hergestellt. Nur der zweite Vorhang erfolgt (wahlweise) mechanisch.

Der halbmechanische Verschluss beherrscht als kürzeste Zeit nur 1/4.000 Sek. (aber dafür mit bis zu 14 Bit-Farbtiefe). Kürzere Zeiten beherrscht nur der rein elektronische Verschluss. Letzteres funktioniert aber nur mit 12 Bit-Farbtiefe.

Der mechanische Verschluss klingt erstaunlich laut, und ist auch von Passanten auf der Straße störend hörbar.

Der mechanische Verschluss bietet auch keinen Staubschutz des Sensors durch geschlossene Lamellen beim Wechseln der Objektive.

Autofokus-System

Manche Tester hatten Probleme bei der Auswahl der zu verfolgenden Objekte, da der AF sich manchmal selbst entscheidet, was er (unter einem gewähltem Rechteck-Rahmen) verfolgen will. Das war nicht immer das vom Fotografen gedachte. Das gilt vor allem bei angefüllten (oder überfüllten) Bildsituationen, bei denen im (eventuell zu großen) AF-Rahmen zu viele Details vorhanden sind.

Wieder stellte sich allerdings das Standardproblem bei derartigen Einsteigerkameras heraus. Da sie oft mit billigen Objektiven kombiniert werden, fokussieren jene Objektive auch sehr langsam (vor allem STM Motoren) und erzielen (bei 40 Bilder je Sekunde) keineswegs die hohen Treffer-Ergebnisse der teuren, schnellen Spitzenobjektive. Deshalb sollte man sich genau überlegen, welche Objektive man für Aufnahmen schneller Bewegungen verwendet. Die Kamera mag sporttauglich sein. Aber keineswegs sind alle billigen (Canon-) Objektive für Sportaufnahmen verwendbar. DAs schränkt selbst Canon offiziell ein.

Die maximale Flächenausdehnung der Autofokusfelder auf dem Sensor ist abhängig vom verwendeten Objektiv.

Der geringe Lichtwert des AF-Systems von -7,5 (so gut, wie bei der R1, R3 und R5II) wird nur erreicht bei einem Objektiv mit Lichtstärke 1:1,2 mit dem zentralen AF-Feld, im One-Shot AF, bei 23°C und ISO 100. Ausgenommen sind zudem z.B. RF Objektive mit DS-Beschichtung (Defocus Smoothing).

Die AF-Leistung bei wenig Licht wird weiter eingeschränkt, wenn die Reduzierung niedriger Bildraten verwendet wird.

Wie bei modernen spiegellosen Kameras (aller Hersteller inzwischen) üblich, wurde der AF-Bereich erweitert auf hier -7,5 bis 21 Lichtwerte. Aber (wie bei fast allen Kameras) bleibt der Helligkeits-Messbereich der Belichtungssteuerung eingeschränkt bei LW -3 bis 20. - Zur Erklärung: Der Autofokus mag zwar noch etwas bei Dunkelheit treffen. Aber das Belichtungssystem der Kamera arbeitet dann nicht mehr korrekt.

Bildqualität

Es handelt sich noch nicht einmal um einen modernen BSI-Sensor (Back-side illuminated), der mehr Licht aufnimmt respektive auswertet, sondern um eine alte Front-side-Konstruktion von Canon. Deshalb zeigt die Bidlqualität noch immer eine etwas eingeschränkte Dynamik vor allem in den nicht immer rettbaren Lichtern (ab +2 bis 3 Stufen Überbelichtung wird es schwierig).

Im sogenannten Burst-Modus mit bis zu 40 Bildern je Sekunde mit elektronischem Verschluss sinkt die Qualität auf 12-Bit ab.

Die Bildqualität nimmt laut Tests mit rein elektronischem Verschluss auch insgesamt sichtbar ab. Tester empfehlen deshalb, für höchste Bildqualität mit dem ersten elektronischen Vorhang (und dann dem 2. mechanischen am Ende) zu fotografieren.

Der negative Rolling-Shutter-Effekt ist zwar gering, aber dennoch leicht vorhanden.

Ab ISO 6.400 wird das Rauschen deutlicher sichtbar.

Der fehlende mechanische Verschluss führt allerdings bei Belichtungszeiten kürzer als 1/1.000 Sek. zu einem unschönen Bokeh bei Offenblende. Da wird ein Teil des Lichts / der Form abgeschnitten.

Manche angepriesenen Modi wie Advanced Assist+ erzeugen nur JPEGs. Deshalb halten sie ernsthafte Tester auch eher für eine nette 'Spielerei' für Anfänger. Denn Fuji lässt einen RAW+JPEGs mir jenen Filtern aufnehmen.

Einige Funktionen wie High-Res-Multi-shot-RAW, um höhere Auflösungen zu erhalten, fehlen in dieser Kamera.

Elektronischer Sucher (EVF) und rückwärtiges Display

Sowohl der elektronische Sucher als auch das rückwärtige Display boten 2026 nur noch Einsteigerniveau. Man kann damit arbeiten. Aber man darf keine Auflösungs- oder Helligkeits-Wunder davon erwarten. Vor allem die insgesamt geringe Helligkeit und die fehlende automatische Helligkeitsanpassung an das Umgebungslicht werden bemängelt.

Der elektronische Sucher und sein sichtbares Schaubild sind wirklich klein.

Die gebotene Auflösung von 2,36 Mio. Pixel des Suchers stellten 2026 die Untergrenze bei Vollformat-Kameras dar. Das sollte man sich (vor allem als Brillenträger) ggf. vor einem Kauf ansehen und ausprobieren.

Deshalb schreibt Canon auch deutlich in einer der 62 einschränkenden Fußnoten: Die Bilder der Livebildansicht weichen von der finalen Aufnahme ab.

Zwar rotieren die Display-Anzeigen im elektronischen Sucher, aber nicht auf dem Rückwärtigen Display. Dort muss man unergonomisch 'um die Ecke lesen.'

Konnektivität

Es wird nur ein kleiner, fummeliger Micro-HDMI-Anschluss geboten, der leicht herausrutschen und abbrechen kann.

Auch wenn manche technische Laien behaupten, dass die R8II nun Wi-Fi 6 böte, ist dies unzutreffend. Sie bietet nun zwar das 5 Ghz-Band an, aber das ist explizit 802.11ac (auch laut Canon Deutschland), also Wi-Fi 5. - Ganz nebenbei: Da es seit 2024 schon Wi-Fi 7-Geräte gab, zeigte sich wieder einmal, wie weit die japanischen Kamerahersteller hinter der aktuellen Funk-Technik hinterherliefen. Gleichzeitig boten Smartphones das an.

Nur ein einziges kleines SD-Kartenfach war für den Preis und angesichts der Konkurrenz, welche das bot, 2026 wenig. Denn so werden kaum Berufsfotografen die R8II als Zweitkamera verwenden wollen.

Akku

Die Akku-Laufzeit ist deutlich eingeschränkt und wird noch immer - und ganz besonders gegenüber den nun erstarkten Mitbewerbern im Einsteigerbereich bei Vollformat bemängelt. Man kann jedem Fotografen nur zu einem sofortigen Kauf mindestens eines Ersatzakkus anraten. Bei Video dürfen es auch gleich mehrere Ersatzakkus sein.
Fazit: Der noch immer zu kleine Akku ist das einzige ernsthafte verbliebene Problem dieser Kamera.

Der Akku lässt sich im ausgeschalteten Zustand nicht über eine PD-Power-Bank schnell aufladen. Dies funktioniert nur sehr langsam mit 6W. Das ist für den mobilen Einsatz hinderlich.

Ordinary Filmmaker bemängelt nach seinen ersten Tests, dass Pre-Capture den Akku extrem belastet und früh entlädt.

Vorsicht für Akkus von Drittherstellern, da Canon diese faktisch verbietet: Bei nicht authentifizierten Akkus wird das Laden über USB nicht unterstützt.

Laut Canon Deutschland wird kein Akkuladegerät mitgeliefert. Das muss man extra kaufen: Canon LC-E17E Akkuladegerät für 69 Euro. - Auch das früher mitgelieferte Netzkabel fehlt nun bei der R8II.

Die R8II bietet keine Unterstützung für einen Akkugriff (wie z.B. den BG-R10). D.h. es ist kein Hochkantgriff und kein zweiter Akku direkt an die Kamera anschließbar.

Jeder Interessent sollte sich auch unbedingt vor einem Kauf die inzwischen 62 technischen Einschränkungen in den Fußnoten durchlesen. Davon waren zahlreiche auch schlichtweg irreführend wie z.B. die Verweise: Einzelheiten ... sind unter [Zusätzliche Informationen] für die [EOS R8 Mark II] auf 'https://cam.start.canon' zu finden.. Denn dort gab es Anfang Oktober 2026 keine R8II noch Informationen dazu.

Bitte beachten Sie: Viele der hier angegebenen Kritikpunkte können per Software - also Firmware-Update - leicht nachträglich optimiert respektive korrigiert werden. Bisher hat Canon das bei seinen neuen spiegellosen Kameras auch getan.

Video der R8II

Die folgenden Angaben sind für Videografen. Wenn Sie als Fotograf diese technischen Fachausdrücke teilweise nicht verstehen, dann benötigen Sie diese Dinge derzeit auch (noch) nicht.

Alle technischen Daten zu Video finden Sie beim Hersteller. - Hier werden nur die wichtigsten und relevantesten Daten für die Video-Praxis beschrieben und bewertet.

Leistungen und Vorteile im Videobereich

Zusammenfassung: Die R8II bietet fast dieselben beeindruckenden Video-Leistungen wie die höher angesiedelte Canon R6II.

Die R8II bietet Oversampled 6K Video bis zu 60 Bilder in der Sekunde an (Full-width 4K video from 6K bis zu 60p). D.h. der Sensor wird voll ausgenutzt und dann das Bild heruntergerechnet auf 4K. Dadurch entsteht eine höhere Bildqualität und kein Crop.

Vor allem bei Video kamen zahlreiche Neuerungen und Erleichterungen für Anfänger (wie einfache Zeitlupen- und Zeitraffer-Modi) direkt aus der Kamera hinzu. Allerdings erhielten auch fortgeschrittene Videografen neue Einstellungen wie die einfacher einzustellende Auto-Weiß-Balance. Ferner können nun Weißabgleiche oder ganze Presets auch Schaltern zugewiesen und per Knopfdruck angewandt werden. Zudem kann man einem Schalter eine Fokusveränderung (z.B. defocus / Defokus-Funktion) zuweisen, der in einer bestimmten Geschwindigkeit quasi weich ausblendet. Auch sonst finden sich zahlreiche neue Auto-Modi für Anfänger in der Videografie. Dennoch können fortgeschrittene Filmer die Kamera auch manuell fein einstellen, sofern sie das filmerische Fachwissen dazu besitzen.

IBIS, elektronische Bildstabilisierung mit IBIS und die neuen Autofokus-Leistungen werden nun auch für Video angeboten. Diese bieten in der Videopraxis vermutlich viel größere Vorteile als die ebenfalls anwendbaren Farbfilter aus dem Fotobereich.
Generell wird oft kritisiert, dass bei der Mark II im Video-Bereich nicht viel Neues (vor allem bei Codecs etc.) hinzukam. Aber m.E. ist das IBIS in Verbindung nun mit allen anderen Eigenschaften (u.a. mit den digitalen Bildstabilisierungen) ein markanter Fortschritt (vor allem für Einsteiger), der den gesamten Video-Bereich deutlich aufwertet - mehr als ein einzelner weiterer Codec.
Ferner kamen doch ein paar neue Codecs mit 4:2:2 und 10 Bit hinzu (wie XF-HEVC S YCC 422 10bit und XF-AVC S YCC 422 10bit.

Canon hob zudem für Content Creatoren die speziellen Nachtmodi unter der Einstellung SCN auf dem Modusrad, den Produktdemomodus sowie den Glatte-Haut-Modus hervor, welche Aufnahmen erleichtern.

Hilfreich ist auch das nun vorhandene rote Tally Light vorne zur Kontrolle der Videoaufnahme.

Hinzu kommen LUTs (Look-up-Tables / Look-Files / 'Filmtone Farbfilter').

Die Voraufnahme-Funktion gibt es auch bei Video.

Die Web-Cam-Funktion (UVC / UAC, Video-Streaming) wird nun mit 4k und bis zu 60 Bilder je Sekunden angeboten, was ein deutlicher Qualitätssprung (gegenüber der Vorgängerin R8 mit nur Full-HD und 30 Bildern je Sekunde) darstellt.

Julia Trotti stellte fest, dass der neue Modus 'AF for close-up demos' am schnellsten den Fokus zwischen zwei Punkten wechselt - schneller als der sonst einstellbare schnellste Fokus-Wechsel der Kamera bei Video.

Die digitale Bildstabilisierung 'IS enhanced' stabilisiert zwar das Bild noch mehr (als IBIS + IS'), aber führt zu einem drastischen Beschnitt und fügt eine sichtbare Bewegungsunschärfe hinzu, welche die Bildqualität verringert. Das digitale 'IS enhanced plus' verschlimmert dies weiter und erzeugt einen 'digitalen' Eindruck des 'beruhigten' Gesichtes. Da Julia Trotti nur IBIS + (einfaches digitales) IS als qualitativ hochwertig empfindet, empfiehlt sie darüber hinaus einen Gimbal (wie ich übrigens immer beim Filmen im Laufen mit derart großer / schwerer Kameraausrüstung).

Julia Trotti ermittelte bei 32 Grad Cesius in Australien bei 4K50p 4:2:2 10bit mit 28 Minuten Daueraufnahme bei Video - ein erstaunlich guter Wert. Das könnte jedoch auch an den etwas geringeren Bitraten der Aufzeichnung liegen.

Bereits bekannte Leistungen aus der R8 Mark I:

Ansonsten blieb es bei den sehr guten Video-Leistungen der Vorgängerkamera:

4K UHD wird mit 60p = 60 Bildern in der Sekunde, bis zu 10-bit mit 4:2:2 H.265 angeboten. Alternativ ist auch 8-bit H.264 möglich. Nur wenige Kameras in diesem Preisbereich beherrschen so etwas: 4K mit 60 Bildern je Sekunde ohne Crop, oversampled.

Zudem findet sich HDR PQ und HDR Movie für HDR Workflows. Full-HD wird mit bis zu 180p = 180 Bildern in der Sekunde angeboten - und zwar ohne Crop (Beschnitt), also oversampled von 6K mit hoher Bildqualität. Full-HD wird insgesamt mit 180, 150, 120, 100 Bildern je Sekunde offeriert. Manche Tester behaupteten 2026, dass dies nun mit Ton sei. Aber Canon schreibt in Fußnoten das Gegenteil - zumindest in manchen Modi. Deshalb sollten Sie das selbst vor einem Kauf ausprobieren, sofern Sie es benötigen.
Es findet sich sogar C-Log3, eine flache Tonwertkurve zum späteren Grading, um den aufnehmbaren Dynamikumfang zu erhöhen.

Die R8II besitzt keine zeitlichen Aufnahmebegrenzung - stoppt also nicht bei 29:59 Minuten jede Aufnahme.

Die digitale / elektronische Bildstabilisierung findet sich in zwei Versionen in der R8II als Digital IS und als Digital IS Enhanced. - Zudem bietet die R8II Focus Breathing Correction: Mit dazu kompatiblen Objektiven wird der Sehwinkel beim Fokussieren von verschiedenen Objekten in verschiedenen Tiefenebenen beibehalten. - Bei den einblendbaren Anzeigen wird u.a. False Colour geboten, um sehr einfach die unterschiedlichen Belichtungszonen einer Szene darzustellen. Ferner finden sich Zebras, Zebra Patterns, Streifenmuster für Belichtungskorrekturen.

Auch im Video-Bereich findet sich das Detect-Only AF-System (Nur Erkennen Auto-fokus), welches das sogenannte Jagen (hunting - ständiges Hin- und Her-Fokussieren) unterbindet, wenn ein Motiv den Sucher verlassen hat. D.h. der Fokus wird dann nicht automatisch auf den Hintergrund verschoben, sondern bleibt erhalten, bis das Motiv wieder im Sucher erscheint.

Für Canon sind das alles sehr gute Werte im Einstiegsbereich, welche diese Kamera R8II auch zu einer hochwertigen Video-Kamera - auch für YouTube-Vlogger - machen.

Einschränkungen im Videobereich

Die ungünstige Anbringung der Steckplätze für Mikrofon und Kopfhöreranschluss führen dazu, dass deren Stecker manchmal die Bewegungsfreiheit des rückwärtigen Displays einschränken. Das drehende rückwärtige Display blockiert exakt am Stecker des Mikrofons (Mikrofonstecker links an der Kamera). Das wird nicht nur Ein-Mann-Vlogger vor der Kamera stören.

Die R8II bietet dennoch maximal nur 2 Stunden Aufnahmezeit bei Bildfrequenzen ab 100 - ist somit zeitlich durchaus beschränkt. Nur für Bildfrequenzen mit weniger als 100 Bildern je Sekunde sind theoretisch Aufnahmen bis zu 6 Stunden möglich. Hinweis: Die nun hervorgehobenen 6 Stunden Aufnahmezeit sind sowieso nur mit einer externen Power-Bank oder einem externen Netzstromanschluss möglich, da der Akku nicht so lange hält und auch nicht während der laufenden Video-Aufnahme gewechselt werden kann.
4K-Aufnahmen sollen aus thermischen Gründen sogar auf weniger beschränkt sein. - Definitiv wird das kleine Gehäuse (ohne Lüfter) bei 4K60p eine faktische zeitliche Aufnahme-Grenze aufgrund der unvermeidbaren Überhitzung aufweisen.

Oversampling aus 6K von der gesamten Sensorbreite wird nicht angeboten bei 4K-Movie-Zuschnitt und Movies mit glatter Haut.

4K UHD Zeitraffer (16:9) mit 3.840 * 2.160 bei 29,97 und 25 Bilder je Sekunde wird nur ohne Ton aufgezeichnet. Das Gleiche gilt bei Full HD Zeitraffer (16:9) mit 1.920 * 1.080 bei 29,97 und 25 Bilder je Sekunde. Ähnliches scheint auch bei den High Frame Rate Movies zu gelten. Allerdings drückt sich Canon in der Fußnote 41 im Deutschland dazu extrem vage aus, welche Bildfrequenzen dies genau betrifft.

Für zahlreiche Video-Modi (unter anderem viele Full-HD-Modi) können nur exFAT-formatierte Speicherkarten für die Aufzeichnung verwendet werden.

Die unverständlichste Einschränkung der neuen R8II bei Video lautet (in Fußnote 62 in Deutschland): Das Gesamtgewicht von Kamera, Objektiv, Mikrofon und anderem Zubehör sollte nicht höher als 1 kg sein. Das schränkt die Verwendung der Kamera als Video-Kamera ein. Denn ein Cage und der XLR-adapter sowie ein Mikrofon überschreiten mit einem Zoom-Objektiv schnell diese maximale Gewichtsangabe, weil das Kameragehäuse bereits alleine über 500 Gramm wiegt.

Das von Canon angepriesene neue 'Cinema View'-Format ist nur ein klassisches 2.35:1 Format, das man früher schon in der PC-Nachbearbeitung erhalten konnte. Aber man verliert 'Cinema View' im Log-Profil, wo es interessant wäre.

Die (neben dem IBIS) angebotenen drei digitalen Bildstabilisierungen beschneiden den Ausschnitt stark und reduzieren die Bildqualität dadurch deutlich.

Weiterhin gibt es kein Open Gate oder höhere Auflösung als 4K, obwohl der Sensor mehr anböte.

Julia Trotti war unzufrieden mit dem Halten des Focus', wenn störende Objekte davor vorbeiliefen. Nur bei schnellen Bewegungen des störenden Objektes hielt die Kamera das eigentliche Objekt im Hintergrund im Fokus.

Julia Trotti attestierte zwar ein hochwertiges 4K-Video-Bildmaterial, stellte aber fest, dass die 10bit 4:2:2 kleinere Bitraten lieferte als bei der R6III. D.h. dass zumindest für die Nachbearbeitung des Video-Materials manche teurere Kameras mehr boten.

Noch immer bietet die R8II nur LGOP (long GOP) und kein All Intra als Codec, was zwar den mit dieser Kamera anvisierten Anfänger kaum stören dürfte, aber für fortgeschrittenere Videografen hinderlich sein kann.

Zudem blieben alte Video-Problemzonen der Vorgängerin: R8 Mark I:

Full HD bis 180 Bilder je Sekunde wird als Zeitlupe mit 1/6 Geschwindigkeit fest aufgenommen und kann nachträglich nicht geändert werden.

Mangels zweitem Kartenfach ist keine Sicherung des Videos auf zweite Speicherkarte möglich.

Die Ausgabe auf einen externen Recorder und Kameradisplay ist zwar möglich. Dann erfolgt aber keine Aufzeichnung auf die interne Speicherkarte. Also kann man auch so keine Sicherungskopie anlegen. - Faktisch kann man diese Sicherung nur auf dem externen Recorder auf z.B. zwei SSDs durchführen, was jedoch teuer, aufwändig und kaum für die Kern-Zielgruppe der R8II sinnvoll sein wird.

Eine externe 6K-RAW-Aufzeichnung (über HDMI) ist nicht möglich.

Für Aufnahmen mit 10-bit C-Log3 oder HDR PQ benötigt man eine V60-Speicherkarte oder schneller.

Alle Video-Formate sind IPB-Komprimiert. Nur wenige Modi bieten ALL-I-Optionen - Intra Frame (All-I). ALL-I bietet mehr Informationen zum Nachbearbeiten am PC.

Es wird in der R8II nur C-Log3 angeboten (kein C-Log2), und dabei schaltet der ISO-Wert automatisch auf 800 hoch (mit einer zweiten Gain-Stufe bei ISO 3.200).

Wie bei allen Canon-Video-Kameras verliert man bei Beginn der Aufnahme die vorher einblendbaren Horizontanzeige und das Histogramm.

Bitte beachten Sie: Viele der hier angegebenen Kritikpunkte können per Software - also Firmware-Update - leicht nachträglich optimiert respektive korrigiert werden. Bisher hat Canon das bei seinen neuen spiegellosen Kameras auch getan.- Bis Ende 2024 brachte Canon auch zahlreiche kleine Firmware-Updates heraus. Sie sollten sich unbedingt immer die neueste Version der Firmware installieren, um Ihre Kamera maximal ausnutzen zu können.

Verfügbarkeit und Preise der R8II

Die EOS R8II-Kamera war sofort vorbestellbar und ab ca. 20. Oktober 2026 verfügbar.

In den USA wurde sie zum Start (29.10.2026) für 1.899 US$ (mit Kit RF24-50mm F4.5-6.3 IS STM für 2.099$) verkauft. Das waren Anfang Oktober 2026 umgerechnet zum Tageskurs nur 1.681 Euro.
In Deutschland kam der übliche Melkkuhzuschlag obendrauf: 1.799 Euro für die Kamera alleine und 2.199 für das Kit mit dem RF 24-105mm F4-7.1 IS STM Objektiv. Aber der reine Gehäusepreis war in Deutschland zur Vorgängerin (R8 Mark I) immerhin gleich geblieben. - Leider nicht ganz: Denn Canon kürzte den Lieferumfang u.a. um das Akkuladegerät LC-E17E, sodass man nun doch 69 Euro Aufpreis bezahlen muss.

Gleich ein Hinweis zum kleinen Kit-Objektiv: Das sollte man sich vor dem blinden Kauf genau ansehen: 24-50 mm Brennweite sind sehr eingeschränkt. Eine Offenblende von f4,5-6,3 ist auch nicht wirklich lichtstark - vor allem für einen derart kleinen Zoombereich. Beides wird heftig kritisiert. Seitenhieb: Panasonic bietet ein 20-60 mm F3.5-5.6 Zoom-Objektiv, das auch leicht ist - und definitiv für Video hochwertiger.

Markteinschätzung Canon R8II und Kaufempfehlungen

Bei der Beurteilung der Hybrid-Kamera Canon R8II muss man zwei Bereiche unterscheiden:

Video

Im Bereich Video handelt es sich bei der R8II um eine gute Einsteiger-Kamera: 4K-Video mit 60p = 60 Bildern in der Sekunde auf einem Vollformat-Sensor in der Amateurklasse sind für die Nutzer auf fast allen Gebieten inklusive YouTube mehr als ausreichend. Vergleichbares bei Video bieten nur ganz wenige Kameras überhaupt an.

Allerdings wird auf viele Anwender auch noch einiges Zubehör direkt für die Video-Kamera hinzukommen: externe Mikrofone, Ohrhörer etc. sind auch hier erforderlich, wenn man unter allen Bedingungen wirklich hochwertige Videos aufnehmen will.

Und bereits für 4K-Video gilt: ein moderner Hochleistungs-PC sollte es für die frustfreie Video-Bearbeitung schon sein.

Nun mit IBIS wird sie auch als Vlogging-Kamera bei Ein-Mann-YouTubern beliebter werden. - Persönlich halte ich das nun in der 8RII vorhandene IBIS für unabdingbar für Einsteiger und rate deshalb jedem aus dieser Zielgruppe vom Kauf der Vorgängerin ohne IBIS ab.

Ferner wird die R8II sicherlich auch bei fortgeschrittenen (wohlhabenderen) Studio-Filmern als auf Stativen fest montierte Zweit-, Dritt-, oder Viert-Kamera eingesetzt werden. Ohne Crop bei 4K60 und mit identischer Ausstattung bezüglich Video und vor allem den Farben (C-Log3) ist die Abstimmung dieses B-Roll-Materials nachher am PC viel einfacher mit z.B. einer R6II/III als A-Roll-Kamera durchführbar. Wem es nun die Sprache verschlägt: 2-5 Kameras sind keine Ausnahme bei aufwendigeren Studio-Aufnahmen (z.B. eine Zentral-Kamera als A-Roll, eine für Aufnahmen von einer anderen Seite / einem anderen Winkel auf den Sprecher, eine weitere für Produktaufnahmen z.B. senkrecht oder schräg von oben auf ein Produkt auf dem Tisch vor dem Sprecher usw.).

Aufgrund des geringen Eigengewichtes kann die R8II auch als Drohnenkamera eingesetzt werden.

Foto

Trotz der angeblich über 60 Verbesserungen blieb vieles an der Hardware der R8II zur Vorgängerin R8 Mark I identisch. Am Auffälligsten sind die spürbaren Verbesserungen beim nun vorhandenen IBIS (Verwacklungsschutz), dem Joy-Stick für die Ansteuerung der AF-Felder hinten und dem neueren sowie noch treffsicheren (KI-)Autofokus.

Die R8II mit den neuen RF-Objektiven im preislichen Mittelfeld sind zweifellos bezüglich der Bildqualität eine gute Wahl für Fotografen, die an modernen spiegellosen Canon-Modellen im Vollformat-Bereich interessiert sind. Aber da sind die in zahlreichen Einzelbereichen doch mess- und teilweise sichtbare Unterschiede zu den Mitbewerbern. - Vor allem liegen deren Systempreise (also Kamera mit Objektiven) nicht selten darunter.

Noch immer liegt ein großer Vorteil des kleinen Formfaktors und des geringen Kameragewichts, darin, dass die R8II (mit flachen, leichten, kleinen Pan-Cake-Objektiven) zu einer Reisekamera prädestiniert ist.

Als Ersatzkamera für Berufsfotografen würde ich sie noch immer nicht empfehlen. - Um es klar zu sagen und manchen US-Jublern zu widersprechen: Die R8II ist keine Profi-Kamera. Wer eine Zweitkamera für den Beruf sucht, sollte zur Canon R6III greifen.

Ob die R8II den sofortigen Aufstieg von der in vielen Punkten fast identischen Vorgängerin R8 (Mark I) rechtfertigt, hängt von den tatsächlich durchgeführten Fotostilen ab. Wer keine Sport- oder Wildtierfotografie betreibt, also eher mit statischen Motiven arbeitet, wird beim Verkauf der alten R8 einen hohen Wertverlust erleiden und dann einen deutlichen Aufpreis zur R8II bezahlen müssen, der eventuell in vielen Fotos nicht sichtbar wird. Denn auch der Sensor blieb gleich. Persönlich würde ich jenen Interessenten mit einer noch funktionsfähigen R8 Mark I eher zu hochwertigeren Objektiven raten. Da werden Sie sofort optische Vorteile an den Bildergebnissen erkennen.

Gesamtfazit:

Die R8II bietet gegenüber der Vorgängerin R8 Mark I nicht viel Neues. Aber alles wurde für die Foto- und Video-Praxis der Amateure und Einsteiger erstaunlich gut aktualisiert und somit abgerundet.

Abgesehen vom schwachen Akku sah ich 2026 keinen Haken an der R8II. Ein Original-Ersatzakku ist für unter 100 Euro erhältlich. Für Videografen darf es auch gerne eine etwa gleichteure Akku-Bank sein.

Angesichts des in Deutschland zwar hohen aber eben nicht höheren Preises als die Vorgängerin, ist sie den Preis auf jeden Fall wert. Dies gilt vor allem, wenn man bedenkt, dass auch Canon inzwischen kaum mehr etwas für Auslaufkameras (z.B. Firmware-Updates, Service etc.) liefert.

Dennoch sollte man bei allen Träumen an die hohen Folgekosten im Bereich Vollformat-Sensor denken. Die umfangreichen und beeindruckenden Leistungen der Kamera kann man nur mit hochwertigeren und somit teureren Objektiven wirklich voll ausreizen. Dann kommen noch (2026 teure) Akkus, Speicherkarten und PC zur Bildbearbeitung hinzu.

Klar muss auch jedem sein, dass die R8II eine (zwar hochwertige sowie ausgereifte) aber dennoch Einsteigerkamera und kein Arbeitstier wie die Canon R6III ist. - Nochmals: Manche 'Träumer' dachten im Vorfeld (in der Gerüchteküche), dass die neue R8II eine abgespeckte R6III sein werde. Aber faktisch ist sie noch immer nur eine Version der älteren R6II. - Die Zielgruppen der R8II werden deshalb auch allgemein definiert als Einsteiger, Amateur, Content Producer, Content Creator, Street- und Reisefotografen sowie allgemein 'Preisbewusste'.

Aussichten der R8II

Ein grundlegendes Problem vorab sind sowohl der dichtgedrängte Markt der (insgesamt bei jedem Hersteller hochwertigen) Einsteigerkameras mit Vollformatsensor und die 2026 eher schwache Wirtschaft mit weltweit eingeschränkter Konsumlaune. Deshalb ist der Verkaufsstart vor dem Weihnachtsgeschäft zwar gut gewählt, wird aber dennoch keine Wunder bewirken. Dies gilt vor allem, da Canon die Vorgängerin R8 Mark I weiterhin im eigenen Programm halten will und preisgünstiger verkauft. Zudem wurde im Herbst 2026 auch deren Vorgängerin die RP noch immer neu zu oft extrem niedrigen Preisen (ab 604 Euro) als Konkurrenz angeboten. - Erst langfristig kann das für Canon als einziges Einsteigerkamera ein Erfolg werden.

Vor allem die teilweise neu extrem billig (ab 1.169 Euro) angebotene Nikon Z5II war im Herbst 2026 eine überlegenswerte Alternative. Allerdings wurde auch die ältere aber in Details (zweites Kartenfach, hochwertigerer Sucher, größerer Akku etc.) hochwertigere Canon R6II zu ähnlichen Preisen angeboten (im Herbst 2026 ab 1.639 Euro - also günstiger als die R8II). Zwar bin ich immer skeptisch bei derartigen 'Auslaufmodellen' wie der R6II. Aber in diesem Fall bot sie im Herbst 2026 für weniger Geld die etwas 'professionellere' Leistung und Ausstattung - war also (zumindest für Umsteiger von DSLR respektive Aufsteiger bei Canon) eine ernsthafte Überlegung gegenüber der R8II wert.

Ferner ist die Benennung der 'R8II' unglücklich, da viele Fotografen / Kunden nicht verstehen, warum die R1-R6 Vollformatkameras sind, die R7 eine APS-C-Kamera ist und das angeblich schlechtere Modell R8II wieder eine eher höherwertige Vollformat-Kamera. Somit wird auch - unnötiger Weise - hier viel Verwirrung erzeugt.

Letztendlich kommt aus meiner Analysesicht hinzu, dass fast jeder Tester bisher die R8II lobt, aber kaum einer sie selbst für sich kaufen will.

Im Grunde genommen hat Canon das Vorgängermodell - die R8I - in ihren Eigenschaften konsequent weiterentwickelt: klein, leicht, mit guten Foto- und vor allem Video-Eigenschaften zu einem zudem (bei Vollformat) noch erträglichen Einstiegspreis.

Ökonomisch nutzte Canon auch sehr geschickt die Skaleneffekte, indem es zahlreiche der teuren und wichtigen Bauteile von anderen Modellen verwendete. Dadurch wurden hohe Leistung zu geringen eigenen Produktionskosten und somit einem erträglichen Endkunden-Preis möglich.

Als Einstiegskamera für Vollformat im Videobereich wird das sicherlich langfristig ein Erfolg. Auch die Vorgängerinnen RP und R8 Mark I hatte man damals in Tests oft heruntergemacht, aber dennoch gekauft.

2026 schreckte jedoch viele Einsteiger die Objektivpolitik der Firma Canon ab, welche keine preiswerten und hochwertigen Fremdobjektive von Drittherstellern erlaubte. D.h. jeder Kunde muss entweder mäßig gute Objektive von Canon verwenden, oder extrem teure hochwertige. - In den USA wird das starke Marketing der Firma Canon jedoch viele unerfahrene Kunden bei diesem Punkt täuschen.

Es werden vermutlich nur ganz wenige Kunden von anderen Herstellern zur Canon R8II wechseln.

Auch die Frage, ob man mit der R8II wirklich viele alte noch verbliebene Canon-DSLR-Nutzer oder Nutzer der kompakten Canon M-Serie (beides überwiegend reine Fotografen) herüberziehen kann, bleibt unklar. Canon zielt mit der R8II angeblich neben Smartphone-Nutzern auch auf Aufsteiger aus der APS-C-Klasse, Umsteiger von einer EOS R, EOS RP sowie der Spiegelreflexkamera EOS 6D (Mark II).
Für DSLR-Umsteiger kommen die störenden Adapter hinzu. Für die APS-C M-Klasse-Umsteiger existieren überhaupt keine Adapter für alte Objektive.

Als Zusatzkamera / Zweitkamera für die Reise kann die R8II für wohlhabendere Privatanwender auch erfolgreich werden.

Zukunft: Bereits 2013 schrieb ich in meinem Artikel über die Zukunft der Fotografie, dass diese eindeutig bei Video liegt. Fotografen sollten sich diesen Artikel nun endlich durchlesen. Das ist seit der R5 und definitiv der R8 (Mark I) bereits die Gegenwart. Für Fotografen, die Standbilder wünschen, wird schon heute nichts mehr eigenständig entwickelt. Sie erhalten nur noch die Abfallprodukte der Video-Szene. Diese sind sicherlich hilfreich für viele Fotostile. Aber Fotografen und deren Wünsche stehen für die Kamerahersteller definitiv nicht mehr im Zentrum. Warten auf eine evtl. in 4 Jahren erscheinende R8III wird somit evtl. nur einen neuen stärkeren Akku und ein wie immer leicht verbessertes (KI-)Autofokussystem liefern. Man darf sich somit als Fotograf von der Zukunft keine Wunder mehr erwarten.

Marketing, Design und Technik

Diverse Tester kritisierten im Herbst 2026 das 'Pseudo-Retro-Design' der Kamera.

Grundsätzlich scheint dies an der wilden Gerüchte-Küche im Vorfeld gelegen zu haben. Jene halbwissenden Kaffeesatzleser und Gaskugeldeuter hatten in diesem Fall einige durchgesickerte Informationen vermutlich überinterpretiert oder sogar schlichtweg missverstanden. Das ist ein häufiges Problem bei Teilinformationen bei Gerüchten. Somit wurde ihre 'Erwartung' enttäuscht, was immer zu einer negativen Reaktion und i.d.R. schlechteren Bewertung führt. Es ist leider psychologisch häufig, dass man in solchen Situationen den eigenen 'Fehler' der Falschinterpretation dem Anderen anlastet.

Das 'Problem' ist ganz offensichtlich, dass die meisten Fotografen mit 'Retro' a) ein silbernes Gehäuse (mit vielen Drehknöpfen) assoziieren und b) definitiv nicht das Design der 1980er Jahre von Canon.

Canon wiederum hat (in typisch japanischer Art aller Kamerahersteller) weder auf seine noch andere Foto-Kunden gehört noch auf deren wirklichen Wünsche, respektive: sie haben das Gehörte (wieder einmal) nicht korrekt verstanden. Deshalb haben sie einfach das klobige Design ihrer ersten (damals extrem erfolgreichen) Autofokus-Kameras (T70, T80) gewählt. Jene waren zwar damals ein heute nicht mehr vorstellbarer Erfolg. - Soweit ist der Anschluss an eine Erfolgsserie durchaus nachvollziehbar. Aber Canon bot mit der R8II zwar einen (wie immer leicht) verbesserten Autofokus. Aber keine technische Revolution (auf diesem Gebiet). Das Gebotene in der R8II war 2026 insgesamt hochwertige, solide, durchaus moderne Kamera-Technik auf dem Niveau der Mitbewerber - mehr nicht.

Exakt jenes Fehlen wirklich beeindruckender Neuerungen bei der R8II, über die man ausführliche, lange Videos erstellen konnte, lenkte auch den Fokus der Kritik vieler von jenen Videos lebenden Influencer auf das neue Design.

Aber bei der R8II wurde im Rückblick der Canon-Techniker offenbar Design mit Technik verwechselt. Denn auch in den 1980er Jahren waren die heute als Bezugspunkt genommenen Modelle umstritten: Die T70 erhielt 1984 die europäische Design-Auszeichnung 'Kamera des Jahres 1984'. Wichtiger war aber, dass sie den Nutzern den Zugriff auf unglaublich viele alte FD-Objektive erlaubte. Sie war quasi die 'letzte' Kamera von Canon für das alte Bajonett. Die optisch mindestens ebenso gewöhnungsbedürftige neue T80 kaufte man wegen der damals überragenden Autofokus-Technik und sonstigen vielen Automatik-Modi - und eher trotz des (nennen wir es einmal 'ungewöhnlichen') Designs jener Kameras. - Die wahren Vorteile beider Modelle für die Kunden lagen somit auf anderen Gebieten.

Allerdings zeigte dies eben auch, dass Fotokameras (immer) überwiegend aufgrund der Technikvorteile gekauft wurden. Nur wenn die Technik gleichwertig ist, dann entscheidet das Design auf der zweiten Entscheidungsebene.

Festgehalten werden muss jedoch auch klar, dass es sich bei den Kritikern um erfahrene, reiche Fotografen und Videografen handelt, welche sowieso keine Einsteiger-Kamera kaufen würden - und dies laut eigenen Aussagen auch nicht tun (siehe oben). Bei der Kaufentscheidung für eine Einsteigerkamera im Fachhandel oder auf im Internet ist dann allerdings bei jener anvisierten Zielgruppe oft der Preis ausschlaggebend - nicht einmal die (Mitte der 2020er Jahre sowieso ähnliche) Technik - und noch weniger das Design. - Vor allem im Kernland USA sind die Canon-Marketing-Fachleute jedoch extrem stark bei der Preisgestaltung. D.h. dort wird ein Kameramodell in diesem wichtigen Massenmarkt/Bereich mit unglaublichen Rabatten und Werbe-Aktionen für die anvisierten Käufer 'attraktiv gemacht'. Man mag Canon vieles zu Recht vorwerfen. Aber eine Stärke war in den letzten Jahrzehnten zweifellos das Marketing bei den real kaufenden Kunden. Vor allem dies führte zu Marktanteilen von 40-50%.

Dennoch sollte Canon sich das mit der neuen 'Design-Sprache' respektive Eine neue Design Philosophie, welche angeblich für alle neuen Modelle übernommen werden soll, nochmals überlegen. Denn mindestens zwei Gruppen werden dadurch nachweislich nicht optimal bedient: Die reichen, erfahrenen Fotografen und Videografen für eine neue Haupt-Kamera sowie die Reichen 'Sammler', welche Zweit- und Drittkameras etc. sich eben als Luxus gönnen. Bei der ersten Gruppe scheinen 'Gewöhnungseffekte' eine große Rolle zu spielen und bei der letzteren eben doch das Design für ihr 'Schau-Stück'.

Letztendlich zeigt sich an diesem Fall wieder einmal die extreme 'Inflexibilität' der (vor allem männlichen) ernsthaften Fotografen und Videografen: Sie wünschten keine Veränderungen an ihrem Arbeitsgerät. Aber bei Zweit- und sonstigen Sammler-Kameras wünschten sie absolut exotische Schaustücke, welche gefühlt 'Retro' waren und als klassische 'schön' empfunden wurden. Dies galt auch, wenn Letzteres undefiniert und sehr vage (also individuell) war.

Abgesehen von alle dem stellte ein enttäuschter Canon-Nutzer und Besitzer der alten R8 eine wichtige und berechtigte Frage, welche Canon umgehend beantworten muss: 'Warum wechselt man in der Mitte einer sich gut verkaufenden - also erfolgreichen - Kamerageneration ohne ersichtlichen Grund das Design des Kameragehäuses?' - Das zielt wieder einmal auf eines der vielen Grundprobleme aller japanischen Kamerahersteller ab: Ihre Kommunikation mit den wahren Endkunden ist (höflich ausgedrückt) 'suboptimal'.

Deutsche Herstellerinformationen - Canon zur R8II

Interessierte finden die offiziellen Informationen beim Hersteller zur Canon EOS R8II, die technischen Daten Canon EOS R8II auf Deutsch,

Kritische Analysen, Anmerkungen und Kommentare zu den Quellen und Testergebnissen sowie Belegen - Weitere Informationen zur R8II

Im Folgenden finden Sie kommentierte Quellen und Belege sowie Analysen für alle Test-Ergebnisse und Kritiken zu Aussagen zur Kamera sowie Anmerkungen zu den jeweiligen Testpersonen. Die positiven wie kritischen Einschätzungen im Artikel werden gestützt durch die hier angeführten Belege und Quellen. Sie sollten auf jeden Fall einen Blick in jene Quellen werfen, oder zumindest die zur jeweiligen Quelle angeführten Details vor einem Kauf beachten.
Und noch ein Detail für Interessenten: Seriöse Testberichte aus der Praxis von durch Normalpersonen kaufbaren Endprodukten wird es frühestens Ende Oktober 2026 geben.

Vorab zur Klarstellung: Bei allen Kameras der Tester im September handelte es sich um pre-production models - Vorserien-Modelle. Dennoch wird sich da nicht mehr viel ändern, weil es sich überwiegend um alte Bausteine handelt, deren Leistung bekannt ist. Evtl. auftretende Probleme beim Autofokus oder Menü können mit einem Firmware optimiert werden - auch nachträglich nach dem Verkauf der endgültigen Serienmodelle.

Artikel

Die in den USA angesiedelte Fachzeitschrift DPReview liefert im Artikel Canon EOS R8 II review: new design, major fixes but frustrations remain, vom 15.09.2026, einen Testbericht der Kamera.

Das englischsprachige Fachmagazin PetaPixel lobt im Artikel Canon's Radically Redesigned EOS R8 II Has IBIS, 4Kp60, and an AF Joystick, vom 15.09.2026, die Kamera.

Die Mitarbeiter des englischsprachigen Fachmagazins PetaPixel loben im Artikel Canon EOS R8 Mark II Review: A Great Camera In a Polarizing Package, vom 15.09.2026, die Kamera.

Die Zeitschrift heise online erklärt im kurzen deutschen Artikel Canon EOS R8 Mark II: 40 Bilder pro Sekunde, 24 Megapixel und neues Design, vom 16.09.2026, das Wichtigste der Kamera.

Das schweizerische Online-Magazin digitec.ch erklärt im kurzen deutschsprachigen Artikel Canon EOS R8 Mark II mit Bildstabilisator und neuem Design, vom 17.09.2026, das Wichtigste der Kamera.

Die Zeitschrift fotoMagazin erklärt im kurzen deutschen Artikel Canon EOS R8 Mark II kommt mit mehr als 60 Verbesserungen, vom 16.09.2026, das Wichtigste der Kamera.

Der Multimillionär und Influencer Ken Rockwell beschreibt im langen englischen Artikel Canon EOS R8 Mark II, undatiert, weil ständig erweitert, alles Mögliche rund um die Kamera.

Das Online-Magazin dkamera liefert im folgenden deutschen Artikel Canon EOS R8 Mark II und EOS R8 im Vergleich, vom 19.09.2026 einen Vergleich der reinen Herstellerdaten der beiden Modelle. Vor allem die Tabelle ist aufschlussreich. Diese kann hilfreich sein. Aber Vorsicht: Bei der R8 Mark I wurden zahlreiche Herstellerangaben in Tests als viel zu optimistisch / positiv nachgewiesen. - Vorsicht: Die Behauptung von dkamera im letzten Absatz, dass die R8II nun Wi-Fi (der Version) 6 besäße, ist falsch. Sie beherrscht nun zwar das 5GHz-Band, aber das ist explizit 802.11ac (auch laut Canon Deutschland), also Wi-Fi 5.

Der deutsche Fotohändler Calumet schildert in dem Artikel Canon EOS R8 Mark II im Praxistest, vom 16.09.2026, seine ersten Eindrücke nach einem mehrtägigen Ausprobieren im Norden Dänemarks. Vorsicht: Das ist ein relativ großer Fotohändler, der von Canon eingeladen wurde und vom Verkauf der Kamera profitiert. Im Text finden sich merkwürdige Fehler wie: Mit der c setzt Canon genau dieses Konzept fort...[Fette Hervorhebung im Original]. Hat das eine KI verfasst, oder wurde der Text einfach aus einem anderen 'Testbericht' kopiert? Denn hier geht es um die R8 Mark II und kein c-Modell der Cinema-Reihe. - Auch sonst sind Bemerkungen fachlich unsinnig: Brillenträger haben immer einen größeren Abstand zum Okular als Personen ohne Brille. Das ist exakt ihr Problem, weil sie dadurch ggf. nicht mehr das ganze Sucherbild bis in die Ecken sehen können. Sie stoßen somit durch den größeren Abstand mit der Nase noch seltener an das rückwärtige Display.

Videos

Vorsicht - bezahlte Werbung: Canon USA hat wieder einmal viele Influencer Wochen vorher eingeladen und mit Kameras ausgestattet. Beachten Sie diesen Umstand bei allen angeblich neutralen Berichten. Das gilt vor allem für alle jene Influencer, welche vergessen diese Details zu erwähnen. Angeblich handelte es sich auch bei den ersten Tests bereits um Produktionsmodelle mit Firmware 1.0.

Die in den USA angesiedelte Fachzeitschrift DPReview liefert im englischen Video Die Canon EOS R8 II ist wirklich gut. Warum würde ich sie mir also nicht kaufen? / The Canon EOS R8 II is really good. So why wouldn't I buy one, vom 15.09.2026, einen Testbericht der Kamera.

Der US-Influencer und Canon-Fotograf Jared Polin schildert im folgenden englischen Film Canon R8 Mark II PRAXISTEST: Haben sie meine Lieblingskamera RUINIERT?! (vs. R6 Mark II / R8), vom 16.09.2026, seine Testergebnisse. Wie alle einflussreichen Influencer erhielt er die Kamera für mehrere Wochen vorher zum Test. Er gehört zu denen, die das neue Design des Gehäuses nicht mögen. Er hält das Gehäuse für billig und 'Plastik'. Er wechselte den Akku nach über 51 Minuten Dauer-Video-Aufnahme und schätzte, dass man ca. 1 Stunde kontinuierliches Video mit 4K24p erhalte - ohne Überhitzung. Er zeigt u.a. Sportaufnahmen mit Rolling-Shutter-Effekten bei sehr schnellen Bewegungen.

Die beiden kanadischen Influencer schildern für PetaPixel im nächsten englischen Film Canon Went Retro Style?!, vom 16.09.2026, ihre Testergebnisse. Jordan erhielt ca. 45 Minuten Video mit einer Akkufüllung. Auch Chris Niccolls bezeichnet das Gehäuse als a little bit of plasticky - 'es fühlt sich etwas nach Plastik an'.

Der deutsche Influencer Davision findet im kurzen Video Die R8 Mark II ist ein Scherz, oder?, vom 16.09.2026, die neue Kamera hässlich und viel zu teuer gegenüber der noch immer neu kaufbaren hochwertigeren R6II.

Der deutsche Influencer-Kanal ValueTech erklärt im nächsten Film Canon EOS R8 Mark II vorgestellt, vom 16.09.2026, die neue Kamera kurz die technischen Daten. Auch er ist skeptisch bezüglich des neuen Designs. Aber wie viele deutsche Influencer hatte er die Kamera noch nicht zum Testen. Deutschland war 2026 schlichtweg zu uninteressant (nicht nur) für japanische Firmen.

Der deutsche Fotohändler Calumet schildert im (Werbe-)Video Canon EOS R8 Mark II im Praxistest: Viel Ausstattung, wenig Ballast, vom 15.09.2026, seine ersten Eindrücke nach einem mehrtägigen Ausprobieren im Norden Dänemarks. Vorsicht: Das ist ein relativ großer Fotohändler, der von Canon eingeladen wurde und vom Verkauf der Kamera profitiert. - Bitte beachten Sie das zum ähnlichen Text jener Firma angemerkte oben bei den Artikeln.

Der in England lebende Influencer Kai W. (Kai Wong) liefert im folgenden (eigentlich) englischen Film Canon EOS R8 Mark II - Not The Camera We Expected! - Nicht die Kamera, die wir erwartet haben!, vom 16.09.2026 seine Eindrücke von der neuen Kamera. - Auch er kritisiert das Pseudo-Retro-Design. Er bemängelt, dass die neue R8II nun etwas größer und schwerer ist als die Vorgängerin. Für ihn ist die R8II eine R8 ohne wirklich viele Neuerungen, welche den Aufstieg rechtfertigen. Dies gilt insbesondere, weil die Konkurrenz im Einsteigerbereich aufgeholt hatte - und es somit nun viel Auswahl für Einsteiger gab.

Der große US-Fotohändler B&H schildert im (Werbe-)Video Canon R8 II: A Full-Frame, Light-Weight All-Rounder, vom 16.09.2026, die positiven Aspekte der Kamera, welche er als Händler in großen Stückzahlen verkaufen will. Der Moderator betont die Fähigkeiten der Kamera bei Reise- und Street-Fotografie. Dann geht er zur (beruflichen) Studio- und Porträt-Fotografie über, für die er die Kamera auch für geeignet erklärt. Mit Weitwinkel-Objektiven eignet sie sich auch für die Landschaftsfotografie. A Jack of all trades - ein Alleskönner. - Das ist auch mein Fazit zu allen modernen Kameras seit Jahren: Sie sind alle extrem hochwertig und können fast alles perfekt. Wenn ein Foto heute mit diesen modernen Kameras nicht gelingt, dann befindet sich das Problem fast immer 'hinter' der Kamera.

Der englische Influencer Gordon Laing zeigt im folgenden Film Canon EOS R8 Mark II REVIEW : first looks auf Englisch, vom 16.09.2026 viele Details der Kamera. Auch er verweist auf die große Konkurrenz in diesem Preisbereich. Er kritisiert den elektronischen Sucher, das (dunkle) rückwärtige Display und den kleinen Akku. Aber er lobt den neuen Joy-stick, den vergrößerten Speicherpuffer und das nun eingebaute IBIS. Auch er ertestete ca. 1 Stunde Video-Aufnahmezeit mit einem Akku.

Die australische Influencerin und Porträtfotografin Julia Trotti liefert im folgenden englischen Video Canon EOS R8 Mark II Hands-On Review: Entry Level Mirrorless, vom 21.09.2026, ihre Eindrücke mit der Kamera. Sie stellte fest, dass der Modus 'AF for close-up demos' am schnellsten den Fokus zwischen zwei Punkten wechselt - schneller als der sonst einstellbare schnellste Fokus-Wechsel der Kamera bei Video. Sie war unzufrieden mit dem Halten des Focus', wenn störende Objekte davor vorbeiliefen. Nur bei schnellen Bewegungen des störenden Objektes hielt die Kamera das eigentliche Objekt im Hintergrund im Fokus. Sie attestierte zwar ein hochwertiges 4K-Video-Bildmaterial, stellte aber fest, dass die 10bit 4:2:2 kleinere Bitraten lieferte als bei der R6III. D.h. dass zumindest für die Nachbearbeitung des Video-Materials manche teurere Kameras mehr boten. Die digitale Bildstabilisierung 'IS enhanced' stabilisiert zwar das Bild noch mehr, aber führt zu einem drastischen Beschnitt und fügt eine sichtbare Bewegungsunschärfe hinzu, welche die Bildqualität verringert. Das digitale 'IS enhanced plus' verschlimmert dies weiter und erzeugt einen 'digitalen' Eindruck des 'beruhigten' Gesichtes. Da sie nur IBIS + (einfaches) IS als qualitativ hochwertig empfindet, empfiehlt sie darüber hinaus einen Gimbal (wie ich übrigens immer beim Filmen im Laufen mit derart schwerer Kameraausrüstung). Julia Trotti ermittelte bei 32 Grad Cesius in Australien bei 4K50p 4:2:2 10bit mit 28 Minuten Daueraufnahme bei Video - ein erstaunlich guter Wert. Das könnte jedoch auch an den etwas geringeren Bitraten der Aufzeichnung liegen. Allerdings beklagt auch sie den kleinen Akku für Videoaufnahmen.

Der britische Influencer Christopher Frost bietet im nächsten englischen Film Canon EOS R8 II camera preview vom 16.09.2026 seine ersten Testergebnisse. Leider gibt er falsche Preise für die Kameras an, die er vermutlich bei seinem Besuch im europäischen Hauptquartier von Canon erhielt. Er empfindet die Schalter als 'etwas klein und pfriemelig' (a little small and fiddly).

Der US-Influencer-Kanal Ordinary Filmmaker kritisiert im folgenden englischen Video Canon R8 Mark II Review: A Great Camera at the Wrong Price?, vom 17.09.2026, den angeblich hohen US-Preis, der jedoch (trotz hohen Strafzöllen in den USA) noch immer deutlich unter dem europäischen Preis liegt. Er erhielt als Canon-Fotograf die Kamera zwei Wochen lang (vor dem Video) geliehen. Er macht falsche Angaben zum Pre-Capture (es sind tatsächlich 20 Bilder für 0,5 Sekunden - nicht 10, wie er angibt). Er bemängelt nach seinen ersten Tests, dass Pre-Capture den Akku extrem belastet und früh entlädt. Auch er hält bei fast identischem Preis die (ältere) R6II für hochwertiger ausgestattet als die neue R8II.

Fünf zusammengeschlossene englischsprachige Testmagazine publizierten gemeinsam das folgende kurze englische Video I Tested the Canon EOS R8 Mark II: It's Got Everything You Need | Lab Report, vom 16.09.2026, mit den wichtigsten Details zur Kamera.

Der Händler TheCameraStoreTV stellt im nächsten Video Canon R8 Mark II Preview: Everything You Need to Know, auf Englisch vom 16.09.2026 die Kamera vor. Dave von TheCameraStoreTV empfindet den neuen Griff für seine größeren Männerhände nicht tief genug. Auch hier traten Fehler auf: wie die Full-HD-Angabe, welche sie auf nur 120p beschränkten, obwohl die neue Kamera 180p beherrscht. Das ist das leidige Problem mit Firmen-Repräsentanten, welche ohne solide technische Kenntnisse der Kamera zu Fotofirmen und Influencern geschickt werden. Dann erzählen sie und in der Folge die Influencer 'Unsinn'.

Der große US-Kamerahändler Adorama stellt im folgenden kurzen englischen Film Canon R8 Mark II Review: A First Full Frame Camera Worth Considering with Susan Stripling, 16.09.2026 die positiven Seiten der Kamera vor. Sie gehört zu den erstaunlich vielen Frauen, welche das clean design der neuen Kamera loben.

Der Video-Influencer Camera Conspiracies lästert im Video Canon R8 II Cripple Hammer vs Blackmagic Desperation Sale auf Englisch vom 16.09.2026 über die Kamera.

Der indonesische Influencer-Kanal Photography Info vergleicht im folgenden kurzen Film Canon EOS R8 Mark II vs R8: Is the Upgrade Really Worth It?, vom 18.09.2026 die R8II mit der eigenen Vorgängerin R8 Mark I. Das Video ist zwar 'schrecklich anzuhören', weil nichts synchronisiert wurde. Aber er weist auf den eckigen Sucher und vor allem die nun sehr eckige Augenkappe hin. Er empfiehlt auch bei etwas höherem Preis die R6II für Berufsfotografen - statt der R8II. Für Amateure sei die R8 Mark I empfehlenswerter, weil sie leichter und kleiner ist sowie inzwischen weltweit viel preiswerter. Nur, wenn man oft in der Dämmerung ohne Stativ filmt oder fotografiert, lohnt sich ein IBIS - Verwacklungsschutz - der R8II.

Der Influencer-Kanal Camera Zone vergleicht im folgenden kurzen englischen Video Canon EOS R8 Mark II vs EOS R8: The Upgrade We've Been Waiting For?, vom 24.09.2026 die R8II mit der eigenen Vorgängerin R8 Mark I. Fazit: Es wurde eher die Ergonomie der Kamera verbessert.

Der britische Influencer Samuel Maynard erklärt als Video-Influencer mit einer eigenen Canon C50 und einer Canon R6III im englischen Film Should you buy the Canon R8 Mark II? (You might be shocked), vom 16.09.2026, seine Ablehnung der R8II. Für Video-Aufnahmen - seine Hauptnutzung - ist der IBIS in allen Canon-Kameras nicht geeignet, weil sie bei Weitwinkel (24mm) Wobble (ein unruhiges Wackeln) in den Ecken erzeugt. Er verwendet einen Gimbal. Hinzu kommt der Preisunterschied der alten R8 Mark I zur Mark II, welche die alte Mark I deutlich begünstigt (bei fast identischer Technik). Auch die R6II ist in vielen Ländern (wie England) preiswerter als die neue R8II, was die R6II deutlich begünstigt ,weil sie technisch mehr bietet als die R8II.

Der US-Influencer Creative Ryan erklärt als Video-Influencer im nächsten englischen Video Canon Ruined My Favorite Camera Series... (R8 Mark II), vom 16.09.2026, seine Ablehnung der R8II. Er besaß eine R8 (Mark I), die er im Jahr 2023 für sehr gut hält. Er ist enttäuscht von den technischen Daten respektive geringen Verbesserungen. Das Gehäuse / Design gefällt ihm nicht. Der Preis sei in den (mit Dumping-Preisen verwöhnten) USA zu hoch. Er wird die Kamera nicht einmal testen. Denn er versteht nicht, warum Canon ein erfolgreiches Design in der Mitte einer laufenden und sich gut verkaufenden Kamera-Generation ohne Grund wechselt.

Der in diesem Test eher auf die Fotografie orientierte Influencer ZY Cheng erklärt im folgenden englischen Video Canon EOS R8 Mark II: Radical Redesign?, vom 16.09.2026, warum die neue Kamera in der Praxis besser ist als ihre Papierwerte. Er habt u.a. viele der kleinen ergonomischen Verbesserungen hervor, welche in der Fotopraxis einen Vorteil ergeben. Er konnte die Kamera nur einen Nachmittag lang testen vor dem Video-Bericht darüber. Diesen Nachmittag hielt der kleine Akku für seine Fotos (Einzelaufnahmen) gut durch.

Der englische Fotoladen Wilkinson Cameras stellt im folgenden Film Review | Canon EOS R8 Mark II - Is It Worth the Upgrade?, vom 16.09.2026, die Kamera vor. Die Moderatorin fängt bereits im Vorfeld die gesamte Kritik am Design ab, indem sie darauf verweist, dass es in der Praxis nicht relevant ist, da man als Anwender hinter der Kamera das Design nicht sieht, aber dessen Vorteile spürt. Die R8II eignet sich für Reisen und Enthusiasten (ambitionierte Fotografen). Ferner eignet sie sich für Sportaufnahmen, Wildtierfotografie und sich schnell bewegende Motive.
Sie behauptet, dass man 10 Gesichter je Datei speichern kann und davon wiederum 10 Dateien auf die Speicherkarte legen kann, sodass man 100 Gesichter vorab abspeichern kann.
Die Moderatorin von Wilkinson Cameras behauptet, dass nun auch 4K60P ohne Crop / Beschnitt aufgenommen werden kann, während die alte R8 Mark I bei 4K60 angeblich noch einen Beschnitt aufwies. Aber letzteres kann ich nicht belegen. Denn die alte R8 konnte das auch schon 2023. Auch sonst finden sich vereinzelt 'Unklarheiten' in den langen Aufzählungen.
Als Fotohändlerin, welche die Kamera in großen Stückzahlen verkaufen will, hält sie die R8II für ein substantial upgrade.

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Foto Video Design - Dr. Schuhmacher

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